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Thema: Ü18, muss ausziehen und habe keine Ahnung

  1. #1
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    Standard Ü18, muss ausziehen und habe keine Ahnung

    Hallo,
    ich weiß nicht ob ich hier richtig bin und ob mir hier geholfen werden kann, aber ich weiß einfach nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.

    Zu meiner Person und Situation:
    Ich bin 21 und habe Mitte des Jahres mein Abitur bestanden und direkt eine Ausbildung zum Sanitäter angefangen. Bin damit jetzt auch fertig und ab November würde ich die Ausbildung zum Rettungsassistenten anfangen, um danach Medizin zu studieren. Dementsprechend habe ich bisher kein Einkommen. Die Ausbildungen muss man selber bezahlen, was bisher meine Eltern übernommen haben. Habe von meinem Großvater vor 2 Jahren etwa 10.000 Euro geerbt, die ich für die Ausbildung verwenden soll.
    Mein Problem:
    Mein Vater hat eine ganz bestimmte Einstellung zu geister Arbeit - sie zählt für ihn nicht. Für ihn zählt etwas nur als "Arbeit", wenn man am Ende des Tages etwas vorzuweisen hat. Dementsprechend, zählte es für ihn noch nie als "Arbeit", wenn man Zeit mit lernen verbringt. Das war im Abitur so und jetzt auch in der Ausbildung. Gestern ist die Situation dann mal wieder eskaliert und ich musste mich aufs übelste beschimpfen lassen, mit Bezeichnungen, die ich jetzt wirklich nicht wiedergeben möchte. Er ist auch schon öffter mal handgreiflich geworden. Meiner Mutter ist keine eigene Meinung erlaubt, genausowenig wie mir. Dementsprechend habe ich gestern meine sieben Sachen gepackt und bin von zuhause weg.
    Die Problematik besteht darin, dass meine Eltern mir bisher alles finanziert haben, also: Auto (Versicherung + Bezin), Versicherungen allgemein, Essen, Unterkunft. Man kann also sagen, dass es mir finanziell nie an etwas gefehlt hat. Durch die finanzielle Abhängigkeit, bin ich natürlich auch erpressbar geworden. Dementsprechend sah mein Leben zuhause so aus: Ich darf keine Meinung äußern, ich muss vorzeigen was ich esse (weil mein Vater der Meinung ist, dass ich "eine fettes schmarotzer Schwein" bin), ich bekomme kein Taschengeld o.ä. (war bisher auch nicht nötig), Ich darf nicht wiedersprechen, wenn mein Vater mich wie gerade beschrieben betittelt. Wäre natürlich auch bereit, mir wieder einen Nebenjob zu suchen um eine Wohnung zu finanzieren.

    Meine Frage: Habe ich trotz meines Erbes anspruch auf Unterhalt? Wie komme ich da ran, denn ich glaube nicht, dass mein Vater bereit ist ihn zu zahlen. Habe bereits alle Ämter (Jugendamt, Arbeitsamt, ARGE, Kindergeldkasse) durch, welche alle nicht zuständig sind. Dazu muss man sagen, dass meine Eltern eher gut betucht sind.
    Zweite Frage: Was sind nun meine Anlaufstellen? Habe das Angebot in eine 3er WG zu ziehen aber weiß einfach nicht, was ich für Unetrlagen etc brauche (bin unbefleckter nicht-bürokrat und war noch nie auf irgendeinem Amt außer um einen Ausweis zu beantragen).
    Bitte keine Antworten mit "sei doch froh, dass du soviel finanzielle Unterstützung von deinen Eltern bekommst" oder "verzogenes Kind", ich hab mir meine sozialen Verhältnisse nicht ausgesucht und mir wäre eine intakte aber finanzschwache Familie sehr viel lieber.

    Hoffe es ist nicht zu lang geworden und ich bekomme schnell antworten. Vielen Dank im vorraus.
    Anna

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  3. #2
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    Standard AW: Ü18, muss ausziehen und habe keine Ahnung

    Geh zu einem Anwalt Deiner Wahl, der Fachanwalt im Familienrecht ist.
    Sage ihm, dass er für Dich tätig werden und Prozesshostenhilfe beantragen soll.

    Schildere ihm Deinen Fall, der wird Dir schon sagen, dass Deine Eltern gegen Gesetz verstoßen.

    Dass Deine Eltern psychische und physische Gewalt gegen Dich ausüben und dadurch zudem noch gegen das Strafgesetzbuch mehrfach verstoßen ist eine andere Sache.

