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Thema: Mein Leben mit einem Alkoholiker.

  1. #1
    Hilflos001
    Gast

    Standard Mein Leben mit einem Alkoholiker.

    Hallo,
    ich weiß wirklich bald nicht mehr weiter. Dabei bin ich nun das zweite Mal in meinem Unglück gefangen.
    Mein erster Mann war dem Alkohol verfallen. Ich trennte mich drei mal von ihm, beim vierten mal bin ich gegangen.
    Mein zweiter Mann schwor, nein ich trinke nicht, nur ab und zu mal ein Gläschen oder Feierabendbierchen.
    Er ist wirklich ganz lieb, alle beneiden mich um ihn. Ach was für ein schönes Paar. Wenn Besuch da ist, zeigt er sich auch von seiner besten Seite. Eigentlich wird er auch nicht ausfallend. Ich darf ihn nur nicht auf sein Problem ansprechen. Dann wird es laut, oder er spricht tagelang nicht mit mir. Er straft mich mit Verachtung und Ignoranz. Er ist erwachsen und hat alles im Griff und lässt sich nichts vorschreiben. Also ertrage ich es Tage, Wochen, Monate. Irgendwann kann ich dann aber nicht mehr und spreche ihn darauf an. Immer wieder das gleiche Ergebnis.
    Ich merke schon seit einiger Zeit, dass ich depressive Verstimmungen habe. Meine ganze Sorge bezieht sich auf ihn, auf die Zukunft, auf mögliche Krankheiten z.B. (Schlaganfall). Grässliche Bilder Kreisen in meinem Kopf, was wird mal werden....ich kann es einfach nicht mehr abstellen. Er bemerkt auch nicht, dass es mir immer schlechter geht. Meist denkt er oder sagt es auch, oh hast wohl schlechte Laune oder warum ziehst du solch ein Gesicht? Er bemerkt nicht, dass ich so traurig bin.
    Ich habe schon versucht ihm zu erklären, wie ich mich fühle, was ich für Ängste habe, das mich alles regelrecht zuschnürt. Aber er nimmt all das nicht für ernst.
    Niemand weiß von diesem Problem. Ich möchte aber so gerne etwas ändern, mich jemanden anvertrauen. Bin mir aber nicht sicher, was der richtige Weg ist. Mein soziales Umfeld hat sich in den letzten Jahren ziemlich verkleinert. Irgendwie mag ich keinen Kontakt mehr. Ich bin einfach zu müde, zu schlapp und zu traurig heile Welt zu spielen.
    Einer Selbsthilfegruppe möchte ich mich auch nicht unbedingt anschließen. Ich kenne aufgrund meines Berufes so viele Menschen. Ich denke, ich versinke im Erdboden, wenn ich dort erkannt werde.

    Lieben Dank für das Lesen
    Gruß Hilflos

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  3. #2
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    Standard AW: Mein Leben mit einem Alkoholiker.

    Was ist denn sein Problem?

  4. #3
    Hilflos001
    Gast

    Standard AW: Mein Leben mit einem Alkoholiker.

    Zitat Zitat von InesB Beitrag anzeigen
    Was ist denn sein Problem?
    Sein täglicher Alkoholkonsum. Wenn er frei hat, beginnt er auch schon am Morgen.

  5. #4
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    Standard AW: Mein Leben mit einem Alkoholiker.

    Hallo erstmal!

    Ich bin zwar erst 15, habe aber genug Erfahrungen vom Alkoholismus, da mein Vater seit 16 Jahren selbst alkoholabhängig ist und ich ihn gar nicht anders kenne.
    Das Gefühl, es endlich mal jemandem zu sagen, kenne ich nur zu gut und ich glaube meiner restlichen Familie geht es ähnlich, aber ich kann darüber mit niemandem reden, weil ich mich so sehr schäme und meine ganze andere Situation auch nicht toll ist.
    Jedoch denke ich, dass es ersteinmal wichtig für dich ist, mit jemandem darüber trotzdem zu reden und danach sofort und unmittelbar zu handeln, es bringt nichts, es immer noch weiter in die Zukunft zu schieben und sich nur noch unglücklicher zu machen.
    Von meiner Mutter habe ich mir schon vor Jahren gewünscht, dass sie ihm endlich mal sagt, was ihr alles stinkt und dass es so nicht weitergehen kann, da sie sich selbst damit kaputtmacht bzw. schon hat und dann einfach gegangen wäre, für immer.
    Aber sie hofft immer noch, dass er sich ändert, dass alles irgendwann besser wird, obwohl sie wahrscheinlich ganz genau weiß, dass dieser Fall nie eintretet wird.

    Doch sie ist zu feige, Freundinnen mit denen sie über alles reden kann, hat sie nicht, sie geht nicht raus unter Leute, sondern ist immer zu Hause, putzt uns hinterher, kocht, arbeitet vormittags und ist nebenbei völlig fertig. Müde, schlechtgelaunt, antriebslos.

    So wie es sich anhört, ist es bei dir ähnlich und ich hoffe für dich, dass du es schaffst, ihn zu verlassen, um nicht noch verzweifelter zu werden.

  6. Für den Beitrag dankt: Ratte

  7. #5
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    Standard AW: Mein Leben mit einem Alkoholiker.

    Hallo Zusammen,

    Du schreibst das Du in NICHT zu einer Selbsthilfegruppe gehen willst weil Dich so viele Leute kennen und Du im Erdboden versinken würdest...

    Sorry, aber was soll das?

    Die Leute die dahin gehen haben das gleiche Problem wie Du, gingen wie Du mit einem Suchtkranken durch die Hölle usw. usw. usw. es sind die Leute die am allermeisten Verständnis für alle Deine Gefühle haben weil sie genau den selben Mist erleben/erlebt haben. Und glaub mal nicht das sie sich nicht auch erst überwinden mussten...
    Mehr Verständnis, aufrichtige Anteilnahme für Deine Situation, Lösungsansätze usw kannst Du wohl nirgendwo anders erwarten und bekommen als in so einer Gruppe.
    Es gibt allerdings auch Foren im Internet die sich allein mit dem Thema Alkohol befassen, wo Du anonym bleiben kannst. Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum fr Angehrige und Betroffene bei Suchtproblemen mit Alkohol :: Index - 82k usw. - auch wenn Dein Mann nicht trocken ist kann man Dir da aber auch sicher gut helfen...so hast Du wenigstens mal Ansprechpartner die sich mit dem Thema bestens auskennen und die wirklich offen sind für alle Fragen um dieses Thema...

    Ansonsten vielleicht noch :Al-Anon Familiengruppen - Alateen: deutschsprachige Online Gruppen - 14k

    @ Grande - für Dich hab ich auch was gefunden :-) www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Kinder_Teenager/Kinder_alko - 49k

    www.papatrinkt.ch

    Ich hoff ich konnt ein bisschen helfen.
    Geändert von Tangolito (16.03.2013 um 23:44 Uhr) Grund: weiterer link
    Lieben Gruß

    Tangolito :-)

    Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern !!! (soll die Loreen mal gesagt haben)

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