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Thema: Komme mit meiner Mutter einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich tun soll.

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    Standard Komme mit meiner Mutter einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich tun soll.

    Hallo.
    Ich habe ein Problem mit meiner Mutter. Ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll.


    Erstmal ganz (kurz - sorry, anders gekommen) die komplizierte Vorgeschichte:
    Als ich 16 war, starb mein Vater und ich war plötzlich mit meiner Mutter ganz allein. Eigentlich war das nicht schlimm, mein Vater war nie zuhause, aber war ein guter Blitzableiter wenn ich Ärger mit meiner übermutternden Mutter hatte.
    Nach seinem Tod war das das schlimmste. Meiner Mutter ging es nicht wirlich gut und mir auch nicht. Immer wieder hatte ich das Gefühl grundlos ausgeschimpft zu werden, fing an von zuhause auszureißen, nahm Drogen, hatte eine Freundin (alles was mir meiner Mutter immer verboten hat, ja sie wollte nicht das ich mit einem Mädchen zusammen bin - einmal bedrohte Sie sogar meine "erste Liebe" nachts und hinterließ ihr ständig Mailboxnachrichten). Irgentwann hielt ich es nicht mehr aus und ging zum Jugendamt. Eigentlich gab es keinen Grund. Sie war nicht drogensüchtig (außer Zigaretten, hin und wieder mal etwas viel Alk, allein, aber eher selten), wir waren nicht arm ect. Einzig das Sie ein wenig psychisch labil sei, hätte man Ihr unterstellen können, damals hätte ich wohl Dresche bekommen, an so etwas auch nur zu denken. Naja, der Typ von der Familienberatung, den meine Mutter so hasste, zudem uns Ihr Hausarzt nach Ihrem Selbstmordversuch geschickt hatte (eigentlich nur eine Überreaktion - Wir stritten wie so oft, aber ich wollte damals nicht nachgeben und wir regten uns mehr und mehr auf, bis Sie 10 Valium nahm und eine Weinflasche runterkippte, dann in der Küche zusammenbrach und ich den Notarzt holte...). Naja, ich bin eigentlich sehr geschickt, wenn es darum geht, Dinge durchzusetzten (außer wenn ich Rücksicht nehme) und so landete ich in der Jungendhilfe, mit Auskunftssperre.


    Ich hatte viele Probleme mit mir selbst, ging sogar zum Psychater, zweimal. Ich halte inzwischen nichts mehr von moderner Psychologie, höchsten noch was von Ihren Drogen, die sind ziemlich gut.
    Nach etwa drei Jahren nahm ich wieder Kontakt zu Ihr auf. Wir weinten um meinen Vater, verbrachten ein wenig Zeit mit einander, Sie war immer lieb und nett zu mir, alles war wie "früher".
    Natürlich streiten wir auch miteinander, das endet meistens damit, das ich mich aus dem Staub machen kann - was ihr dann immer später leid tut. Streiten mit den Eltern eben, am ende versteht keiner genau den Grund. Irgentwann fing es an wieder zu eskalieren - Sie fuhr mir nach zu meiner Wohnung um sich wegen irgentetwas unwichtigem vor meiner Nachbarschaft weiter zu streiten. Als Sie sah, das ich das tolerierte ohne mich wirklich zu wehren (es ist meine Mutter - ich will meine Mutter nicht verletzten) ging Sie weiter, began vor meiner Wohnung aufzutauchen, kontrollierte meine Wohnung wie mein Jugendzimmer, kontrollierte wer mich besuchte.


    Naja, ich wollte sowieso studieren gehen, und suchte mir einen weit entfernten Ort aus. Natürlich redeten wir immer wieder normal zwischen drin, sie sagte, sie wolle nicht das ich studieren gehe, aber ich hatte es im Kopf, also setzte ich es für mich durch.


    Ich bekam 2/3 der Gesamtbafög-Summe (das sind 400€) plus Kindergeld, da meine Mutter "zuviel verdiente" (eigentlich verdiente Sie nicht zuviel, hatte aber wohl keinen Bock eine ordentliche Steuererklärung zu machen). Eigentlich sollte Sie mir 200€ pro Monat zuschießen, so ist das im Gesetz vorgesehen. Aber Sie wollte das nicht. Sie sagte, Sie unterstütze mein Studium nicht und würde ich einsehen warum Sie dann dafür bezahlen sollte. Außerdem sagte Sie mir sie würde Ihren Job kündigen und hätte auch schon einen Anwalt wenn ich rechtlich gegen Sie vorgehen würde.
    Ich hatte das nie vor. Es gibt zwar die Möglichkeit beim Bafög-Amt einen Abzweigungsantrag zu stellen, aber ich wollte nicht zu den Leuten gehören, die Ihre Mutter verklagen müssen. Ich finde das höchst asozial. Außerdem wollte ich nicht das Sie ihren Job kündigte. All die Zeit die Sie mein Vater auf Rosen zuhause gebettet hatte, hatten ihr irgentwie nicht gut getan. Naja, aber es reichte nicht. Ich probierte es zunächst mit jobben und nahm später dann einen Studienkredit auf.


