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  1. #6
    Registriert Avatar von bird on the wire
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    Standard AW: Keine Lust mehr auf Arbeit

    Hallo Anonym153,

    könntest Du kurz als zusätzliches Info Dein Alter angeben?

    Solltest Du Anfang/Mitte 20 sein, fände ich es noch sehr früh für eine Stundenreduzierung. Zumindest, wenn diese in erster Linie zum Ausruhen oder zur Freizeit dient.

    Ich bin jetzt 50 und mache nächstes Jahr zum zweiten Mal ein Sabatjahr. Ich bin allerdings auch schon gut abgesichert und beruflich sehr gefestigt.

    Wenn Du noch relativ jung bist, dann würde ich mich zunächst mit dem Thema Lebensziele/Lebensplanung auseinandersetzen.

    Möchtest Du eine Familie gründen in Deinem Leben?
    Möchtest Du Grundeigentum erwerben in Deinem Leben?
    Möchtest Du vielleicht irgendwann eine andere - ggf. nicht so einträgliche Tätigkeit - zum Beruf machen?
    Möchtest Du Dich noch weiterbilden, hast Du ein Interesse an einem Studium?
    Gibt es Beschäftigungen, denen Du im Laufe Deines Lebens verstärkt nachgehen möchtest? Z.B. Kreatives oder Forschung?

    In all den Fällen würde ich versuchen in den jungen Jahren, in denen Du schon sehr gut verdienst, ein gutes wirtschaftliches Polster zu erwirtschaften.

    Solltest Du tatsächlich keinerlei Ziele und Wünsche für Deine Zukunft haben und weiterhin für den Rest Deines Lebens allein leben wollen und mit sehr wenig Geld auskommen wollen, dann halte ich es tatsächlich nicht für sinnvoll, daß Du mehr Geld erwirtschaftest als Du benötigst.

    Zwischen den beiden Extremen "gefangen im Hamsterrad" und "Leben auf Kosten der Solidargemeinschaft" gibt es noch viele andere Möglichkeiten. Ein Leben auf Kosten der Solidargemeinschaft ist Dir übrigens verwehrt, so lange Du Vermögen/Ersparnisse über einem entsprechenden Limit hast, das Du erst mal verbrauchen kannst.

    Wenn Du jeden Monat über 1000 € übrig hast, kommt ja in kurzer Zeit ein ganz schönes Sümmchen zusammen. Da würde es z.B. Sinn machen, wenn Du Dich intensiv mit dem Thema Kapitalanlagen, Einkommenserzielung aus Vermögen beschäftigst.

    Sobald Du also ein gutes Polster für Deine Altersabsicherung erwirtschaftet hast, um Dich aus eigener Kraft abzusichern, dann würde ich an Deiner Stelle auch Stunden reduzieren oder mir eine Arbeit suchen, bei der man zwar vielleicht weniger verdient, aber bessere Arbeitszeiten hat.

    Aber wie gesagt, im Moment wäre der erste Schritt, Dir bewußt zu machen, wie Du in den nächsten Jahrzehnten Dein Leben gestalten willst und den Grundstock dafür zu erwirtschaften. Bei Deiner Anspruchslosigkeit und Deinem Verdienst, müßte das eigentlich ganz gut klappen.

  2. Für den Beitrag dankt:


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  4. #7
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    Standard AW: Keine Lust mehr auf Arbeit

    Du hörst dich an wie eine Freundin von mir. Die geht auch arbeiten und lebt von so wenig Geld. Bei ihr bleibt auch an die 500e im Monat übrig. Ich wäre froh wenn ich dein Gehalt hätte. Endlich keine sorgen mehr .

    Zurück zum Thema. Wenn dir der Beruf spaß macht und du ihn gerne machst, solltest du ihn auch weiter machen. Vielleicht brauchst du einfach mal ein paar Tage Urlaub. bzw. Eine Auszeit vom Arbeiten.

  5. #8
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    Standard AW: Keine Lust mehr auf Arbeit

    Ich finde ein Kerngedanke jeder Arbeit ist immer: Wofür mache ich das gerade?

