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Thema: Heimat vs. Karriere

  1. #1
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    Standard Heimat vs. Karriere

    Hallo,

    ich frage mich gerade, was Zeit im Vergleich zu Geld wirklich wert ist. Ganz kurz:
    ich habe einen heimatnahen (10km, 10 Min., keine Autobahn), sicheren und recht anständig bezahlten Job, zwei Kinder (4 und 7 Jahre) und eine Frau, die ebenfalls heimatnah in Teilzeit arbeitet und nicht schlecht verdient. Zusammen haben wir ein Haushaltsnettoeinkommen von etwa 5500 Euro. Der Job macht mir soweit Spaß, mit den Kollegen komme ich gut aus.
    Nun habe ich das Angebot, für ca. 700-800 Euro netto im Monat mehr Lohn die Arbeitsstelle zu wechseln, müsste dafür aber 80 Kilometer fahren und wäre einfach ca. 1h unterwegs, also in der Summe zwei Stunden am Tag. Hätte dort auch mehr Verantwortung und damit auch mehr Druck bzw. Stress. Aber insgesamt auch mehr Reputation. Ist also auch ne kleine "Egosache".
    Natürlich müsste das Familienleben aber Abstriche machen.

    Ich weiß, dass man die Situation immer individuell betrachten muss. Aber vielleicht gibt es hier ja grundsätzliche Meinungen zu der Thematik. Insbesondere vielleicht auch gerade von denen, die
    auch viel pendeln, aber entsprechend mehr verdienen und über eine gewisse Erfahrung verfügen.

    Was vielleicht noch wichtig wäre: würde ich mich dafür entscheiden, wäre die heimatnahe Option für immer vom Tisch.

    Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen....

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  3. #2
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    Standard AW: Heimat vs. Karriere

    Ich für meinen Teil würde bei dem jetzigen Job bleiben.
    Begründung:
    Es ist vorhersehbar, dass es in den nächsten Jahren strengere Regelungen für den Autoverkehr in den Städten gibt. Am Ende pendelst du noch länger, weil du mit deinem auto nicht direkt zum Arbeitsplatz fahren kannst. Von den Spritkosten, die sicherlich nicht niedriger werden, mal abgesehen. 700€ mehr verdient, aber Spritkosten 500€ .... verstehste?
    Zudem ist pendeln stressig und schlecht für die Gesundheit/ das Wohlbefinden.

  4. Für den Beitrag dankt:

  5. #3
    Carlos Ipswitch
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    Standard AW: Heimat vs. Karriere

    Hallo Hilgers,

    ich finde, die Entscheidung hat verschiedene Seiten, die Du "beleuchten" solltest:

    Finanziell: 160 km pro Tag mal 20 Arbeitstage im Monat mit nur 30 Cent pro Kilometer ergeben 960,-€ Kosten für Dein Auto und das ist knapp (Inkl. Wertverlust, Reifen, Benzin) kalkuliert. Du kommst damit zusätzlich auf ca. 36.000 km pro Jahr. Allein das ist also schon ein Minusgeschäft.

    Stundenaufwand: Wenn Dir 2 Stunden am Tag "fehlen", wirst Du das in Deiner "work-life-balance" ziemlich heftig spüren.

    Aufstieg und weiteres Vorankommen: Bietet der neue Job bessere Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten? Was ist, wenn der neue Job nicht klappt und Du wieder gehen musst? In der heutigen Zeit sollte man das doppelt überlegen.

    Ich würde das nochmal gründlich überschlafen.

  6. Für den Beitrag dankt:

  7. #4
    Registriert Avatar von Zitronentorte
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    Standard AW: Heimat vs. Karriere

    Niemals würd ich das machen. Freut euch, dass ihr ein super Einkommen und nahe liegende Arbeitsstellen habt. Wer braucht mehr Stress auf der Arbeit, längere Fahrzeiten, nervigen Autoverkehr? Ich denke nicht, dass du dann abends entspannt von Arbeit kommst und mit deiner Familie die 800 Euro mehr genießen kannst.
    Schenkt dir das Leben Zitronen, mach Zitronentorte!
    ---
    Man kann im Leben auf vieles verzichten, nur nicht auf Katzen und Literatur.

  8. #5
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    Standard AW: Heimat vs. Karriere

    Die Frage ist ja , was es Dir letztlich tatsächlich bringt, ausser etwas mehr Geld, das Du aber wiederum zum großen Teil in die höheren Fahrtkosten steckst und das Ego zu streicheln.

    Ich würde den alten Job behalten. Genügend netto habt ihr ja. Und Zeit ist viel wert.

    Mein Mann fährt auch jeden Tag einfach 60 km und es macht ihm, je älter er wird, zunehmend zu schaffen.

    Er muss sehr früh aus dem Haus, weil sonst der Verkehr zu dicht wird und er noch mehr als die dreiviertel Std. (einfach) auf der Straße lässt und ist abends dann oft kaputt. Aber in dem Fall geht es eben nicht anders. Könnte er anders , würde er sehr gerne.

    Wozu willst Du Dir sowas antun, wenn Du es nicht musst?

  9. Für den Beitrag dankt: Schroti

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