    Zwischen durch hatte ich immer wieder normalen Kontakt zu Ihr, einmal kaufte Sie mir Schuhe oder eine Hose, Dinge für die eigentlich kein Geld habe. Immer mit der Bemerkung gespickt, Sie würde die Belege fürs Bafög-Amt aufheben. Außerdem reparierte ich immer wieder Ihren Computer mit dem Sie wohl viel in Partnervermittlungen unterwegs ist.


    Eigentlich lief es sehr gut so in meinem Leben.


    Dann wurde ich krank. Die Ärzte ließen sich von meiner psychologischen Vorgeschichte blenden und übersahen das Problem 3 Jahre lang. Nichts psychosomatisches, sondern etwas banales orthopädisches, was allerdings mittlerweile chronisch ist. Ich verlor damit viel Zeit in meinem Studium, meinen Bafög-Anspruch ging verloren, weil keiner der Arztbriefe von damals eine Verlängerung begründet hätte, das Prüfungsamt verlangte ständig amtsärztliche Atteste und formlose Anträge zur Erklärung meiner Prüfungsunfähigkeit (abgesehen von der Demütigung kostet der Arzt jedes Mal 32€). Aber ich hatte mich ja frühzeitig abgesichert, erhörte die Raten des Studienkredites. Später, nachdem ich keine Lust mehr auf Studentenjobs hatte, machte ich mit sogar selbstständig. Das läuft sehr gut, aber frisst zuviel Zeit als nebenbei noch studieren zu können.
    Das war so in etwa die Vorgeschichte.


    Die Psychater (4-5 Jahre her) konzentrierten sich immer auf meinen Vater, aber Anfang diesen Jahres wurde mir alles klar und ich habe viel geweint. Ich habe seitdem ich von zuhause ausgerissen bin übelste Schuldgefühle gegenüber meiner Mutter. Es tut mir so leid wie ich sie damals einfach im Stich gelassen habe, allein, in meinem leeren Jugendzimmer. Ich stelle mir immer vor wie sie geweint haben muss, bis sie schließlich das Haus verlor. Ich kann meine Entscheidung heute nur teilweise verstehen. Einseits war sie richtig, andererseits war sie sehr sehr dumm und risikoreich. Natürlich weiß ich mitlerweile das sie mich weitgehenst über Schuldgefühle kontrollierte, damals und manchmal heute immernoch.


    Am Telefon tut Sie mir leid, weil Sie deutlich älter geworden ist, einsam und vergesslich ist und ihr Leben in meinen Augen irgentwie keine Sinn ergibt. Wofür hat Sie gelebt? Was hat Sie erreicht? Alles was Sie wirklich fertig gebracht hat, war Ihr Studium abzubrechen und mit dem richtigen (oder auch falschen, je nach Wetter) Mann zusammenzusein. Ich muss ständig an Ihren Tod denken. Meine Mutter macht mich einfach nur unendlich traurig. Eine einsame Seele, verstreut in der Karibik (das ist ihr Begräbniswunsch...mal gucken ob ich bis dahin die Kohle dafür zusammen kriege.). Nach der Erfahrung mit meinem Vater will ich gut vorbereitet sein, wenn eines Tages keins meiner Elternteile mehr am Leben ist.


