Anzeige
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Weiß nicht was ich beruflich machen soll...

  1. #1
    Registriert
    Registriert seit
    11.03.2011
    Beiträge
    34
    Danke gesagt
    3
    Dank erhalten:   3

    Standard Weiß nicht was ich beruflich machen soll...

    Hallo,

    wie ihr am Titel erkennen könnt, bin ich beruflich gerade echt hin und her.

    Ich (26w) habe vor gut fast 6 Jahren eine Ausbildung zur Friseurin gemacht, was mir zum Teil auch Spaß macht aber ich mir leider eingestehen muss, dass es zu mir persönlich nicht passt und ich mir nicht vorstellen kann es bis zur Rente auszuüben.
    Die Gründe sind verschieden , man kann sie unter persönlichen und umstandsbedingten einteilen.
    Einerseits sind die Arbeitszeiten teilweise extrem verschoben (durch den wachsenden Arbeitnehmermangel, muss man oft mehr Leistung erbringen und Überstunden leisten), es ist echt schlecht bezahlt, das andauernde stehen ist anstrengend für den Körper (es ist egal ob man gute Schuhe trägt oder Sport/Rückengymnastik betreit, man merkts den Leuten nach einigen Jahren trotzdem an) , man ist andauernd irgendwelchen Chemikalien ausgesetzt und die Wahrscheinlichkeit eine Allergie zu entwicklen und berufsunfähig zu werden ist so hoch wie kaum bei einem anderen Beruf, inzwischen ist im Beruf der Druck Produkte zu verkaufen extrem hoch geworden ( es dreht sich viel um die Beratung um einen dann einen entsprechenden Produkt zu verkaufen) und dabei hat man wenig Kentnisse zur Thema Verkauf und und und..... Es sind viel zu viele Kontras.
    Persönlich finde ich passe zu diesem Beruf nicht , ich bin eher ruhig und weniger gesellig, was kontraproduktiv ist, mir ist es immer eine extreme Überwindung Beratungen durchzuführen ( weil mich die Themen auch nicht ganz interessieren und ich dadurch vermutlich nicht überzeugend genug bin, trotzdessen verkaufe ich mehr oder weniger erfolgreich) , der ständige Kontakt mit so vielen Menschen laugt mich aus, ich komme mir stellenweise unterforder und stellenweise überfordert vor. Was soll ich sagen....ursprünglich war die Idee nach der Ausbildung mich weiterzubilden in Richtung Maske oder Kosmetik/Visagismus und mit den Themen habe ich mich auseinandergesetzt . Leider sind die Perspektiven in diesen Berufen schwierig, weil der Bedarf nicht so hoch ist und die Zahl der Bewerber ist überfüllt. Vor zwei Jahren habe ich mich für eine Ausbildung zur Maskenbildnerin beworben und wurde zur Bewerbungsgespräch und Aufnahmeprüfung eingeladen. Alleine für eine Stelle haben sich über 130 Leute beworben ich kam dann unter den 30 die eingeladen wurde, wurde aber nicht genommen. Leider ist der Beruf auch nicht ganz meins. Generell habe ich mich, wenn es um das Thema Friseurbranche geht informiert und ich denke ich habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

    Der ursprüngliche Wunsch war einen Beruf auszuüben der kreativ und abwechslungsreich ist. Da dort, nach meinem Empfinden, meine Stärken liegen. Aber leider sind solche Berufe mit starken Menschenkontakt, Selbstvermarktung/Verkauf und mit hohen Konkurrenz verbunden , da viele es gerne ausüben wollen . Leider sind es aber nicht unbedingt meine Stärken und an denen hakt es dann immer. Ich werde in der Arbeit gerade an diesen Eckdaten kritisiert und egal wie sehr ich mich bemühe ich komme mir dann vor als müsste ich mich extrem verbiegen . Es hat sich klar verbessert , natürlich aber es laugt mich aus und das extrem . Ich war schon bei psychologischer Beratung weil ich letzten Jahr im Sommer eine psychischen Absturz hatte. Der Beruf kostet mich extrem viel Kraft und Überwindung da es teilweise ich völligen Widerspruch zu meiner Persönlichkeit steht. Ich habe noch nie so einen Job ausgeführt bei dem man so dermaßen mit seine Schwächen und weniger mit seinen Stärken konfrontiert wird. Es ist einerseit förderlich für meine Entwicklung aber die Frustration überwiegt. Trotzdessen habe ich letzten Jahr meinen Meister angefangen, weil ich mir dadurch mehr beruflichen Perspektiven erhofft habe. Aber inzwischen bereue ich diesen Schritt getan zu haben. Allerdings habe ich bei mehreren Prüfungen teilgenommen und denke es wäre sinnvoll es zu beenden da selbst wenn ich mich beruflich neuorientieren möchte , ein Meistertitel mir vielleicht verhelfen könnte.

