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Thema: Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

  1. #11
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    Standard AW: Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

    Erst einmal danke für Eure Tipps.
    Natürlich hab ich überlegt, mich seltener bei meinen Kindern zu melden, ganz einfach um etwas Druck von ihnen zu nehmen.
    Die beiden Großen haben ein eigenes Handy. Ich habe beiden erklärt, sie können mich jederzeit anrufen oder mir eine WhatsApp schicken, wenn Sie mich brauchen.
    Ergebnis nach zwei Wochen war, dass sich keine von den beiden Großen von sich aus gemeldet hat, dabei haben sie jeden Tag neue Statusmeldungen über ihre Aktivitäten bei WhatsApp eingestellt. Das tat schon weh, so dass ich wieder mit den Anrufen angefangen habe. Ich fühle mich da vollkommen zerrissen. Die Kleine scheint mich im Moment sogar völlig abzulehnen. Das tut weh.
    Inwiefern meine Ex und ihr neuer Partner die Kinder dahingehend beeinflussen, kann ich sehr schlecht abschätzen.
    Beispiel:
    Letzte Woche postet meine Mittlere im Whatsapp-Status Hundefotos. Von der Großen erfahren ich dann in ein paar kurzen Worten, dass der neue Partner einen Hundewelpen mitgebracht hat. Meine Ex war stets gegen Tiere zuhause, gegen Hunde im Speziellen, nun scheint es kein Problem mehr zu sein.
    Die Mittlere postet seitdem ständig Hundebilder mit Herzchen. Ich spiele mittlerweile keine Rolle mehr.
    Ich weiß, dass ich dies vielleicht etwas einseitig sehe, da ich, außer meinen Kindern, niemanden mehr habe. Aber es tut dennoch weh.

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  3. #12
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    Standard AW: Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

    Ja, das tut ganz sicher furchtbar weh, es zehrt einen aus und verdunkelt den eigenen Himmel in einer Weise, die einem so viel Hoffnung und Kraft raubt und doch gibt es dagegen kein Mittel und keinen Schritt, außer DEINEM eigenen Fortschritt. Deine Wünsche und Hoffnungen überfordern Deine Kinder, denn Du erhoffst Dir Kraft von Ihnen und das geht nicht und darf so nicht sein. Kannst Du das sehen? Du möchtest von Ihnen getröstet werden. Das ist verständlich und nachvollziehbar, denn Du greifst nach jedem Strohhalm in Deiner Verzweiflung und weil Du das dunkle und bedrohliche "Wasser" an der Unterkante Deiner Oberlippe fühlst.

    @Donar: mach Schluss mit diesen Gedankengängen, sie führen zu nichts. Es geht Dir schlecht und dafür gibt es mehr als genug Gründe. Aber bitte halte Dich an DEINER Liebe zu Deinen Kindern fest, nicht an Deinen Kindern. Die Liebe zu Deinen Kindern darf Dir Löcher in den Pelz brennen, Dir Tränen in die Augen treiben und Dein Herz fast zum Bersten bringen, aber diese Liebe soll und will Deine Kinder stärken, will dass es ihnen gut geht und das sie sich freuen.

    Schiebe beiseite, dass Du ihnen das Glück eines Haustieres nicht geben konntest, dass Deine Anstrengungen nicht das von Dir gewünschte und erhoffte Ergebnis erbracht haben. All das ist nur noch Ballast, der Dich auslaugt und Dir Kraft raubt. Kümmere Dich um Deine Stärken, um das, was möglich ist und sei es auch gerade noch so wenig. Ich weiß, es ist zum Kotzen, zum Verzweifeln und zum Schreien. Das alles nimmt einem den Raum zum Atmen, den Blick in den Himmel und noch vieles mehr. Aber genau das darfst Du Dir nicht nehmen lassen.

    Kinder wollen stolz auf ihren Vater sein. Ja, sie sind bestechlich, auch wenn hinter dieser Bestechung vielleicht nicht nur eine böse Absicht steckt. Dass sich Deine Kinder von Dir scheinbar abwenden, darf Dich wütend und ängstlich machen. Geh damit bewusst um. Darin stecken die Energien, die Dir helfen, Deinen Allerwertesten in die Höhe zu bekommen, aber diese Energien sind nur für Dich da, sie dürfen Deine Kinder nicht erreichen.