    Ich würde gerne mit Ihr mehr Zeit verbringen, aber es ist so verdammt schwer. Mitlerweile ist sie Rentnerin. Ihre Sichtweise auf diese Welt ist so verdammt...kleinbürgerlich?! Gleichzeitig liegt sie mir immer mit Geld in den Ohren, macht mich für ihre Probleme verantwortlich, das ich ihr nicht genug helfe, ect. aber was soll ich sagen?! Ich habe ihr angeboten mir zu helfen, ein Kunde hat eine Rechnung von mir nicht bezahlt (vierstellig. nach drei Monaten Zusammenarbeit fällt ihm ein, das er mit meiner Arbeit nicht zufrieden ist - Vorschuss will er aber nicht wieder.) und sie könne das eintreiben mit Inkasso und Anwälten. Ich sagte Ihr Sie könne das Geld behalten wenn Sie mir dabei hilft, aber sie will mir nicht dabei helfen. Sie beschwert sich das Ihre Bank 12% Dispo-Zinsen verlangt, ich mache ich ein Ablösungsangebot für 6,6% klar und sie kümmert sich nicht drum. Sie kauft Bullshit den Sie nicht braucht im Mediamarkt auf Raten, weil der Verkäufer so lange mit Ihr geredet hat und "süß" war. Naja, ich versuche es trotzdem immer wieder, helfe ihr bei vielen Dingen, repariere ihre Geschirrspülmaschine, gucke nach Ihrem PC, helfe Ihr beim Wohnungsumstellen ect. wenn ich mal bei ihr bin.


    Was mich letztendlich verfolgt ist Ihr Verhalten letzten Monat. Dieses Jahr hat eine besondere Bedeutung für mich. Die Ärzte kriegen mich fürs erste nicht besser hin und das Prüfungsamt gibt mir bis Ende des Jahres Zeit, mein Studium zu beenden. Ich habe noch 12 Prüfungen und die Thesis offen, eigentlich nicht schwer, in meinem besten Semester habe ich 15 Prüfungen bestanden und nebenbei noch ein Projekt gemacht. Ich habe meine Selbstständigkeit stark reduziert und beende nurnoch ein paar Projekte und überlege mir ob ich wirklich nebenbei noch gegen meinen Ex-Kunden prozessieren soll. Ich werde diesen Sommer umziehen müssen, da ich meine Thesis in einem anderen Ort in Deutschland (wenns extrem gut läuft vieleicht sogar in einem anderen Land) schreiben werde. Zudem kann ich absehen wie lange mein Geld dafür reicht. Viel zu managen.


    Ich habe meine Mutter um Hilfe gefragt. Ich habe sie eigentlich nie wirklich um Hilfe gefragt, und sie bemägelt immer, das ich mir nicht helfen lasse. Aber dieses Mal habe ich Sie wirklich sehr um Hilfe gefragt, so das eine Mutter eigentlich nicht ablehnen kann.
    In erster Linie wollte ich nur Hilfe bei einer Arztsache sowie ein 200€-Darlehnen die mir fehlen um es bis zur nächsten Teilzahlung zu packen. Ich fragte Sie ob Sie für mich da ist, das ich weit gekommen sei und nurnoch dieses entscheidene Jahr überstehen müsse. Und das ich vermutlich Ihre Hilfe dabei bräuchte. Nicht nur Geld und Essen sondern auch jemanden zum reden, beraten (das macht sie eigentlich ganz gerne) falls es mit dem Prüfungsamt oder den Ärzten noch Probleme gibt. Sie versprach mir für mich da zu sein, gab mir 30 Euro in bar und zwei tiefgefrohrene Steaks und sagte zu mir, wir würden Ende des Monats nochmal drüber reden, Sie hat eigentlich kein Geld, müsste erstmal schauen.


    So. Jetzt sitze ich hier seit 10 Tagen, mache mir aus Mehl, Wasser und Öl "Restepizzas" mit allem was ich noch finden kann, habe die letzte Konserve gestern geleert. Ich habe noch 5€ im Portmonaie und stelle mir ständig vor wofür ich sie nicht ausgeben werde, bis ein echter Notfall kommt und drücke mich vor einem Kundentermin weil ich eigentlich zum Friseur muss.
    Sie ist in die Türkei geflogen, Urlaub machen. Ich bin zu stolz geworden mir von jemand anderem Geld zu leihen, vorallem, weil ich seit meiner Gründung eher zuviel Geld hatte als zu wenig, sparen muss ich erst noch lernen, ich war gerade gut im Löcher stopfen.


    Ich mache mir und Ihr die ganze Zeit Vorwürfe, bin emotional, anstatt zu lernen. Es blockiert und frustet. Es trifft auch andere Menschen eine Verantwortung, wenn ich emotional bin, nicht nur meine Mutter, aber am meisten von allen mich. Aber mich und meine Mutter bekomme ich am schwersten aus dem Kopf. Hilfe, Mama.


    Ich will weder Hass noch Liebe für sie empfinden, eigentlich will ich garnichts für sie empfinden. Ich habe weitaus wichtiges zu tun um jetzt meine Seele zu sortieren.
    Abblocken, unterdrücken wäre wesentlich besser.


