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Thema: Meine Freundin hat in jedem Job Probleme, wir wissen beide nicht weiter.

  1. #6
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    Standard AW: Meine Freundin hat in jedem Job Probleme, wir wissen beide nicht weiter.

    Wenn das seit Jahren bei jeder Arbeitsstelle so war, behaupte ich mal ganz kühn, dass es auch an deiner Freundin liegt.

    Ich hatte schon mehrere Arbeitsstellen und es gibt durchaus Kolleginnen, die einfach von der Art nerven. Es muss nicht gleich zu Konflikten kommen oder zu Mobbing, aber manche haben so etwas an sich, was den anderen nur auf den Keks geht.

    Eine Kollegin zum Beispiel hat einfach nur dummes Zeugs erzählt. Es war zum Teil wirklich peinlich. Unsinn, was faktisch falsch war und privaten, distanzlosen Kram, den wir gar nicht wissen wollten. Das war so eine tumbe Plauderei, weil sie auch dachte, sie wüsste alles besser und sie hat auch nicht gecheckt, dass sie Quatsch erzählt.

    Als sie schwanger wurde hat sie das dann so gebracht, als sei sie die erste Frau, die überhaupt jemals schwanger wurde, wenn du verstehst. Sie war dann viele Jahre in Mutterschutz und keiner hat sie vermisst.

    Gemobbt wurde trotzdem niemand. Aber ob man sich mehr als nötig mit so jemandem im Job abgeben möchte, das wage ich zu bezweifeln.

    Deine Freundin sollte mal in sich gehen und sich überlegen, wie sie auf andere wirkt. Was erzählt sie privates? Ist es angemessen?

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  3. #7
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    Standard AW: Meine Freundin hat in jedem Job Probleme, wir wissen beide nicht weiter.

    Mir ist es auch oft passiert. Nett, witzig hilfsbereit zurückhaltend angepasst können schon Fehler sein
    Das einzige was mir geholfen hat, waren die offenen Gespräche. Präzise ansprechen, was los ist und fragen, was kann ich tun, dass das aufhört. Ich leide massiv unter dieser Situation und möchte gerne das ändern. Was mache ich falsch, dass ihr so mit mir umgeht.
    Ich habe auch VHS Kurse belegt zur Stärkung der Rhetorik und Auftreten. Waren gar nicht so schlecht. Zumindest dind fort anderen mit ähnlichen Problemen

    Durchbeißen und "wissen" ich kann dagegen was tun hilft auch

    LG

    Toni

  4. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

  5. #8
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    Standard AW: Meine Freundin hat in jedem Job Probleme, wir wissen beide nicht weiter.

    Ich kenne das, meine Nichte ist auch so ein Kaliber.

    In jedem Job, jeder Firma hatte sie Probleme.

    Privat ist sie lieb und sanft.
    Allerdings habe ich sie auch schon bockig und kratzbürstig ihrem Mann gegenüber erlebt.
    Es kann auch zum Teil daran liegen, das bei ihr im Kleinkindalter frühkindlicher Autismus diagnostiziert wurde und sie dadurch im zwischenmenschlichen Bereich Probleme hat.

    Und wie schon erwähnt, du bist nicht bei deiner Freundin im Büro dabei und kannst daher nicht wirklich
    beurteilen, warum sie immer das Opfer ist.

    LG Yado
    Am Ende wird alles gut werden. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende...

    Neid ist die höchste Form der Anerkennung!
    Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt.

  6. #9
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    Standard AW: Meine Freundin hat in jedem Job Probleme, wir wissen beide nicht weiter.

    Meine Erfahrung nach sind gerade nicht die Unangenehmsten oder jene die es "verdient hätten" das Ziel von Mobbing. Wer mobbt hat keine moralischen Ambitionen die Welt durch das Bestrafen jener die es verdient hätten besser zu machen, das glaube ich nicht. Das beruht auf persönlichen Befindlichkeiten und das wars.
    Opfer wird, wer dem anderen ein unangenehmes Gefühl verschafft und gleichzeitig durch eine zurückhaltende oder vertrauensvolle Art entsprechende Angriffsfläche bietet. Und das was Leuten die bereit sind andere nieder zu machen ein besonders unangenehmes Gefühl gibt ist, wenn ihnen jemand den Spiegel vorhält.

    Z.B. war ich selbst in meiner Schulzeit Außenseiter, weil ich an Saufveranstaltungen nicht teilgenommen habe. Mir wurde dann vorgeworfen dass ich mich ja für etwas besseres halten würden und mir zu fein dafür sei mit den anderen besoffen in eine Ecke zu kotzen.

