Ich würde auch sagen, mach auf jeden Fall zu Ende, denn ein Abschluss ist ein Abschluss, auch wenn er spät kommt - das ist auf jeden Fall sehr viel besser als abzubrechen. Ich habe mir auch extreme Sorgen gemacht, wer mich denn je einstellen würde; habe tatsächlich meinen Magister erst 2016 gemacht, obwohl ich schon 2002 angefangen hatte. Da war ich dann 34! Keine Praktika, nur nebenbei ein paar freiberufliche Übersetzungen/Lektorate und erst Ende 2014 mal angefangen, als Hiwi an der Uni zu arbeiten. (Dazu alleinerziehend.) Momentan bin ich an der Uni, wo ich studiert habe, als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, das war ein glücklicher Zufall, weil der Prof, bei dem ich Hiwi war, mich gut fand. Aber das ist ja auch nicht für immer, und wo es dann hingeht...? Keine Ahnung. Da mache ich mir inzwischen aber auch keine so großen Gedanken mehr, irgendwas wird sich finden. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.

Falls du psychisch nicht mehr kannst, würde ich auch gucken, ob du es ein Semester lang ruhiger angehen kannst oder dich freistellen lassen kannst. Da gibt es ja auch an den meisten Unis psychologische Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können, auch mit der Frage, wo du dich evtl. für Hilfe hinwenden kannst. Ich musste zwischendurch auch wegen der Psyche eine Pause einlegen, das ist aber nicht das Ende.