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    Standard Verzweifelte Familiensituation - keine Lösung in Sicht

    Hallo ihr da draußen,
    ich bin nach Beendigung meines Studiums im Sommer nach hause zu meiner Mutter gezogen, da ich im Ausland studiert habe. Wir haben abgemacht, dass ich max. 1 Jahr bleibe. Ein halbes Jahr ist nun vergangen und ich bin nervlich am Ende.
    Ich leide seit langer Zeit bereits an einer Depression, die mal stärker mal schwächer ausgeprägt ist. Meine Mutter hat anfangs Verständnis gezeigt. Zur Vorgeschichte:
    Seit ich Klein bin habe ich Auseinandersetzungen mit meiner Mutter. Als Teenager gab es oft lautstarke Streite, weil ich nicht aufgeräumt habe, oder den Joghurtbecher nicht aus dem Wohnzimmer geräumt habe. Meine Mutter. hat es dann so gehandhabt, dass sie nach dem Streit tagelang nicht mit mir geredet hat. Ich habe gebettelt, dass sie doch endlich wieder mit mir reden solle. Nichts da.
    Ich war als Kind oft alleine, weil sie arbeiten war. Ich habe mich damit stets abgefunden, bin damals öfters zu meinem Vater geflüchtet, der leider schon verstorben ist. Damals wurde mir immer gesagt, ich sei wie mein Vater (mit einem negativen Unterton), mir wurde als Kind oft mitgegeben, dass ich irgendwie nicht ok bin (Zu still etc.). Die Familien von meinem Vater und meiner Mutter wurden immer getrennt angesehen, als mein Vater noch lebte (Eltern haben sich früh getrennt). Ich, da ich bei meiner Mutter wohnte hatte immer mehr mit der Familienseite meiner Mutter zu tun, hier und da kamen immer mal Bemerkungen, dass die Familie meines Vaters dies oder jenes ist.
    Mein Vater hat es immer verstanden, als ich von den Streits zu ihm kam. Er hatte sich ja auch von meiner Mutter getrennt und kannte wie sie ist. Sie ist kein bösartiger Mensch, aber wie sie 'ist' ist für mich sehr schwierig.
    Ich habe mich vor ein paar Monaten mit meiner Mutter über dieses Thema nochmals unterhalten, weil wir uns gestritten haben. Ich bin immer die, die an die Wurzel möchte, WARUM es immer so eskaliert. Sie meinte ich habe als Kind nicht genug Liebe bekommen, war oft alleine.
    Die Zeit im Auslandsstudium führte zu weniger Kontakt und unsere Beziehung hat sich etwas beruhig. Doch schon zu beginn als ich sie um mich hatte fühlte ich mich bedrückt und somit ließen die ersten Streitigkeiten nicht lange auf sich warten.
    Ein Streit ist sehr anstrengend, weil ich so heftige Gefühle verspüre.
    Sie fängt dann an zu schweigen obwohl, der Streit noch nicht aufgelöst ist, was mich ums-mehr belastet. Weil ich in der Höhe der Emotionen nicht aufhören kann einen Streit einfach beiseite zu legen.
    Ich verbringe die meiste Zeit in meinem Zimmer. Ich arbeite freiberuflich als Korrektorin von zu Hause, sitze also viel vor dem Computer. Ich unterhalte mich generell nicht viel mit meiner Mutter, da sie völlig andere Interessen/Ansichten hat als ich. Jetzt über die Feiertage ist meine Großmutter hier und über die letzten 2 Wochen habe ich es immer öfter mitbekommen, dass hinter meinem Rücken über mich geredet wird (ich esse zu wenig, ich bin still, ich bin schlecht gelaunt). Ich habe es stets ignoriert, da sie dachten ich würde es nicht hören, da sie es mit einer Art Flüsterton gemacht haben.
    Meine Mutter fährt nächste Woche auf eine Fortbildung, das bedeutet ich hätte die Wohnung für 1 Woche für mich. Ich habe mich schon darauf gefreut, dann höre ich heute morgen wie die beiden leise darüber reden, ob meine Oma nicht 1 Woche länger bleiben möchte. Ich dachte ich höre nicht richtig. Dann war ich in der Küche und habe mir etwas zu Essen gemacht, und meine Oma lügt mir ins Gesicht, dass ihr Reisebus doch ausgebucht ist und sie diese Woche nicht fahren kann. Ich konnte es nicht fassen, dass sie mich anlog. Ich habe ihr in einem ruhigen Ton gesagt, dass ich das Gespräch gehört habe und es nicht möchte, dass ich angelogen werde. Dann kam meine Mutter dazu und der Streit ist ausgebrochen, ich sagte dass ich all ihre Kommentare über mich immer höre. Und sie doch einfach akzeptieren sollen, dass ich ein stiller Mensch bin und einfach gerne meine Ruhe habe. Es tat mir weh, dass ich so angelogen wurde. Sie meinten sie würden sich Sorgen um mich machen, da ich immer so gestresst wirke. Ich wirke gestresst, weil ich keine richtige Ruhe, oder Privatsphäre habe. Ich fühle mich wie in einem Käfig, von ihnen beobachtet und nicht akzeptiert.
    Jetzt in diesem Moment bin ich wieder die Böse. Beide sind unverständlich darüber, dass ich so reagiert habe, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass ich angelogen wurde. Dass ich einfach nicht ständig gesagt bekommen möchte, dass alles was ich mache nicht in Ordnung ist.

