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Thema: Finanzielle Not wird immer größer...

  1. #1
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    Standard Finanzielle Not wird immer größer...

    ...und macht mich kaputt!

    Es folgt ein längerer Text und ich möchte mich vorab bei euch für das Lesen und hilfreiche Tipps bedanken.

    Ich bin über 30 und habe leider so große finanzielle Probleme, dass ich nicht mehr weiter weiss. Wie es dazu kam, möchte ich euch nun schildern. Seit meiner Jugend, hatte ich immer nur einen Traum: Naturwissenschaftler werden, leider kam ich aus einer kleinen, eher sozial schwachen Familie und wurde für den Wunsch nach einem Studium belächelt. Dennoch machte ich zunächst mein Abitur (mit top Noten) und begann anschließend Chemie und Physik parallel zu studieren. Nebenbei musste ich während des Studiums jobben, weil das Bafög nicht reichte und ich von zu Hause keine Unterstützung bekam. Da ich darauf abzielte top Noten zu erreichen, entschloss ich mich (nach einer Studienberatung, die mir auch dazu riet) 2-3 Semester mehr Zeit als die Regelstudienzeit zu nehmen, auch da ich zwei Fächer parallel studierte und leider Überschneidungen im Stundenplan hatte. Es lief soweit alles nach Plan. Ich konnte keine großen Sprünge machen aber ich war ohnehin nie der Typ, der Luxusgegenstände brauchte (mein Handy war, bis es vor ein paar Monaten kaputt ging, noch ein steinaltes Nokia. Mein "neues" Handy ist auch recht alt und ich habe es gebraucht gekauft). Mein Studienverlauf war gut, bis der Krebs kam.

    Neben der Krankheit kam die bittere Erkenntnis, dass man als freiberufliche Arbeitskraft, wenn man krank ist, nichts mehr Wert ist und bereits vereinbarte Arbeitsaufträge von heute auf morgen weg sind. Fazit: schwer krank und kein Geld.

    Zu Beginn der Krankheit und Behandlung war an arbeiten oder studieren nicht zu denken. In Phasen wo es mir ansatzweise ok ging, jobbte ich soviel ich nur konnte, um Schulden (außer der Bafögschulden) bloss zu vermeiden. Da der Krebs mehrfach wiederkam, rieten mir die Ärzte von einem Arbeitsalltag mit Umgang mit Chemikalien etc. ab und gaben mir den Rat mich, was das Studium und meinen Berufswunsch angeht, neu zu orientieren. Nach einer Phase des Nichtakzeptierenwollens, freundete ich mich mit einem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an. Die Themen haben mich schon immer interessiert und außerdem bin ich sehr gut in Mathematik, was für die Wirtschaftswissenschaften von Vorteil ist.

    Ich begann mit dem "neuen" Studium, als es mir besser ging. Insgesamt kam der Krebs bisher vier Mal zurück. Familie habe ich mittlerweile keine mehr. Insgesamt bin ich recht einsam, da viele meiner "Freunde" sich, als ich krank wurde, mehr und mehr zurück zogen. Nur mein Lebensgefährte, hat mich immer unterstützt und zu mir gehalten. Auch finanziell hat er mir unter die Arme gegriffen, was mir immer unangenehm war. Vor ca. 3 Jahren ist er plötzlich und unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben. Seitdem habe ich niemandem mehr, mit dem ich über Probleme "reden" kann, deshalb suche ich nun Hilfe in diesem Forum, auch weil die finanzielle Last immer erdrückender wird.

    Mir geht es gesundheitlich wieder nicht so gut und ich kann nicht soviel arbeiten und mein Studium bewältigen. Die Jobs, die ich bekomme, werden meistens nur mit Mindestlohn vergütet. Zum Leben reicht es nicht mehr...

