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Umfrageergebnis anzeigen: Was würdet Ihr an meiner Stelle tun

Teilnehmer
8. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • einen Job machen, der keinen Spaß macht

    4 50,00%
  • sich von seiner Familie trennen, damit es ihnen irgendwann besser geht

    1 12,50%
  • bin auch nicht schlauer als du

    3 37,50%
  • nichts

    0 0%
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Ergebnis 1 bis 5 von 6

Thema: Versager

  1. #1
    Registriert
    Registriert seit
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    Standard Versager

    Hallo zusammen,

    ich bin 33 Jahre alt, bin seit 11 Jahren mit meiner Frau zusammen und sind seit 6 jahren verheiratet. Seit Mai 2008 haben wir eine süße kleine Tochter. Wir leben auf dem Land in einer schönen großen Wohnung.
    Soviel zu meinem Umfeld. Hört sich zunächst einmal nach heiler Welt an
    Zur Sache:

    Ich bin als Kind ganz normal in die Grundschule gegangen und danach auf die Hauptschule. In den ersten Jahren auf dieser Hauptschule bin ich gut mitgekommen - oder vielleicht auch zu gut - ich weiß es nicht mehr genau. Ist ja auch schon ein Weilchen her...Ich glaube so ab der 8. Klasse gings dann Bergab. Mein Klassenlehrer wurde pensioniert und wir bekamen zwei neue Klassenlehrer. In der Klasse herrschte immer schon Aufruhr, doch ab diesem Zeitpunkt war der Untericht für die Lehrer nicht mehr möglich. Warum das alles so geschehen ist, weiß ich auch nicht. will auch nicht zu weit ausschweifen.
    Fazit: Im letzten Schuljahr über 300 Fehlstunden und ein Abgangszeugnis der 10a. Hauptschulabschluß nach der 9. Klasse habe ich aber. Der ist mittelmäßig.
    Ich hatte mich während meiner Schulzeit nie ernsthaft mit dem Gedanken auseinander gesetzt, was ich denn nach der Schule machen will. Ich habs einfach auf mich zukommen lassen. Ein Kumpel von mir, der ein paar Jahre älter war als ich, machte dann eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Da mir nichts anderes einfiel und ich auch Druck von Außen bekam habe ich dann Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle als Kfz-Mechaniker verschickt und habe meine Ausbildung 1992 bei der Bundeswehr begonnen. 3 1/2 Jahre. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Ausbildung so ausgelegt war, dass die Ausbildungsstätte ansich am Ende einen guten Schnitt hinlegte, was die Abschlußprüfung anging und auch nur daraufhin würde in der Lehrwerkstatt gearbeitet. Also total an der Realität vorbei. Der einzelne wurde nicht gefördert. Habe dann auch nicht viel dafür getan und meine Prüfung ohne Üben oder lernen mit 4 / 4 gemacht. Danach traute ich mir nicht zu in einer "richtigen" Werkstatt zu arbeiten. Daraus resultiert natürlich, dass ich in diesem Beruf keine Berufserfahrung sammeln konnte. Also erstmal ein Jahr als Postbote gearbeitet. Dann noch Zivildienst gemacht als Altenpflegehelfer. Danach wusste ich nicht so genau, was ich machen sollte. Habe mich dann bei der VHS angemeldet um meinen Realschulabschluß nachzu holen. Wollte damals noch eine Ausbildung zum Biologielaboranten machen. Die Schule habe ich dann aber abgebrochen bzw. bin einfach nicht mehr hingegangen, nachdem ich mit einigen Leuten von dort immer wieder blau gemacht hatte. Ich glaube das war einer der größten Fehler meines Lebens...
