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Thema: Verzweifelte Situation

  1. #1
    Rox
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    Standard Verzweifelte Situation

    Hallo.

    Ich bin neu hier im Forum und da es mir momentan nicht wirklich gut geht wollte ich hier mal meine momentane Situation beschreiben und Meinungen einholen.

    Ich bin männlich, mittlerweile 30 Jahre alt und meine momentane Wohnsituation würde ich als eher kritisch bezeichnen.

    Meine Mutter und ihr Mann (mein Stiefvater) haben vor einiger Zeit ein Haus gekauft und mich gefragt ob ich auch eine Etage belegen möchte. Ich habe zugestimmt und damit nahm das Elend seinen Lauf. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon arbeitslos war, konnte ich nicht selbst für die Kosten der Renovierung etc. aufkommen, das haben meine Mutter und mein Stiefvater zum Größten Teil übernommen wofür ich auch immer noch sehr dankbar bin. Für die Küche hatte das Geld nicht mehr gereicht, somit hatten wir vereinbart das wir doch während dieser Zeit einfach die meiner Eltern zusammen nutzen.

    Mittlerweile ist es einfach die Hölle. Mein Stiefvater ist ein sehr fordernder Mensch und ist irgendwie total narzisstisch. Ich bin handwerklich ziemlich begabt und habe in die Richtung einiges an Wissen in mich gesaugt. Es ist mittlerweile so das ich, sobald mein Stiefvater irgendwas am Haus machen möchte, stramm neben ihm stehen und gefälligst erledigen muss was er erledigt haben möchte. Ein in 30 Minuten oder später gibt es da nicht, dann ist im Haus die Hölle los. Ich muss sagen das ich es auch teilweise von mir selbst aus tue, da ich ja bei Ihnen speise und ich mich irgendwie deswegen auch dazu verpflichtet fühle. Dumme Kommentare, trotz strammen Stand und konstanten handwerklichen arbeiten am Haus, bekomme ich dennoch zu hören. In Bezug auf das essen, würde ich alles wegfressen und ich würde ihn damit arm machen etc. Dazu muss ich erwähnen das ich monatlich 180 Euro für das essen zahle und ich zusätzlich auf 178 gerade mal 62 kg wiege.

    Ebenso darf ich mir manchmal anhören das ich nichts kann, das ich mir gefälligst einen Job suchen soll (Als ob ich es nicht tagtäglich versuche) und noch viele andere Dinge welche auch oft passiv ausgesprochen werden. Als Beispiel wäre da noch gestern, als wir über die Feiertage ein Brot hatten an dem dadurch die Kruste etwas härter war. Das Brot wäre scheiße und er würde nur eine Scheibe essen, er wäre ja kein Hartz 4 Empfänger der sich kein normales Brot leisten könne... und im Anschluss kam etwas so nach dem Motto bei mir würde das ja passen.

    Seit dem 2. Weihnachtstag ist zwischen mir und ihm generell ziemlich Funkstille, da er mich zuvor am laufenden Band nur noch angemacht hat und im Allgemeinen sehr schlechte Laune. Heute wollte ich gegen 18 Uhr das Abendessen vorbereiten und habe gefragt ob er auch was essen möchte... da kam schon praktisch im Schrei "Nein will nix"

    Ich habe keine Ahnung was sein verdammtes Problem ist... ich weiß nur das ich mittlerweile nur das nötigste esse.
    Man kann mit diesem Menschen auch nicht reden, seine Meinung und Ansicht ist das Optimale und immer die richtige Betrachtungsweise, alles andere wird nicht toleriert und er ist nie an etwas schuld. Und wehe man behauptet er hätte auch mal was falsch gemacht.

    Eigentlich will ich einfach nur noch hier weg, ich fühle mich nicht mehr wie ein 30 jähriger Mann, mein komplettes Selbstwertgefühl, meine Selbstständigkeit und meine Lebensfreude sind im Keller. Ich fühle mich wie ein kleines Kind das versucht die Gunst des Vater wiederzuerlangen. Für mich fühlt sich meine momentane Lage wie ein sehr harter Rückschritt im Leben an.
    Ich habe nur noch meinen Stiefvater und den Ärger im Kopf. Ich kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren. Jetzt kriege ich schon wieder Magenschmerzen vom Gedanken morgen früh da wieder runter zugehen um zu Frühstücken.

    Auf der einen Seite hätte ich einen Zufluchtsort wo ich weiß das ich immer willkommen bin und jederzeit dort hin könnte. Andererseits würden mich dann wieder Schuldgefühle belasten, weil mir ja dennoch irgendwie durch meine momentane schwierige Zeit geholfen wurde und mein Stiefvater in die Wohnung hier bei mir schon einiges an Geld reingesteckt hat.

    Ich muss noch dazu erwähnen das ich auch was die mobilität betrifft abhängig bin. Da ich kein eigenes Auto momentan habe und in einem Dorf wohne wo man weder etwas einkaufen noch eine Bushaltestelle auffinden kann.

    In der momentanen Situationen hat mein Stiefvater einfach auch irgendwie vollkommene Macht über mich.

    Es wäre schön wenn ich hier Antworten bekommen würde. Ob Ratschläge, Meinungen oder ein allgemeines Statement zu meiner Situation... ich bin über jede Antwort dankbar.

    Und entschuldigt das drucheinander in meinen Sätzen. Es ist mittlerweile kurz vor 4 Uhr und ich krieg einfach keine geordneten Gedanken mehr hin , musste diese Zeilen aber einfach loswerden.

