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Thema: tochter glaubt nichts wert zu sein

  1. #1
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    Standard tochter glaubt nichts wert zu sein

    hallo,
    meine tochter 14 ist seit einiger zeit in therapie.
    sie hat sehr starke selbstwert probleme.

    die psychologen sagen im familieren umfeld sei alles ok und wir würden alles richtig machen aber trotzdem besteht die gefahr das sie irgendwann anfängt sich zu ritzen oder suizid gefährdet wird.

    es soll an ihren freunden liegen (tolle freunde ich weiß) die ihr immer wieder sagen sie wäre häßlich blöd und soetwas in der art. sie glaubt nichts wert zu sein alles falsch zu machen und nichts zu können.
    dabei ist sie gut in der schule (gymnasium notenschnitt 1,3) ist sehr erfolgreich im sport und ein sehr hübsches mädchen (groß schlank blond) wir versuchen ihr immer mut zu machen reden ihr gut zu sagen ihr das sie stolz auf sich sein kann und nicht auf das gerede anderer hören soll.
    gestern als sie wieder in ihrem zimmer saß und weinte sagte ich ihr sie sei hübsch inteligent begabt und soll sich nicht runter machen lassen und wenn ihre freunde sie so fertig machen können es keine freunde sein das sie wahrscheinlich auf ihre leistungen kleidung oder ihr aussehen neidisch sind

    sie versprach mir sich zu bemühen in der schule oder im jugendtreff andere gleichaltrige kennen zu lernen und wer weiß vielleicht entstehen neue freundschaften.

    was soll ich nur machen hat einer erfahrung mit soetwas sie liegt manchmal im bett und will nicht aufstehen sie ist immer traurig zwar kann man sie mit unternehmungen ablenken aber wenn wir wieder zu hause sind kommt alles wieder

    ich mache mir echt sorgen um sie.

    in behandlung ist sie und muß 1 X pro woche zur psychologin aber ich will ihr helfen ich ertrage es nicht mein kind so leiden zu sehen.

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  3. #2
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    Standard AW: tochter glaubt nichts wert zu sein

    Hallo,

    vielleicht kann ich etwas helfen - meine eigene Jugend liegt noch nicht all zu weit zurück und ich hatte mit 13/14 ähnliche Probleme.

    Ich kann nur aus meiner eigenen Sicht sprechen, was mir geholfen/nicht geholfen hat:
    Wenn Eltern oder enge Familienmitglieder sagen, dass man hübsch, intelligent etc. ist, dann glaubt man es nicht so wirklich. Man will es von "Außenstehenden" hören - ob das Freunde, Fremde oder Bekannte sind, Männer, Frauen oder Kinder spielt dabei nicht unbedingt eine Rolle. Man braucht von "außen" eine Bestätigung für das eigene Selbstbewusstsein. Insgesamt wäre es für sie wahrscheinlich wirklich am besten, "richtige" Freunde zu finden. Das ist natürlich als Eltern schwer zu beeinflussen.

    Ich hätte jedoch ein paar Vorschläge, wie man sie zumindest aufbauen und unterstützen kann.