    dann erstmal arbeitslos gewesen, ein paar Monate im Lager gearbeitet bis mir das keinen Spaß mehr machte. Zu dem Zeitpunkt war ich so um die 20. Meine Eltern hatten genug Geld, haben meine Wohnung finanziert und das Leben war eigentlich toll. Ab da an war ich erstmal arbeitslos. Nach einiger Zeit habe ich dann eine Umschulung zum IT-systemelektroniker bei der HWK gemacht. Habe aber auch hier relativ schnellfestgestellt, dass die Ausbildung mit dem realen Leben nicht das geringste zu tun hatte, da sie zu 95 % schulisch war und ein halbjähriges Praktikum enthielt. Auch hier wieder nix für getan und die Prüfung 3 / 3 gemacht. Als ich die Umschulung angefangen hatte wurden IT Leute ohne Ende gesucht. Als ich fertig war ist der IT Markt eingebrochen und ich war wiedereinmal arbeitslos. Hab mich dann einige Zeit mit Helfertätigkeiten durchgeschlagen, da ich langsam merkte, dass es ohne die Übernahme von Verantwortung im Leben nicht funktioniert. Schon allein meiner Frau gegenüber, die die ganze Zeit hart gearbeitet hat.
    2004 hatte ich dann das Glück in einer Spedition als Sachbearbeiter auf 400 € Basis anfangen zu können aus der auch schnell ein fester Job wurde. Das hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe mitunter 18 Stunden pro Tag gearbeitet und viel Nachtschicht gemacht. Im Herbst 2007 eröffnete man uns dann, dass die Firma aufgrund der schlechten Auftragslage Ende des Jahres geschlossen wird. Zu dem Zeitpunkt brach für mich schon eine Welt zusammen, da meine Frau zu diesem Zeitpunkt schwanger war.Ich konnte dann Anfang 2008 noch 6 Wochen in einer Spedition in meiner Stadt arbeiten, bis die mich auch aufgrund der schlechten Auftragslage geschmissen haben. Diesen Job hatte ich durch Beziehungen bekommen. Ich habe nun versucht in einer anderen Spedition unter zu kommen. Leider ohne Erfolg, da mir die Ausbildung als Speditionskaufmann fehlte.
    Mitte 2008 dann den LKW Führerschein gemacht, eigentlich ohne großartig drüber nachzudenken. Hatte dann im November meinen ersten Job als LKW Fahrer. Und wieder kams dicke. Diesmal aber zur Abwechslung mal wieder von meiner Seite. Ich konnte einfach nicht Tagelang umherfahren ohne einen richtigen Kontakt zu Leuten zu haben. Das hat mich total fertig gemacht. Somit habe ich den Job nach 3 Wochen gekündigt. Ich weiß, ich hätte ihn meiner Familie zur Liebe durchziehen sollen.....Seit dem bin ich wiedermal arbeitslos und krieg mittlerweile Hartz4. Hab mich vor kurzem auf eine Hausmeisterstelle in einer Schule beworben. Wenn das nicht klappt, weiß ich gar net mehr weiter.

