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Thema: schon wieder nicht glücklich :-(

  1. #1
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    Standard schon wieder nicht glücklich :-(

    Hallo Leute,


    ich möchte euch heute ein wenig von meinem Berufsleben erzählen.


    Irgendwie fing alles damals an..


    Nach meiner Ausbildung (in der im Großen und Ganzen alles glatt lief)musste ich zu einer anderen Firma wechseln. Die Zeit dort war sehr grausam und schlimm für mich. Ich wurde überhaupt nicht wirklich angelernt und die Leute dort haben auch viel zu viel von mir erwartet und meinten ich hätte das doch schon in der Ausbildung lernen sollen.... Aber man konnte die Firma nicht mit meinem Ausbildungsbetrieb vergleichen, waren ja doch ganz andere Tätigkeiten.


    Leider bin ich eher ein ruhiger Typ und damals viel es mir noch schwerer als heute etwas zu sagen, wenn ich der Meinung war, dass jemand falsch liegt. Ich hatte zu wenig Selbstbewusstsein um mich zu verteidigen.


    Angelernt wurde ich von der Person, die mit mir in einem Büro saß nicht, sie schmeißte mir einen Screenshot hin und sagte: „los mach mal“. Ich kannte das Programm überhaupt gar nicht und habe ihr das auch gesagt, und darum gebeten, ob sie das mit mir das zusammen machen könnte... Aber Zeit hatte sie wirklich nicht, machte einen Vorgang im Schnelldurchlauf und weiterhin durfte ich selbst schauen... ich wollte sie natürlich nicht damit weiterhin nerven oder mir einen schlechten Eindruck von mir erwecken...also probierte ich es selbst.


    Für Besprechungen wurde kein Termin vereinbart, ich wurde damit einfach so von der Bereichsleitung im Büro überrascht (wir gingen nicht in einen extra Raum). Die Person, die mich anlernen sollte, hatte nicht vorher mit mir gesprochen, sie war mit grinsend dabei, als die Bereichsleitung reinstürmte.. Die Telefone klingelten nebenbei... in Ruhe reden konnte man auch nicht wirklich. Ich war in diesem Moment auch ziemlich geschockt, dass sie da so reinplatzte ohne Vorwarnung... Die Kritik war auch etwas irreführend, was mich zum erstarrten Schweigen brachte... Ich solle doch mit Kunden am Telefon nicht im Dialekt reden (mache ich eh nur, sobald der Kunde selbst im Dialekt spricht, das ist so automatisch bei mir, ansonsten sowieso hochdeutsch), dann darf ich nicht lachen, ich muss immer ernst bleiben, sonst wirke das so als würde ich die Arbeit nicht ernst nehmen. Ich war danach so baff, dass ich in die Pause gegangen bin und weinend in den Stadtpark verschwunden bin. Ich wurde dann auch ständig wegen Kleinigkeiten bemängelt und kritisiert. Das ging dann soweit, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte und auch anfing Fehler zu machen und immer unsicherer wurde... Ich weiß auch nicht, wieso ich da so eingeschüchtert war... ich hätte so gern mehr gesagt, aber ich weiß nicht, warum ich da alles reingefressen habe... warscheinlich hatte ich Angst, dass es noch schlimmer wird.