    Ich habe in ein paar Tagen Geburtstag und ich dachte mir, zumindest zu diesem schenke ich mir etwas. Ich möchte keinen Kontakt, keinen Gedanken mehr an Sie verschwenden, bis ich es geschafft habe. Ein, vieleicht auch zwei Jahre lang. Auch wenn das inkauf nimmt, das sie bis dahin schon tot ist. Diese Entscheidung würde mir sehr weh tun. Im Gegensatz zu meiner Mutter, die den Kontakt zu mir schon öfter "unwiederruftlich" abgebrochen hat, im Streit, um einen Tag später wieder anzurufen, bin ich ein sehr konsequenter Mensch geworden - und treffe diese Entscheidung nicht im Streit.
    Eigentlich setzte ich seit ich krank geworden bin regelmäßig Leute vor die Tür, die meine Zeit stehlen wollen. Ich möchte nurnoch verlässliche, vertrauenswürdige Leute um mich herum akzeptieren.


    Es ist nicht so, das es nur das hier ist, ständig plane ich irgentetwas um. Zum Beispiel Anfang des Jahres wolle Sie mit mir und meiner Freundin last minute Urlaub machen.
    Das Angebot war günstig, mein Geld war eigentlich schon verplant, aber es war möglich umzudisponieren. Also sagte ich Termine ab und hielt mich bereit, aber Sie konnte sich zwei Wochen lang nicht einmal mit mir treffen und buchen, der Angebotspreis verschwand, und sie warf mir vor nicht spontan genug zu sein. Ende vom Lied ist ein geplatzer Arzttermin, den ich erst im Sommer wiederholen kann, Verdienstausfall von mehreren hundert Euro, eine verwunderte Freundin, die quasi schon am packen war und Streit mit Mama.


    Immer wieder werfen mich solche Momente zurück. Meist nicht so drastisch, aber manchmal bin ich so aufgeregt nach einem Streit, das ich den ganzen Tag nix anderes mehr fertig bekomme außer Fern zu sehen, Wein zu trinken und mich nicht aufzuregen.


    Eigentlich müsste ich eine ordentliche psychische Strategie gegen diese Blockaden entwickeln, aber es gelingt mir einfach nicht.


    Also dachte ich, rede ich an meinem Geburstag noch ein letztes Mal mit Ihr und verschwinde dann von Ihrer Bildfläche.


    Momentan frustet mich ziemlich viel, es ist so schlimm wie lange nicht mehr - früher mit 19 sahen meine Monate regelmäßig so aus, aber jetzt mit 25 bin ich das nicht mehr gewöhnt, aber ich wollte mir soviel Zeit wie möglich zum studieren schaffen. Vieleicht reagiere ich hier auch zu sehr über, so im Frust meines Versagens - das ich keine andere Lösung schnell genug aufgebaut habe. Ich habe mich eigentlich auf sie verlassen, aber sie ist nichtmal da. Das ich nicht da stehe, wo andere Menschen mit 25 stehe. Das ich ein schlechter Sohn bin.
    Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Vieleicht sollte ich Ihr auch helfen sich wieder hinzukriegen (schließlich ist es irgentwo auch meine schuld) - aber ich stecke gerade in der sehr entscheidenen Phase meines Lebens!

    Naja, Danke das du bis hier gelesen hast.

    Vielleicht kann jemand mir seine Meinung geben, ob ich das richtige tue. Das werde ich später wohl auch nur selbst entscheiden können.
    Ansonsten, danke fürs zuhören liebes Forum.

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  3. #2
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    Standard AW: Komme mit meiner Mutter einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich tun soll

    Ihr könnt versuchen, eine Beziehung unter Erwachsenen zu führen. Es steht dir nicht zu, ihr Leben abzuurteilen. Oder Geld von ihr zu verlangen. Du bist 25 und groß.
    Deine Überheblichkeit steht dir beim Entwickeln wirklicher Selbständigkeit im Wege; indem du vorgibst, alles zu können, schaffst du nichts.
    Meiner Ansicht nach geht eure Beziehung nur erquicklich weiter, wenn ihr aufhört, unterschwellig Forderungen an den anderen zu stellen.

  4. #3
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    Standard AW: Komme mit meiner Mutter einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich tun soll

    Hallo, Schnellmalgast,

    aus meiner Sicht geht es bei Dir um das Thema Lebensführung. Probleme mit der Lebensführung gibt es oft, wenn eben in der Kindheit nicht alles gerade läuft. Offensichtlich fehlte Dir der Vater, der Dir eine Struktur mit auf den Weg hätte geben sollen.

