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  1. #1
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    Standard Mutter droht obdachlosigkeit doch ich kann & will sie nicht aufnehmen. Brauche Rat !!

    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem: Meine Mutter kam vor 4 Jahren das erste mal für eine Woche in eine geschlossene psychiatrische Station. Danach kam die Scheidung meines Vater (der sie jahrelang schlug). Sie musste die eheliche Wohnung verlassen direkt danach ( ist eine andere Geschichte) und mein Mann und ich nahmen sie vorübergehend bei uns auf, weil ich ihr helfen wollte und weil sie sonst niemanden mehr hat außer mir und einem Betreuer der ihr bei papiersachen hilft. Doch dann wurde alles schlimmer. Sie wollte keine eigene Wohnung suchen, hat sich nicht bemüht, war uns das Leben am schwer machen indem sie ständig komische Dinge sagte (sie leidet unter verfolgungswahn, wahrscheinlich schizophrenie wurde mir gesagt) und herum motzte mit uns. Therapien und Medikamente lehnte sie völlig ab. Weil die Situation so krass wurde, habe ich dann alles in Bewegung gesetzt damit sie eine eigene Wohnung bekommt. Dann bekam sie nach 4 Monaten eine Wohnung und sie wollte trotzdem nicht umziehen. Dann platzte meinem Mann der Kragen und er schmiss sie raus und setzte sie vor ihrer neuen Wohnung ab. Dann versöhnten wir uns wieder und halfen ihr mit beim renovieren. Doch dann wollte sie sich plötzlich nicht einrichten. Sie hat lediglich einen Kühlschrank und eine Herdplatte ( keine Küche obwohl wir es ihr immer wieder angeboten hatten mit ihr eine zu kaufen), sie hat ein wohnzimmerschrank mit zwei Gartenstühlen davor und noch ein paar Vitrinen. Jegliche Versuche ihr zu helfen oder was zu schenken schlug sie aus. Ende letzten Jahres ist es wohl soweit gekommen, dass sie die Lüftung in ihrem Badezimmer zuklebte, sowei die Glastüren. Sie fing an die Wäsche mit der Hand zu waschen obwohl sie eine neue Waschmaschine hat, stellte ihre Heizung im Winter nicht an (egal wie kalt es war) und bedrohte wohl die Nachbarn. Jetzt hat ihr Betreuer sie Ende 2018 einweisen lassen. Sie nahm auch nach kurzem Protest die Tabletten die sie nehmen sollte, sagte man mir als ich sie besuchte. Doch nun geht es auf ihre Entlassung zu und sie verweigert sie wieder. Dazu kommt noch, dass der Betreuer mir sagte, dass ihre Wohnung vom Vermieter gekündigt wurde (wohl aufgrund diverser Verstöße) und er sehen will ob die Kündigung rechtens ist. Eine fristlose Kündigung Seitens des Vermieters hat der Betreuer schon abgewehrt da sie nichtig war. Doch falls die fristgerechte Kündigung rechtens ist, wird sie ihre Wohnung wohl verlieren. In eine Einrichtung für psychisch kranke Menschen kann sie nicht, da der Betreuer mir sagte "dafür wäre sie nicht krank genug". Doch ich kann sie auf keinen Fall bei mir aufnehmen. Mein Mann und ich sind nämlich jetzt seit 2 Jahren Eltern und ich möchte nicht, dass mein Sohn das alles mitbekommt ( die schreier wie damals, die wutausbrüche, messer unterm kopfkissen etc). Mein Mann möchte dasselbe Drama auch nicht noch einmal durchleben. Und ich kann und will es ehrlich gesagt auch nicht noch einmal. Es war schon eine Ausnahmesituation als sie das erste Mal bei uns wohnte. Und wenn ich mir vorstelle dasselbe jetzt wieder zu durchleben wird mir ganz schlecht. Wie soll ich das alles machen?! Ich kann doch nicht meinen kleinen Sohn ( der dieses Jahr August in den Kiga kommt) mit meiner labilen Mutter die mit einem Messer unterm Kissen schläft und jegliche Therapie ablehnt in einer Wohnung lassen!! Ich habe selber Angst davor. Gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen, weil sie ja immer noch meine Mutter ist. Aber ich kann einfach nicht mehr als ich schon gegeben habe. Ich habe ihr auch schon gesagt, dass wir sie nicht aufnehmen können. Sie hat auch gesagt, dass sie das wüsste. Aber ihr fehlt trotzdem jegliche Einsicht sich in Therapie zu begeben ,geschweigedenn ihre Krankheitseinsicht. Ich denke sie ist sich den Ernst der Lage nicht bewusst. Doch so hart es klingt, wenn sie obdachlos werden sollte, werde ich sie nicht aufnehmen. Soviel Kraft hab ich dafür nicht mehr. Ich hab soviel mist schon in meiner Kindheit durchlebt und jetzt auch noch das, dass würde mir zu viel werden. Ich kenne meine Grenzen. Doch ich hab gleichzeitig so ein schlechtes Gewissen, obwohl ich es eigentlich nicht bräuchte da ich mir für sie schoneinmal den arsch aufgerissen habe auf gut deutsch und einen Tritt dafür kassiert habe... Habt ihr einen Rat für mich? Wie soll ich mich nur verhalten?