    Ich möchte Ausziehen, habe aber Sorgen:
    Ich habe einen Hund, das bedeutet, wenn ich ausziehe dann kann ich nicht direkt eine Vollzeitstelle in einem Büro anfangen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich fühle mich einsam und nicht verletzt. Die Gefühle gegen meine Mutter scheinen sich nie aufzulösen. Ich wünsche mir, dass ich ihr mit Neutralität begegnen könnte.

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  3. #2
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    Standard AW: Verzweifelte Familiensituation - keine Lösung in Sicht

    Ja, du solltest unbedingt ausziehen. Ihr hockt zu eng und zu lange aufeinander und geht euch auf die Nerven. Ihr braucht Abstand.

    Du arbeitest doch von zu Hause, warum wäre das dann später anders? Dann wäre das doch mit deinem Hund kein Problem.

  4. #3
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    Standard AW: Verzweifelte Familiensituation - keine Lösung in Sicht

    Liebe HappyCoconut,

    ich finde, du hast ganz normale Probleme, wie sie die meisten Leute an der Schwelle zum Erwachsenwerden mit ihren Eltern haben. Ich hab mich mit meinen Eltern furchtbar schlecht verstanden, bevor ich mit 18 ausgezogen bin. Als ich dann mein eigenes Leben hatte, funktionierte die Beziehung plötzlich viel besser. Du hast ja diese Erfahrung auch schon gemacht, als du im Auslandsjahr warst, dass es da besser lief.

    Ich glaube deiner Ma und deiner Oma auch, dass sie sich nur Sorgen machen. Gerade wenn sie sagen, du bist so still und wirkst gestresst - natürlich macht man sich da als Mutter Gedanken. Versuch' sie mal etwas zu verstehen. Du könntest ja auch zu deiner Oma sagen "Omi, du bist lieb, dass du wegen mir länger bleiben würdest, aber das ist nicht nötig, denn ich würde gerne mal ein paar Tage in Ruhe ausspannen können". Dass sie dich angeschwindelt haben, warum die Omi länger bleibt, verstehe ich mehr als Notlüge denn als eine richtig gemeine Lüge. Vielleicht kannst du auch mit deiner Ma zum Wellness oder was zusammen essen gehen, damit man sich mal abseits des Alltags in Ruhe unterhalten kann.

    Dass du so langsam deinen Auszug planst, finde ich gut. Käme für dich eine WG in Frage? Das würde auf jeden Fall die Kosten im Zaum halten. Wenn du aktuell als Korrektorin arbeitest, könntest du das ja weiterhin tun und hättest so kein Problem mit deinem Hund. Wenn es finanziell nicht reicht, kannst du dir ja auch eine 20-30h-Stelle dazu suchen, muss ja nicht gleich VZ sein, wenn du noch das andere Einkommen hast.

    Ich wünsche dir alles Gute und nur Mut, das wird schon!
    LG, Anne
    Schenkt dir das Leben Zitronen, mach Zitronentorte!
    ---
    Man kann im Leben auf vieles verzichten, nur nicht auf Katzen und Literatur.

  5. #4
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    Standard AW: Verzweifelte Familiensituation - keine Lösung in Sicht

    Auf jeden Fall würde ich ausziehen.

    Für den Hund gibt es doch auch Lösungen...
    Z.B. kannst du Leute suchen die auf den Hund aufpassen oder gib ihn in den Hundekindergarten oder arbeite halbtags oder suche dir einen Job, welcher mit Hund klappt oder gehe in der Arbeitspause zwischendurch mal nach Hause .

  6. #5
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    Standard AW: Verzweifelte Familiensituation - keine Lösung in Sicht

    Hallo,
    es wird Zeit, daß Du ausziehst.

    Die Spannungen zwischen Dir und Deiner Mutter sehe ich als normal an.
    Du hast Deine Ansichten und sie die ihrigen.

    Es steht nun der nächste Schritt in Deinem Leben an: mehr in Deine Eigenständigkeit.

    alles Liebe
    flower55

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