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Thema: Angst mir gerade mein Leben durch Orientierungslosigkeit zu versauen

  1. #1
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    Standard Angst mir gerade mein Leben durch Orientierungslosigkeit zu versauen

    Hi, wie ihr bereits oben lesen könnt stecke ich gerade in einen ziemlichen Chaos. Ich bin dieses Jahr mit dem Abi fertig geworden und habe mich nur darauf konzentriert, habe nicht wirklich gelebt sondern immer nur viel gelernt und nie darauf konzentriert, was ich danach machen möchte.

    Ich bin ein ziemlicher Träumer und für mich war ab der achten Klasse klar, dass ich für ein Jahr zum Work&Travel nach Australien gehe oder einen Freiwilligendienst im Ausland mache. Ich dachte, dass ich nach der Schule Zeit hätte um mich zu entwickeln und mich selbst zu finden und dann würde ich vielleicht auf gute Ideen kommen, was ich beruflich machen möchte. Leider fehlt mir das Geld um den Traum umzusetzen, also fiel die Möglichkeit auch weg. So verging die Zeit und nach dem Abi dachte ich ich hätte ja noch 3 Monate Zeit um BFD oder sonst eine Lösung zu finden, die in so einer Situation normal wäre.

    Irgendwie hatte ich wohl auch nie den Mut so weit von zu Hause wegzugehen und ich fühlte mich damals nicht selbstständig genug, also hat meine missliche Situation auch damit zu tun, dass ich feige bin. Die Zeit nach dem Abi schien noch so weit weg doch die Zeit jetzt scheint förmlich zu rasen jetzt ist es schon Oktober und ich habe nichts Erfüllendes gefunden. Ich habe irgendwann angefangen nach irgendwelchen Jobs zu suchen und habe jetzt einen Job den ich allerdings furchtbar finde und da ich mich selbst versorgen muss, kann ich mir noch nicht mal etwas ansparen, da der Job schlecht bezahlt ist und total stressig und es macht mir alles gar keinen Spaß mehr... Am Liebsten würde ich wieder kündigen. Ich wollte einfach nicht, dass ich im C.V. dann gar nichts stehen habe und dachte ich mache lieber irgendwas. Ich bin verzweifelt nach einer guten Alternative für eine Überbrückungsmöglochkeit, doch irgendwie scheint es nichts zu geben (Praktikastellen haben mir alle abgesagt ). Außerdem bin ich seelisch seit zwei Jahren total angeknackst und weine sehr viel und irgendwie habe ich die ganze Lebensfreude verloren und sehe in nichts mehr Sinn und heule alle zwei Tage, darum habe ich auch nie direkt nach der Schule studieren wollen da ich dachte, dass ich mich irgendwie schöne Erlebnisse wieder auf den richtigen Pfad bringen könnten und ich in diesem Jahr Kraft tanken könnte. Und die Situation gerade zieht mich nur runter und blockiert meinen Findungsprozess. So, dass ist das eine Problem.

    Das andere ist das Längerfristige. Ich habe so viele Ideen was ich später machen könnte, doch das ist alles wieder total realitätsfern und wahrscheinlich nicht zu erfüllen. Ich habe einfach noch nicht den Beruf/Studiengang gefunden, der mich wirklich begeistert. Ich finde ich bin zu wenig entwickelt um so eine wichtige Entscheidung treffen zu können, dazu kommt, dass ich nur noch aus meiner Heimatstadt weg will ich hasse es hier.

    Mit meiner Mutter verstehe ich mich auch nicht mehr und wir streiten ständig und ich will weg (was vor allem damit zu tun hat dass ich so unklar in Sachen Zukunft bin und sie durch meine ganzen Heulattacken meine Sorgen und Ängste nicht mehr ernst nimmt, sie denkt ich spiele alles nur). Andererseits fühle ich mich auch furchtbar allein und einsam, da ich nur eine handvoll Schulfreunde hatte die jetzt alle weg sind und keine weitere Verwandtschaft. Es ist als wäre mir nach der Schule mein ganzes Fundament und der Boden unter meinen Füßen weggerissen worden und seitdem falle ich immer tiefer und komme aus der Spirale nicht mehr raus. Ich war immer halbwegs gut in Kunst, Sprachen, Geschichte und sehr schlecht in Mathe, Physik, Chemie, Sport. Bio war ein Zwischending (ich mochte alles außer Biochemie/Genetik und kam aber nicht mit den Aufgaben zurecht). Ich liebe alles was mit Film zu tun hat (also nicht nur oberflächlich sondern auch die Filmgeschichte und Entstehung von Filmen), ich liebe es in der Natur zu sein und gehe trotz unsportlichkeit super gerne wandern. Ich liebe es Musik zu hören, ich liebe Museen, ich liebe es zu reisen und dort durch die Städte zu schlendern, ich liebe gute Geschichten, ich interessiere mich für Geschichte, liebe es Opern/Theaterstücke anzusehen oder über Literatur zu diskutieren, finde es spannend wie Menschen und Gesellschaft ticken und bin sehr gut im Zeichnen (andere Malstile fallen mir jedoch schwer und ich kann auch keine Bildbearbeitungsprogramme oder ähnliches). Ich bin introvertiert, träumerisch, ernst, mag es eher ruhig, habe immer wenige Freunde/Bekannte aber Teamarbeit geht immer klar, bin sensibel, habe Angst falsche Entscheidungen zu treffen, habe das Gefühl nirgends rein zu passen und bin für unsere Gesellschaft zu langsam und ich mag es nicht immer unter Druck zu stehen.

