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Thema: Erfahrungen mit Pflegekindern / als Pflegekind

  1. #1
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    Standard Erfahrungen mit Pflegekindern / als Pflegekind

    Guten Tag und frohes Neues

    Wir als dreiköpfige Familie haben noch sehr viel Platz für ein weiteres Kind. Räumlich sowie im Herzen.

    Mein Mann und ich wir wollten von Anfang an zwei Kinder haben. Aufgrund des schweren Starts meines Sohnes traue ich mich einfach nicht nochmal Schwanger zu werden. Mein Sohn war nicht nur ein ein sehr kleines Frühchen, er wurde nach der Geburt schwer krank und hat wirklich gelitten. Auch für uns als Eltern war es wirklich schwer. Ich bin in der Klinik eingezogen und habe mich auf Station komplett selbst um den Krümel gekümmert (abgesehen von Spritzen/ Blutabnehmen) während mein Mann weiter arbeiten musste. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Jedenfalls weiß ich nicht ob ich nochmal die Kraft für so einen Schicksalsschlag habe, es gab Momente da hatte ich Angst auf Toilette zu gehen, weil ich nicht wusste ob der kleine noch lebt wenn ich wieder komme. Darüber hinaus gäbe es dann zwei Kinder die meine Liebe und Aufmerksamkeit brauchen. Ich kann doch nicht einfach für mehrere Monate in eine 60 km entfernte Klinik ziehen wo Kinder auf Station nicht erlaubt sind und meinen Sohn zurück lassen. Denn das müsste ich sollte die nächste Schwangerschaft wieder so verlaufen. Zudem möchte ich nicht bewusst in Kauf nehmen, dass mein potentielles Kind eventuell auch so leiden muss "nur" weil ich so gern ein zweites hätte.

    Jetzt habe ich ganz schön ausgeholt
    Geändert von underflow (01.01.2018 um 12:00 Uhr)

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  3. #2
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    Standard AW: Erfahrungen mit Pflegekindern / als Pflegekind

    Gibt es eine Maximallänge? Irgendwie fehlt die Hälfte :/

    Hier der Rest:

    Jetzt habe ich ganz schön ausgeholt nun zu meinem eigentlichen Thema:

    Eine Adoption ist in Deutschland fast schon ein Glücksspiel, es gibt viele Wunscheltern auf vergleichsweise wenige Kinder. So kamen wir auf das Thema Pflegekind.

    Mir stellt sich die Frage ob ein Pflegekind als Familienzuwachs in dem Sinne geeignet ist. Die Kinder werden ja aus ihrem Zuhause entrissen. Wird es sich bei uns wohl fühlen oder will es einfach nur wieder weg? Wird es mich boykottieren? Muss ich angst haben dass es weg läuft? Was wenn es gar nicht bei uns sein möchte?

    Mir wurde im Jugendamt gesagt, dass die meisten Kinder, die in einer Langzeitpflegestelle untergebracht werden, nicht mehr zu ihrer ursprünglichen Familie zurück kehren, stimmt das?

    Wie läuft das mit dem Besuchsrecht der leiblichen Eltern? Muss ich sie bei mir Zuhause empfangen? Schließlich hat es ja einen Grund warum die Kinder aus ihren Familien geholt werden. Ist das nicht belastend für die Kinder?

    Worauf würde ich mich einlassen? Das es solchen Kindern nicht gut geht ist mir bewusst. Sie brauchen Liebe, Fürsorge, Geduld, das habe ich zu bieten. Aber ich bin keine Pädagogin oder Psychologin sondern einfach nur Mutter. Reicht das?

    Wie sind eure Erfahrungen als Pflegekind? Womit hattet ihr zu kämpfen? Was hattet ihr für Erwartungen? Was haben die Pflegeeltern falsch gemacht? Was hättet ihr euch von ihnen gewünscht?