    Ich denke, dass viele Menschen demotiviert sind, weil sie z.B. wenig verdienen. Es reicht um die Rechnungen zu zahlen, Träume sind aber niemals realisierbar und die Zukunft ungewiss.

    Andere verdienen zwar gut, kommen aber vielleicht nach 10 Stunden Arbeit in ein leeres Zuhause, sitzen vorm Fernseher und sind eigentlich mit sehr wenig zufrieden.

    Die meisten Tiere jagen wenn sie hungrig sind. Wir Menschen sind die einzigen, die immer jagen.
    Die Work-Life-Balance haben viele längst verloren. Es gilt als faul weniger zu arbeiten als man kann.

    Ich habe in einem anderen Thread auch mal die Frage aufgeworfen wie lange ich in meinem Leben Vollzeit arbeiten soll/muss. Dabei bin ich zum Ergebnis gekommen, dass es nicht nur um das Geld, sondern auch um Lebenseinstellung und Akzeptanz geht. Jeder muss sich selber fragen:
    Kann ich ruhig schlafen wenn ich weniger verdiene? - blöde Frage, aber die meisten von uns sind ihr Leben lang auf Leistungsgesellschaft getrimmt worden. Man wird sich plötzlich anderen gegenüber rechtfertigen. Der Kollege wird fragen, der Nachbar. Kommst du dauerhaft mit einem sparsamen Leben klar? Selbst wenn der Nachbar sich nen Porsche kauft. Ich finde um bescheidener (das heißt nicht unbedingt schlechter!) zu leben als notwendig, braucht man viel Selbstbewusstsein.

    Wenn du deutlich mehr verdienst als nötig und dir jetzt schon "Sorgen" um das Geld machst und dir kein Ziel dafür einfällt (Frührente, Familie, Reisen, Hobbies...), dann solltest du Teilzeit arbeiten. Aus meiner persönlichen Erfahrung raus kann ich aber sagen, dass Lebensumstände ich gut ändern können und man auch bei halbwegs bescheidener Lebensweise auch 2.000 € im Monat ausgeben kann, WENN du alle unregelmäßigen Anschaffungen (z.B. neues Auto) dazu rechnest. Insofern würde ich nie ohne Zwang ein Leben planen, in dem man dauerhaft mit nur 800-1.000 € auskommt.
    Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.
    Als Kind bin ich von einem Pony gefallen, was sagt mir das? ^^

  6. #9
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    Standard AW: Keine Lust mehr auf Arbeit

    Am besten kommst Du mal ein Jahr in die Landwirtschaft, dann lernst du was Arbeit ist und liegst nachts wie ein Brett im Bett. Du bist dann so erledigt, dass du gar nicht mehr auf so komische Gedanken kommst. 2000 netto und mit dem Leben unzufrieden, unglaublich.

  7. #10
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    Standard AW: Keine Lust mehr auf Arbeit

    Zitat Zitat von Anonym153 Beitrag anzeigen
    Guten Morgen,
    ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll oder was ich hier genau mache, ich schätze mal ich würde gern mal die Meinung von unbeteiligenten Dritten hören. Mein Problem, Salopp gesagt, ich habe einfach keine Lust mehr auf Arbeit.
    Ich fang einfach mal von vorne an.

    Ich habe mit 17 meine Ausbildung gemacht und erfolgreich abgeschlossen, dann noch etwas über 1 Jahr gearbeitet, zu diesem Zeitpunkt hat es mich überhaupt nicht gestört zu arbeiten und ich war sehr zufrieden. Leider ist die Firma dann Pleite gegangen und ich war Arbeitslos. Die ersten Monate ohne Arbeit stichen ins Land und irgendwie habe ich mich an das Leben ohne Arbeit gewöhnt. Es ist nicht so als hätte ich keinen Job bekommen, ich habe einen sehr guten Schul- und Ausbildungsabschluss, mein Arbeitszeugnis ist einwandfrei, aber ich war irgendwie einfach nicht bereit direkt wieder zu arbeiten.

    irgendwann bin ich dann in den Hartz4-Bezug gekommen und war auch damit zufrieden. Ausschlafen, den Tag für sich haben, machen was man will, ich muss zugeben es war wirklich eine schöne Zeit und die geringen finanziellen Mittel haben mich kaum gestört. Dennoch war immer der Gedanke da "Du musst arbeiten". Wieso? Weil man das halt einfach so macht. Weil man das Sozialsystem doch nicht so ausnutzen sollte. Irgendwann habe ich dann einen guten Job angeboten bekommen und auch angenommen.