    Besonders anfällig ist, wer den Fehler immer zuerst bei sich selbst sucht. Dazu neigen insbesondere Personen die selbst nie ungerechtfertigt Vorwürfe machen oder mobben würden, weil sie von sich selbst auf andere schließen und dann glauben, die andere Person hätte für ihre Aussagen einen triftigen Grund, der auch seine entsprechende Berechtigung hat. Weil man ja selbst nur dann jemals etwas sagen würde, wenn es so einen Grund gibt.

    Dieses "Spiegel vorhalten" passiert oft nicht bewusst, weshalb darauf angesprochene Täter ja auch oft gar keinen wirklichen Grund nennen können, außer dass sie die Person unsympathisch finden und sich von ihrer bloßen Anwesenheit gestört fühlen. Was für mich die Theorie stärkt dass hier keine moralischen Gründe vorliegen, sondern diese höchstens erst im Nachhinein als Berechtigung ersonnen werden. Kaum jemand identifiziert sich selbst als Bösewicht, um also trotz Täterrolle vor sich selbst gut darzustehen sucht man eben Ausreden weshalb die Person es nicht besser verdient hätte. Man selbst also nicht der Böse, sondern der gerechte Rächer sei. Und es gibt nichts worin das menschliche Gehirn besser ist als darin sich selbst als höchst moralisch darzustellen.
    Mangelnde Selbstreflexion eben. Und jemand der diese Reflexion hat und tatsächlich danach handelt hält ihnen eben den Spiegel vor. Und das fühlt sich unangenehm an.

    Sich diesbezüglich zu ändern scheint mir schwer bis unmögich, zumal ich persönlichen diesen Typ Mensch mit hoher Selbstreflexion sehr mag und finde der Welt würde ohne sie etwas Wichtiges fehlen. Die Ursache liegt meines Erachtens also eher an den Mobbern, die nicht damit zurecht kommen wenn sie eigene Unzulänglichkeiten indirekt vor Augen geführt bekommen.

    Da ich deine Freundin nicht kenne und nur die paar Aussagen hier gelesen habe, weiß ich natürlich nicht ob diese Eigenschaften und Umstände auf deine Freundin überhaupt zutreffen! Aber mal angenommen dem sollte so sein.

    Ein Patentrezept habe ich nicht, aber vielleicht hilft es zu schildern welchen Weg ich für mich gewählt habe:

    Mein Umgang damit bestand bisher hauptsächlich darin zu entsprechend für die Zusammenarbeit ungeeigneten Personen einen kühlen bis distanzierten, wenn auch höflichen, Umgang zu pflegen und alle Gespräche und insbesondere Vorwürfe umgehend auf eine sachliche Ebene zu lenken.
    Allerdings kam es mir dabei zu Gute dass ich ein Talent habe für alles was mit Logik zu tun hat. Heißt, sobald die Diskussion auf einer beweisbaren Ebene war hatte ich im Grunde bereits gewonnen. Nachgewiesene Fehler, die ja jeder macht, räume ich natürlich sofort ein. Allerdings nicht als persönliches Versagen oder Schuldeingeständnis, sondern eben auschließlich als Versehen in der Sache, ein Kunstfehler sozusagen. Weitere Vorhaltungen diesbezüglich bleiben dann in der Regel aus.
    Das ist auch der Grund weshalb ich in meiner Schulzeit die sogenannten Laberfächer damals wehement gemieden habe. Nicht weil ich es nicht könnte, sondern weil es dort nicht die belast- und beweisbare Grundlage gibt, auf die ich mich im Zweifelsfall berufen kann. Dort zählt worauf man sich einigt und was die Mehrheit sagt, eine Verfizierung findet dort (oft völlig gewollt, weil es dem nicht standhalten würde) niemals statt. Man muss also mit dem Strom schwimmen, etwas das mir einfach nicht liegt.

    In besonders hartnäckigen Fällen war allerdings das Einzige was geholfen hat in die Offensive zu gehen und der jeweils anderen Person direkt zu widersprechen und die Konfrontation anzunehmen bzw. es eskalieren zu lassen. Erst wenn sie sich eine blutige Nase holen scheint es ihnen das Mobbing nicht mehr wert zu sein. Allerdings folgt dann meist das Lästern und Streuen von falschen Gerüchten hinter dem Rücken. Dies allerdings scheint, Klischee hin oder her, vor allem bei Frauen so zu funktionieren.
    Männer ziehen es meiner Erfahrung nach vor entweder offen Streit zu provozieren oder sich irgendwann zu arrangieren und dem Anderen ein Zugeständnis zu machen. Auch erscheinen mir Männer weit weniger nachtragend, da kann ein Streit sogar eher eine reinigende Wirkung haben, nach dem Motto dass beide mal alles rausgelassen haben und dann ist aber auch gut. Jemand der auch mal deutlich seine Meinung sagt, selbst dann wenn es nicht die eigene ist, wird da deutlich eher akzeptiert.
    Bin zwar selbst männlich, passe diesbezüglich aber nicht so recht ins Klischee, deswegen spreche ich hier von Erfahrungen und Beobachtungen.
    Jedenfalls kann ich mich dem Rat hier anschließen dass sie es doch mal in einer traditionell eher männlichen Domäne oder eben mit mehr gemischten Teams versuchen könnte. Eben überall dort wo Verifizierung einen Wert hat.

