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Thema: Hilfe, was mache ich mit meiner Enkeltochter?

  1. #1
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    Standard Hilfe, was mache ich mit meiner Enkeltochter?

    Hallo an alle, ich hoffe ihr könnt mir helfen!!
    Durch meinen Lebensgefährten bin ich quasi über Nacht Oma geworden und war am Anfang auch ganz glücklich darüber, nun bin ich eher ratlos.
    Die Kleine ist 4 Jahre alt und von seinem Sohn seiner Freundin das mit in die Beziehung gebrachte Kind. Ob ihre Erziehung richtig oder falsch ist, darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben, denn ich glaube, dass geht mich nichts an und ich möchte mich da auch nicht einmischen.
    Was mich aber eher beschäftigt ist die Frage wie gehe ich mit der Kleinen um, denn sie ist so richtig frech und kommandiert die ganz Familie, einschließlich mich und das gefällt mir nun überhaupt nicht.
    Ich sehe sie nicht so oft und wollte, das sie sich wenn sie zu uns komnmt hier auch wohl fühlt, aber mittlerweile, tyrannisiert sie uns so richtig. Falls man nicht macht wie sie will, weint und schreit sie, sie beschimpft mich als dumme Kuh usw. Ihren Stiefpapa schlägt sie und falls er etwas dagegen sagt, muß er sich von der Mama sagen lassen, dass sie ja noch so klein ist und nicht versteht, was sie macht. Ich komme mir vor wie in Teufels Zwickmühle und bekomme schon Angstzustände, wenn sich die liebe Verwandschaft ankündigt.
    Was kann ich tun, ohne mich mit der Mutter der Kleinen zu streiten, damit sich die Kleine wenigstens so halbwegs gesittet benimmt. Ich habs schon im Ruhigen mit Erklären versucht, aber vergeblich, sie dreht dann noch mehr auf und das Ganze eskaliert, dann vollendlich.
    Nur Lust, auf noch mehr solcher Besuche, die meine ganze Beherrschung fordern, habe ich echt nicht. Ich würde das ganze gern diplomatisch mit Taktgefühl lösen, denn ich möchte auch nicht das sich mein Lebensgefährte mit seinem Sohn kracht.
    Also ich bin für jeden Tipp dankbar!
    Liebe Grüße
    Wikki!

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  3. #2
    Registriert Avatar von Micky
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    Standard AW: Hilfe, was mache ich mit meiner Enkeltochter?

    Schwierig--- irgendwann wird bei mir jedes müpfige Kind erträglich---
    man muß halt verschiedenes durchprobieren---jeder hat seinen "PUNKT",wo er zu verblüffen,abzulenken,umzustimmen ist.

    Wenn kein anderer Erwachsener dabei ist---
    (so supermutig bin ich auch nicht)

    würde ICH sie imitieren und "übertrumpfen"--wer kann am nervigsten quietschen--- oder was völlig "sinnfreies" tun---
    sagen wir mal,wenn sie rumquietscht, kippst Du paar Tüten trockene Spaghetti durch die Küche ---oder --- Du denkst Dir so richtig
    oberkomplizierte Schimpfworte aus...also mach irgendwas, was AUCH total dämlich ist---dann brichst Du das "erwartete Muster".

    Denn: mit ihrem Terror bekommt sie ja "Aktion" bzw.Reaktion--der Terror hat also Erfolg.

    Wenn sie Dich zum Brüllen bringt oder in Zorn versetzt,hat sie GENAU DAS ERREICHT,was sie will---und denkt sich das Nächste aus.

    Kinder möchten EIGENTLICH die Grenzen genannt bekommen.
    Sie achten keine Erwachsenen,die auf Kinder-Quietsch nervös werden.

    Dumm ist,daß hier ALLE Erwachsenen umgekippt sind!
    Das hilft dem Kind gar nicht--es ist nur noch unglücklicher.

    Es hat gar kein "berechenbares Umfeld"--es erlebt völlig konfuse Erwachsene.

    Klar kann und soll man auch Vierjährige ernst nehmen--die Kleine ist offenbar massiv UNTERFORDERT!
    Sowas macht doch nur ein "stillgeschenktes" ,überhäuftes Kind!

    Als Reaktion auf einen Wunsch kommt: Mama kauft Dir das.
    Und die Mama ist noch stolz auf sich,wenn sie ein "später" rauswürgt.

    Also: überleg mal,was Du für spannende Dinge tun kannst,was Deine Hobbies sind,was in Deiner Umgebung cool ist ?

    Pack das Mädel bei seinem Ehrgeiz, wecke seine Interessen.
    Ent- kompliziere die Räume---also nicht "MEHR" Spielzeug.

    Wenn Du nicht allein sein kannst und eine ganze Truppe drumrum ist (PENDELERZIEHUNG!) ,würde ich im Zweifelsfall es mir mit ALLEN Erwachsenen verscherzen und mit einem "kinderverständlichen Spruch" (von mir aus mit "Kinderjargon"!) das Weite suchen---bis die Kleine sich vielleicht schämt .

    "Wenn Lucie hier rumtobt,bekomme ich Kopfschmerzen" "Das Babygeplärre ist mir zu nervig"

    Dir bleibt doch nur: Du spielst das blöde Spiel der Eltern mit---oder
    ziehst Deine eigene Sache durch!

    Es kann nur schlimmer werden,wenn Du nichts tust!