    Aktuell verdiene ich ca. 2000€ netto, die Arbeit ist in Ordnung, ich habe weder Probleme mit Kollgen oder dem Chef, nur das 3 bzw. 4 Schicht System (40/43h Woche) ist auf Dauer recht anstrengend.

    Das Problem an der Sache ist, ich brauche das Geld nicht. Ich bin ein sehr sparsamer Mensch. Meine Wohnung ist günstig, Luxusgüter bedeuten mir nicht allzuviel, ich muss keine teuren Klamotten tragen oder den größten Fernseher besitzen. Aktuell lebe ich von ca. 800-900€ (incl. Miete), der Rest wandert jeden Monat auf mein Konto und stapelt sich dort förmlich. Das fühlt sich einfach irgendwie falsch an.

    Ich komme mir vor als wäre ich in einem Hamsterrad gefangen, ich gehe arbeiten weil man das nunmal so macht obwohl ich das Geld eigentlich gar nicht brauche. Ich muss zugeben ich sehne mich extrem nach der Zeit der Arbeitslosigkeit zurück, den Tag wieder für sich zu haben. Innerlich bin ich dadurch wirklich zerrissen, ich weiss ich sollte arbeiten um mir meinen eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren aber andererseits denke ich an die schöne Zeit (ja ich weiss hört sich blöd an, ist aber so) der Arbeitslosigkeit zurück.

    Hatte jemand schonmal so ähnliche Gedanken und wie würdet ihr damit umgehen?
    Hmm, ich bin auch am Überlegen ob ich einfach versuche mit Sozialleistung oder irgendwie anders zu überleben. Das Arbeitssystem an sich ist ein Sklavensystem. Der Staat ist korrupt und finanziert sich auch durch die Arbeit anderer und geht gleichzeitig dann anderen Menschen auf den Geist. Moralisch (subjektiv) gesehen, kann man das auch nicht unbedingt unterstützen. Ich sehe auch keinen wirklichen Sinn so schnell immer mehr Güter zu produzieren ohne noch den Überblick der ganzen Entwicklung zu haben. Aus meiner Sicht müsste man alles entschleunigen, viel ruhiger und langsamer angehen. Nicht so hektisch und völlig stressig, das macht doch nur kaputt und ist eher destruktiv. Ich denke, das hat mich selbst auch kaputt gemacht. Man verliert vor lauter Tun und Behelligung den Draht zur Realität, also der nicht menschengemachten Welt.
    Das Sozialsystem an sich ist auch problematisch, da es sich aus Zwang finanziert. Dem Arbeiter wird zu viel weggenommen, aber der Arbeiter ist trotzdem zufrieden. Zu groß ist wohl auch der Drang ein Schaf in der Herde zu sein und "mitzuleisten". Den Sinn des Lebens zu haben, indem man arbeitet. Den Erwartungen anderer zu entsprechen, denn du musst ja so sein und darfst nicht anders sein.

    So bleibt mein Rat: "Bleib ein braves Schaf in der Herde und määh wie alle anderen Schafe auch"
    Falls ihr weitere Anmerkungen oder Rückmeldungen von mir möchtet, schreibt micht bitte per PN an, denn ich verfolge äußerst ungern neuerdings die ewig langen Forumsdiskussionen. Macht für mich einfach keinen Sinn. Dann kann man sich nämlich auch gezielter und ruhiger austauschen.

    Liebe Grüße

    primechecker

  8. Für den Beitrag dankt:


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