    Egal, was vorher war, es ist Vergangenheit. Jetzt zählen Deine nächsten Schritte. Kotz Dich aus, schreie, jammere, weine, das ist alles erlaubt und vielleicht auch notwendig. Aber dann schalte Deinen Verstand wieder ein, schiebe diese Gefühle auf die Seite, damit wieder Platz ist für die Liebe zu Deinen Kindern, denn die dürfen sie spüren und auf die sollten sie sich verlassen können, auch wenn der Welpe gerade wichtiger ist. DU hältst diesen Raum in Deinem Herzen für sie frei und das werden sie früher oder später erkennen können, wenn Du es nicht nur bei den Worten belässt. Dazu wünsche ich Dir Kraft, Geduld, Freundlichkeit für Dich selbst und andere, kluge Entscheidungen und natürlich eine große Portion Glück.

    Als Vater weiß ich sehr gut, wie schwer sich das lebt, aber Deine Liebe gibt Dir die Kraft dazu, Du wirst sehen.
    Man kann über alles reden, aber verstehen muss man wollen und können.

  4. Für den Beitrag danken: Donar, Ratte, Sisandra, Zitronentorte

  5. #13
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    Standard AW: Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

    Lieber TE,

    das ist ja wirklich alles katastrophal und tut mir sehr leid!

    Ich schildere mal eine ähnliche Situation aus der Perspektive eines Trennungskindes.
    Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 12 Jahre alt war. In der ersten Zeit wollte ich auch kaum Kontakt zu meinem Vater. Ich sah ihn alle zwei Wochen, auf meinen Wunsch hin schließlich nur noch alle drei Wochen. Telefoniert haben wir dazwischen überhaupt nicht. Grund: Man ist in dem Alter mit sich selbst beschäftigt! Schule, Freunde, erste Verliebtheit, körperliche Veränderungen, Abnabelungsversuche von den Eltern, sich steigernde Selbstständigkeit, Selbstfindung, eigene Verarbeitung der Trennung etc. Nimm‘ es Dir nicht so zu Herzen! Das ist auch dem Alter geschuldet und ganz natürlich. Ich liebe meinen Vater über alles und kein Mensch hätte ihn ersetzen können.

    Geld spielt dabei keine Rolle. Mein Vater ist als Schwabe von Natur aus geizig. Wir sind zusammen spazieren gegangen, haben mal ein Eis gegessen, eine Fahrradtour gemacht, haben einen gemeinsamen Fernsehabend mit Knabbereien veranstaltet, waren auf dem Weihnachtsmarkt, gingen Döner essen usw. Kostet teilweise auch Geld, aber nicht die Welt. Einfache Aktivitäten sind nicht immer die schlechteren.

    Wichtig ist, dass Deine Töchter merken, Du interessierst Dich für sie und bist für sie da. Aber bedränge sie nicht!!! Keine täglichen Anrufe mehr!!! Du bist einsam, das verstehe ich. Aber für Deine (fast) pubertierenden Töchter ist das ätzend. Schreibe ihnen lieber alle 2-3 Tage eine Whatsapp-Nachricht, in der Du fragst, wie es ihnen geht, was sie so machen und in denen Du erzählst, was Du so machst (möglichst locker, nicht so problembehaftet). Mein Vater hat mir ab und zu witzige Bilder und Witze geschickt und auch ab und zu sehr humorvolle Briefe. Ich habe mich immer sehr darüber gefreut, aber das auch nicht immer adäquat gezeigt. Denk‘ Dir auch da nicht viel dabei. Früher oder später werden sie sich besinnen und dankbar sein für einen Vater, der sie liebt und für sie da ist. Das ist die Hauptsache! Als ich 17 war, bekam ich mich mit meiner Mutter sogar derart in die Wolle, dass ich zu meinem Vater zog. Auch eine solche Entwicklung ist denkbar!

    Und zur 7-jährigen Tochter: Kinder in dem Alter sind noch sehr beeinflussbar. Wenn die großen Töchter (und vllt. sogar die Mutter) genervt stöhnen, weil der Vater wieder anruft und „nervt“, wird die jüngste Tochter diese Einstellung (sogar gesteigert) übernehmen. Wenn die älteren Töchter hingegen einen Draht zu Dir finden, wird der Kontakt mit Dir „cool“ und erstrebenswert. An der (noch unverblümten) Reaktion der jüngsten Tochter kannst Du also die Grundstimmung ganz gut ablesen.