    Besonders schwer sind Fälle wo sich eine dominante Person die Meinungsführerschaft gesichert hat, der/die die Opfer aussucht und gegen den/die sich niemand stellen mag. Entweder man schafft es dann sich mit der Person gut zu stellen, oder man stößt sie eben vom Thron. Diese Leute sind in der Regel nämlich nicht besonders beliebt und verbreiten ein unangenehmes Klima, nur traut sich eben niemand dagegen zu bestehen, aus Angst das nächste Opfer zu werden. Der Klassiker wie politische Korrektheit funktioniert, selbst wenn die Mehrheitsmeinung eigentlich eine andere ist.

    Es würde natürlich sehr helfen wenn deine Freundin jemand Gleichgesinntes dort finden würde, um einen alternativen Kreis aufzubauen, der dann wiederum jene unangenehmen Personen ausgrenzen oder zur Anpassung bewegen kann. Dort wo allerdings schon vorher Leute rausgemobbt wurden wir das aber wahrscheinlich nicht funktionieren.

    Ein Onkel von mir ist seit mehreren Jahrzehnten Unternehmensberater und hat mir berichtet, dass es gerade unter Frauen öfter mal in nicht mehr wettbewerbsfähigen Unternehmen, zu denen er logischerweise dann zur Beratung gerufen wird, oft solche "Hexenzirkel" gibt. Gerade die beruflich Kompetenten werden dort schnell rausgemobbt, weil sie die Meinungsführerinnen schlecht aussehen lassen und eine missliebige Konkurrenz darstellen. Da hilft dann Sachlichkeit fast nichts, außer man kann sich frühzeit den politischen Rückhalt durch die Unternehmensführung sichern. Aber wenn das so einfach wäre, dann wären diese Unternehmen ja nicht in diese wirtschaftliche Schieflage gekommen.
    Sein Ratschlag war entsprehchend dort tatsächlich diese entweder durch Versetzung in andere Abteilungen zu trennen oder sogar ganz zu entlassen, da man nun einmal die kompetenten Leute braucht und binden möchte.

    Wenn allerdings der Chef oder die Chefin zu den Mobbern gehört sehe ich kaum eine Möglichkeit, da man dort dann selbst durch Leistung und Kompetenz nicht mehr punkten kann. Hätten wir einen funktionierenden Wettbewerb und eine Leistungsgesellschaft würden sich solche Unternehmen auch gar nicht mehr halten.
    Denn gute Arbeit kann nur in einem vertrauensvollen und guten Betriebsklima geleistet werden.


    Vermutlich wird jetzt der ein oder andere mit diesem Beitrag nicht einverstanden sein, weil ich das Mobbingopfer quasi schuldfrei spreche und die Ursache auf mangelnde Reflexion der Täter zurückführe. Aber zu der Meinung stehe ich halt :P
    Man möge mir den gerechten Paladin vorstellen, der sich für eine bessere Welt aufopfert und entgegen seinem eigenen Wunsch Missetätern durch Mobbing ihrer gerechten Strafe zuführt. Solange mir so jemand nicht begegnet bleibe ich bei meiner Anschauung.
    Krieg ist darin schlimm dass er mehr böse Menschen schafft als er derer nimmt

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  7. Für den Beitrag dankt: Grottenolma

  8. #10
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    Standard AW: Meine Freundin hat in jedem Job Probleme, wir wissen beide nicht weiter.

    @Fenris85 Sehr guter Beitrag [thumbsup]

    Gerade im ÖD findet sich so eine Konstellation (unfähig aber gut im schikanieren) leider sehr häufig und ich vermute mal, dass sie dort eine Heimat gesucht und nicht gefunden hat. So, wie du (TE) sie darstellst, scheint sie ja eher von der empathischen, freundlichen und fleissigen Sorte zu sein. Bevor sie noch länger die Schuld bei sich sucht, würde ich vorschlagen, dass sie einen Berufswechsel vornimmt. Ihren Fähigkeiten entsprechend würde ich irgendwas im Therapiesektor vorschlagen: Physiotherapeutin oder Logopädin z.B. oder wie wäre es mit einem Job bei der Bahn? Die suchen zur Zeit massenweise Leute in allen möglichen Sektoren. Bus- oder Straßenbahnfahrerin wäre auch noch eine Möglichkeit. Ich denke das ist besser als Dauergast beim Psychdoc zu werden, oder?

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