    Obwohl wir nie viel Geld hatten ist mir Selbstverwirklichung wichtiger als das große Vermögen zu machen, dennoch wünsche ich mir, dass ich mir zumindest am Monatsende keine Gedanken über das Geld fürs Essen/Miete machen muss, ich will eher viele Erlebnisse als viel zu besitzen. Ich will keine Familie und somit möchte ich zumindest einen Beruf, der mir einigermaßen Spaß macht und ich wünsche mir viele tolle Menschen kennenzulernen. Alle um mich herum hassen ihre Arbeit, nur die die mehrere Jobs haben oder einen richtig hohen Posten scheinen einigermaßen zufrieden, darum ist es mir so wichtig das Richtige zu finden und ich habe das Gefühl, dass ich dafür mehr Zeit brauche und mehr erleben muss.

    Ich fühle mich noch nicht bereit und erwachsen genug und ich weigere mich meinen Traum von einem guten Leben aufzugeben. Ich habe das Gefühl, dass Menschen in unserer Gesellschaft nur leben um ihre Arbeit zu erfüllen und nur das zählt, wer aus der Reihe fällt ist bedeutungslos und das macht mich so furchtbar traurig und hoffnungslos. Außerdem möchte ich einigermaßen Interesse am Studium/Ausbildung haben, da ich sonst glaube, dass mir sonst das Durchhaltevermögen fehlt um das durchzuziehen. Alle Fächer die mich interessieren scheinen brotlos, keine Zukunft zu haben oder ich bin nicht schlau genug dafür... Berufstests ergeben auch nichts Gescheites. Ich dachte jetzt an Design, Architektur, Journalismus, irgendwas im Museum/Kultur, Events, Kunstlehramt, Landschaftspflege, Naturschutz, Tourismus, Psychologie, Kunsttherapie, irgendwas im Film/TV aber da weiß ich nicht was zu mir passen könnte. Aber das sind alles Berufe/Richtungen, die einem das Leben nicht unbedingt leicht machen. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Klar kann man alles immer wieder abbrechen aber man hört von so vielen Studien/Ausbildungsabbrechern, die danach nirgends Arbeit/einen Ausbildungsplatz finden. Außerdem muss ich für die meisten Sachen Aufnahmekriterien erfüllen und dafür müsste ich mich jetzt schon vorbereiten.

    Eigentlich brauche ich ein Jahr für die Entscheidung und ein Jahr für die Vorbereitung aber das geht natürlich nicht ich meine was mache ich in der Zwischenzeit. Habt ihr eventuell Ideen für den nächsten Schritt für mich beziehungsweise realistische Berufsideen? Ich habe das Gefühl, dass ich mich durch meine ganzen Ideen vollkommen verknotet habe. Ich habe Angst mir für mein Leben die falschen Weichen zu stellen und außerdem werde ich nicht jünger und die Zeit scheint davon zu rasen... Ich bin mit meinen Entscheidungen nicht weiter als vor fünf Monaten. Ich weiß das hört sich jetzt nach einem Luxusproblem an, aber mir geht es damit wirklich schlecht und ich habe Angst keine Lösung zu finden...
    Geändert von Darknessgirl (20.10.2019 um 19:51 Uhr) Grund: Absätze eingefügt

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  3. #2
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    Standard AW: Angst mir gerade mein Leben durch Orientierungslosigkeit zu versauen

    Könntest du versuchen deinen Text in mehr Absätze zu gliedern?
    Viele schaffen es nicht den Text zu lesen wenn er so lang ist und quasi ohne Zwischenraum / Absätze.
    Ich hab mir fast die Augen gebrochen

    So, jetzt mal zum Thema, ich würde diverse Praktika versuchen in Bereichen die dich interessieren, so dass du möglichst viel kennenlernst. In zwei Wochen kann man schon viel sehen, ob es einem grundsätzlich zusagen würde oder nicht.