    Der wird Dir schon sagen, was weiterhin zu tun ist.

    Bei einer solchen Sache, kann er sogar per einstweiliger Verfügung vorgehen, um Deinen Unterhalt enzuklagen.

    Alles weiter, am besten beim Anwalt klären. Und zwar schnell.

  4. #3
    Kaa
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    Standard AW: Ü18, muss ausziehen und habe keine Ahnung

    Zitat Zitat von Anna89 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich weiß nicht ob ich hier richtig bin und ob mir hier geholfen werden kann, aber ich weiß einfach nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.

    Zu meiner Person und Situation:
    Ich bin 21 und habe Mitte des Jahres mein Abitur bestanden und direkt eine Ausbildung zum Sanitäter angefangen. Bin damit jetzt auch fertig und ab November würde ich die Ausbildung zum Rettungsassistenten anfangen, um danach Medizin zu studieren. Dementsprechend habe ich bisher kein Einkommen. Die Ausbildungen muss man selber bezahlen, was bisher meine Eltern übernommen haben. Habe von meinem Großvater vor 2 Jahren etwa 10.000 Euro geerbt, die ich für die Ausbildung verwenden soll.
    Mein Problem:
    Mein Vater hat eine ganz bestimmte Einstellung zu geister Arbeit - sie zählt für ihn nicht. Für ihn zählt etwas nur als "Arbeit", wenn man am Ende des Tages etwas vorzuweisen hat. Dementsprechend, zählte es für ihn noch nie als "Arbeit", wenn man Zeit mit lernen verbringt. Das war im Abitur so und jetzt auch in der Ausbildung. Gestern ist die Situation dann mal wieder eskaliert und ich musste mich aufs übelste beschimpfen lassen, mit Bezeichnungen, die ich jetzt wirklich nicht wiedergeben möchte. Er ist auch schon öffter mal handgreiflich geworden. Meiner Mutter ist keine eigene Meinung erlaubt, genausowenig wie mir. Dementsprechend habe ich gestern meine sieben Sachen gepackt und bin von zuhause weg.
    Die Problematik besteht darin, dass meine Eltern mir bisher alles finanziert haben, also: Auto (Versicherung + Bezin), Versicherungen allgemein, Essen, Unterkunft. Man kann also sagen, dass es mir finanziell nie an etwas gefehlt hat. Durch die finanzielle Abhängigkeit, bin ich natürlich auch erpressbar geworden. Dementsprechend sah mein Leben zuhause so aus: Ich darf keine Meinung äußern, ich muss vorzeigen was ich esse (weil mein Vater der Meinung ist, dass ich "eine fettes schmarotzer Schwein" bin), ich bekomme kein Taschengeld o.ä. (war bisher auch nicht nötig), Ich darf nicht wiedersprechen, wenn mein Vater mich wie gerade beschrieben betittelt. Wäre natürlich auch bereit, mir wieder einen Nebenjob zu suchen um eine Wohnung zu finanzieren.

    Meine Frage: Habe ich trotz meines Erbes anspruch auf Unterhalt? Wie komme ich da ran, denn ich glaube nicht, dass mein Vater bereit ist ihn zu zahlen. Habe bereits alle Ämter (Jugendamt, Arbeitsamt, ARGE, Kindergeldkasse) durch, welche alle nicht zuständig sind. Dazu muss man sagen, dass meine Eltern eher gut betucht sind.
    Zweite Frage: Was sind nun meine Anlaufstellen? Habe das Angebot in eine 3er WG zu ziehen aber weiß einfach nicht, was ich für Unetrlagen etc brauche (bin unbefleckter nicht-bürokrat und war noch nie auf irgendeinem Amt außer um einen Ausweis zu beantragen).
    Bitte keine Antworten mit "sei doch froh, dass du soviel finanzielle Unterstützung von deinen Eltern bekommst" oder "verzogenes Kind", ich hab mir meine sozialen Verhältnisse nicht ausgesucht und mir wäre eine intakte aber finanzschwache Familie sehr viel lieber.

    Hoffe es ist nicht zu lang geworden und ich bekomme schnell antworten. Vielen Dank im vorraus.
    Anna

    Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie es Dir jetzt ergehen mag, mir geht es fast genauso, nur dass ich etwas älter bin als Du.