    Mir ist es peinlich aber ich gehe seit längerer Zeit Flaschen sammeln aber auch das bringt leider nicht viel ein. Aktuell fällt es mir auch schwer längere Strecken zu laufen. Ich war bei der Tafel aber die haben mich als Studentin abgewiesen. Es gibt sogenannte Fairteiler in der Stadt, wo Lebensmittel von Rettern hineingelegt werden und kostenlos von anderen Menschen mitgenommen werden dürfen. Leider finde ich dort nur selten etwas zu essen. Kleidung hole ich mir gebraucht in der Kleiderkammer einer Kirche. Ich weiss nicht mehr weiter! Wo kann man als Student finanzielle Hilfe bekommen? Für klassische Studentenkredite bin ich zu alt. Normale Kredite bekomme ich nicht, da keine Sicherheiten vorhanden sind. Schulden möchte ich eigentlich auch gerne vermeiden.

    Ich besitze keine Wertsachen, die ich veräußern könnte und habe auch nichts mehr woran ich noch einsparen könnte. Auto, Versicherungen, Handyvertrag, Unterhaltungselektronik, Fitnessstudio etc., besitze ich NICHT. Unternehmungen in der Freizeit, die kostenpflichtig sind, wie Kino, essen gehen usw. finden bei mir auch nicht statt...

    Miete, Fahrkosten, Studienmaterial, Lebensmittel, Zusatzkosten beim Arzt usw. sind so teuer... (habe kein Semesterticket, da ich seit meinem Studienwechsel nur noch Fernstudentin bin).

    Mein Führungszeugnis ist einwandfrei. Ich habe ein Abi mit top Noten und auch im Studium gute Noten (nur noch keinen Abschluss). Ich finde keinen Job, der es mir ermöglicht zu leben und mein Studium zu einem Abschluss zu bringen.

    Mittlerweile steigt in mir die Wut, weil ich keinerlei Unterstützung bekomme, obwohl ich unverschuldet in die Situation gekommen bin, während andere ihr Studium vom Staat und von den Steuerzahlern finanziert und geschenkt bekommen. Damit meine ich zB. Langzeitinhaftierte (wie Vergewaltiger und Mörder), die das Studienmaterial kostenlos erhalten und sogar noch dafür bezahlt werden, dass sie ein Studium absolvieren...

    Wieso werden Schwerkriminelle in diesem Land mehr unterstützt, als Leute, mit einwandfreiem Führungszeugnis und guten Noten, die aufgrund von schwerer Krankheit in finanzielle Not geraten sind?

    Wer einen Tipp hat, wo man kostenlos Lebensmittel, Studienmaterial und Schreibwaren bekommen kann oder ein zinsfreies Darlehen bekommen kann, helft mir bitte!

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  3. #2
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    Standard AW: Finanzielle Not wird immer größer...

    in welcher stadt lebst du denn ? in meiner gibt es gute wege an gerettete lebensmittel zu komme.

  4. #3
    Registriert Avatar von Zebaothling
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    Standard AW: Finanzielle Not wird immer größer...

    Hm - Du hast doch ein gewisses Bildungsniveau, ich an Deiner Stelle würde mir einen Job suchen, der die Lebenskosten abdeckt und dann fertigstudieren.

    Mein Großvater bekam mit 57 Nierenkrebs bzw. die Diagnose ....ohne OP nach 6 Monate , mit OP 1 Niere ganz raus die andere zu 3/4 tel , Dialysepatient ....

    lange Rede kurzer Sinn , er wurde 84, irgendwann war der Krebs weg.

    Da Du ja nicht weißt , wie es mit Dir und dem Krebs weitergeht , kann ja sein, daß auch Du wieder gesund wirst, dafür drücke ich Dir die Daumen, wäre es sinnvoller nen Job zu suchen, als diese Herumkrebserei und Flaschensammeln, sowas zieht Dich runter , wenn Du nicht resilient genug bist.

    Du solltest aber an Dich selbst glauben können, negatives hast Du bisher genug erlebt , wird es da nicht mal Zeit für Positives ?

    Also ich seh da erstmal die Geldsorgen ....deshalb Job ....

    dann sehe ich den Studienabschluß , der Dir wichtig ist , dafür solltest Du aber halbwegs grundlagengesichert leben können,

    dann höre ich aus den Zeilen raus , ein neuer vernünftiger Lebenspartner .....etc. Du hast Dich doch noch nicht aufgegeben....bist noch jung und nicht schon 57 .....

    aber irgendwie scheints ein Problem zu geben, mit der klaren Linie ....welches ?
    Wer Wahrheit nicht hören will hat seine Gründe

  5. #4
    Catley
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    Standard AW: Finanzielle Not wird immer größer...