    Ggf. ist nun nach dem Jobverlust doch ein Umzug möglich? Ansonsten gibt es von der Bahn immer mal wieder Sparangebote (Sommerticket, Lidlticket), für die man dann nur ca. 25 Euro pro Fahrt zahlt. Blablacar kann ich auch empfehlen. Ebenso Flixbus (dauert halt ne Weile) oder Flixtrain. Über airbnb findet man Unterkünfte für ca. 20 Euro die Nacht. Vielleicht gibt es ja noch Sparpotential.

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Geändert von Kommentar (21.10.2019 um 17:55 Uhr)

  6. Für den Beitrag danken: Donar, _cloudy_

  7. #14
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    Standard AW: Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

    Was du beschreibst kenne ich aus Sicht eines Scheidungskindes, als heute erwachsener Mensch habe ich erst spät verstanden wie schlimm es für meinen Vater gewesen sein muss, da mein Vater bereits verstorben ist bricht mir das echt das Herz.
    Du hast schon viele gute Ratschläge hier bekommen. Man muss auch verstehen, dass die Kinder nun dort ihren Lebensmittelpunkt haben - natürlich ist das sehr traurig und blöd für dich.
    Kannst du nicht näher zu ihnen ziehen?
    Ruf sie nicht so oft an, versuch doch mal ihnen Briefe zu schreiben, ganz altmodisch, die können sie nicht "löschen" und können sie auch später noch mal lesen.
    So traurig es auch für dich ist, du darfst nicht so viel von den Kindern erwarten.
    Sag ihnen immer wieder deutlich dass du sie liebst und immer für sie da bist, das ist wichtig. Sei ehrlich zu ihnen aber lass ihnen auch ihren Raum, belaste sie nicht zu sehr mit deinen Problemen.
    Vielleicht hilft dir ja wirklich eine Beratungsstelle für Väter oder sowas.

  8. Für den Beitrag dankt: Donar

  9. #15
    Uri
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    Standard AW: Entfremdung der Kinder - Verzweiflung

    Hallo,

    suche Dir eine Selbsthilfegruppe für Väter - das ist sehr wichtig (wurde hier ja auch von vielen schon empfohlen, ich wiederhole es trotzdem nochmal)

    z.B. www.vafk.de

    Du bist bedürftig?

    Dann hast Du eine Chance, Dir die Umgangskosten der 250km Entfernung bezahlen zu lassen.
    Die Ämter verweiger/verzögern das zwar gerne. Hier musst Du hartnäckig bleiben und fleißig beantragen!
    Unterkunft würde dann auch bezahlt bzw. besser wäre, wenn Du die Kinder in der Zeit bei Dir hättest. Das nennt sich: "Umgang in der natürlichen Umgebung des Vaters" und hat den Vorteil Entfremdung/Ablehnung vorzubeugen, weil so ein Hotelzimmer ohne Spielzeug/Kleidung etc. einfach Mist für Kinder sind.

    Versuche wegen der Entfernung ggf. auf längeren Zeitraum und geringe Frequenz hinzuarbeiten. Dafür aber holt Du die Kinder zu Dir. Diesen längeren (aber selteneren) Zeitraum gestaltest Du sehr cool bei Dir, also bist richtig für sie da (Spielen, Sport, Spaß, Kino).

    Ggf. kannst Du die Kinder auch einzeln holen, die 11 und 14-Jährigen können schon alleine fahren (Begleitung zum Bahnhof, Smartphone an, Abholen vom Bahnhof durch anderen Elternteil).

    Das häufige Telefonieren wäre dann eher nicht nötig.

    Wie lebst Du?
    Kannst Du ein nettes Zimmer einrichten?
    Welche Aktivitäten könnte Ihnen gefallen und machen Dich als Vater erlebnisreich?
    Hast Du bei Dir Freunde mit Kindern im gleichen Alter?

    Versuche ein möglichst authentisches Erleben mit Deinen Kindern zu erreichen (Hotel, Auflagen durch die Mutter, etc. wirken der Authentizität entgegen)!
    Auch Telefonieren kann der Authentizität und Bindung entgegen wirken, dann Du weißt nicht, welches Gesicht die Mutter zieht, wenn Du anrufst.

    Eine Selbsthilfegruppe kann Dir viele Tipps geben.
    Besonders wertvoll sind Tipps, die in dieser Schwarz-Weiß-Situation, Graufelder finden und ermöglichen. Mit kleinen Erfolgen, gewinnst Du Stück für Stück Deine Souveränität zurück.

  10. Für den Beitrag danken: Donar, Sisandra

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