    Nach der Probezeit wurde ich gekündigt, aber dann kam ein Licht für mich. Da ich mich natürlich schon beruflich umgesehen habe, konnte ich zum Glück bei einer Firma gleicher Art, sogar direkt in meinem Ort anfangen. Dort vielen aufeinmal alle Lasten, die ich beim vorherigen Arbeitgeber getragen habe weg. Es war ganz anders, die Kollegen, die Tätigkeiten... mir wurde vieles gezeigt und erklärt, ich war nicht alleine beim Erfassen der Aufträge, das Klima war einfach angenehm und ich hatte keine Angst mehr in die Arbeit zu gehen. So blieb es dann 3 Jahre, bis die Firma immer größer wurde... Es wurde vorher nichts besprochen, wie alles ablaufen wird.. Azubis wurden eingestellt, eine neue Mitarbeiterin.. Ich hatte nebenbei noch meinen Weiterbildungskurs, den ich 2 x in der Woche Abends besuchte. Da hatte ich mit meiner eigentlichen Arbeit schon viel zu tun, durfte mich dann aber auch noch um die neuen Tätigkeiten/Kunden kümmern, um die Auszubildenden und um neue Mitarbeiter... Jedesmal, wenn ich in den Urlaub ging und wieder kam, hat mich mein Vorgesetzter zur Sau gemacht was alles schief gelaufen ist... obwohl ich alles abgearbeitet habe, bevor ich gegangen bin.. Ich war dafür überhaupt nicht verantwortlich und wusste gar nicht was los war.. Aber er erwartete immer mehr von mir: dass ich die Abteilung im Überblick behalte und auf jeden ein Auge habe, ich habe ihm aber mehrmals gesagt, dass ich das nicht möchte. Ich möchte keine Verantwortung übernehmen und auch nicht die Abteilung leiten. Ich wurde ja dafür auch nicht bezahlt... Es wurde immer schrecklicher mit ihm.. Es war dann auch eine Zeitlang eine hohe Fluktuation... viele neue Mitarbeiter die kamen und Mitarbeiter die gingen... und immer mehr Lästereien über mich hinter meinem Rücken, die er rumerzählte... Ich wollte das alles nicht... ich wollte, dass es wieder besser wird und habe alles getan, dass es besser werden könnte, Überstunden, nochmal mit Azubis alles durchgegangen.. versucht Verbesserungen dem Vorgesetzten vorzuschlagen..Telefon ging in einer Tour... Irgendwann war es dann soweit, dass mein Körper nicht mehr konnte und mir schwindelig wurde, mein Puls ging nicht mehr hinunter und ich war dann für ein paar Tage zu Hause...


    Nach ein paar Monaten konnte ich dann in ein eigenes Büro und war wieder für meine eigentlichen Aufgaben zuständig. Da ging es mir wieder wesentlich besser.. doch 100 % glücklich war ich wieder nicht. Ich war nicht zufrieden mit meiner Arbeit... mir machte es keinen Spaß mehr. Ich hatte keine Lust mehr auf die Kunden und den gleichen wiederkehrenden Alltag. Also beschloss ich nach meiner Weiterbildung den Job zu wechseln, eine neue Branche auszuprobieren.


    Seit diesem Monat ist es soweit, ich habe den Job gewechselt. Kurz davor hatte ich totale Angst: wie sind die Kollegen, wie ist der Chef, wie sind die Tätigkeiten? Jetzt bin ich fast 1 Monat dort und jetzt bin ich wieder nicht glücklich :-( mir gefallen die Tätigkeiten einfach nicht, ich dachte es liegt mir und macht mir Spaß, wenn ich keine festen Arbeitsaufgaben für jeden Tag habe, sondern mich wirklich jedesmal neu reindenken muss, aber leider finde ich es schrecklich :-(((( Ich durfte von Anfang an schon richtig mitarbeiten (habe ichja auch nichts dagegen, fand ich super), jedoch wurde mir zu viel aufeinmal aufgedrückt und ich hab da schon gewusst, dass ich den Überblick verliere (wie weit welcher Vorgang ist und um was es genau geht) Heute habe ich dann auch schon wieder etwas falsch eingetragen, obwohl ich mir ja wirklich mühe gebe alles richtig einzutragen und konzentriert zu arbeiten. Ich komme auch immer eine halbe Stunde später aus der Arbeit raus, als wie eig. vereinbart... mit Kopfschmerzen :-( ich fühle mich einfach furchtbar aktuell.


    Ich versuche jetzt alles ein wenig mitzuschreiben. Die Vorgänge, wo wir gerade sind, was wir benötigen etc..aber ich bin wieder nicht glücklich.. ich möchte einfach mal irgendwas machen, dass mir richtig Spaß macht.

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  3. #2
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    Standard AW: schon wieder nicht glücklich :-(

    Am Anfang ist alles schwer und es passieren nunmal Fehler. Jedem.

    Jetzt arbeite Dich mal richtig ein, dann wird das alles besser.

  4. #3
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    Standard AW: schon wieder nicht glücklich :-(

    So wie ich das verstehe, liegt das Problem nicht mehr bei Mitarbeitern oder Chefs. Das ist doch schon mal ein Fortschritt. Klar ist das blöd, wenn es einem keinen Spaß macht, aber im Vergleich zu den vorherigen Jobs ist das doch um einiges besser.