    Ich habe schon den Eindruck, dass Du intelligent bist und über einige tolle Talente verfügen mußt. Ganz allgemein rate ich Dir, Dich mit Literatur über "Lebensführung" zu versorgen. Deinem Leben eine Struktur geben. Das ist wichtig, um eben Prioritäten zu bilden. Es geht um ganz banale Fragen: Was mache ich zuerst? Weiterhin gehört Selbstdisziplin zu einem Leben. Sich nicht gehen lassen.
    Hinsichtlich beruflicher Dinge herrschen auch hier Spielregeln. Dazu gehören ein ordentlicher Vertrag, in dem geregelt wird, was passiert, wenn es zu einer Leistungsstörung auf Deiner oder auf Kundenseite kommt. Wenn es Dir finanziell etwas besser geht, solltest Du hier einen Anwalt in Anspruch nehmen, der bestimmte, wichtige rechtliche Dinge für Dich festschreibt, um beruflich-finanzielle Probleme abzumildern.

    Privat und beruflich ist die Bildung von Werten wichtig: Dazu gehören Selbstverantwortung, Respekt, Dankbarkeit, Ehrlichkeit, Verzeihen können, .....

    Du hast offensichtlich ein Herz für Deine Mutter. Das ist gut und wichtig. Egal welche Fehler sie machte, egal wie komisch oder überkritisch sie sich verhalten haben mag, sie ist und bleibt Deine Mutter. Du solltest sie nicht an den Forderungen messen, die Du an sie stellst und die sie nicht erfüllt. Wie der mitschreibende Gast schon bemerkte, bist Du groß und solltest auf keinen Fall Forderungen an Deine Mutter stellen... Laß es sie spüren, dass Du sie liebst. Deswegen mußt Du auf etwaige unerfüllbare Forderungen ihrerseits nicht eingehen. Es geht eher um die emotionale Komponente.

    Ich habe den Eindruck, Du bist ein "guter" junger Mann und es ist prima, hier Rat zu suchen. Nur intelligente Menschen stellen Fragen. Die Dummen wissen alles besser und brauchen keine Hilfe.

    Alles Gute,
    Nordrheiner

  5. #4
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    Standard AW: Komme mit meiner Mutter einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich tun soll

    Deine Überheblichkeit steht dir beim Entwickeln wirklicher Selbständigkeit im Wege; indem du vorgibst, alles zu können, schaffst du nichts.
    Hey Gast. Ich verstehe diesen Satz einfach nicht...oder eher, ich arbeite daran ihn zu verstehen. Überheblichkeit und Arroganz ist etwas, was mir schon öfter an den Kopf geworfen wurde. Ich habe auch schon einiges darüber gelesen. Arroganz, das Selbstbewusstsein der Minderwertigen - das Schutzschild gegen Kränkungen.
    Das Problem ist, das ich vorgeben muss, alles allein zu können. Eigentlich bin ich sogar mit 25 nicht allein lebensfähig. Ich habe mir etwas zu große Ziele gesetzt anstatt direkt einen sicheren Haften anzusteuern. Jetzt muss ich damit leben und es durchziehen. Fake it 'til you make it. Ich kann niemanden offenbaren, wie schwach ich bin, weil dann fressen Sie mich erst recht. Das zeigen von Schwäche weckt keinerlei Hilfsbereitschaft mehr in unserer modernen Gesellschaft. Ich appelliere lieber an den Eigennutz der Menschen, um Ihren Beistand zu erfahren.
    Ich hoffte, das das bei meiner Familie anders sein könnte, weil ich mich in eine doofe Situation manöviert habe.
    Ich bin deswegen sehr enttäuscht und wenn ich meinen Text nochmal lese, muss ich wohl sehr zornig gewesen sein, als ich ihn geschrieben habe. Vielleicht ist es nur natürlich das ich, nach allem was wir durchgemacht haben, nicht mehr Ihr "Ein und Alles" bin, wie sie früher sooft sagte, und heute manchmal aus Gewohnheit wiederholt.
    Aber ich muss auch urteilen um mir ein Bild zu machen, woran ich bin. Ohne Bestandsaufnahme ist es schwer eine richtige Entscheidung zu treffen, oder?
    Danke für deine Meinung.