    (Mir fällt da der "indianerbespielte" Onkel ein---der irgendwann einen Neffen mit Folgen bestrafte...nachdem er drei Stunden umheult worden war. So muß es nicht enden! )

    Also: deutliche aber "nicht verletzende" Worte---also nicht:
    " Du furchtbares Nerv-Gör..." höhö

    Meine Erfahrung:
    wenn man auf Augenhöhe geht (also in echt,runter in die Knie!)
    und das Kind ernsthaft anspricht,ihm auch sein Verhalten als peinlich klarmacht...Ironie versteht schon ein Dreijähriger! --dämpft man fast jeden Müpfling.

    Im Unterschied zu verbissenen,verkrusteten ,ausgehärteten Erwachsenen haben ALLE Kinder inneren Humor,verstehen Situationskomik, arbeiten gerne (!) , lassen sich für "richtig kompliziertes Helfen" fast immer begeistern!

    Sagen wir mal so...wenn Du einen kompletten Tag mit so einem Nervzwerg durch einen Wald gelaufen bist,hat das Goldschätzchen keine Energie mehr fürs "Bläääken".

    Mitgefühl und---
    wünsche Dir die nötige innere Ruhe und genug Ideen .

    Mit den Eltern würde ich hier GAR NICHT reden..vergebliche Liebesmüh---nur mit dem Kind direkt!


    Micky
    Geändert von Micky (07.09.2009 um 20:14 Uhr)

  4. Für den Beitrag danken: Beate, wikki

  5. #3
    kay~NA~
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    Standard AW: Hilfe, was mache ich mit meiner Enkeltochter?

    Das Problem kommt mir seltsam vertraut vor. Meine Tochter erzieht ihr Kind auch sehr antiautoritär und es darf so ziemlich alles machen, was es will.
    Bei mir nicht. Ich habe ihm von vornherein Grenzen gesetzt und erstaunlicherweise hatte sie nie ein Problem damit.
    Dieses trat nur auf, wenn ihre Mutter anwesend war, weil ich dann nicht in die Kompetenz der Mama eingreifen wollte und durfte.
    Doch sobald ich allein mit ihr war/bin, ist das Kind wie umgewandelt.
    Geh also mit ihr um, wie DU es für richtig hältst, solange du nicht die Vorgaben der Mutter in deren Gegenwart überschreitest. Und es wird für alle Seiten keine Schwierigkeit sein.
    Gruß Kay

  6. Für den Beitrag danken: Micky, wikki

  7. #4
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    Standard AW: Hilfe, was mache ich mit meiner Enkeltochter?

    Hallo,

    so ein Kind habe ich auch kennengelernt. Gleichaltrige gehen ihm aus dem Weg. Sie mögen nicht ständig von ihm rumkommandiert werden. Der anderen Spielzeug nutzt es ungehemmt, das eigene darf keiner ausleihen. Da gibt´s dann ein Nein.

    Deswegen würde mich auch interessieren, wie man mit so einem Kind umgeht.

    Die Eltern sind berufstätig. Die Mutter arbeitet nur Nachtschicht. Es braucht auch seine Spielsachen nicht aufzuräumen. Die bleiben dann halt liegen. Den Eltern ist das egal. Deshalb würde ich die These mit den Grenzen schon für möglich halten: das kind kennt keine Grenzen und bekommt ständig Vorhaltungen, was es nicht tun soll. Das ist es, was es gelernt hat und das äußert sich dann auch im Kontakt mit anderen Personen.

    @ Micky,

    kleine Kinder sind noch viel zu unreif um Sarkasmus bzw. Ironie zu verstehen. Sie hören die Worte, so wie sie gesprochen werden. Damit würde sich die Lage um ein vielfaches verschärfen, da das Kind sich dann minderwertig fühlt und nicht gemocht.

    LG Dame

  8. Für den Beitrag dankt: wikki

  9. #5
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    Standard genetisch bedingt (-; ???

    @ Dame:

    tja...bin mit drei Geschwistern aufgewachsen,erinner mich an viele Situationen,Stimmungen--die "ironisch" waren--und die wir alle vier begriffen haben-- von klein an waren z.B. Sprichwörter üblich (-:
    Ich erinner mich auch das "Fremdschämen",wenn Situationen peinlich waren,sich z.B. mein "Vater" unmöglich verhielt-- das sind Zeiten gewesen,wo ich noch ganz klein war--2 Jahre.
    Vielleicht unterschätzt man Kinder zu oft?

    Und-- es sind MEINE Erfahrungen-hab auch vier Kinder --
    die haben schon mit wenigen Monaten sich in komischen Situation weggefetzt--oder,wenn man sie bissel auf die Schippe genommen hat,das SICHTBAR verstanden..hm... intuitiv Körpersprache gedeutet..so...in der Art.

    Keine Ahnung,meine Vorfahren (die Uromas/einen Uropa hab ich ja noch kennengelernt),waren eigentlich alle sehr helle - verschmitzt....
    Vielleicht überträgt sich das dann?

    Ich fand/finde es jedenfalls praktisch,wenn man auf DIESE ART zu Kindern Zugang findet!

    (Ich meine NICHT sarkastische Verhöhnung!).

    Wenn ich über mich lachen kann,ahmen Kinder das nach...
    auf EINE STUFE stellen, ernst nehmen, nicht "von oben herab" rumerziehen..und TROTZDEM nicht "antiautoritär."
    Es geht,finde ich--fast immer.
    Die kleinen "Mistkäferchen",die sich NICHT mehr ändern...sind die Ausnahmen.

    Kriterium,ob es "geht" ist eh nur die Praxis.

    Gruß!
    Micky

  10. Für den Beitrag danken: Beate, momo28, wikki

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