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Thema: Kontaktabbruch zum Vater 2.0

  1. #6
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    Standard AW: Kontaktabbruch zum Vater 2.0

    Hallo, vielen Dank für deine Nachricht. Darf ich fragen, wie dein Verhältnis zu deinen Bruder ist?
    Ehrlich gesagt verstehe ich unsere Eltern nicht. Wenn ich meine kind betrachte bin ich voller Lieb und würde alles dafür geben, dass sie glücklich ist, sich sicher und vor allem auch geliebt fühlt. Sorry, aber es ist einfach nur krank.
    Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen, was die Sterblichkeit der Eltern angeht. Das ist einer der größten Gründe, warum ich den letzten Schritt nicht schaffe. Zumindest, was meine Mutter angeht. Sie ist nicht gesund.
    Ich habe gestern mit ihr gesprochen und ihr nochmals gesagt, dass ich so nicht weitermachen kann und dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, dass ich gehe... und mich dann auch von ihr abwende.
    Sie möchte es nicht, aber schafft es auch nicht mal „auf den Tisch zu hauen“. Sie kennt seine Fehler und setzt ihn keine Grenzen.
    Sie hat mich nie beschützt.
    Ich habe oft überlegt einen Brief zu schreiben, aber ich weiß, dass er zerrissen im Müll landen würde. Mehrere Versuche mit meinem Vater Inn ruhe über unsere Probleme zu sprechen endeten mit Beleidigungen, Beschimpfungen und Schuldzuweisungen seinerseits und das „Spiel“ ging von vorne los. Er würde nie Fehler zugeben, zumal er mit gegenüber völlig respektlos ist und sich einfach alles erlaubt, was mich und meine Gefühle angeht.
    Ich würde so gerne endlich stark genug sein.
    Leider verfalle ich immer wieder in die Rolle des kleinen Mädchens, was einfach nur um seiner selbst geliebt werden möchte.

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  3. #7
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    Standard AW: Kontaktabbruch zum Vater 2.0

    Eltern sind leider oft nicht so wie man sie sich wünscht.
    Verändern kann man die Eltern auch nicht.

    Manche Eltern können keine Liebe geben,wegen ihrer eigenen schwierigen Kindheit, weil sie selber keine Liebe bekamen und sie zu viele eigene Probleme haben.

    Oft helfen mit solchen Eltern keine offenen Aussprachen .
    Deinem Vater dein Wissen zu sagen wäre vermutlich sinnlos und könnte noch mehr Probleme schaffen.
    Vielleicht kannst du mit ihm mal später reden oder später mal den Eltern einen Brief schreiben..

    Auf keinem Fall darf man dieser fehlenden Liebe hinter her rennen..damit schadest du dir selber.

    Versuche dich emotional unabhängiger zu machen, führe dein eigenes selbständiges und von den Eltern unabhängiges Leben, erwarte von ihnen nix, unterbrich mal den Kontakt zu den Eltern und suche lieber mehr Liebe beim Partner.

  4. #8
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    Standard AW: Kontaktabbruch zum Vater 2.0

    Zitat Zitat von needhelpplease Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt verstehe ich unsere Eltern nicht. Wenn ich meine kind betrachte bin ich voller Lieb und würde alles dafür geben, dass sie glücklich ist, sich sicher und vor allem auch geliebt fühlt. Sorry, aber es ist einfach nur krank.
    Ich finde es super von dir, dass du deinem Kind so viel Liebe schenkst! Jedes Kind hat erst mal die bedingungslose Liebe seiner Eltern verdient. Wenn es diese nicht bekommt, ist es nicht seine Schuld. Nur leider suchen Kinder die Schuld bei sich und denken, sie seien nicht liebenswert. Sie können noch nicht erkennen, dass das Verhalten der Eltern nichts mit ihnen zu tun hat.
    Ich hatte jahrelang Minderwertigkeitskomplexe, die mein Sozialleben beeinträchtigten. Dabei war ich ein pflegeleichtes Kind, während mein Bruder ständig grosse Probleme machte und bis heute macht. Wieso also liebt meine Mutter ihn mehr als mich? Ich habe heute eine ziemlich genaue Vorstellung von den Hintergründen, wie es dazu kommen konnte. Diese haben mit der Geschichte meiner Mutter zu tun und ihrem Verhältnis zu unserem Vater. Und rein gar nichts mit mir oder meinem Bruder. Das zu erkennen, hat mir enorm geholfen. Ich verstehe auch, dass es meine Mutter schwer hatte. Aber das ist nicht meine Schuld, und sie hatte zu keiner Zeit das Recht, ihren Frust an mir abzureagieren.

