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Thema: Ich bin eine gescheiterte Existenz - Hoffnungslosigkeit und höchstgradig depressiv

  1. #11
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    Standard AW: Ich bin eine gescheiterte Existenz - Hoffnungslosigkeit und höchstgradig depressi

    Zitat Zitat von Rennard Beitrag anzeigen
    Ich bin seit 2 Wochen bei einem Psychologen hier an der Uni!

    Ob das jetzt was bringt.... Er will immer alles genau über meine Eltern wissen und bohrt da ziemlich genau nach...
    Sehr vernünftig, zum Psychologen zu gehen! Der Psychologe wird deshalb nachhaken, weil viele Studenten durch ihre Eltern fremdbestimmt sind und massiv unter Druck gesetzt werden. Deshalb fragt er völlig zu Recht nach. Nur zu studieren, weil die Eltern es partout wollen, ohne eigene hinreichende Motivation, halte ich für falsch. In deinem Fall mischt sich ja sogar der selbstgefällige VW-Onkel ein. Auch das würde ich an deiner Stelle dem Psychologen sagen, damit er erkennt, wie sehr du von der gesamten Verwandtschaft unter Druck gesetzt wirst. Das ist das Letzte, was du im Moment gebrauchen kannst.

    Zitat Zitat von Rennard Beitrag anzeigen
    Am liebsten würde ich auf alles scheissen und einfach auswandern.

    Ich habe ja mein letztes Praktikum in einem Entwicklungsland gemacht und da wird einem erst mal so halbwegs klar, wie gut es uns hier in Deutschland/EU eigentlich geht.
    Ja, den Leuten geht es hier zu gut, und deshalb werden sie auch immer anspruchsvoller, selbstherrlicher und angeberischer.

    Ein schon vor Jahrzehnten verstorbener Großonkel von mir ist in den 1920er Jahren mit ein paar Freunden nach Kanada ausgewandert. Er war damals auch etwa in deinem Alter, vielleicht sogar ein oder zwei Jahre jünger. Allerdings war er ungelernter Arbeiter. Heute wäre so etwas gar nicht mehr möglich, das würden wahrscheinlich schon die kanadischen Einwanderungsbehörden nicht mitmachen. Er hat zeitlebens auf einer Farm für sehr wenig Geld schwer arbeiten müssen. Aber er und seine Nachkommen haben sich in Kanada voll integriert. Ich war einmal zu Besuch dort und hatte den Eindruck, dass dort mehr Toleranz und Respekt herrschen als in Deutschland. Das Statusdenken hier in Deutschland hängt mir auch meilenweit zum Halse heraus. Könntest du mit deiner bisherigen Ausbildung denn z.B. in ein Land wie Kanada oder ins europäische Ausland auswandern oder möchtest du lieber in ein Entwicklungsland?

    Die gebratenen Tauben fliegen einem in Kanada allerdings auch nicht in den Mund. Man bekommt dort z.B. wesentlich weniger Urlaub pro Jahr als in Deutschland. Das fängt mit nur zwei Wochen an und es braucht Jahre, bis man allmählich mehr bekommt. Dafür wird man aber weniger nach dem beurteilt, was man beruflich ist und wieviel man verdient. Angebereien nach dem Motto: "Ich bin aber Vorstand bei VW bzw. Abteilungsleiter Immobilien bei XY und habe soundsoviele Leute 'unter mir'" wirst du dort seltener hören.

    Wenn du es dir zutraust und dich gründlich informiert hast, dann wandere ruhig aus und entziehe dich der hiesigen Angeber-und-Status-Mentalität. Verstehen könnte ich es. Jung genug bist du auch noch. Kontakt zu deinen Eltern könntest du über Telefon, Internet und Skype halten, falls du Wert darauf legst und nicht gerade im hintersten Busch lebst. Und ab und zu ein Flug nach Deutschland wird ja wohl auch drin sein. Je nachdem, wohin du auswanderst, können ja auch umgekehrt deine Eltern dich mal dort besuchen. Und dein VW-Onkel, der seine Art der Lebensgestaltung offenbar für das Non plus ultra hält, würde ganz schon dumm aus der Wäsche gucken. Die ganze Mischpoke muss mal erleben, dass du Ernst machst und dich von denen nicht mehr fernsteuern und abkanzeln lässt.
    Geändert von Sarnade (11.11.2019 um 22:13 Uhr)

  2. Für den Beitrag dankt: Insta

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  4. #12
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    Standard AW: Ich bin eine gescheiterte Existenz - Hoffnungslosigkeit und höchstgradig depressi

    Also kurzes Update: Ich hab gestern einen Anruf mit Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Mir graute es bei dem Gedanken davor und hab heute erst mal den ganzen Tag im Bett verbracht. Ich glaube es ist auch an der Zeit, dass ich es mit Antidepressiva versuche, sonst komme ich da alleine nicht mehr raus. Schon interessant wie msn so schnell in so ein tiefes loch fallen kann. Hat jemand erfahrungen mit AD gemacht?

    Es wäre ein Job in Führungsposition und medialer Aufmerksamkeit. Ich denke das ist eine Nummer zu groß für mich in meiner aktuellen Lage. Ich bin überfordert.

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