    * Das klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber sie soll sich mal selbst nackt (im Spiegel) betrachten und überlegen, was sie an sich schön findet - ganz objektiv. Sie soll Dinge finden, die ihr an ihr selbst gefallen: Mund, Haare, Nase, Beine, Arme - was auch immer das sein mag.
    * selbstbewusst nach außen = selbstbewusst nach innen. Was ich damit meine ist Folgendes: Zu mir meinte mal jemand, dass ich den Kopf etwas höher tragen sollte, damit ich nicht immer so traurig wirke. Man soll natürlich nicht hochnäßig erscheinen, aber einfach ein bisschen in den Himmel zu schauen anstatt auf den Boden, macht nicht nur nach außen einen besseren Eindruck - man fühlt sich auch besser! Oder einfach mal richtig elegante Kleidung tragen, etwas "auftarkeln" oder gar von professionellen Leute aufstylen lassen - man muss ja nicht rausgehen, aber es zeigt: Ich kann es, wenn ich will!
    * Sie sollte sich bewusst werden, ob sie denn auch mit sich unzufrieden ist. Möchte sie denn anders sein oder ist sie zufrieden mit sich? Ganz objektiv selbst erkennen: "Ich habe gute Noten - damit kann ich zufrieden sein. Ich hab die positiven Eigenschaften X, Y und Z, die ich gut an mir finde. Und an den Eigenschaften A und B sollte ich vielleicht ein bisschen arbeiten."
    * Ihr etwas Langfristges geben, auf das sie sich freuen kann. Gibt es irgendwas, das sie sich wünscht und was umsetzbar ist (z.B. Urlaub in einem bestimmten Land, eine bestimmte Aktivität o.ä.)? So etwas hilft, schwere Phasen besser zu überstehen.
    * Wenn einer ihrer "Freunde" vernünftig genug erscheint, um mit ihm/ihr darüber zu reden, würde ich das vielleicht auch versuchen. Einfach fragen, was ihnen - ganz ehrlich - an ihr nicht passt. Warum sie mit ihr befreundet sind, wenn sie sie hässlich, blöd etc. finden.
    Ich verstehe einfach nicht, wie man als "Freund" solche Dinge sagen kann - für mich klingt das eher nach Neid, der jedoch in einer echten Freundschaft nicht in dem Maße existieren sollte.
    * Jugendtreff ist ein guter Anfang. Ansonsten könnte ein Umgebungswechsel (außerhalb der Schule) helfen: Arbeitsgemeinschaften, Sportverein, Chor, ehrenamtliche Unterstützung - irgendwas, wo sie "gebraucht" wird und neue Menschen kennenlernt.

    Mir hat damals geholfen, einmal in der Öffentlichkeit Erfolg gehabt zu haben. (Habe damals auf einer Tankstellen-Einweihung vor allen Anwesenden ein Mini-Keyboard-Konzert gegeben. Zuerst war es mir peinlich, aber im Nachhinein war ich sehr stolz auf mich.) Kann sie von der Schule aus an Olympiaden oder so teilnehmen? Vielleicht ein Stipendium? Irgendwas, das ihr zeigt: Sie ist toll!

    Ansonsten hoffe ich, dass die Therapie ihr helfen kann und wünsche euch alles Gute!

  4. #3
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    Standard AW: tochter glaubt nichts wert zu sein

    Ist nur so eine Idee, aber, da sie anscheinend sehr sportbegeistert ist, wie wäre es mit einem Selbstverteidigungskurs?
    Hier bei mir gibt es solche Kurse zum Beispiel recht günstig an der VHS.
    Selbstverteidigung für junge Mädchen von 10-16 oder in der Art.
    Solche Kurse zielen ja nicht nur darauf ab körperliche Angriffe abwehren zu können, sondern eben auch die Selbstbehauptung zu trainieren um allein durch das eigene Auftreten solche Angriffe zu vermeiden. Und auch allein schon das Wissen im Hinterkopf "ich weiß mich zu wehren" lässt einen meist schon wesentlich selbstbewusster durchs Leben gehen.
    Wäre ja vielleicht ganz interessant für sie, auch weil es fern von dem ganzen "psychokram" ist den sie schon in der Therapie hat.
    ("psychokram" meine ich beim besten Willen nicht abwertend, die Therapie ist sicher wichtig für sie, aber eben für eine Jugendliche höchstwahrscheinlich absolut "uncool")

  5. #4
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    Standard AW: tochter glaubt nichts wert zu sein

    Mir haben damals sehr selbstbewusste und nicht gesellschaftskonforme (aber auf positive Art und Weise) Freunde geholfen.

    Als ich 15, 16 war, steckte ich in so einer ätzenden Mühle - die Schulkameraden waren kein so guter Umgang, man wurde wegen jedem bisschen fertiggemacht und ausgestoßen, alles drehte sich um eine kleine, enge Welt aus Schule, Hänseleien, Gezicke und Schwierigkeiten, zum Abschluss war es noch weit und ich depressiv, zurückgezogen, hasste mich und vergrub mich in Büchern. Viel geschwänzt zu der Zeit, war auch in Therapie..