    Du hast es immer wieder mit Reden versucht. Das ist stark von dir. Uns wird oft eingetrichtert, mit Reden könne man alle Probleme lösen. Schön wäre es. Leider braucht es aber auch von beiden Seiten die Bereitschaft und die Fähigkeit, Fehler einzusehen und sie in Zukunft zu vermeiden. Es kann sein, dass deine Eltern nichts ändern wollen. Vielleicht sind sie aber auch nicht in der Lage dazu. Bei meinen Eltern ist es vermutlich Letzteres. Für mich macht das aber letztlich keinen grossen Unterschied, denn so oder so geht es mit ohne Kontakt besser.

    Manchmal müssen wir einsehen, dass wir trotz grossem Einsatz nichts ändern können. Das löst ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit, aber oft auch Wut aus. Wieso können sich unsere Eltern nicht wie „normale“, liebende Eltern verhalten?! Wieso nicht?! Nun, die Fähigkeit Kinder zu zeugen bzw. auszutragen macht noch keinen guten Vater/ keine gute Mutter.
    Die Einsicht, nichts ändern zu können, kann aber auch erlösen. Wir können die kräfteraubenden Versuche aufgeben, uns die nervenaufreibenden Diskussionen sparen.

    Was wir daraus machen, ist uns überlassen. Wir können ein oberflächliches Verhältnis zu den Eltern aufrechterhalten und dabei konfliktträchtige Themen umgehen (sie zu diskutieren bringt eh nichts). Oder eben auf Kontakt verzichten. Für mich hat das erste nicht funktioniert, das zweite bis jetzt aber schon. Vielleicht funktioniert es irgendwann nicht mehr.

    Ich will dir hier nicht einreden, du sollst den Kontakt zu deinen Eltern abbrechen. Was für mich richtig war, muss nicht für jeden richtig sein. Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Überlegungen Denkanstösse geben kann. Das Wichtigste ist, dass es DIR gut geht. Du musst für dein Wohl, für deine psychische Gesundheit einstehen, umso mehr, wenn deine Eltern dies nicht getan haben. Meine Eltern haben grosse Probleme. Die kann ich aber nicht für sie lösen, da sie konstruktive Vorschläge nicht annehmen. Also schaue ich halt für mich.

    Zu meinem Bruder habe ich seit vielen Jahren keinen Kontakt. Er ist ein cholerischer Alkoholiker, der mit 35 immer noch auf Kosten unserer Eltern lebt. Und die füttern ihn und seine Kinder (ja, leider haben solche Menschen ja dann auch noch Kinder) bereitwillig durch. Übrigens nehme ich es ihm nicht übel, dass er Muttis Liebling ist, denn dafür kann er ja nichts.

  5. #9
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    Standard AW: Kontaktabbruch zum Vater 2.0

    Hallo Rosy80,

    ich finde es so schön Deine Texte zu lesen, denn Du sprichst mir oft aus der Seele.
    Ich würde so gerne einen Schalter betätigen und einfach abschließen. mir nicht mehr wehtun lassen, mein inneres Kind endlich erwachsen werden lassen. Es ist sooo schwer.
    Ich fühle mich so einsam, alleine, ungeliebt. Ja, ich habe ein kleines Kind und einen tollen Partner, aber dieses Gefühl ist so dominant. eine bedingungslose Liebe habe ich niemals kennengelernt und auch heute würde meine Mutter eher den Kontakt zu mir verlieren, als endlich mal Tacheles zu reden.
    Wenn ich deinen Text lese wirkst Du so stark und abgeklärt für mich. Ja, es war bestimmt auch für Dich ein langer und harter Weg, doch ich würde so gerne etwas mehr "von Deinem Denken" haben.
    Darf ich fragen, wie Du den Kontaktabbruch durchgezogen hast? Gab es einen Brief, ein Gespräch, einen Streit?

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