    Von einem Anwalt rate ich Dir ab, der Schuss könnte ganz schnell nach hinten los gehen. Zumal sich sehr wahrscheinlich Dein Vater vor Gericht sehr gut artikulieren kann, damit hättes Du sehr wahrscheinlich schon verloren.

    Frage doch einfach mal auf dem Sozialamt und Wohnungsamt nach, was Du tun könntest, bzw. was die für Dich tun könnten. Erwähne jedoch nicht die Erbsache, sonst kann es Dir passieren, wenn Du das Erbe einklagst, dass Du erst mal von dem Erbe leben müßtest sowie für Deine zukünftige WHG ausgeben mußt, dann sind 10.000 € nicht sehr viel Geld sondern kriegt schnell Beine und läuft Dir davon.

    Durch das Amt würde ich dann schaun, dass Du evtl. eine WHG bekommst, Du, Bafög beantragst und irgendwo auf 400 € fürs Studium arbeitest.

    Aber vorsicht, grad weil auch Deine Eltern wie Du schon erwähnst gut betucht sind, kann es Dir passieren, dass Dich Deine Eltern vor dem 25. Lebensjahr gar nicht aus der Elterlichen WHG schmeißen dürfen, ansonsten müßen sie für Deinen Unterhalt u. WHG aufkommen.

    LG. Kaa

  5. #4
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    Standard AW: Ü18, muss ausziehen und habe keine Ahnung

    Von einem Anwalt rate ich Dir ab, der Schuss könnte ganz schnell nach hinten los gehen. Zumal sich sehr wahrscheinlich Dein Vater vor Gericht sehr gut artikulieren kann, damit hättes Du sehr wahrscheinlich schon verloren.
    BIITE??

    Seit wann haben Laien vor Gericht mehr Artikulationsfähigkeit, als ein Volljurist, welcher der Anwalt nunmal ist??

    Also ob ein Fachanwalt und das gerade im Familienrecht keine Erfahrung im Umgang, gerade mit solchen Menschen hat!!

    GEH ZUM ANWALT!

  6. Für den Beitrag dankt: Micky

  7. #5
    Registriert Avatar von Micky
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    Standard mindestens eine Rechtsberatung, nimm eine Freundin mit ...

    Jepp--dem kann man sich nur anschließen!

    Du hast einen "Selbstbehalt" beim Vermögen .
    Du wirst ,wie ja auch vorgesehen, einen Teil der 10000 Eu einsetzen--
    auch ggf.für den Anwalt.

    PKH wirst Du nur bekommen,wenn Du klar darlegen kannst,daß Dein Vermögen "zweckgebunden" ist--also NICHT für den Rechtsstreit ..


    Einen Fachanwalt für Familienrecht würde ich schon wegen des ABSTANDES einschalten.

    Dir ist bestimmt nicht grade danach,Dich selbst mit Deinem Vater um die Dir gesetzlich zustehenden Auskünfte zu streiten.

    Ich pack Dir einen link ran,dort(click) kannst Du Dich belesen.

    Auch sehr gut ist unter dem Forum bei "recht.de" das Unterforum "Rechtfragen der Jugend".
    Dort kannst Du auch noch mal konkret die Fakten schildern.

    Bei recht.de darf man auch nach guten Rechtsanwälten fragen je nach PLZ !!!

    Natürlich hast Du einen AUSKUNFTSANSPRUCH nach BGB § 1605 ,
    den mußt Du nicht "rechtfertigen" .

    Und "mit einem Anwalt kommen" heißt nur:
    Du gehst korrekt und sachlich genau den richtigen Weg in einer komplizierten Situation.

    Dieser Weg ist fast IMMER der sachlichere und kürzeste.
    Er verhindert auch eine Zuspitzung der Situation.

    Er bewahrt Dich vor seltsamen Handlungen Deines Vaters.

    Ich würde den Anwalt beauftragen, Dir einen korrekten Unterhaltstitel bis zum Ende Deiner Erstausbildung auszuhandeln,
    in den natürlich Dein eigenes Vermögen in geeigneter Form einfließt.

    Natürlich soll ein sehr sachlich-höflicher nichtdrängender Ton zuerst versucht werden!

    Viel Glück und eine gute Zeit in der WG !

    Micky
    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

    Zitat von Molière

    französischer Dramatiker und Schauspieler
    * 15.01.1622, † 17.02.1673


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Diverse Angriffe,Vermutungen,Meinungen zu meiner Privatlage und Person BITTE per PN.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Rettet den Wald,eßt mehr Spechte !

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