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Thema: Todunglücklich in neuer Firma, trotz angeblicher Work-Life-Balance

  1. #1
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    Standard Todunglücklich in neuer Firma, trotz angeblicher Work-Life-Balance

    Hallo.

    Folgendes Problem liegt mir auf dem Herzen und es belastet mich und meinen ganzen Alltag / mein ganzes Leben sehr stark. Viele werden sich vielleicht im Laufe des Textes fragen "Was will die eigentlich?", "Warum beschwert die sich?", aber es ist eben mein subjektives Empfinden, gegen das ich nicht wirklich ankomme.

    Ich bin 30 und seit Anfang des Jahres in einem Unternehmen für IT-Lösungen am Empfang beschäftigt. Eigentlich wollte ich damals nur eine Teilzeitstelle, da ich privat sehr viele Interessen habe und zudem Partner und zwei Hunde, bei denen ich einfach nicht möchte, dass sie permanent zu kurz kommen.

    Die Stelle war auch ausgeschrieben in Teil- oder Vollzeit, als ich dann im Gespräch saß wurde mir gesagt, dass sie auf jeden Fall die 100 Prozent anstreben. Ich weiß, dass es mein Fehler war, aber blöd wie ich war und aus Mangel an Alternativen habe ich zugesagt. Ich hatte von vornerein ein unsagbar schlechtes Gefühl, versuchte aber, mich zusammenzureissen und die Firma erstmal kennen zu lernen.

    Dazu muss ich auch sagen, es handelt sich um eine selbsternannte "besondere" Firma, was auch gerne und oft erwähnt wird. Hier duzen sich z.B. alle, egal ob Azubi, oberster Chef oder normaler Kollege. Es finden dauernd Aktivitäten statt, gemeinsames Kochen in der Mittagspause, gemeinsames Weggehen nach Feierabend, gemeinsame Meditation vor der Arbeit, Events am Wochenende.. dazu wird heftig mit "familienfreundlich" und "Work-Life-Balance" geworben.

    Tja, meine Work-Life-Balance sieht aufgrund meiner Kinderlosigkeit so aus, dass ich jeden Tag von 10 - 19 Uhr arbeiten muss - auch freitags. Keine Gleitzeit, nichts. Die Kollegen mit Kindern werden dafür massiv bevorzugt. Kürzlich wurde mir sogar mein bereits eingetragener Urlaub wieder gestrichen, weil einem Kollegen einfiel, dass er da außerplanmäßig mit seinen Kindern wegfahren will. Zudem können die Eltern generell kommen und gehen wann sie wollen, können selbst bestimmen, wann sie wie viele Stunden arbeiten möchten und so weiter.

    Auch kann ich diesen ganzen Aktivitäten, in die man fast schon reingezwungen wird, nichts abgewinnen. Ich möchte in der Mittagspause auch einfach mal eine Runde spazieren gehen, oder irgendwo in Ruhe sitzen und mich sammeln und alleine was essen, statt dauernd im großen Kollegenkreis zu kochen und ja "ach so viel Spaß" zu haben.

    Auch sind meine Feierabende schon verplant, weil ich neben meinen Hunden auch noch Haushalt machen, einkaufen und mich mal um MICH kümmern muss, statt von morgens bis abends von denselben Leuten beschallt zu werden.

    Ich habe nach gerade mal einem halben Jahr die Nase schon gestrichen voll von dieser "besonderen" Firma, in der sich ja alle so lieb haben, sich alle untereinander duzen und respektieren und was weiß ich was noch alles, und wo man ja nur Vorteile hat - vorausgesetzt man hat Kinder. Mein Problem ist, dass ich auch psychisch nicht die Stabilste bin und mich das Ganze so sehr belastet, dass ich Angst habe, wieder in eine Depression zu rutschen, weil ich eigentlich gar keinen Alltag mehr habe. Bitte gebt mir einen Rat.



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  3. #2
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    Standard AW: Todunglücklich in neuer Firma, trotz angeblicher Work-Life-Balance

    Dann suche Dir eine nicht so besondere Firma , die tatsächlich auch Teilzeit anbietet und bewerbe Dich woanders.

    So geht es ja auch nicht, wie die meinen, dass es toll sein soll.

  4. Für den Beitrag dankt: Schroti

  5. #3
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    Standard AW: Todunglücklich in neuer Firma, trotz angeblicher Work-Life-Balance

    §8 TzBfG besagt, dass jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf Teilzeit nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit hat - also, mach deinen Anspruch geltend.

    ³8 TzBfG
    2(1) Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird."

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