    Nur wäre jetzt die Frage was ich machen soll....Denn alles was mir gefällt lässt sich schwer in einem Beruf übertragen deshalb werde ich sie wohl in die Kategorie Hobbies verschieben müssen. Dennoch muss der neue Beruf zu mir irgendwo passen . Realistisch betrachtet kann ich folgende Stärken aufzählen.

    :Gründlich in der Arbeit, kann mich gut fokussieren , detailorientiert, gut in nachforschen und Dinge herausfinden, lösungsorientiert, kreatives querdenkden , gut in selbstständigen arbeiten , setze mich gerne mit schwierigen Themen auseinander, kreativ veranlagt, kann in Team wie auch alleine Arbeiten . Gut in Sprachen.

    Schwächen: vertrage zu hohen Menschenkontakt nicht (Arbeitskollegen usw. ist völlig in Ordnung nur der hohe Kontakt mit Menschen wie in der Friseurbranche oder Einzelhandel usw. ist zu viel. Kleinere Gruppen 1:1 Kontakt liegt mir viel mehr). Selbstdarstellung usw. Im Mittelpunkt zu stehen.

    Themen die mich interessieren: Konflikte, Diskussionen, Psychologie , Kunst, Detailorientiertes Arbeiten wie Verwaltung, Organisation, Planen und Durchführen. Selbst Führungsqualitäten würde ich mir zusprechen, denn obwohl ich eher ruhig bin und gerne hinter den Kulissen arbeite, kann ich gut meine Meinung sagen und Verantwortung übernehmen. Themen die mit Nachforschungen use. zu tun haben .

    Dinge die mir in der Arbeit wichtig wären: geregelte Arbeitszeiten wären schön, ist aber nicht zwingend. Berufe die etwas Mobilität abverlangen wären ganz cool ( inklusive Reisen). Ein sagen wir Mal menschenwürdige Entlohnung bei der ich mir etwas leisten könnte, was ich Momentan nicht kann . Also ein respektabler verdienst obwohl das nicht mein Hauptmotivator ist, wenn der Job einen guten Spaßfaktor hat, würde es überwiegen. Keine körperlich zu anstrengende Berufe . Gute Aufstiegschancen mit evtl. möglichkeit des Studiums.

    Was ich nicht mehr möchte: Keine Handwerksberufe mit hoher körperlichen Anstrengung , keine hochtechnischen Berufe, Berufe mit zu geringer Bezahlung. Berufe mit geringen Fortbildungsmöglichkeiten und kaum Aufstieg. Keine Berufe in der Pflege.

    Woran ich schon gedacht habe: Tatdächlich Beamte in der Polizei zu werden ( befürchte aber das mein Fitness zu gering ist) , Verwaltungsfachangestellte, Rechtsanwalstfachangestellte, Notarfachangestellte , Kauffrau für Büromanagement, Beamte für Bundesnachrichtendienst, zivile Berufe in Richtung Beratung in der Bundeswehr. Berufe die viel mit Nachforschung zu tun haben.

    Was mir halt sehr wichtig ist, was mir erst mit den Jahren auffiel ist, dass der Beruf sinnvoll wäre für die Gesellschaft und ich das Gefühl habe etwas sinnvolles zu tun.