    Hallo Nordrheiner.
    Danke für deinen Text, deine Komplimente beschämen mich etwas.
    In der Tat hast du Recht, das Thema Lebensführung macht mir große Probleme. Als ich anfing zu studieren hatte ich auf einmal viel Zeit für mich selbst, die ich eigentlich zum lernen oder arbeiten nutzen sollte, aber ich erhoffte mir soetwas wie eine Struktur aufzubauen. Mein Vater hatte ein unglaubliches Leben und leider kann er mir nicht als Vorbild dienen. Er hatte eine eiserne Disziplin und eine ungebrochene Arbeitsmoral. Er war "selbständiger Geschäftsmann". Was genau er gemacht hat, habe ich nie herausgefunden und es ist sehr kompliziert. Er war unglaublich und dubios auf der einen Seite, schillernd und erfolgreich auch der anderen. Ich habe nie wieder einen Menschen wie Ihn getroffen und die Art und Weise seines Lebens macht es mir schwer, andere Männer als Mentoren zu akzeptieren. Werte und Regeln? Ich sage immer ich habe bewusst keine, weil ich in meiner schwachen Situation hochflexibel sein muss. Eigentlich ziemlich dumm, oder? Das Lustige ist, ein Zitat von meinem Vater das mir gut im Kopf geblieben ist lautet: "Charakter? Man kann froh sein, wenn man einen hat." Damals, zum Studienanfang hatte ich mir geheime Armee-Bücher und verschreibungspflichtige Medikamente besorgt und wollte mir mit diesen Trainingsmethoden eine eiserne Disziplin zu legen, übertrieb es aber sosehr, das das ganze irgentwann im groben Unfug endete (wenn nicht schon der Beginn einer war - Ich wollte ein extrem starkes "Super-Ich" schaffen - ich war damals erst 21, bitte vergebt mir).
    Ich werde mal schauen was ich an Literatur zu dem Thema finden kann. Ist es vermessen oder arrogant zu sagten, das ich wenn dann nur das Beste akzeptiere? Hast du vielleicht einen Tipp für mich?

    Fragen...Fragen sind so eine Sache. Die meisten Menschen stellen sich die eine Frage, wollen aber in Wirklichkeit die Antwort auf eine ganz andere. Und eine Antwort kann immer falsch und richtig sein, aber dieses Konzept funktioniert in der Psyche nicht wirklich. Auch will ich niemandem aufbürden mir eine Antwort zu geben, auf die man eine Entscheidung gründen könnte. Macht das einen Sinn? Ich rede daher lieber von Meinungen.
    Ich habe mal ein paar schlechte Erfahrungen gemacht, indem ich einfach ein paar Ratschläge relativ "blind" befolgte und einer doofen Situation landete, für die ich mich nicht verantwortlich fühlte, aber Verantwortung für mein Handeln übernehmen musste. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als in einer doofen Situation zu sitzen und jemand anderem die Schuld dafür geben zu wollen. Ich weiß nicht, ob das richtig ist, aber wenn ich jemanden um Hilfe frage, weil ich etwas nicht verstehe und mich überfordert fühle, dieser jemand aber eigentlich genau so wenig Ahnung hat, aber dich dazu treibt seinen halbherzigen Rat anzunehmen, und dich dann auch noch drauf verlässt, dann hat er doch soetwas wie eine Mitverantwortung? Nun ja, seitdem achte ich sehr penibel darauf meine Entscheidungen unbeeinflusst zu treffen, so das ich mich bei einem Fehlschlag mich selbst verantwortlich machen und daraus lerne. Außerdem lassen echte Fragen auf Unwissenheit schließen und Unwissenheit ist Schwäche. Der Satz ist jetzt wirklich doof, aber ich lasse ihn mal so stehen. Auch stelle ich meine Fragen oft so, das sie mich bestätigen werden. Ich weiß nicht ob das gut ist - oder ehrlich. Ehrlichkeit ist, wo man ehrlich sein kann ohne Schaden zu nehmen, eine tolle Eigenschaft. Ich schreibe auch viel auf, um mich mir selbst du erklären, weil ich mir in vielen Dingen nicht sicher bin und bin froh, wenn mir jemand eine Einschätzung dazu geben kann.
    Danke für deine Meinung.

    Nun, ich habe mich mittlerweile wieder etwas beruhigt. Zwar habe ich immer noch Hunger, aber kann darüber lachen. Mich ärgert es nur so sehr, das ich offenen Auges in diese Situation gerannt bin, weil ich mich auf jemanden oder etwas verlassen habe, das es nicht gibt. Ich habe mir keinen Plan B zurecht gelegt - es ist wie dieses Vertrauensspiel, nur das man verliert. Eigentlich ein Unding für jemanden der Selbstständig sein sollte.

