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Thema: Wie viel Geld braucht man? Wie viel muss man arbeiten?

  1. #1
    Registriert Avatar von Andreas900
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    Standard Wie viel Geld braucht man? Wie viel muss man arbeiten?

    Hallo zusammen,

    ich glaube, diese Frage wird hier häufiger gestellt. Ich finde sie aber für die Lebensplanung auch interessant:
    Wie viel Geld braucht man im Leben?

    Im Sinne von: Vernünftig leben (mehr als nur Überleben aber fern vom Luxus)

    Ich habe mal überschlagen, was ich im Jahr brauche:

    Krankenvers. 3.180 (Privatversicherung)
    priv. Haftpflichtvers. 420
    Arztkosten, die die KV nicht deckt 300
    Einkaufen 2.680 (Lebensmittel und täglicher Bedarf)
    Kleidung 520
    Autoversicherung 350
    Auto Steuer 740
    Autokauf + WReifen 1.571 (Anschaffungskosten verteilt auf Jahre)
    Grundsteuer 610
    Gas/Wasser/Strom 2.630
    Renovierung 3.300
    Haus und Garten 300
    Hausversicherung 680
    PC und Peripherie 683 (Anschaffungskosten verteilt auf Jahre)
    Fastfood 416
    Telefon/Internet 576
    Fernsehen inkl. R.Geb. 355
    neues Handy 117 (Anschaffungskosten verteilt auf Jahre)
    PC Spiele 960
    Konsum/Fun 240
    Diverse Gebühren, Kontoführung etc. 500
    sonstiges 300
    Summe 17.528
    Im Monat: 1.460


    Darin enthalten sind ausdrücklich auch alle unregelmäßigen Ersatzbeschaffungen wie z.B. ein Auto oder Smartphone. Also wenn ich aus meiner persönlichen Sicht halbwegs sparsam lebe, kostet es mich 1.460 € im Monat. Wenn man die private Krankenversicherung abzieht, lebe ich damit für rund 1.200 €.

    Dazu muss man sagen, dass ich kaum in Urlaub fahre und sich meine teuersten Hobbies um PC und Unterhaltungselektronik drehen.
    __________________________________________________ _________________________
    Ich überdenke meine Ausgaben auch vor dem Hintergrund, ob ich mein Leben lang Vollzeit arbeiten will und kann. Meine Generation wird vermutlich bis knapp 70 arbeiten und ich möchte eigentlich nicht bis 70 arbeiten und im Extremfall mit 72 den Löffel abgeben.

    Ich weiß, dass es für manche arrogant klingt wenn ich sage "Ich brauch kein Vollzeit-Geld, ich arbeite lieber Teilzeit", aber Zeit im Leben ist unbezahlbar. Haben manche von euch auch diesen "Luxusgedanken"?

    Es scheint ein Tabuthema zu sein. Nur 9% der Männer arbeiten in Deutschland Teilzeit. Zieht man jene ab, die es aus familiären Gründen (Kindeserziehung, Pflege von Angehörigen) tun oder nur keinen Vollzeit-Job finden, dann arbeiten gerade mal 2% freiwillig Teilzeit.

    Den Vollzeit-Zwang kann bei jedem verstehen, der im Mindestlohnsektor steckt, aber ist auch allen anderen Geld wichtiger als Lebenszeit? Ich könnte mir z.B. vorstellen, heute sparsam zu leben, Geld zu sparen und vielleicht in 10 Jahren wenn ich 46 von Erspartem und dann nur noch Teilzeit-Einkommen zu leben.

    Ich stelle mir gerade die Frage wie viel Geld ich wirklich brauche und wie viel Lebenszeit ich für Arbeit opfern will.
    Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.
    Als Kind bin ich von einem Pony gefallen, was sagt mir das? ^^

  2. Für den Beitrag danken: PANTHI, Portion Control

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  4. #2
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    Standard AW: Wie viel Geld braucht man? Wie viel muss man arbeiten?

    ich hab mich gerade voll erschrocken, weil ich erst dachte, du brauchst das im Monat.
    Ich will eigentlich gar nicht an mein Gehalt denken. Ich lebe aktuell im Osten (meine Eltern sind vor Jahren hier gezogen) und hier wird super mies bezahlt, selbst wenn man studiert hat.