    Ich hab dann einen jungen Mann kennengelernt, dessen Gesellschaft mich aus diesem Loch zeitweise herausgeholt hat. Er war 18 oder 19, sah aus wie ein Punk, war recht vernünftig, hatte den Führerschein, viele Pläne für die Zukunft und war einerseits extrem locker und andererseits eben, wie gesagt, vernünftig.
    Mit dem bin ich dann im Auto rumgefahren (aus heutiger Sicht wahrscheinlich dämlich, bei einem Fremden, wir hatten uns im Chat kennengelernt, ins Auto zu steigen, will ich so auch nicht empfehlen - ich wollte auch erst Nein sagen, aber ich hatte einfach kein schlechtes Gefühl bei der Sache), wir haben laute Musik gehört und seine Welt war so vollkommen anders als meine, weil er offensiv und lebenslustig war und irgendwie viel bunter und bewegter.
    Irgendwie mochte der mich auch und so haben wir im Sommer viel miteinander herumgehangen (bevor Fragen kommen: Nee, gelaufen ist nix) und die Gespräche haben mich ein Stück unabhängiger und zuversichtlicher gemacht, weil ich wusste auf einmal, dass mein Leben nicht immer so klein bleiben wird, irgendwann wäre die Schule vorbei, dann käme erstmal der Führerschein und Autofahren und damit mehr Freiheit und ein Job, den man gerne macht, oder ein Studium, eigene Wohnung, all das war vorher so weit weg.
    Naja, und er hat die Klappe immer aufgerissen, ich dagegen schüchtern und gehemmt

    Mir haben immer Leute geholfen, mit denen ich ausgiebig reden konnte, Leute, die Vorbilder waren, älter und reifer, mit denen ich alles mögliche durchkauen konnte, die andere Perspektiven hatten. Mentoren, wenn man so will. Auch, wenn die sich dieser Rolle gar nicht so bewusst waren

  6. #5
    Gast
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    Standard AW: tochter glaubt nichts wert zu sein

    erstmal ein herzliches dank an euch für euren rat und euer aufbauen.

    also...meine tochter macht shotokan-karate und hat bereits den ersten kyo, das heisst den braunen gürtel und hat bald ihre prüfung zum sho-dan (erste dan, schwarzgurt).
    ich finde das ist in ihrem alter eine beachtliche leistung und sie hat die ersten 9 prüfungen in nur 20 monaten abgelegt.
    ihr trainer sagte sie sei ein naturtalent und wenn sie so weiter macht...wer weiß, eventuell auch mal bei der em oder wm dabei.
    auf turnieren ist sie ebenfalls sehr erfolgreich. bei ihrem ersten turnier brachte sie gleich 3 erste plätze mit nachhause.
    das ging dann auch immer so weiter bis auf einmal, nach einer verletzungspase von 8 wochen durfte sie nur langsam wieder ans trainieren ran, zum turnier wollte sie trotzdem antreten und hat den zweiten platz belegt.

    ihr trainer sagte das sei eine herrausragende leistung aber sie war tief traurig und hat geweint, sagte sie sei schlecht.

    ich habe ihr jetzt erstmal nen neues aussehen verpasst. neuer haarschnitt neue haarfarbe und habe ihr neues makeup besorgt.
    ich hoffe es hilft ihr etwas da veränderungen manchmal einiges bewirken können.

    jetzt möchte sie tanzen gehen also habe ich sie im tanzverein angemeldet.

    ich hoffe das ihr selbstwertgefühl sich dadurch positiv entwickelt.

    gestern hat sie sich mit einer freundin ausgesprochen die sagte eine andere freundin sei eifersüchtig auf meine tochter, und will deshalb nicht das sie miteinander rumhängen.
    ihre freundin sagte sie hätte sich für meine tochter als freundin entschieden.
    hinterher bekamm ich raus das sich die beiden anderen mädels verkracht haben.
    ich hoffe das sie nicht wieder von ihrer "freundin" enttäuscht wird.
    aber ich kann ihr nicht dazwischen reden den auch die therapeutin meinte das sich dadurch alles verschlimmern kann und sie mich dann als die böse ansehen kann.


    in der schule hat sie bei einem wettbewerb den ersten platz im singen belegt und trotzdem glaubt sie nicht singen zu können auch wenn sie gerne singt (traum popstar)

    wir haben ihr alle (auch ihre lehrerin) gesagt, vor so vielen menschen zu singen ist sehr mutig vorallem wenn sie glaubt es nicht zu können und dann auch noch den ersten platz belegt.

    mir sagen alle ich mache alles richtig weil ich immer für sie da bin und ihr immer helfe und sie unterstütze.
    wenn ich aber alles richtig mache warum ist es dann so schlimm geworden?
    manchmal denke ich, ich hätte was falsch gemacht.
    sie bekommt auch viel lob und anerkennung aus unserem verwanten und freundeskreis.
    ihre cousine und cousin machen sie sogar nach.

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