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Thema: Kartenhaus oder Ziellos? - Eure Sorgen und Nöte?

  1. #16
    Registriert Avatar von Schokoschnute
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    Standard AW: Kartenhaus oder Ziellos? - Eure Sorgen und Nöte?

    Harag;3516716 Ich mache mehr Fehler als früher, bin abgestumpfter und schalte seit 2 von 3 Jahren auf leerlauf, damit ich überhaupt die Zeit rumbekomme.
    Hallo,

    Ich finde man darf dabei nicht das "Ganze"aus den Augen lassen.

    Wenn Harag seit Jahren auf der Arbeit auf"Durchzug" schalte,wie er erzählt..bringt es einfach viele Fehler mit sich,wo der Arbeitgeber und die Kollegen nun mal das nach sehen haben.
    Schon mal gut,das er so eine Arbeit überhaupt noch hat,und würde da nicht noch weiteres Beklagen,wenn man so ohne Motivation und eigenen Arbeitsdruck arbeitet,was andere auch ausbaden müssen...

    Eine andere Arbeitsstelle würde er wohl nicht mal eine Probearbeit überstehen,da da meist viel mehr konzentriert gefordert wird,und ebenso auch mal Überstunden macht,wenn Not ist.
    Es sei denn,er arbeitet wirklich nur als Handlanger und räumt z.B Regale ein,wo ich mir vorstellen kann das es Ihn kaum Glücklicher macht,auch finanziell.
    Also ist er auf die Arbeit,mit dem was er leistet,und den Arbeitszeiten,schon noch gut dran.

    Ich glaube kaum,das es Ihn woanders leichter fallen würde,also ist er mehr auf die Arbeitsstelle angewiesen,
    als sein Chef,der wahrscheinlich schnell eine Besseren Mitarbeiten finden würde.
    Da hat es Harag schon noch schon ganz Gut.

    OHNE Arbeit besteht die Gefahr in ein noch tieferes Loch fallen,und würde sich wahrscheinlich solche Arbeit zurück wünschen.
    Es geht letztendlich um Leistung auf der Arbeit,und die schaut,bei Ihm, nun mal nicht gut aus.
    Ich würde an seiner Stelle nix Provozieren,gerade nicht bei seiner Arbeitsweise,Unkonzentriertheit und Arbeitseinstellung.

    DAS alles hat natürlich private Gründe,deswegen würde ich auch dringend eine Therapeutische Begleitung empfehlen.
    Es hilft aber nicht den persönlichen Unmut und sein "nicht mehr können",..auf die Arbeit/Chef zu Projektieren und sich auch noch zu Beklagen.
    Ich finde,das die Kollegen und auch der Chef schon einiges an Geduld zeigen,für jemand der derart Un-Belastbar arbeitet. Das sollte man auch nicht einfach Übersehen und kann Froh sein die Arbeit noch zu haben.
    Geändert von Schokoschnute (09.03.2018 um 15:59 Uhr)
    ,,Was ein nicht Umhaut,macht ein Stärker..

  2. Für den Beitrag dankt:

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  4. #17
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    Standard AW: Kartenhaus oder Ziellos? - Eure Sorgen und Nöte?

    Das hat auch einen Grund, warum ich auf Durchzug stellen musste. Damit der Tag überhaupt zu ertragen ist!
    An sich war ich immer eine Art Perfektionist. Heute nicht mehr und für diese Firma erst recht nicht mehr.

    "Schokoschnute" bedenke mal, du sitzt den ganzen Tag auf einem Platz, starrst einen Monitor an, ob mal ein E-Mail zum weiterleiten ankommt. Wartest auf ca. 20 - 40 Telefonate in 9 Stunden, die jeweilts nur 3 - 4 Sekunden dauern und leitest sie weiter. Du brauchst keinerlei großes Wissen. Und damit noch "Abwechslung" rein kommt, stehst du mal auf und legst eines von vielleicht 20 Faxen am Tag in das zugehörige Abeitlungsfach. Das ist dann "deine" Aufgabe wofur "du" bezahlt wirst.

    Füll also mal dein Tag mit 40 - 3 Sekunden Telefonaten, 10 E-Mails und 20 Faxen. Wie willst du da ohne bekloppt zu werden, durch den Tag kommen?
    - Meine Lösung war, Gehirn soweit ausstellen, das ich nur noch funktioniere. Dabei habe ich mir immer wieder neue Aufgaben angelacht.