    Ein Wort nur: Schuldnerberater.
    Und damit du nicht noch tiefer rein rutschst, bitte Caritas, DRK, Diak. Werk o.ä.

    Dort kann man dir und wird es auch effektiv helfen.

  6. #5
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    Standard AW: Finanzielle Not wird immer größer...

    Zitat Zitat von Ichnur2019 Beitrag anzeigen
    Wer einen Tipp hat, wo man kostenlos Lebensmittel, Studienmaterial und Schreibwaren bekommen kann oder ein zinsfreies Darlehen bekommen kann, helft mir bitte!
    Ich hätte eine Menge Tipps, wenn Du Interesse hast darauf einzugehen.

    Sieh zu das Du einen kleinen Nebenjob bei Lebensmittelverarbeitern bekommst. Damit meine ich Metzger, Bäcker, günstigstenfalls ein Caterer. Du glaubst nicht, was da weg geworfen wird, und wenn die Vereinbarung lautet, dass Du dort Reste kostenlos mitnehmen kannst, erhöht sich Dein Stundenlohn beträchtlich.
    Ähnliches gilt für Einkaufsmärkte: ein Pfennigartikel ist Dein Eintrittsticket. Geh in die Gemüseabteilung und nimm Kohlrabiblätter oder Möhrenkraut etc "für die Kaninchen" mit. Beides und andere Dinge werden hierzulande kaum verarbeitet und daher entsorgt. Es ist aber essbar und schmeckt auch.
    Dann wird es, so hoffe ich, einen Raiffeisenmarkt geben. Bei uns kosten 25kg Futtermöhren ( das sind die durchgebrochenen oder krummen) um 5 Euro. Davon lebt man einen ganzen Monat gesund, und wenn es zuviel ist, kann man sie entsaften.
    Im Übrigen kannst du im Internet sogar Futtermöhren sackweise bestellen. Oder Futteräpfel, die Schalenfehler haben ( Internet)

    Seitan als vegetarischen Fleischersatz macht man aus Mehl. Es kostet dann unschlagbare ca 70 - 80 Cent - je Kilo!

    Etwas ausserhalb, wo Felder sind, gibt es Berge an Material, das nach der Ernte untergepflügt wird. Schon mal dort gewesen?
    Hast Du schon mal Hollunderblüten probiert oder den Saft der Beeren? Löwenzahnsalat ist der Renner in Feinkostrestaurants als Beilage. Aber nur die kleinen Blätter.
    Die Wurzeln werden getrocknet und gemahlen und geben einen Kaffe Ersatz ab ( Muckefuck)
    Spitzen von Brennesseln, die wirklich aber auch überall wachsen, schmecken wie Spinat, wenn sie gekocht werden.
    Und so weiter und so weiter.
    Anstatt Waschmittel kannst Du Efeu Blätter oder Kastanien nehmen. Die haben Saponine ( Seife).
    Geschenkte Kerzenstummel haben übrigens einen Energiegehalt von rund 2 Euro das Kilo. Achte auf Feinstaub, falls Du damit erhitzen willst.
    Ähnlich ist es mit gebrauchtem Frittenfett von Pommesbuden. Dose finden, dünnes Stöckchen oder Stroh mit wenig altem Handtuch umwickeln, zum Stehen bringen, Fett rein - fertig.Oder ein Röllchen aus Zeitungspapier wickeln. Probier mal was.


    Wenn Du das alles nicht möchtest oder kannst, solltest Du einen Hinweis auf Deine Stadt geben.
    Entscheidend für alle Hilfsbereitschaft ist dann die örtliche Nähe.
    Bundesweite kostenlose Abgabe (ohne Versandkostenanteil) gibt es halt nicht, selbst wenn, weiss niemand wo es hingesendet werden soll.

    Pn's kannst Du noch nicht schreiben, ich hoffe, Du kannst eine mail schreiben.
    Den Kontakt findest Du in meinem Profil, bin allerdings 10 Tage unterwegs.

    LG!
    Geändert von Bodenschatz (12.07.2019 um 21:14 Uhr)

  7. Für den Beitrag danken: JustSmoothie, Lysbona

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