    Was ich mitbringe: ich habe einen Realschulabschluss, der mehr oder weniger gut ist. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung mit Belobigungen 3 Jahre hintereinander eine Medaille und Auszeichnung zum Gesellenbrief und bald einen Meistertitel.

    Ich kann leider schwer einschätzen wie gut meine Perspektiven sind und wie Arbeitgeber auf jemand schauen der seinen Beruf hinschmeißt und was völlig anderes machen möchte. Wie kommt das an?
    Das ist meine größte Sorge. Meine zweite Befürchtung ist das meine Noten für kaufmännische Berufe nicht passend sind (hatte damals im Abschluss einen 4 in Mathe aber eine 1 in Englisch)
    Wie viel wertschätzung wird jemanden gegeben, der einen Meistertitel hat.
    Habt ihr mal den Beruf gewechselt oder kennt ihr Geschichten von Freunden die das gemacht haben?
    Hatten Probleme oder hat es dann sogar gut geklappt. ?

    Bit helft mir , für mich ist das eine existenzielle Krise weil ich grad am Scheideweg bin und mein ganzes Leben überdenken muss. Was ich will, was mir wichtig ist und wie ich meine Ziele erreiche.

    LG Ginela

  2. Anzeige

  3. #2
    Registriert Avatar von Bodenschatz
    Registriert seit
    16.06.2018
    Ort
    Kreis VIE
    Beiträge
    1.013
    Danke gesagt
    117
    Dank erhalten:   286

    Standard AW: Weiß nicht was ich beruflich machen soll...

    Falls Du in eine Verwaltung möchtest, musst Du das Schul-Abschlussniveau der Konkurrenten erreichen, denn gegen die musst du antreten.

    Als Angestellte bei einem Notar oder Anwalt (aber auch in einer Arztpraxis) liegen zwischen Deinem Arbeitsplatz und Deinem (einzigen) Chef mindestens drei Stockwerke Qualifikation, ob Du da glücklich wirst, wenn Du selbstständig arbeiten kannst und möchtest, wage ich zu bezweifeln.

    Gut ist, dass Du den Meister begonnen hast, noch besser wäre es ihn zu beenden. Du stellst dann selber fest, ob Du das Lernen nicht verlernt hast, denn die Gewissheit brauchst Du bei einem Neustart.
    Ob es gut ist, eine weitere Ausbildung zu machen und dann oder danach auf einen Partner zu treffen, musst Du selbst überlegen. Es könnte aber Deine Mobilität einschränken, zB wenn Du zu einer Bundes- oder Landesbehörde möchtest.

    Gut wäre beispielsweise eine Kommune, allerdings musst Du dann den Spagat hinbekommen, die Laufbahn auszuwählen. Fängst Du zu weit unten an, so kommst Du nicht weiter. Aufgaben der nächst höheren Laufbahn bekommst du auch nicht, da sich deren Angehörige sonst übergangen fühlen. Beginnst Du in deren Laufbahn, so brauchst Du die Voraussetzungen um hinein kommen zu können.

    Alles nicht so einfach...
    Geändert von Bodenschatz (17.04.2019 um 22:35 Uhr)

  4. #3
    Registriert
    Registriert seit
    21.06.2017
    Beiträge
    427
    Danke gesagt
    118
    Dank erhalten:   152

    Standard AW: Weiß nicht was ich beruflich machen soll...

    Refa dürfte auch wg dem Gehalt rausfallen. Das ist meines Wissens nach nicht sonderlich gut.

    Hast du mal an Programmierung gedacht? Es gibt Ausbildungen zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung für die man kein ABI braucht und es ist nciht hoch technisch.
    Du arbeitest zwar nicht nur für dich allein aber eben viel allein vor dem PC. Die Kollegen sind da bei Meetings und bei Fragen relevant.
    Und eigenständig Lösungen entwickeln ist oft die Hauptaufgabe. Das erfordert etwas Kreativität.

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 19.09.2015, 07:52
  2. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 08.10.2014, 18:21
  3. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21.11.2013, 00:13
  4. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27.02.2013, 17:40
  5. Weiß nicht wie es beruflich weitergehen soll
    Von re_ignition im Forum Beruf
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.12.2010, 16:25

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige