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Thema: Kein Testament. Chance auf ein Erbe?

  1. #31
    Registriert Avatar von ~scum~
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    Standard AW: Kein Testament. Chance auf ein Erbe?

    Der Threadersteller hat aber geschrieben, dass ihm die Versorgung eines kranken Tieres finanzielle Probleme bereitet. Deshalb ist das schon nicht uninteressant, was der Erbe dazu sagt.

    Das hat mit (Un-)Menschlichkeit wenig zu tun, sondern zeigt meiner Meinung nach viel die Fürsorge von Schatten gegenüber dem Tierchen.

    Und manchmal kommen Menschen einfach nicht mehr dazu, so wichtige Dinge zu regeln, weil für sie eben andere Dinge im Vordergrund stehen (Erkrankung, selber Geldprobleme, etc.).

    @Schatten: Hast Du inzwischen mal Kontakt aufgenommen? So, wie ich verstanden habe, würdest Du den Kater gerne behalten, oder? Wie viel Kosten kommen denn da jeden Monat fix auf Dich zu? Nur, um mal eine Vorstellung zu bekommen. Und nur, wenn Du erzählen magst
    Auf das wir klug werden: house-of-one.org/

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  3. #32
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    Standard AW: Kein Testament. Chance auf ein Erbe?

    Zitat Zitat von roman12 Beitrag anzeigen
    Das sieht man auf den ersten Blick, dass das hier ein Laienforum ist. Alleine schon von der Struktur her.
    Es geht hier auch mehr um Zuspruch und Impulse, weniger um Beratung. Ist mehr so wie eine Art Selbsthilfegruppe....
    Einschlägige juristische Foren gibt es ja auch. Nur gibt es dort keine konkrete Beratung für den Einzelfall.

    Lieber TE, man kann ggfs. einen Beratungsschein beantragen.
    Ganz direkt gefragt: Wozu hierfür eine Beratung?

    Welcher Zweifel besteht denn?
    Aus was soll auch nur im entferntesten ein Erbanspruch entstehen?
    Es gibt nichts.

    Das Erbrecht im BGB ist hier doch sehr einfach strukturiert. Bereits mein alter BGB Prof hat immer gesagt: Keine Arme, keine Kekse - Keine Rechtsgrundlage, kein Rechtsanspruch

    Eine Nachricht in einem sozialen Netzwerk ist kein Testament. Es ist weder notariel beurkundet noch "handschriftlich und eigenhändig" verfasst und unterschrieben.
    https://www.anwalt.org/testament-form/
    Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.
    Als Kind bin ich von einem Pony gefallen, was sagt mir das? ^^

  4. Für den Beitrag danken: Fadeaway, Schroti, Uri

  5. #33
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    Standard AW: Kein Testament. Chance auf ein Erbe?

    In der Judikatur ist das recht simpel geregelt.

    In erster Instanz zählt ein Testament, welches für seine Gültigkeit zwingend handschriftlich erstellt und unterfertigt werden muss. Besser gibt es noch die Unterschrift eines Zeugen (nicht zwingend notwendig) ... noch besser ist, es notariell beglaubigen zu lassen (was für die Gültigkeit eines handschriftlichen Testaments NICHT zwingend ist, aber vieles leichter macht)
    Die Unterschrift muss eindeutig dem Ersteller des Texts zuordenbar sein. Der Gesetzgeber verlangt lediglich die eindeutige Nachweisbarkeit, wer der Verfasser anhand der Unterschrift war. "Euer Vater" zählt also genau so wie "Hubert Huber"

    Ein nicht handschriftlich erstelltes Testament (ein sogenanntes fremdhändiges Testament respektive fremdhändige Verfügung) ist nur unter bestimmten Umständen gültig -> Mindestanzahl der Zeugen, Eigenhändige Unterschrift, Definierte Wortpassagen im Text, etc.

    Gibt es schlicht kein Testament, ist die gesetzliche Erbfolge entscheidend und die bedient sich mehrerer sogenannter Parentelen.
    In erster Instanz wird IMMER der Ehepartner als Alleinerbe bestimmt.
    Existiert dieser nicht, dann kommt das erste Parentel ... die direkten Nachfahren. Kinder,Enkelkinder
    Zweites Parentel wären direkt generationäre Verwandte, wie Geschwister (und deren Kinder) oder die Eltern des Erblassers
    Drittes Parentel dann weiter entfernte Verwandte wie Cousins/Cousinen (und Nachfahren), Tanten/Onkel (und Nachfahren), Großeltern
    Das vierte Parentel sind dann nur noch Urgroßeltern exkl. deren Nachfahren, Großonkel/Großtante inkl. deren Nachfahren.

    Gibt es in allen Parentelen NIEMANDEN, der für das Erbe in Frage kommt, geht das gesamte Erbe an den Staat über.

    Im Fall des TE also klar:
    Du bist kein Verwandter (auch nicht entfernt) und es gibt kein rechtskonformes Testament (Eine Messengernachricht gilt rechtlich genau so viel, wie das Legen von Tarot Karten oder das Zwitschern von Vögeln, die in einem Traum gesungen haben, dass du erben sollst ... also gar nicht).
    Eine Chance auf ein Erbe besteht also nicht.
    Trauere lieber um den Menschen.

  6. #34
    Uri
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    Standard AW: Kein Testament. Chance auf ein Erbe?

    Andreas hat es auf den Punkt gebracht:
    Zitat Zitat von Andreas900 Beitrag anzeigen
    Aus was soll auch nur im entferntesten ein Erbanspruch entstehen?
    Es gibt nichts.
    https://www.anwalt.org/testament-form/
    Hätte Deine Freundin Dein Anliegen tatsächlich ernst gemeint, hätte sie es rechtsverbindlich gestaltet. Auch Du hättest sie darauf ansprechen können. Es geht immerhin um die Zukunft der Katze.
    Deine Freundin wusste, dass Du kein Geld hast, die Katze langfristig zu versorgen.

    Es geht Dir aber nicht nur um die Katze, sondern um bis zu 50% des Geldwertes einer Eigentumswohnung:
    Zitat Zitat von Schatten2oo9 Beitrag anzeigen
    Sie wollte ihre Eigentumswohnung verkaufen, ich sollte Betrag X bekommen und ihre Tochter ihren Pflichtanteil. Das schrieb sie wörtlich.
    Das ist für mich schon ein Stück "Leichenfledderei"...
    Man sollte doch schaffen, sowas zu Lebzeiten zu klären.


    Den Tipp von Bodenschatz, sehe ich angesichts der Situation als den Besten:
    Zitat Zitat von Bodenschatz Beitrag anzeigen
    Letztlich hat deine Bekannte mit Dir eine Art Verwahrungsvertrag abgeschlossen,
    Zitat Zitat von Schatten2oo9 Beitrag anzeigen
    Ich nahm über mehrere Monate ihre Katze in Pflege und sie überwies dafür jeden Monat Betrag X für Tierarzt/Unterhalt, etc.
    Die SMS und die Geldüberweisungen sowie die lange Dauer reichen m.E. aus, dass Du den Auftrag hast gegen Entgelt die Fürsorge der Katze zu leisten. Die Erbin könnte ggf. gem. BGB den Betreuungsvertrag kündigen.

    Da sie eine Eigentumswohnung erbt und ihr Euch nicht gut versteht, würde ich ihr einen festen Geldbetrag nennen, mit dem alles abgegolten ist. Ggf. musst Du auf diesen einen Betrag klagen.

  7. #35
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    Standard AW: Kein Testament. Chance auf ein Erbe?

    Zu erben gibts nix, auf Stress haste keinen Bock, haste wahrscheinlich eh schon genug.

    Wenn Du natürlich die Zeit findest, Dich während Studium und Arbeit, um eine Katze zu kümmern, dann ist das echt lobenswert, andere würden wahrscheinlich die wenige Freizeit lieber damit verbringen, Spaß und Vergnügen zu empfinden.

    Rechtssicherheit findest Du in keinem öffentlichen mir bekanntem Forum.

    Dafür gibts Anwälte, die kosten Geld.

    Ne Rechtsschutzversicherung, da sollte man das Kleingedruckte lesen, sozusagen.

    Katzen lassen sich vermitteln ....vielleicht will die Besitzerin garnichts mehr mit der Katze zu tun haben ?

    Vielleicht aber doch ?

    Da fehlt es mir an Infos für nen guten Rat.

    Meine Meinung ist , wenn Du die Katze behalten willst, weil sie Dir ans Herz gewachsen ist, lasse sie auf Dich umchippen....falls sie einen Chip hat.
    Dann fahr die Geschütze auf , die Deinem Willen entsprechen, mit dem Tier zusammen bleiben zu wollen.

    oder


    Du willst es eben nicht, weil es günstiger ist keine Katze zu haben und Du vielleicht gar keine Bindung zu Tieren wünschst usw.

    Ich denke mir nur ein krankes Tier liebgewonnen zu haben ist belastender, als ein gesundes Tier liebzugewinnen, weil man ja mit dem Tier mitfühlt und Mitleid hat.

    Andererseits kann die Tatsache, daß man sich gut um ein Tier kümmert auch dazu führen, die eigene Moral zu stärken, sonst übernähme man keine Verantwortung für das Tier und sein Wohlbefinden und dem Tier ginge es schlecht.

    Der Großbauer mit seinen 13 Katzen auf dem Hof , der sieht das nicht so eng, sondern vielleicht lebensechter , die gebeutelte Städterin im Leistungsflow, sieht es wahrscheinlich nicht genauso.
    Wer Wahrheit nicht hören will hat seine Gründe

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