    Liebe Grüße

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  3. #2
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    Standard AW: Verzweifelte Situation

    Hi, das hört sich natürlich verzwickt an.

    hast du es denn schon mal mit einer Aussprache versucht?
    Vielleicht kannst du ihm ja mal sagen wie schlecht es dir geht.
    und es ist ja nur eine zeitliche Sache. Sobald du wieder Arbeit hast sieht die Sache ja wieder ganz anders aus!
    Grüße

  4. #3
    Deliverance
    Gast

    Standard AW: Verzweifelte Situation

    Klingt furchtbar, da würde ich auch ausrasten!

    Na ja, dass offensichtliche liegt ja auf der Hand - zieh aus, sobald du einen Job hast!

    Bis dahin lässt sich zumindest das Küchenproblem lösen - Kauf dir für 10-20 Euro zwei Herdplatten und für kleines Geld einen Mini- Ofen.
    Organisier dir zB via ebay kleinanzeigen ein, zwei Töpfe, Teller und Besteck und Koch selbst.
    Selbst wenn aussieht wie in einer Crack Höhle - es ist deins!
    Ich weiß, wie viel 20 Euro Als Arbeitsloser sind, aber das gleicht sich mit eine Woche Nudeln mit Soße wieder aus.

    Und hol dir ein Fahrrad - auch die gibts meistens günstig und wenn es ein richtiges Schrottrad ist, egal - Hauptsache du bist ein wenig unabhängig Und bewahrst dir deine Würde!

  5. Für den Beitrag dankt: Zitronentorte

  6. #4
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    Standard AW: Verzweifelte Situation

    Hallo Rox,

    da ist jetzt deine volle Energie gefragt.
    Du bist 30 und handwerklich begabt. Daraus lässt sich doch was machen.
    Fange irgendwo an, im Lager, im Gartenbaubetrieb, egal, einfach erst mal einen Job. Dann hast du diesem Argument schon mal den Nährstoff entzogen und kannst in Ruhe etwas suchen, das dann besser zu dir passt bzw. was du wirklich tun willst.
    Gleichzeitig würde ich alles daran setzen da auszuziehen. Bei den Eltern wohnen ist mit 30 eben einfach keine Option, die Sache mit dem eigenen Stockwerk ist Augenwischerei, vor allem wenn du mit denen isst. Das würde ich sowieso ganz abstellen.
    Es gibt 2 Platten Kochstellen für 25 € oder so, damit kannst du dir auch ganz ohne Küche dein eigenes Süppchen kochen. Wenn du nicht gerade im Feinkostladen einkaufst, dann wirst du damit auch weniger Geld ausgeben als 180 € im Monat.
    Zieh dich aus der Situation raus soweit wie es geht und mache konkrete Schritte.
    Mobil sein ... ein Fahrrad ist auch etwas, mit dem man sich fortbewegen kann. Selbst wenn der nächste Ort ein paar Kilometer entfernt ist.
    Fang an für dich etwas zu tun, nimm dein Leben in die Hand und lass dich nicht so bevormunden. Je weniger Möglichkeiten zu Kontakt mit dem Stiefvater da sind, desto weniger kann er dich beauftragen. Außerdem wärst du dann auch in der Lage zu sagen, wenn ich das oder das machen soll, dann hat das diesen oder jenen Preis.

    Lebe in deinem Stockwerk und reduziere diese merkwürdigen Verhältnisse auf ein Minimum und schau, dass du da wegkommst.

    LG

    Edit: Da hatte Deliverence die gleichen Ideen wie ich
    Geändert von StürmischerTag (02.01.2018 um 09:30 Uhr)

  7. #5
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    Standard AW: Verzweifelte Situation

    Hey Rox,

    ich verstehe Deine Lage, ich kann ein Lied davon singen... Er hat Dich abhängig gemacht, in dem er “viel in Deine Wohnung“ gesteckt hat, Dir wohl auch anderweitig “geholfen“ hat. Du darfst Dir damit keine Schuldgefühle machen lassen. Das macht er mit voller Absicht, er denkt er hat dadurch das Recht Dich zu unterdrücken. Wer wirklich helfen möchte, erwartet keine Gegenleistung dafür und versucht den anderen nicht klein zu machen damit er sich größer fühlt. Indem er Dir hilft versucht er Dich abhängig zu machen. Lass Dich auf diese Spielchen nicht ein. So wenig wie möglich mit ihm reden. Die Tipps von meinen Vorgängern sind gut, Herdplatte, Fahrrad etc., schau dass Du von beiden nichts brauchst, wenn es sein muss gehe zu Fuß einkaufen, Deine Sachen erledigen. Egal wie weit es ist. Wenn er merkt, dass Du dich zurück ziehst und selbständiger bist wird die Schikane zunehmen, mach Dich darauf gefasst, kann sein, dass er sogar nett sein wird, nur um im nächsten Moment wieder gemein zu sein, dieses nett sein ist nur um Dich wieder manipulieren zu können, es ist nicht echt. Schlimm finde ich, dass Du nicht Mal mit Deiner Mutter offen reden kannst. Ich würde mit ihm keine offene Aussprache führen, er weiß genau was er tut.

    Es gibt Arbeitsstellen mit Unterkunft, bleib dran, suche das Weite, wenn Du zu lange da drin bleibst werden sich Deine Selbstzweifel manifestieren und Du wirst immer schwächer.

    Ich mache gerade das selbe durch, nur habe ich es zu spät erkannt, je mehr ich meine Familie von mir weg haben möchte, desto penetranter werden sie. Ich werde wohl auch weit weit weg ziehen.

    Wünsche Dir viel Kraft und Eigensinn das durchzuziehen.

    Kiri

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