    Das andere Problem ist, glaube ich, ein Kreislauf, der stecken in meinem Kopf:
    Fehler, Versagen => Analyse => Es ist meine Schuld => Was ist bloß falsch mit mir? => Kindheit, Verhaltensmuster => Mama, Mama, Mama.
    Ich gebe meiner Mutter nicht die Schuld dafür, das ich so bin, wie ich bin. Ich behaupte sogar oft, das ich mich zur Hälfte selbst groß gezogen habe. Aber bei der Suche nach Antworten in mir selbst bleibe ich immer bei der Beziehung zu meiner Mutter hängen, zumindest seit letztem Weihnachten. Ich empfinde das als Fortschritt.

    Sie fehlt mir einfach. Aber ich weiß nicht ob ich ihr das zeigen kann. Ich habe Angst, das sie wieder in meinem Leben die Kontrolle übernehmen will, wenn ich Schwäche Ihr gegenüber zeige. Oder noch schlimmer: Vielleicht muss ich dann herausfinden, das sie sich gar nicht mehr für mich interessiert.
    Boah, mich nervt dieses Thema wie ein Klotz am Bein. Deshalb möchte ich es wohl loswerden. Es ist in mir, also ist ein Kontaktabbruch ungeeignet eine Distanz dazu zu gewinnen, richtig?

    Ansonsten habe ich mit gestern einen Nebenjob organisiert, 10 Std. die Woche, für 10€ die Std. Sollte machbar sein zusammen mit dem Studium. Geld gibt es dann in einem Monat, bis dahin wird wohl die Teilzahlung meines letzten Projekts da sein und dann werde ich für 2-3 Monate genug Geld haben. Aber etwas mehr kann ja nicht schaden. Ich muss bloß aufpassen das ich nicht über meinen Steuerfreibetrag komme, da ich eigentlich keine Steuern zahlen will und auch nicht wirklich weiß, wie das dann abläuft. Ich habe keine Rückstellungen dafür gebildet und Steuerschulden sind böse Schulden. Ende Mai ist die Steuererklärung fällig, ich denke dann beginnt sowieso ein neues "Steuerjahr". Aber das ist eigentlich ziemlich OT. Achja und lernen für mein Studium müsste ich auch noch.

    Eigentlich bin ich nur froh das jemand meinen Wutschrieb da gelesen hat und mir hilft, mich wieder aufs wesentliche zu konzentrieren.
    Danke euch beiden.
    Geändert von schnellmalgast (29.04.2015 um 12:18 Uhr)

  6. #5
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    Standard AW: Komme mit meiner Mutter einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich tun soll

    Hallo, Schnellmalgast,

    Meine Büchertipps für Dich:
    Alle Bücher von: Dale Carnegie
    Simplify your life von Werner Tiki Küstenmacher; und wirf auch mal einen Blick auf folgende Internetseite: Psychotipps - Selbsthilfe bei seelischen Problemen

    Zum Stichwort: Fragen
    Wenn Du Fragen stellst und mit den Antworten unzufrieden bist, liegt es oft an der Frage. Bei einem Problem überlege ich am längsten über folgende Frage nach: „wie lautet die wichtigste Frage?“
    Oder auch: „worum geht es eigentlich?“

    Zum Stichwort: Vertrauen
    Die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen und zu schenken, ist sehr wichtig. Wenn wir keinerlei Vertrauen haben, wird die Angst größer. Vertrauen wird abgebaut oder sogar verhindert durch jede negative Erfahrung. Daher ist es wichtig zu lernen, dass andere Menschen genauso fehlerhaft sind, wie wir selbst. Das bewahrt vor Ent_Täuschung. Wenn ich um Rat frage und einen Rat erhalte, dann hilft mir in diesem Bereich meine absichernde Rückfrage: Was macht Dich sicher, dass dieser Rat richtig ist? Und an der Antwort erhalte ich Hinweise, die mir eine gewisse Wahrscheinlichkeit vermitteln, dass dieser Rat hilfreich sein könnte oder nicht. Der jeweilige Rat ist auch oft davon abhängig, welche Vorausinformationen ich dem Ratgebenden gab. Je unvollständiger und fehlerhaft meine Infos an den Ratgebenden sind, je geringer ist auch die Präzision oder die Richtigkeit seiner Antwort.