    Wenn ich Glück hab bekomme ich trotz Studium 1600 Euro netto raus. Da muss ich aber schon Glück haben.


    • Für Miete plane ich so 500 Euro ein
    • Dann brauche ich sicher ein Auto, obwohl ich das gar nicht will, steht aber in vielen Stellenausschreibungen 300 Euro Kredit
    • dann Versicherungen, GEZ und Internet 200 Euro


    Bleiben bei 1200 Minimum noch 200 Euro für Essen und Kleidung, wenn es mehr wird 600 Euro, aber an 1600 Euro netto glaube ich nicht wirklich.

    Ich bin aber Single, du nicht wirklich oder?

    Ich habe eben vom Praktikum schon gemerkt: Bei einer 40 Stundenwoche kommt man gar nicht dazu, das Geld auszugeben.

  5. Für den Beitrag dankt: Andreas900

  6. #3
    Hexenkind
    Gast

    Standard AW: Wie viel Geld braucht man? Wie viel muss man arbeiten?

    Du vergisst bei deiner Rechnung eine Variable, die du nicht berechnen kannst: Dein Lebensalter. Was, wenn du nicht kurz nach Renteneintritt abtrittst und noch sagen wir 20 Jahre von der Hand in den Mund lebst. Oder wenn du ab sagen wir 50 Jahre keinen vernünftigen Job mehr bekommst, weil du immer nur Teilzeit gearbeitet hast. Denn deine zukünftige Rente, die eh schon ein Witz sein wird, wenn du heute noch jung bist, berechnet sich von dem, was du in die Rentenversicherung einzahlst. Also direkt von Einkommenshöhe und ob Vollzeit oder Teilzeit. Also besser etwas bei Seite legen. Denn bei deiner Berechnung rechnest du ja schon mit Ausgaben, die über das Notwendigste hinausgehen. Du planst also ein Haus, ein Auto?

    Und was meinst du mit "private Krankenversicherung abziehen"? Rückkehr in die gesetzliche ist nicht so einfach, wenn du mal draußen bist.

  7. Für den Beitrag danken: Andreas900, PANTHI

  8. #4
    Registriert Avatar von _cloudy_
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    Standard AW: Wie viel Geld braucht man? Wie viel muss man arbeiten?

    Hexenkind, Andreas ist Beamter, unkündbar, er bekommt keine Rente sondern Pension und lebt im Eigenheim.

    Als Arbeitnehmer in der Freien Marktwirschaft, der Angst vor Krankheit, Arbeitslosigkeit, den horrend steigenden Mieten und dann natürlich vor der Rente haben muss, kann man sich mit ihm im Grunde garnicht vergleichen.


    Ansonsten, bei dir klingt doch alles gut, dass du dir das mal leisten kannst, TZ zu arbeiten Andreas.

    Ich arbeite auch nur noch TZ, das ist für mich eine Lebensqualitätserhöhung, unglaublich, was 10 Stunden weniger ausmachen.

    Aber bis über 50 habe ich auch VZ gearbeitet.
    Geändert von _cloudy_ (10.09.2018 um 15:49 Uhr)

  9. Für den Beitrag dankt: Andreas900

  10. #5
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    Standard AW: Wie viel Geld braucht man? Wie viel muss man arbeiten?

    Was mir bei der durchaus schon in den Mainstreammedien ziemlich breitgetretenen Diskussion zu diesem Thema auffällt ist, dass sich vornehmlich Leute darüber Gedanken machen, die noch nie oder jedenfalls noch nicht lange gearbeitet haben und dem entspechend jung sind. Stimmt doch, oder?