    Es gibt natürlich viel mehr was mich beschäftigt, aber das würde den Rahmensprengen.

    Vielen Dank an für das Lesen meines doch recht langen Threads. Ich bin gespannt auf die Antworten

    LG Underflow
    Geändert von underflow (01.01.2018 um 12:17 Uhr) Grund: Da fehlt noch was

  4. #3
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    Standard AW: Erfahrungen mit Pflegekindern / als Pflegekind

    Ich habe schon seit langer Zeit Pflegekinder.

    Wenn ich jetzt dazu etwas schreibe wäre es ein langer Text.
    Wir können uns auch per PN austauschen.
    Ich habe Pflegekinder ohne leibliche Eltern.

  5. Für den Beitrag dankt: flower55

  6. #4
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    Standard AW: Erfahrungen mit Pflegekindern / als Pflegekind

    Hallo,

    mein Bruder lebt seit seinem 2. Lebensjahr in einer PF, ich habe als Jugendliche in einer gelebt und arbeite jetzt in der stationären Jugendhilfe.

    Ich würde dir raten, kein Kind mit FAS zu holen, egal was das Jugendamt sagt...mein Bruder leidet darunter, weil meine Mutter viel Alkohol während der SS getrunken hat.
    Er hat viele Probleme und Schwierigkeiten, die Familie kommt momentan massiv an ihre Grenzen (völlig nachvollziehbar!) und ich weiß auch momentan nicht, ob die das schaffen werden, mit ihm klar zu kommen oder sie ihn (kurzzeitig?) in ein Heim geben müssen.

    Prinzipiell gibt es kaum Kinder, wo die Rückführung komplett ausgeschlossen Ist, dass geht rechtlich nämlich gar nicht
    Theoretisch müssten die Eltern nämlich alle Hindernisse beseitigen, praktisch schaffen das die Wenigsten.
    Es gibt auch Fälle, wo die Eltern schwer krank Sind, da wäre eine Genesung auch Ein Grund für eine Rückführung, aber Demenz oder Alkoholismus verschwindet selten.

    Wenn du die Kinder nimmst, nimmst du auch ihre Vergangenheit mit, dass kann aber auch sehr gut ausgehen.

    Du selbst musst keine Pädagogin sein, allerdings werden manche Themen ein Dauerbrenner sein: Warum kann ich nicht nach Hause?
    Warum wollen mich meine Eltern nicht?
    Wenn ich mich hier wohl fühle, darf ich dann nie wieder zu meinen Eltern?

    Da gibts viele Themen, die einen beschäftigen.

    Ich Kam gar nicht damit zu Recht, dass es auch "anders" geht, meine PF war eine stinknormale Familie: es war sauber, gab jeden Tag essen, kein Streit, keine Gewalt, kein Einsperren, Gemeinsame Spielenachmittage, keine neuen Männer, ich musste mich nicht um meine Geschwister oder meine Mutter kümmern....ich war total überfordert und kann bis heute gar nicht glauben, dass es Menschen gibt, die so friedlich leben dürfen !?

    Ich wusste nicht, dass ich da schon schwer traumatisiert war und Eine Therapie gebraucht hätte - Aber ich war auch erst 16 Und wusste vieles nicht.

    Ich finde euren Vorsatz toll Und wünsche euch alles Gute!

  7. #5
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    Standard AW: Erfahrungen mit Pflegekindern / als Pflegekind

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Das Thema beschäftigt mich schon länger, habe aber niemanden in meinem Bekanntenkreis den ich da ausfragen kann. Ich möchte gerne abschätzen was genau auf mich und meine Familie zukommen würde, bevor ich offiziell zu einem Beratungsgespräch ans Jugendamt herantrete. Denn wenn ich mich entscheide, dann richtig. Sollte ich eine Pflegeerlaubnis und dann auch ein Pflegekind bekommen, ist kein Raum mehr für Zweifel.

    LG underflow

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