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Thema: Familie verschuldet, ich helfe aus??

  1. #1
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    Standard Familie verschuldet, ich helfe aus??

    Hallo,

    (ich weiß gerade nicht wirklich, wo mir der Kopf steht, deshalb entschuldigt mich, wenn sich der Text ein wenig wirr liest; ich versuche dennoch, mir Mühe zu geben.)

    beim Abendessen eröffnete mein Vater meiner Mutter, Schwester und mir, er habe sich verschuldet, wir hätten während der letzten Monate über unsere Verhältnisse gelebt. Gleichzeitig betonte er aber, für mich und meine Schwester werde sich nichts ändern. Die Schulden belaufen sich auf ca. 30000€, wenn nicht sogar noch mehr. Es handelt sich, soweit ich das verstanden habe, hauptsächlich um Kreditschulden und unbezahlte Rechnungen, hinzu kommt noch, dass er mit seinem Konto 3000€ im Minus ist. Als Rentner verdient er sich neben seiner Rente als Personenbeförderer einen kleinen Teil dazu, doch es reicht hinten und vorne nicht. Meine Mutter arbeitet seit meiner Geburt nicht, ist zuhause nur für Haushalt, Wäsche und Kochen zuständig. Mein Vater hat deshalb vorgeschlagen, die in unserem Haus leerstehende Wohnung zu vermieten; bisher standen wir alle kritisch der Tatsache gegenüber, mit fremden Leuten in einem Haus zu wohnen, doch angesichts der finanziellen Lage scheint es wohl das Vernünftigste. Meine Schwester und ich wohnen beide noch zuhause, sie absolviert gerade eine Ausbildung, ich studiere (erhalte kein BAföG, da zu viel Gespartes vorhanden, siehe folgender Abschnitt)

    In den Semesterferien konnte ich immer bei einem Automobilhersteller am Band arbeiten und habe mir so (und durch diverse andere Tätigkeiten) ein kleines finanzielles Polster aufbauen können (ca. 25000€, ist für einen Studenten ungewöhnlich, ich weiß). Dieses Geld wollte ich eigentlich sparen oder für ein Auslandssemester ausgeben, doch jetzt kommt der Punkt: Mein Vater zwingt mich zwar nicht dazu, ihm das Geld zu geben, doch ich fühle mich als Tochter dazu verpflichtet, zumal er und meine Mutter immer für mich da waren und nie Miete von mir verlangt haben, obwohl ich schon 22 Jahre bin. Es tut zum einen weh, das ganze Ersparte wegzugeben, andererseits ist es ja für die Familie ...

    Außerdem lastet auf mir jetzt so ein unglaublicher Druck, später mal einen gut bezahlten Job zu finden, um meinen Eltern, wenn sie noch älter sind, auch da finanziell unter die Arme zu greifen. Eigentlich war es immer mein Traum, ins Ausland zu gehen und dort Deutsch zu unterrichten. Dafür habe ich auch schon alles in die Wege geleitet: Im Ausland ein Fernstudium Deutsch begonnen, was mir sogar Spaß gemacht hat, mich nach Praktika umgesehen ... Der springende Punkt ist jedoch der, dass man in diesem Sektor wenig verdienen würde, was mich daran hindern würde, meinen Eltern finanziell zu helfen - und da kommt bei mir das schlechte Gewissen. Aus diesem Grund habe ich den Entschluss gefasst, hier in Deutschland weiter Elektrotechnik zu studieren. Ich bin in diesem Fach immatrikuliert, habe aber dieses Semester mich mehr auf mein Fernstudium konzentriert, eben weil ich mir in meiner Berufswahl bis dato ziemlich sicher war. Jetzt habe ich einen Berg von Lernstoff zum Nachholen vor mir, da im Februar/März die Klausuren in Elektrotechnik auf mich warten - vor diesen habe ich wirklich Angst und Bammel, aber ich muss da durch, eben für meine Eltern. Dazu kommt, dass ich während dieser Klausurenphase auch wieder am Band in der Autofabrik arbeiten will, sowohl um mein Polster wieder nach und nach aufzubauen, als auch um weiterhin zum Haushaltseinkommen beitragen zu kommen.

    Ob ich dieser Doppelbelastung von Ferienjob und Klausuren überhaupt gewachsen sein werde, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es verdammt stressig sein wird und ich wahrscheinlich an meine Grenzen stoßen werde. Ab morgen werde ich jedenfalls anfangen, für Elektrotechnik zu büffeln. Mein Ziel ist es, bis Ende Dezember den verpassten Lernstoff aufgeholt zu haben, um ab Januar wieder in den Vorlesungen folgen zu können und so weniger Stress in der Klausurenphase zu haben.

    Eigentlich erwarte ich keinen Rat, es geht mir nur sehr schlecht, ich bin unter Druck und werde diese Nacht wahrscheinlich kein Auge zubekommen. Da erschien es mir hilfreich, mir einfach alles von der Seele zu schreiben.

    Schönen Abend noch

    Vanessa

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  3. #2
    Moderator Avatar von Sisandra
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    Standard AW: Familie verschuldet, ich helfe aus??

    Ich finde es sehr löblich, dass du deine Eltern unterstützen willst und deine Ersparnisse dafür verwenden willst.