    Was mich wirklich fertig macht, ist der Druck, den ich mir selber mache. Meine Frau wollte eigentlich die ersten Jahre nicht arbeiten gehen. Das hätte ich ihr auch gern ermöglicht. Nur hab ich das Problem, was soll ich denn machen ? Arbeit zu kriegen ist nicht das Problem, da brauch ich nur zu ner Zeitarbeitsfirma zu gehen. Aber dort verdiene ich nicht genug, dass meine Frau zuhause bleiben kann. Fahre ich LKW, verdiene ich zwar mehr, habe aber nichts mehr von meiner Familie...meiner Frau wär das glaub ich egal. Mir aber nicht.
    Naja, jetzt hab ich hier meine Lebensgeschichte geschrieben. Wenn Ihr Lust habt, könnt ihr ja einen Kommentar dazu abgeben. Ich weiß auf jeden Fall nicht mehr wie es weitergehen soll. Vorallem weiß ich nicht, wie ich weiterhin die Verantwortung dafür tragen kann. Ich habe auch schon über eine Trennung nachgedacht. Aber dann gehts meiner Familie erstmal auch net viel besser. Ich würde gerne meine Abschlüsse nachholen und studieren gehen. aber das geht nunmal aus finanziellen Gründen nicht.

    Danke fürs zuhören


    Tommy

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  3. #2
    Registriert Avatar von weidebirke
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    Standard AW: Versager

    Hallo,

    solche Lebensgeschichten sind gar nicht so selten.

    Als momentane Zwickmühle habe ich den letzten Absatz herausgelesen. Also: Du könntest in Deiner Stadt arbeiten ,aber dann müsste Deine Frau mitarbeiten, was Du nicht willst. Zweite Variante: Du fährst wieder LKW, das Geld würde stimmen, aber Du wärst nicht zu Hause. Richtig so?

    Wenn es nicht noch Idee drei, vier etc. gibt, bleibt Dir nur eins: Du musst Dich entscheiden. Das Schlimmste, was man sich bei zwei schlechten Entscheidungsmöglichkeiten antun kann, ist sich gar nicht zu entscheiden. Setz Dich mit Deiner Frau zusammen und überlegt gemeinsam, welche der beiden Varianten Ihr wählen wollt. Die muss dann aber wackel- und (selbst)vorwurfsfrei gelebt werden.

    Von dieser etwas sichereren Position aus kann man dann in Ruhe nach weiteren Alternativen suchen.

    Vielleicht nochmal in der IT-Branche suchen? Kommt zwar auf die Region an, aber da werden durchaus Leute gesucht.

    Oder vielleicht hast Du Deine Passion auch noch gar nicht gefunden? Seid Ihr bereit, auch etwas aufzugeben für glückliches Berufsleben? spinnt doch auch einfach mal drauf los (nach der Entscheidung bitte), ohne Rücksicht auf Realisierungsmöglichkeiten. Das Ergebnis des Spinnens kann man dann auf Machbarkeit abklopfen. sehr oft bleibt etwas hängen, was realisierbar ist udn zufriedener macht, wenn nicht gar glücklich.

    Alles Gute
    Weidebirke

  4. #3
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    Standard AW: Versager

    Hallo Tommy

    Also nun mal von aussen betrachtet kommt es einem so vor, als hättest du dich vom Leben treiben lassen. Du hast nicht wirklich Entscheidungen getroffen, sondern dich immer wieder der Situation wie sie sich gerade angeboten hat ergeben. Aber statt die Zeit des Treibenlassens zu nutzen um herauszufinden was du wirklich willst bist du weiterhin davon ausgegangen, dass du schon das Beste tust was in dem Moment möglich ist.

    Das ist auch nicht falsch und du bist auch keine Versager. Du hast es bisher einfach nicht besser gewusst.

    Überleg dir folgende Sätze:

    Reich ist nicht wer viel hat, sondern wer wenig braucht..

    Wer Talent hat ohne Disziplin dem nützt es nichts...

    Du kennst dich selbst wohl kaum. Du hast dich immer mit den äusseren Umständen beschäftigt, aber nie mit dir selbst. Denn sonst hättest du aus den Erfahrungen die Lehre gezogen was du magst und was du nicht magst.

    Die Leute wissen meist genau was sie nicht mögen. Wenn man sie fragt was sie wollen schauen sie verständnislos.

    Die Frage ist nicht was SOLLST du machen, sondern was WILLST du machen.

    Das du dort erst einmal in eine Sackgasse hineinläufst ist mir klar. Was ich will weiss ich nicht und das bringt mir kein Geld.

    Du hast es in der Zeit in der du Geld verdient hast versäumt es rauszufinden.

    Was in deinem Leben tust du mit Leidenschaft. Was ist dein Lebenstraum. Traust du dir deinen Lebenstraum zu?

    Setzte dir Ziele die du in diesem Leben nicht erreichen kannst.. sagte der Vater des CNN Gründers zu seinem Sohn.

    Er nahm den Vater beim Wort und wollte den grössten Nachrichtensender der Welt erschaffen. Was daraus geworden ist wissen wir ja.

    Sind deine Ziele zu klein bist du nicht bereit dafür Opfer zu bringen. Wenn die Ziele gross sind und du gar nicht die Erwartung hast sie in diesem Leben noch zu erreichen fragst du nach dem WIE. Wie komme ich dort hin. Und nur wenn man bereit ist zu vergessen was man seiner Meinung nach alles nicht kann und sich darauf zu konzentrieren was man kann, dann wächst man über sich selbst hinaus.

    Wenn man versucht die Schwächen auszugleichen wird man nach viel Anstrengungen vielleicht einmal Normalniveau erreicht haben. Wenn man man aber seine Stärken weiter ausbildet kann man sogar Weltmeister werden. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.

    Was sind deine?
    EHRLICHKEIT SCHAFFT VERTRAUEN!

    Sei ehrlich mit dir selbst und du wirst lernen dir selbst über den Weg zu trauen...

  5. Für den Beitrag dankt: weidebirke

  6. #4
    Chris1970
    Gast

    Standard AW: Versager

    @ Tommy, es sieht leider so aus als hättest Du wirklich keinen Plan.

    Du tust , was Du willst und was Dir Spaß macht und wenn Du keinen Bock mehr hast, dann lässt Du es.

    Na klasse.

    Vielleicht solltest Du einfach mal die Zähne zusammenbeißen und irgendwas zuende bzw. weiter machen.

    Es kann , wenn man mal ein bischen Energie aufwendet, auch ganz spannend sein, auch wenns zuerst nicht so aussieht.

    Wenn jeder grade aufhören würde, wenn er keine Lust mehr hat sich durchzubeißen, dann hätten wir mind. 50% arbeitslose mehr.

    Es gibt viele Menschen, die nicht ihren Traumjob haben, aber ganz einfach dort arbeiten, weil sie das Geld benötigen.

    Es wurdert mich, dass Deine Frau das überhaupt mitmacht.

    Krieg den Hintern hoch und zieh mal was durch und entscheide Dich mal für was und bleibe dabei.

    Und renne nicht jedesmal davon , wenns schwierig wird.

    Gruß. Chris

  7. #5
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    Standard AW: Versager

    Zitat Zitat von Chris1970 Beitrag anzeigen
    @ Tommy, es sieht leider so aus als hättest Du wirklich keinen Plan.

    Du tust , was Du willst und was Dir Spaß macht und wenn Du keinen Bock mehr hast, dann lässt Du es.

    Na klasse.

    Vielleicht solltest Du einfach mal die Zähne zusammenbeißen und irgendwas zuende bzw. weiter machen.

    Es kann , wenn man mal ein bischen Energie aufwendet, auch ganz spannend sein, auch wenns zuerst nicht so aussieht.

    Wenn jeder grade aufhören würde, wenn er keine Lust mehr hat sich durchzubeißen, dann hätten wir mind. 50% arbeitslose mehr.

    Es gibt viele Menschen, die nicht ihren Traumjob haben, aber ganz einfach dort arbeiten, weil sie das Geld benötigen.

    Es wurdert mich, dass Deine Frau das überhaupt mitmacht.

    Krieg den Hintern hoch und zieh mal was durch und entscheide Dich mal für was und bleibe dabei.

    Und renne nicht jedesmal davon , wenns schwierig wird.

    Gruß. Chris
    Du hast vollkommen recht. So sollte man es eigentlich machen. Zum besseren Verständnis muß ich noch dazu sagen, dass ich den Willen hatte bzw. habe auch etwas zu machen, was mir keinen Spaß macht. Allein schon um meine Familie zu ernähren. Es ist nur so, dass ich fürs LKW fahren zu wenig Berufserfahrung habe. Genau wie in meinen anderen erlernten Berufen auch. Ich habe etliche Bewerbungen geschrieben. Auch weiter weg. Alles Absagen, oder einfach nicht gemeldet. Sicherlich hat sich mittlerweile auch ne kleine Depression eingeschlichen... Lustlosigkeit, Schlafstörungen usw...
    Das nur mal, damit es nicht so aussieht, als würde ich gar nix machen ;-)

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