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Thema: Amt lässt auf sich warten - Existenz bedroht

  1. #1
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    Standard Amt lässt auf sich warten - Existenz bedroht

    Hallo allerseits,

    mein Partner lebte bisweilen in einer therapeutischen Einrichtung mit betreutem Wohnen. Umstände von außen und innerhalb der WG machten ein Weiterleben dort nicht möglich. Inzwischen leben wir zusammen (er ist zu mir gezogen). Die Therapie geht in der Nachsorge weiter bei der gleichen Betreuungsgesellschaft. Aus den hauseigenen WG's in eigene Wohnungen zu ziehen ist nach akuten Phasen üblich, die Therapie geht dann trotzdem ganz normal weiter.

    Er ist momentan nicht berufsfähig (komplexe Symptome und Diagnose) und bekommt deshalb Grundsicherung. Die Eingliederungshilfe (übernehmen die Kosten für die weitere Therapie) sagt, sie warte auf das "ja" der Grundsicherung. Die Grundsicherung sagt, sie warte auf das "ja" der Eingliederungshilfe. So geht das seit vielen Wochen hin und her. Am Telefon hat mein Partner mehrfach zugesichert bekommen, dass beides bewilligt wird, aber es passiert nichts. Ich habe langsam den Eindruck, dass extrem versucht wird, Zeit zu schinden. Der ersten Antrag soll auf dem Postweg verloren gegangen sein. Daran habe ich starke Zweifel. Gestern und heute verlangte der Beamte von der Grundsicherung Standartunterlagen von uns die er von Anfang an hätte fordern müssen. Ich habe den Verdacht, dass er bislang den Antrag nicht angerührt hat.



    Nun sind 8 Wochen vergangen, in denen mein Partner seine Therapie nicht fortführen konnte, obwohl er sie dringend benötigt. Die Krankenversicherung ist ausgelaufen und wartet ihrerseits auf den Bescheid (in diesen Wochen hatte er Geburtstag, damit endete die Familienversicherung). Ich kann als Studentin nicht zwei Personen unterhalten.

    Angenommen, die Therapie ginge in zwei Wochen los, was ist mit der Zeit ab Antragsstellung bis Therapiebeginn? Steht ihm in diesen 10 Wochen wirklich gar nichts zu? Steht ihm was anderes zu?

    Zuerst hieß es, er müsse einen Monat ohne Geld auskommen. Als der Monat zu Ende war hieß es, er müsse einen weiteren Monat ohne Geld auskommen. Ohne Therapie keinen Cent.

    Vielleicht kann der Mensch irgendwann von Luft und Liebe leben, aber bis es soweit ist, braucht man ab und zu auch was zu essen. Die Sache hat mein kleines Erspartes aufgebraucht, somit habe ich nun auch nichts mehr.

    Ratlos und auf Antworten hoffend.



    Liebe Grüße

    Alanaa
    Geändert von Alanaa (19.05.2017 um 16:17 Uhr)







  2. #2
    Registriert Avatar von Zebaothling
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    Standard AW: Amt lässt auf sich warten - Existenz bedroht

    Prozesskostenbeihilfegutschein beantragen , gibts auf dem Amtsgericht - Lage schildern, vorher beim Rechtspfleger abklären, welche Unterlagen der braucht, dann dahin , dann zum Anwalt.

    Normalerweise stellt man in solchen Fällen einen Antrag auf Überbrückungesgeld beim Sozialamt, einen Monat ohne Geld gibt es nicht - wir haben in Deutschland eine gesetzliche Versicherungspflicht.

    Euer Sachbearbeiter berät Euch nicht richtig, sagt dem Anwalt ihr seid was rechtliche Dinge angeht, unerfahren, sucht Euch einen Anwalt, der sich in Sozialrecht auskennt, dann gibts auch sehr schnell Geld , ihr werdet sehen.





  3. #3
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    Standard AW: Amt lässt auf sich warten - Existenz bedroht

    Ich stimme Zebaothling zu. Macht das sofort am Montag.
    Das ist ja eine Frechheit da stehen einem die Haare zu Berge.

    Ich hoffe ihr könnt nachweisen das ihr den Antrag gestellt habt. Stempel, Kopie oder Zeuge.
    Und merkt euch eines, wenn ihr jetzt länger mit dem Jobcenter zu tun habt, nicht ohne Kopie, oder Betätigungsstempel abgeben.

    Es ist nämlich so, das dort so gut wie nichts mehr schrieftliches aufgehoben wird, das läuft elektronisch.
    Ich brachte eine Krankmeldung für einen Bekannten dorthin, wollte einen Bestätigungsstempel für den Erhalt, und sie gab mir die Krankmeldung mit Stempel wieder mit, nachdem sie diese eingescannt hatte, mit der Aussage, sie würden die Papierkrankmeldung eh vernichten.

    Der Rechtsanwalt kann einen Eilantrag stellen, dann wird das was.

    Drück euch die Daumen.
    L.G.
    Pecky


    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
    <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3
    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.





  4. #4
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    Standard AW: Amt lässt auf sich warten - Existenz bedroht

    Zitat Zitat von Alanaa Beitrag anzeigen
    Der ersten Antrag soll auf dem Postweg verloren gegangen sein. Daran habe ich starke Zweifel. Gestern und heute verlangte der Beamte von der Grundsicherung Standartunterlagen von uns die er von Anfang an hätte fordern müssen.
    Deine Zweifel sind berechtigt. Wann immer du irgendeine Form von Korrespondenz an die Agentur für Arbeit richtest, tu das per Fax mit Übertragungsprotokoll, per E-Mail gegen Empfangsbestätigung, per Standardpost, per Einwurfeinschreiben und am besten noch per Bote, damit du im Zweifelsfall einen Zeugen hast. Wenn du Unterlagen einreichst, führ in dem Begleitschreiben ganz konkret auf, was du einreichst. Wenn immer ich beruflich mit der Arbeitsagentur zu tun habe, mache ich das mittlerweile so, weil die selbst uns gegenüber zu behaupten versuchen, unsere Schreiben oder vorzulegende Unterlagen seien ihnen nicht zugegangen. Was die gegenüber juristisch nicht bewanderten Personen alles versuchen, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Die verhalten sich absolut unwürdig für eine deutsche Behörde.

    Zitat Zitat von Zebaothling Beitrag anzeigen
    Prozesskostenbeihilfegutschein beantragen , gibts auf dem Amtsgericht
    Nur zur Klarstellung: Nennt sich Beratungshilfeschein und gibt es wie gesagt bei der Rechtsberatungsstelle des Amtsgerichts. Und bitte bleib hartnäckig und lass dich da nicht abwimmeln, denn das versuchen die ganz gerne.





  5. #5
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    Standard AW: Amt lässt auf sich warten - Existenz bedroht

    Ich fürchte, hier liegt eine andere Problematik vor.

    Grundsicherung ist Hilfe nach SGB XII und hat mit Jobcenter nichts zu tun. Ist Sozialamt.

    TE und Freund sind in einer Partnerschaft. Stichwort gemeinsame Haushaltsführung. Einkommen der TE wird mit angerechnet.

    Das Ganze wird noch problematisch werden. Falls er nicht krankenversichert ist, muss er sich freiwillig weiterversichern und bezahlen bzw. die TE ihr Einkommen mit einsetzen.





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