    Was mich allerdings stutzig macht, ist die Bemerkung deines Vaters, falls du diese exakt wiedergegeben hast: Die Schulden sind aufgelaufen "weil ihr während der letzten Monate über euere Verhältnisse gelebt hättet."

    Kannst du dir das für die letzten Monate plausibel erklären? Gab es finanzielle Belastungen, die einfach den üblichen Rahmen gesprengt haben? Oder wie sonst lässt sich diese nicht wirklich kleine Summe wegen ein paar Monaten erklären?

    Worauf ich hinaus will: Wenn sich an der finanziellen Situation deiner Familie nicht dramatisch was geändert hat vor ein paar Monaten, was war dann die Ursache? Du musst das hier nicht beantworten. Meine Gedanken sollen dich lediglich zum Nachdenken anregen. Sollte nämlich die Ursache dieser Schulden nicht in logisch erklärbaren Umständen liegen sondern in unverhältnismäßig hohen Ausgaben wegen .... xyz, so ist zu hinterfragen, ob das sicher abgestellt werden kann.
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  4. Für den Beitrag danken: Ratte, Regis, Schroti

  5. #3
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    Standard AW: Familie verschuldet, ich helfe aus??

    30.000 + 3.000 in den letzten Monaten als Schulden angehäuft klingt ziemlich unwahrscheinlich,
    wenn nicht irgendetwas tragisches passiert ist!?

    Eher wie ein "Fass ohne Boden"...

    Bevor du dein hart erarbeitetes Geld einfach so in einer Summe weg schenkst... würde ich erstmal auf Ursachenforschung gehen.
    Was ist der Grund... und wie kann man den abstellen in Zukunft!?

    Schön das du helfen willst... aber redet erstmal drüber... was wirklich hilft.

    Vielleicht könntet ihr euch einschränken...
    deine Mutter könnte etwas dazu verdienen...
    Vermietung einer Wohnung klingt ja auch schonmal nach einem guten Plan.


    Selbstverständlich finde ich das nicht, dass du jetzt für die Schulden aufkommen sollst ... die 4 Leute verursachen.



  6. Für den Beitrag danken: Alopecia, Metallworker, Sisandra

  7. #4
    Registriert Avatar von mikenull
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    Standard AW: Familie verschuldet, ich helfe aus??

    Es müssen ja alte Schulden sein, denn als Renter kriegt man keine so hohen Kredite - wenn überhaupt.
    Geändert von mikenull (25.11.2019 um 03:57 Uhr)
    Sage nein
    Konstantin Wecker

    Wenn sie jetzt ganz unverhohlen
    Wieder Nazi-Lieder johlen,
    Über Juden Witze machen,
    Über Menschenrechte lachen,
    Wenn sie dann in lauten Tönen
    Saufend ihrer Dummheit frönen,
    Denn am Deutschen hinterm Tresen
    Muss nun mal die Welt genesen,
    Dann steh auf und misch dich ein:
    Sage nein!

    Songwriter: Konstantin Wecker

  8. Für den Beitrag danken: finnie, Ratte, Schroti

  9. #5
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    Standard AW: Familie verschuldet, ich helfe aus??

    Du schuldest deinen Eltern nichts dafür dass sie dich seit deiner Geburt versorgt haben.

    Wie bereits gesagt muss zuerst geklärt werden, woher dieser Schuldenberg so plötzlich kommt?
    Vorher würde ich mein Geld nicht hergeben.

    Wenn zum beispiel eine Spielsucht oder was ähnliches besteht, dann müsste diese erstmal beendet werden, oder was auch immer...es muss ja irgendwo her kommen.

    Deine Mutter könnte sich, wie hier auch bereits gesagt, etwas dazu verdienen, vielleicht hat sie sogar spaß daran.

    Wenn bei euch eine Wohnung leer steht und nunmal ein Schuldenberg da ist, dann muss die selbstverständlich vermietet werden, oder man zieht um in ein kleineres, günstigeres Haus um Kosten zu sparen.

    Verschenken würde ich dein Geld nicht, du kannst es (wenn der Grund plausibel geklärt ist!) zur tilgung der Schulden deinen Eltern leihen, das könnt ihr entsprechend vereinbaren.
    Da du offenbar kostenlos dort lebst, könntest du mit ihnen ein Haushaltsgeld oder sowas vereinbaren welches du zahlst für Unterkunft und verpflegung.
    Hast du kein Gespartes mehr, da zur Schuldentilgung verwendet, so bekommst du vielleicht auch BaföG.

    Gib dein Geld nicht einfach her bevor du weisst wer/wie die Schulden verursacht hat, 25.000€ ist sehr viel Geld, du hast dafür gearbeitet und gespart, natürlich solltst du deine Eltern unterstützen, aber keiner kann verlangen, dass du dein Geld einfach verschenkst.
    Du kannst deinen Beitrag leisten, in angemessenem Rahmen, mehr würde ich nicht machen und sollte auch niemand von dir verlangen. Du wusstest ja bis heute nichts von den Schulden.
    Wie gesagt, da steht auch noch eine Wohnung leer, es gibt also Möglichkeiten die Schulden zu begleichen, Stück für Stück, erstmal ist sparen angesagt, für alle.

    Während der Klausurenphase solltest du dich auf diese konzentrieren.

    Ein paar schlaflose Nächte wirst du/werdet ihr sicher alle erstmal haben.

  10. Für den Beitrag danken: Alopecia, mikenull, Schroti

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