    Allgemeine hilfreiche Denkweisen:
    Befinden wir uns auf einem unsicheren Weg, dann sind wir geneigt einer Information oder einem Rat zu glauben, wenn sich diese mit Informationen decken, die wir bereits gespeichert haben. Diese Übereinstimmung muß nicht richtig sein. Daher ist selbstkritisches Beobachten meines Entscheidungsverhaltens wichtig. Bei einem völlig neuen Weg sind unsere abgespeicherten Informationen zunehmend weniger hilfreich. Deshalb ist auch für uns wichtig herauszufinden, warum und auf welcher Basis „ich“ eine Entscheidung treffe. Weil der andere so nett ist? Weil mir die Entscheidung emotional gefällt? Deine Gefühle beeinflussen, wie bei jedem Menschen, sehr stark das Entscheidungsverhalten. Aber Gefühle lassen sich steuern, regulieren, in Zaum halten und zielgerichtet beeinflussen, wenn wir feste Maßstäbe haben und diese willentlich in jede Entscheidung einbringen.

    Gefühlsmäßige Entscheidungen sind nicht grundsätzlich verkehrt, aber sie werden es, wenn sie gegen unsere Vernunft verstoßen. Die Frage „was ist richtig und was falsch?“ sollte mit dem übereinstimmen, was ich Werte nenne. Hierzu zähle ich für mich z.B.: Respekt vor anderen Menschen und ihren Leistungen, liebevoller Umgang mit anderen Menschen, Ehrlichkeit und Dankbarkeit, Mut, Fleiss und Selbstdisziplin. Der Mensch wählt die ihm wichtigen Werte aus und die Werte prägen den Charakter. Lebe ich diese Werte, möglichst bewusst, bin ich authentisch und werde so auch von anderen wahrgenommen. Ich frage mich: wie sollen andere Menschen mich wahrnehmen und bin ich der Mensch, will ich der Mensch sein, der so wahrgenommen wird? Bist Du nicht authentisch, verunsicherst Du andere Menschen, die Dich mal so und mal anders erleben und wahrnehmen. Diese Widersprüchlichkeit hindert andere Menschen, Vertrauen zu Dir aufzubauen.

    Wenn „ich“ z.B. Rachegefühle habe, sollte ich fragen: Was bringt mir das – außer einem evt. guten Gefühl? Verdiene ich damit mein Geld? Gibt es sonst irgendeinen Nutzen? Ich bin kein Materialist und bin auch dafür, uneigennützig zu handeln. Aber trotzdem hat diese Frage nach dem Nutzen einer Entscheidung auch für mich einen guten Wert.

    Große und langfristige Ziele unterteile ich in kleine Ziele, die auch nach und nach erreichbar sind. Unerreichbare Ziele zielen in Richtung Träumerei. Erreichbare Ziele sind hilfreich für das Verbleiben in der Realität. Ich darf auch schonmal träumen. Träume sind gut für Hoffnung. Nur ist für mich die Grenze dort erreicht, wo die Pflichten des Alltags versäumt werden.

    Du bist nicht Dein Vater. Selbst wenn Dein Vater der beste und erfolgreichste Mensch der Welt wäre, so bist Du ein anderer Mensch. Du hast dieses oder jenes Talent und Eigenschaft von ihm geerbt. Ebenso von Deiner Mutter und ggf. von Deinen Großeltern. Alle Erbanlagen stehen für einen neuen und anderen Menschen. Wie bei Menschen, die mir ggf. unsympathisch sind – die jedoch gute Informationen und Ratschläge haben, mache ich es wie beim Fischessen: „Das Filet esse ich – die Gräten lasse ich liegen.“ So würde ich mir auch einen Mentor suchen, der mir Hilfestellung auf Grund seines Mehrwissens und seiner Lebenserfahrung geben kann. Mitdenken ist immer erforderlich, wie beim Fischfilet. Es ist ungesund, alles ohne Nachdenken in sich hineinzustopfen, was essbar erscheint.

    Stichwort: Mentor
    Ein guter Mentor ist für mich insbesondere dann gegeben, wenn für ihn Liebe einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Warum? Liebe sucht immer das Gute und befähigt zu selbstlosen Taten. Die Frucht der Liebe sind Folgen, die für andere Menschen (aber auch für mich) gut sind. Auch deswegen bin ich übrigens Christ, glaube an Gott, lese die Bibel, insbesondere die Evangelien im NT, weil ich die Erfahrung mache, dass ich mich damit auf der Seite der Liebe bewege und einen echt guten Maßstab für meine Entscheidungen sowie für mein Handeln habe und nie alleine bin.

    Noch Fragen? Immer her damit.

    LG, Nordrheiner

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