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Thema: Mein Vater zerstört mich und meine Familie - weiß nicht mehr weiter

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Mein Vater zerstört mich und meine Familie - weiß nicht mehr weiter

    Hallo , nun wende ich schon wieder an dieses Forum , aber ich kann einfach nicht mehr . Ich habe schon seit langem , das Gefühl das mir alles über den Kopf wächst . Ich bin w und 14 Jahre . Mein Vater ist Alkoholkrank . Er hat weder mich noch meine Mutter jemals geschlagen. Eigentlich begann alles ganz typisch . Er trank schon vor meiner Geburt , jedoch konnte man noch keine Abhängigkeit erkennen. Als ich 7 war kam die erste Konsequenz : er wurde mit zu hohen Blutdruck eingeliefert und bekam Tabletten . Er durfte kein Alkohol mehr trinken , bzw sehr selten und sollte auch sein Zigarettenkonsum mindern . Mein Vater raucht bis heute sehr viel, ich schätze 30-40 Zigaretten pro Tag . Außerdem fing er danach an seine Bierflaschen zu verstecken und heimlich zu trinken . Ab da gab es eigentlich kaum noch Tage an denen er nicht abends auf dem Sofa lag und seinen Rausch ausschlief . Als ich elf war, war er im Urlaub so betrunken , dass er zusammenbrach und meine Mutter und Oma ihn ins Schlafzimmer schleppen mussten. Da realisierte ich , dass mein Vater alkoholkrank ist . Es folgten noch mehr dieser Zusammenbrüche . Ich sah wie die Ehe meine Eltern zu Grunde ging , aber ich bin bis jetzt dankbar , das sie sich nicht getrennthaben , denn ich wüsste nicht wie ich damit umgehen sollte , da ich Angst hätte meinen Vater zu besuchen , da er ja immer betrunken ist . Als ich dreizehn war folgte der erste Exssez . Er war 5 Tage dauerbetrunken , schlief auch nicht mehr seinen Rausch aus , sondern trank direkt nach dem Aufstehen wieder . Meine Mutter zog ihre Konsequenzen und zog mit mir in eine andere Stadt , einfach um Abstand zu kriegen , jedoch trennten sich meine Eltern nicht . Bald fing mein Vater auch hier an zu trinken . Ich weiß nicht mehr weiter . Seit Samstag macht mein Vater wieder so einen Exssez durch . Gestern Abend rief er dreimal bei uns an . Die beiden Male konnte er gar nicht reden . Beim dritten Mal bekam ich mit , wie er zu meiner Mutter sagte , er würde sich scheiden lassen . Mein Mutter antwortete:"Was soll ich dazu sagen" . Heute morgen war er dann irgwie halbwegs nüchtern , rief mehrmals an über den tag , entschuldigte sich mehrfach bei meiner Mutter , die auch sehr verständnisvoll reagierte . Sie forderte ihn auf , dass sie gemeinsam mit ihm nochmal zu einer Suchtberatung geht . Er solle sich nochmal einer Therapie unterziehen . Ich lag in meinem Bett und weinte , aber zum Glück hörte meine Mutter mich nicht . Ich habe schon so oft den Tipp bekommen mit meinen Eltern zu reden oder mich an eine Suchtberatungstelle zu wenden- ich weiß das nur das mir helfen kann . Ich kann aber nicht . Ich kann nicht reden . Meine Mutter war mit mir einmal zu so einer Suchtberatungsstelle gegangen und ich habe dort gesessen und immer nur geweint und gesagt , dass ich nach Hause wolle . Ich kann nicht aussprechen , was ich denke . Meine Vater wird sich zu Tode trinken . Er wird keine Therapie durchhalten , weil er nicht von sich aus diese Therapie macht , sondern von meiner Mutter gezwungen wird . Mittlerweile hat er Bluthochdruck, massive Zahnschäden , ist sehr dünn , isst unregelmäßig , seine Hände zittern ect... Ich kann noch nicht mal mehr weinen . Ich habe meine Klassenkameraden angelogen und gesagt meine Eltern hätten sich getrennt , weil alle fragten warum ich hierher gezogen bin und ich nicht das mit dem Alkohol sagen wollte . Ich bin in der Schule sehr abgerutscht , fehle oft .Jeden tag muss ich mich aufraffen ,um in die Schule zu gehen , leide unter Übelkeit . In der Schule denke ich Nur an Alkohol . Deswegen lüge ich manchmal meine Mutter an , damit ich zu Hause bleiben kann , um einfach wenigstens einmal in der Woche zur Ruhe zu kommen , denn am Wochenende kommt mein vater . Meine Mutter setzt mich mit den Noten unter Druck , da ich einfach immerzu Hause fernsehen gucke , aber eigentlich nur um mich abzulenken . Ich habe überlegt ob ich den Kontakt zu meinem vater abbrechen soll , ich weiß nicht wie ich das meiner Familie sagen soll. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür .Mit meiner kleinen Cousine (11) . Ich hoffe das mein Vater nicht allzusehr betrunken ist , weil ich nicht will , dass sie mit diesem Thema konfrontiert wird . seit dem Umzug , dessen grund sie nie erfahren hat , ist sie auf Abstand gegangen . Und danach steht ein Familien Urlaub zu dritt an . Ich bin am Ende. Entschuldigt meine Rechtschreibfehler
    LG Emilie

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  3. #2
    Registriert
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    19.03.2012
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    Dank erhalten:   251

    Standard AW: Mein Vater zerstört mich und meine Familie - weiß nicht mehr weiter

    Dein Bericht liest sich erschreckend - die Frage ist nur, wie eine Lösung für Dich aussehen könnte?

    Was würdest Du Dir wünschen, wie es weitergeht (wenn Dein Vater weiter trinkt, und so sieht es ja aus)?
    Was würde es Dir erleichtern mit der Situation umzugehen?

    Hast Du irgendjemanden mit dem Du über die Situation zu Hause sprechen kannst?

    Vielleicht gehst Du mal alleine zur Suchtberatungsstelle - ohne Deine Mutter (ich könnte mir vorstellen, dass es mit dem Reden dann besser läuft)?

    Am wichtigsten wäre es, dass Du mit Deiner Mutter mal redest - darüber, wie es Dir wirklich geht. Bitte sie um Hilfe - entweder in dem sie Dich zu einem Psychologen/Psychotherapeuten schickt oder den Kontakt zu Deinem Vater erstmal komplett unterbindet, v.a. wenn Du es erstmal selbst so willst.
    Wenn Du nicht mir ihr reden kannst - dann schreibe ihr vielleicht einen Brief (so wie hier - ich finde Deinen Text wirklich gut und macht ihr vielleicht auch deutlich, wie verzweifelt Du bist).

    Ich wünschte, ich könnte mehr für Dich tun. Aber das geht nun mal nicht: das Wichtigste ist, dass Du jemanden findest, mit dem Du reden kannst.

    Alles Gute.

  4. #3
    Monarose
    Gast

    Standard AW: Mein Vater zerstört mich und meine Familie - weiß nicht mehr weiter

    Dein Vater braucht einen Grund, um seinen Alkoholismus zu überwinden.

    Ein Grund könnte sein, dass er euch nicht mehr besucht, bis er eine Entgiftung antritt.

    Seine Besuche belasten dich.

    Das muss er wissen.

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