    Fehler sind ja nicht schlimm. Du brauchst einfach mehr Übung und musst dich an diesen neuen Alltag gewöhnen. Klar überfordert dich anfangs alles, aber da wächst du noch rein.

    Du hast ja nicht erwähnt, dass auf dir wieder deswegen rumgehackt wird. Dass du dich also nicht konzentrieren kannst, ist in dem Sinne nicht schlimm dass du dich nur selbst damit behinderst. Mach dir einfach bewusst, dass du deinen beruflichen Erfolg jetzt selbst in der Hand hast. Jetzt geht es nicht mehr darum sich gegen böse Kollegen durchzusetzen, sondern sich tatsächlich auf die Arbeit zu konzentrieren und diese ordentlich zu machen, auch wenn sie nicht schön ist.

    Den perfekten Job zu finden ist leider eben sehr schwierig. Alternativ wieder eine neue Stelle zu suchen könnte wieder zu so Konflikten wie früher führen. Auch wenns schwer ist, ich würde bei dem Job bleiben und richtig Gas geben

  5. #4
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    Standard AW: schon wieder nicht glücklich :-(

    Danke euch für eure Antworten :-)

    So jetzt ist ein Monat wieder vergangen, ein bisschen kenn ich mich jetzt schon besser aus und ich komme mit allen Leuten gut klar. Das Problem ist jedoch, dass ich schon mit Überstunden anfange, da ich sonst mit meiner Arbeit nicht fertig werde.

    Es ist ja so, dass die Dame, die mich anlernen "sollte" im Oktober in Rente geht. Ich komme mit ihr auch sehr gut klar (klar hat sie manchmal andere Ansichten, weil sie eben in eine andere Gruppe Generation gehört, macht mir aber nichts aus). Jedoch kann sie mir immer nur nebenbei mal was zeigen, da ich so sehr in Projekte mit einbezogen werde, die von der Chefin aus gehen, dass fast keine Zeit mehr für was Anderes bleibt. Auch ist es sehr schwer konzentriert zu bleiben, man wird immer aus einer Arbeit herausgerissen, weil etwas Anderes in dem Moment wieder wichtiger ist.

    Und heute wollte ich wieder etwas erledigen, was mir meine Kollegin schon gezeigt hatte, leider war aber wieder fast keine Zeit. Schließlich hat sie mir dann die Arbeit abgenommen. Für den Chef müsste ich auch noch einen Ordner nachbereiten, also sprich Angebote anfordern von Lieferanten, er hat zwar gemeint ich kann mir da schon etwas Zeit lassen, aber ich komme halt so gut wie nie dazu.

    Am Morgen muss man erstmal 30 Emails von Projekten nachlesen, da die Chefin von zu Hause aus noch Emails verschickt und man im Verteiler ist und man immer über alles bescheid wissen muss (wurde ich heute wieder ermahnt, weil ich Maße von einem Projekt nicht auswendig wusste. Ich habe gesagt, dass ich das kurz im Projektordner nachlesen muss, wurde aber nicht akzeptiert).

    Ich habe auch wirklich Angst vor Oktober, da ist mein2 wöchiger Urlaub und die letzten 3 Tage meines Urlaubs fliegen die Chefs wieder auf Projektreise und ich darf dann ganz alleine, wenn ich wieder da bin alles nacherfassen, nachbearbeiten (da meine Kollegin dann schon in Rente ist und das immer ihre Aufgabe war) + erstmal wahrscheinlich 2000 Projekt-emails nachlesen und die Alltagsarbeiten zusätzlich noch erledigen, für die ich ja jetzt schon keine Zeit habe.

    Ich habe jetzt immer hin und her überlegt, sage ich etwas, oder sage ich nichts. Aber ich habe schon vor morgen oder übermorgen mit der Chefin zu reden. Was meint ihr? Was hättet ihr so für tipps wie ich es sagen könnte? Ich möchte es natürlich nicht schlecht rüber bringen... Ich habe auch Angst davor, zugeben zu müssen, dass es mir zu viel ist..

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