    Und wenn ich mir deine Ausgabenliste so anschaue, Frugalismus scheint ja nicht dein Ding zu sein. Alleine die Ausgaben für Medienkram lassen eher auf einen computerfixierten Couchpotato schliessen, der vom Reallife ungefähr soviel Ahnung hat wie ein Waschbär vom Eisstockschiessen. Darauf basierend stellt sich mir spontan die Frage warum du dir überhaupt diese Gedanken machst, wenn du die gewonnene Zeit sowieso nur für Zocken und Wischen auf den Kopf hauen wirst. Da kannst du dir auch einen gemütlichen Bürojob suchen, wo du diesen Hobbies ja teilweise wirklich bis zum Exzess fröhnen kannst und das während der Arbeitszeit (ja so etwas gibt es tatsächlich).

    Irgendwie solltest du dir erstmal Gedanken darüber machen, was man aus einem Leben wirklich machen kann, bevor du dir Sorgen darüber machst,was du zuviel tun könntest. Arbeit kann, das nötige Interesse und den Willen zum Erfolg, gepaart mit einer gewissen Grundbegabung und bei geeigneter Ausbildung durchaus auch SPAß machen, aber das scheint ja für dich schon einmal per se nicht in Frage zu kommen. Arbeit gleich nötiges Übel. Mit dieser Gleichung hast du den Mißerfolg ja schon vorprogrammiert. Ich denke das ist der falsche Ansatz.

    Abgesehen davon hast du so einiges nicht berücksichtigt, was deine monatlichen Grundbedürfnisse schnell auf schwedisches Niveau heben könnten. Als da wären: Familie, Verlagerung der Ansprüche mit fortschreitendem Alter, Teuerungsrate im Allgemeinen und im Besonderen (Miete v.a.D., Unvorhergesehenes (ja, so etwas soll es geben, meistens sogar mehr als einem lieb ist)). Ein Kind, beispielsweise, schlägt mit mindestens 250 Euro monatlich zu Buche, was sich im Laufe der Zeit locker auf 500 Euro im Monat steigern kann und das über einen Zeitraum von 20 - 25 Jahren und manchmal kommt das dann auch noch ganz plötzlich und ungewollt. Da sitzt du dann mit deinen 1500 Euronen im Monat, von denen dir dann noch <=1200 übrig bleiben und der Rest langsam aber sicher als Schulden aufläuft. Oder wie wär's mit einem Unfall und zeitlich begrenzter Arbeitsunfähigkeit. Nach sechs Wochen gibt es dann nur noch 60 Prozent vom brutto und nach 9 Monaten geht es dann noch weiter runter. Dann könnte es durchaus sein, dass du den Gürtel enger schnallen musst.

    Naja, da könnte man ewig so weitermachen. Deine statistischen Angaben liefern die Antwort ja witzigerweise gleich mit. Warum arbeiten wohl so wenige Männer Teilzeit und warum 80% der Frauen, seltsamer Weise auch, wenn sie gar keine oder schon längst erwachsene Kinder haben? Das gibt zu denken, oder?

    Insofern hast du natürlich auch ein wenig Recht, aber wie ich oben schon andeutete, die Grundlage muss stimmen und die Gesellschaft muss mitspielen.

    Summa summarum würde ich dir also insofern zustimmen, dass Arbeit nur das halbe Leben ist (aber das ist ja nun wirklich nichts Neues), setze aber dagegen, dass die Zeit, die man bei der Arbeit verbringt keine Vertane sein sollte, denn dann wird man auch in der gewonnenen Zeit nichts Vernünftiges im Sinne von Sinnhaftem auf die Reihe bekommen, da einen dann die Arbeit deprimiert. Außerdem kann ich dir aus meiner reichhaltigen Lebenserfahrung sagen, dass es auf die Dauer auch sehr unbefriedigend sein kann, immer nur von der Hand in den Mund zu leben, während sich die anderen die gebratenen Tauben direkt ins Maul befördern lassen.

  11. Für den Beitrag danken: Andreas900

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