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  3. #2
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    Standard AW: Mutter droht obdachlosigkeit doch ich kann & will sie nicht aufnehmen. Brauche Ra

    Zu diesem Thema gibt es hier ganz viele kompetente Ansprechpartner die dir sicher viele hilfreiche Tipps geben können.

    Ich habe nur entfernt Ahnung, da ein Verwandter der leichte schizophrene Züge hatte, direkt eingewiesen wurde, als er ausfallend wurde. Der Mann damals hatte allerdings kein Messer unter dem Kopfkissen, er hat sich das Messer selbst an die Kehle gehalten und gedroht sich umzubringen.
    Er landete allerdings daraufhin im Seniorenheim, nicht in einer psychischen Einrichtung.
    Er war wohl auch nicht durchgedreht genug, aber er wurde für so "gefährlich" gehalten, das man ihn zuhause nicht mehr wollte.

    Nun ja, ich kann dich und deinen Mann verstehen.
    Denk immer dran, jeder ist sich selbst der Nächste und deine Familie ist das wichtigste!
    Ihr Eltern seid dafür verantwortlich das es deinem Kind gut geht und ihm (und euch!) keine Gefahr droht.

    Ich würde mir, nach den Vorkommnissen in der Vergangenheit, an deiner Stelle die Mutter auch nicht ins Haus holen.

    Alles Gute und LG
    Yado
    Am Ende wird alles gut werden. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende...

    Don't feed the Troll

  4. #3
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    Standard AW: Mutter droht obdachlosigkeit doch ich kann & will sie nicht aufnehmen. Brauche Ra

    Hallo Kalypso2018
    Ich würde wohl ähnlich wie du denken. Zum Schutze deines Kindes.
    Ja ich weiß würde es das Herz zerreissen wenn ich an meine Mutter denke, wenn es nur anstrengend und körperlich Krafte kosten würde, dann würde ich es machen, an deiner Stelle.
    Doch die Gefahr die zum Teil von ihr ausgeht und man bedenke die Vorbildfunktion die das ganze auf deinen Sohn hat.
    Das ist nicht gut.

    Vielleicht könntet ihr ein Pflegeheim für deine Mutter finden. Ich meine die Schilderung mit einem Messer unter dem Kissen ist unhaltbar.

    Das ist sehr schwierig, die ganze Situation.
    Du hast deine Mutti sicher lieb und willst das Beste für sie. Ich glaube bei dir ist nicht der beste Ort für sie, mit den Voraussetzungen aus meiner Sicht.
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
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    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.
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    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, darum ist der Weg, den man geht, so wichtig.

  5. #4
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    Standard AW: Mutter droht obdachlosigkeit doch ich kann & will sie nicht aufnehmen. Brauche Ra

    @pecky-sue Danke für deinen Vorschlag an ein Pflegeheim hab ich auch schon gedacht aber ihr Betreuer sagte für ein Seniorenheim wäre sie zu jung und für eine Einrichtung für psychisch kranke Menschen wäre sie nicht krank genug, deswegen bin ich so verzweifelt :/ Aber ich frage mich dann ernsthaft ab wann man krank genug dafür ist

  6. #5
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    Standard AW: Mutter droht obdachlosigkeit doch ich kann & will sie nicht aufnehmen. Brauche Ra

    Ja Kalypso2018, das ist in der Tat eine gute Frage.
    Wenn deine Mutter mit einem Messer unterm Kissen schläft, (ist nicht so das ich das nicht verstehen kann, bei vernünftigen Gründen) aber damit wird sie zur Gefahr für andere.
    Seelisch angeknackst, ich kenne ja nicht ihre Diagnose, ist sie schon eine potenzielle Gefahr.

    Und ich weiß was es heißt in Angst und Schrecken zu leben.
    Was ich damit sagen will, allein die Möglichkeit, das es bei ihr möglich wäre reicht ja.

    Ich weiß nicht ob du ihr zutraust, das sie das Messer benutzen würde? Wie vertrauenswürdig schätzt du sie ein auf einer Skala von 1-10.

    Vielleicht will der Betreuer auch nur seine Klientin nicht verlieren. Die Menschen haben manchmal sehr egoistische Motive, bei ihren Beurteilungen einer Situation.
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
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