    Eines Tages automatisierte sich das und jeden Tag kamen mehr neue Aufgaben dazu. Zu letzt war ich Projektmanager und hatte das letzte Jahr von 0 auf 190% Arbeit und wusste nicht wo ich zuerst schalten und walten sollte - bis mir dann im Oktober die Nerven flatterten, die Haare ausvielen, ich jede Nacht (bis heute) mindestens 1. mal schreckhaft aufwacke, jeden Tag schwindelig wurde und kaum ein graden Blick auf den Monitor machen konnte. Zu letzt hatte ich dann sogar von 6:30 - 22 Uhr auf der Arbeit verbracht und konnte vor Fieber und Leistungsdruck kaum noch klar denken. Dann fingen die Lücken im Kopf an und ich fühlte mich einfach absolut überlastet. Keine Unterstützung, keinen Ratschlag wie es richtig geht und nur Leistungsdruck ohne extra bezahlung.

    Heute sitze ich wieder am Empfang. Der Schwindel hat aufgehört, die Haare wachsen wieder normal, die schreckhaften Nächte lassen langsam nach. Der Blutdruck ist noch immer schnell hoch und die Motivation, sowie der Wille etwas für seine Leistung zu bekommen, sogut wie tot. Also lebe ich jetzt nur noch sogut wie gleichgültig in den Tag hinein, mit dem Wissen, das man egal wie man was macht, der Dumme ist.

  5. #18
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    Standard AW: Kartenhaus oder Ziellos? - Eure Sorgen und Nöte?

    Hallo Harag,

    Also als erstes klingt dein Job für mich nach leicht verdientem Geld. Klar besonders befriedigend ist so ein Job nicht. Aber er bringt dir erstmal sicheres Einkommen. Und deine Aufgaben sind ja nun mal überschaubar. Ich denke woran du wirklich leidest ist deine Einstellung zur Arbeit. Wenn du schon mit dem Gefühl zur Arbeit gehst, ich muss auf durchzug schalten um irgendwie den Tag rum zu bekommen, ist doch irgendwie klar dass das ein frustrierender Tag wird. Versuch mal mit folgenden Gedanken zur Arbeit zu gehen:
    Ich bin froh einen festen Job zu haben, muss 8 Stunden dort sein (oder evtl. weniger), bekomm dafür mein Geld, kann davon meine Miete zahlen, davon leben usw. Dafür mach ich meine Arbeit so gut ich es kann. Konzentrier dich auf die Aufgaben die du hast.
    In deinem Profil steht was davon dass du die Welt etwas besser machen möchtest. Versuch doch es den Menschen in deinem Umfeld besser zu machen. In dem du deine Aufgaben ordentlich machst. Und ein freundlicher, hilfsbereiter und zuverlässiger Arbeitskollege bist.

    Was deine sonstigen Ziele und Wünsche angeht. Kannst du auf jedenfall schon mal mit dem sparen anfangen. Egal was du mal verwirklichen möchtest Geld brauchst du immer. Setz dir ein Sparziel. Das gibt dir neben deiner Arbeit ein Ziel (was dich deinen anderen Zielen näher bringt) und du hast jede Woche oder Monat die Möglichkeit auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Und sparen geht immer da sprech ich aus Erfahrung ;-)

    Da dir aufgrund deines Zustandes gerade noch dein jetziger Job immer wieder Probleme macht bzw. du Fehler machst würde ich erstmal nichts neues und schwierigeres Anfang bis du die Situation wieder voll im Griff hast.

    Was deine Situation auf der Arbeit betrifft weiß ich nicht ob du nicht vielleicht heimlich nebenbei ein Buch lesen kannst oder vielleicht mit Karteikarten eine Fremdsprache lernen oder sonst wie die Zeit sinnvoll für dich nutzen kannst. Ansonsten kannst du vielleicht noch andere Aufgaben übernehmen damit dir weniger langweilig ist. Natürlich nur wenn du die fehlerfrei erledigen kannst.

  6. Für den Beitrag dankt:

  7. #19
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    Standard AW: Kartenhaus oder Ziellos? - Eure Sorgen und Nöte?