    Bundesfreiwilligendienst hast du schon erwähnt. Wieso kommt das nicht in Frage?

    Es gäbe noch FÖJ (Freiwilliges Ökologische Jahr) oder FSJ (Freiwilliges soziales Jahr), es gibt Dienststellen die einem ne Unterkunft stellen, außerdem Taschengeld und Versicherung.
    So bist du "raus" (von daheim) aber noch nicht allein. Bildet den Charakter und hilft einem sehr. Man bekommt auch ein Zeugnis.
    Könnte ich dir auf jeden Fall empfehlen. (Ich habe selbst ein FÖJ gemacht).

    Außerdem die Möglichkeit als Au-Pair ins Ausland zu gehen. In der Regel zwischen 6-24 Monaten möglich. Du wohnst in einer Familie, bist also nicht allein, wirst aber dennoch selbstständig(er), lernst extrem viel (auch die Sprache) und macht sich im Lebenslauf auch recht gut ein Auslandsaufenthalt.
    Ist auch mit wenig Geld möglich, da dir Unterkunft gestellt wird und du Taschengeld bekommst.

  4. Für den Beitrag dankt: juka

  5. #3
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    Standard AW: Angst mir gerade mein Leben durch Orientierungslosigkeit zu versauen

    Mach Kunst auf Lehramt.
    Arbeite danach in Teilzeit.
    So hast du genug Zeit und Geld, um nebenbei noch andere schöne Dinge zu tun.

  6. #4
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    Standard AW: Angst mir gerade mein Leben durch Orientierungslosigkeit zu versauen

    Ich möchte Dich beruhigen: Wenn Du gerade mal um die zwanzig Jahre alt bist hast Du noch viel Zeit zu überlegen was Du tun willst. Manche beginnen erst mit 25 ein Studium, manche mit 30 und manche noch später. Auch eine Ausbildung kann man im höheren Alter noch machen. Und damit gehen die Karrierechancen nicht unbedingt flöten.

    Was Du jetzt erst einmal machen könntest wäre BFD, FSJ oder FÖJ. Da müssten doch Stellen zu finden sein?

    Und wenn Du zunächst kein Studium anstreben willst wäre auch eine Ausbildung vorher nicht falsch. Du magst Film? Wie wäre es mit zum Beispiel Mediengestalter oder Visagist? Ich habe gerade mal "Ausbildungen Film" gegoogelt und da erscheinen einige Berufe...

  7. #5
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    Standard AW: Angst mir gerade mein Leben durch Orientierungslosigkeit zu versauen

    Zitat Zitat von Morningstar Beitrag anzeigen
    Könntest du versuchen deinen Text in mehr Absätze zu gliedern?
    Viele schaffen es nicht den Text zu lesen wenn er so lang ist und quasi ohne Zwischenraum / Absätze.
    Ich hab mir fast die Augen gebrochen

    So, jetzt mal zum Thema, ich würde diverse Praktika versuchen in Bereichen die dich interessieren, so dass du möglichst viel kennenlernst. In zwei Wochen kann man schon viel sehen, ob es einem grundsätzlich zusagen würde oder nicht.

    Bundesfreiwilligendienst hast du schon erwähnt. Wieso kommt das nicht in Frage?

    Es gäbe noch FÖJ (Freiwilliges Ökologische Jahr) oder FSJ (Freiwilliges soziales Jahr), es gibt Dienststellen die einem ne Unterkunft stellen, außerdem Taschengeld und Versicherung.
    So bist du "raus" (von daheim) aber noch nicht allein. Bildet den Charakter und hilft einem sehr. Man bekommt auch ein Zeugnis.
    Könnte ich dir auf jeden Fall empfehlen. (Ich habe selbst ein FÖJ gemacht).

    Außerdem die Möglichkeit als Au-Pair ins Ausland zu gehen. In der Regel zwischen 6-24 Monaten möglich. Du wohnst in einer Familie, bist also nicht allein, wirst aber dennoch selbstständig(er), lernst extrem viel (auch die Sprache) und macht sich im Lebenslauf auch recht gut ein Auslandsaufenthalt.
    Ist auch mit wenig Geld möglich, da dir Unterkunft gestellt wird und du Taschengeld bekommst.
    Hi Morningstar, vielen Dank für deine Antwort. Beim nächsten Mal Teile ich den Text

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