    Also als erstes klingt dein Job für mich nach leicht verdientem Geld. Klar besonders befriedigend ist so ein Job nicht. Aber er bringt dir erstmal sicheres Einkommen. Und deine Aufgaben sind ja nun mal überschaubar. Ich denke woran du wirklich leidest ist deine Einstellung zur Arbeit. Wenn du schon mit dem Gefühl zur Arbeit gehst, ich muss auf durchzug schalten um irgendwie den Tag rum zu bekommen, ist doch irgendwie klar dass das ein frustrierender Tag wird. Versuch mal mit folgenden Gedanken zur Arbeit zu gehen:
    Ich bin froh einen festen Job zu haben, muss 8 Stunden dort sein (oder evtl. weniger), bekomm dafür mein Geld, kann davon meine Miete zahlen, davon leben usw. Dafür mach ich meine Arbeit so gut ich es kann. Konzentrier dich auf die Aufgaben die du hast.
    In deinem Profil steht was davon dass du die Welt etwas besser machen möchtest. Versuch doch es den Menschen in deinem Umfeld besser zu machen. In dem du deine Aufgaben ordentlich machst. Und ein freundlicher, hilfsbereiter und zuverlässiger Arbeitskollege bist.

    Was deine sonstigen Ziele und Wünsche angeht. Kannst du auf jedenfall schon mal mit dem sparen anfangen. Egal was du mal verwirklichen möchtest Geld brauchst du immer. Setz dir ein Sparziel. Das gibt dir neben deiner Arbeit ein Ziel (was dich deinen anderen Zielen näher bringt) und du hast jede Woche oder Monat die Möglichkeit auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Und sparen geht immer da sprech ich aus Erfahrung ;-)

    Da dir aufgrund deines Zustandes gerade noch dein jetziger Job immer wieder Probleme macht bzw. du Fehler machst würde ich erstmal nichts neues und schwierigeres Anfang bis du die Situation wieder voll im Griff hast.

    Was deine Situation auf der Arbeit betrifft weiß ich nicht ob du nicht vielleicht heimlich nebenbei ein Buch lesen kannst oder vielleicht mit Karteikarten eine Fremdsprache lernen oder sonst wie die Zeit sinnvoll für dich nutzen kannst. Ansonsten kannst du vielleicht noch andere Aufgaben übernehmen damit dir weniger langweilig ist. Natürlich nur wenn du die fehlerfrei erledigen kannst.
    Danke für deine Nachricht. Du kennst wohl noch nicht die Vorgeschichte.
    Hier gibt es einfach kein ausgewogenes Arbeitsverhältnis. Letztes jahr hatte ich von 6:30 - 22 Uhr arbeiten müssen und nebenbei eine Krebskranke Frau im Krankenhaus zur Seite stehen. Meine Gesundheit war danach kaputt.
    Ich hatte davor 8 Postionen gleichzeitig! Bezahlt werde ich allerdings nur für das was oben beschrieben wird.
    Ich bin kein
    - Versandleiter, kein Einkäufer, kein Qualtitätsmanager, kein Vertriebler, kein Assistent des Geschäftsführer, kein Leitstandführer und auch kein Projektmanager. In den Vertrag den ich nicht habe, steht "kaufmännischer Angestellter" am Empfang. Zuviel ist unschön. Viel zu wenig ist panisch.

    Naja egal. Ich ärgere mich nur, das ich immer mehr wollte, immer mehr ablieferte und kein Lob, kein Danke, keine Gehaltserhöhung bekam. Daran geht man kaputt. Dann gibt man auf und designiert in den Tag hinein. Nun macht mir das Rumhängen kaum noch was aus, ist immer noch anstrengender als etwas zu tun zu haben, doch ich habe mir gesagt, wenn man jemanden nicht Wertschätzt und ich nicht mal 100 Euro sparen kann (für Kleidung, Waschmaschine, Auto, Kino usw.) dann hat mein Leben auch keinen Sinn mehr, so wie es läuft. Ob nun Hartz 4 oder 300 Euro mehr, doch das fürs Auto verpulvern ist gehüpft wie gesprungen. Ich will etwas was Menschen voranbringt und nicht nur die Wand ansehen. Deshalb bewerbe ich mich, allein weil ich meine Familie unterstützen muss.

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