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Thema: Hilfe: Zeugnissprache -> Praktikumszeugnis

  1. #1
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    Standard Hilfe: Zeugnissprache -> Praktikumszeugnis

    Hallo Zusammen,

    ich habe leider ein sehr schlechtes Praktikumszeugnis bekommen...ich denke es liegt daran, dass ich zweimal währenddessen einen grippalen Infekt hatte und mir das nicht geglaubt wurde (Scheiß Winter :/).

    Könnte mir jemand sagen wie schlecht das Zeugnis wirklich ist...ich habe mir vorgestellt, dass Praktikum im Lebenslauf zu erwähnen (Ist denke ich kein Problem es rauszulassen, da ich noch ein längeres Praktikum mit sehr gutem Zeugnis habe) und das Zeugnis dann erst zum Bewerbungsgespräch mitzunehmen außer natürlich es ist zu überhaupt nicht vorzuzeigen...

    Über mich geschrieben steht:

    Die ihr übertragenen Aufgaben erledigte Frau xx zu unserer vollsten Zufriedenheit.

    Ihre Führung und ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets sehr gut. Wir haben Frau xx als ehrliche, pünktliche und gewissenhafte Praktikantin kennen gelernt.

    Aufgrund Ihrer schnellen Auffassungsgabe würden wir Ihr gerne einen Nebenjob auf Basis geringfügiger Beschäftigung anbieten.

    Wir wünschen Frau xx in ihrem Studium und privaten Weg alles Gute und vor allem Gesundheit. (Dieses Absatz macht mich echt traurig)


    Für mich passt das alles nicht ganz zusammen. Was sagt ihr, wie schlimm ist es?

    Bitte ehrliche Antworten

    Vielen Dank und liebe Grüße

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  3. #2
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    Standard AW: Hilfe: Zeugnissprache -> Praktikumszeugnis

    Das ist doch gut.

  4. #3
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    Standard AW: Hilfe: Zeugnissprache -> Praktikumszeugnis

    Ja, lass diesen Satz zur Gesundheit streichen. Es ist ein bisschen merkwürdig formuliert. Ansonsten ist das Zeugnis gut.

  5. #4
    Registriert Avatar von GabbaGabbaHey
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    Standard AW: Hilfe: Zeugnissprache -> Praktikumszeugnis

    Hallo Sofie Blume,

    für die sinnvolle Bewertung und Kommentierung eines Zeugnisses benötigt man den vollständigen Text, quasi von der Über- bis zur Unterschrift. Grundsätzlich sollten der zu würdigende Zeitraum, die erlernte bzw. bekleidete Tätigkeit, die Branche und die Unternehmensgröße genannt werden.
    Bereits der einleitende, den Zeugnisempfänger benennende Absatz enthält erste wertende Aussagen, genauso wie die Auflistung der Tätigkeiten. Diese wiederum korrespondieren mit den darauffolgenden Bewertungen der einzelnen Aspekte von Arbeits- und ggf. Führungsweise bzw. -leistung sowie von Fachwissen und Sozialverhalten.
    Der Text eines Zeugnisses beginnt nunmal mit dem Wort Zeugnis oder einem seiner Verwandten und er endet mit einer Unterschrift. Nur in diesem Kontext lässt er sich halbwegs seriös werten. Fast jede Formulierung in einem Zeugnis kann in einem geänderten Zusammenhang für eine gänzlich andere Aussage stehen. Jede der auf den ersten Blick positiven Aussagen kann durch den ausgelassenen Teil abgewertet werden.

    Bis jetzt lässt sich bestenfalls sagen dass das hier eingestellte Textfragment widersprüchlich ist. Einen Mitarbeiter dessen Ehrlichkeit und Pünktlichkeit betont wird beurteilt man in der allg. Leistungsbeurteilung normalerweise nicht als gut, zudem bietet man ihm keine Anstellung an wenn er bisher durch einen erhöhten Krankenstand aufgefallen ist.
    Schöne Grüße

    Gabba

  6. Für den Beitrag dankt: SofieBlume

  7. #5
    earlywinter
    Gast

    Standard AW: Hilfe: Zeugnissprache -> Praktikumszeugnis

    Hi,

    man sollte nicht zu sehr in ein Zeugnis reininterpretieren. Ich hatte oft mit Zeugnisfloskeln zu tun und versuche das mal nach meiner Meinung zu entschlüsseln.

    Zitat Zitat von SofieBlume Beitrag anzeigen
    Die ihr übertragenen Aufgaben erledigte Frau xx zu unserer vollsten Zufriedenheit.
    Die ihr übertragenen Aufgaben passt in diesem Zusammenhang, denn du bist ja eine Praktikantin gewesen und hast nach Anweisung gearbeitet. In einem Arbeitszeugnis wäre das negativ, denn das zeigt fehlende Selbstständigkeit.

    Zu unserer vollsten Zufriedenheit heißt: du hast deine Aufgaben meistens sehr gut erledigt. Aber nicht immer denn "stets" fehlt.

    Zitat Zitat von SofieBlume Beitrag anzeigen
    Ihre Führung und ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets sehr gut. Wir haben Frau xx als ehrliche, pünktliche und gewissenhafte Praktikantin kennen gelernt.
    Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist die richtige Reihenfolge, das passt hier. Es ist nicht erkennbar, dass du mit dem Vorgesetzten Probleme hattest.

    ...war stets sehr gut. Super! Du hast dich nicht nur einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sondern auch immer!

    Wir haben... als... kennengelernt ist immer so eine blöde Formulierung, ich habe davon meist nur negatives gehört. Man muss hier auf die Zeitform achten. Es ist in der Vergangenheit geschrieben. Das könnte man so interpretieren, dass du anfangs bestimmte Eigenschaften hattest, diese dann aber mit der Zeit nachgelassen haben, denn sie haben dich so "kennengelernt". Wärst du z. B. immer pünktlich, wärst du es ja jetzt immer noch. Zumal man jemanden am Anfang eines Arbeitsverhältnisses "kennenlernt".

    Pünktlich, gewissenhaft: ist das alles, was dich auszeichnet? Mehr kam nicht bei rum? Pünktlichkeit ist eine allgemeine Voraussetzung, es ist völliger Quatsch wegen sowas gelobt zu werden. Gewissenhaft klingt erstmal ganz toll, heißt aber nur, dass du bereit und konzentriert warst, ob du erfolgreich damit warst weiß man nicht.

    Zitat Zitat von SofieBlume Beitrag anzeigen
    Aufgrund Ihrer schnellen Auffassungsgabe würden wir Ihr gerne einen Nebenjob auf Basis geringfügiger Beschäftigung anbieten.
    So schlecht kannst du ja dann doch nicht gewesen sein, wenn sie dir einen Minijob anbieten. Sie sind also noch an die interessiert, wobei das hier jetzt schon widersprüchlich klingt.
    Oben steht nix Besonderes über dich, wieso man dich einstellen sollte und jetzt bieten Sie dir einen Arbeitsvertrag an.

    Zitat Zitat von SofieBlume Beitrag anzeigen
    Wir wünschen Frau xx in ihrem Studium und privaten Weg alles Gute und vor allem Gesundheit.
    Die Schlussformel ist am wichtigsten, da steht meistens die Wahrheit drin.

    Dir wird beruflich und privat alles Gute gewünscht. Das ist schon mal positiv.

    Nur der letzte Nebensatz "... und vor allem Gesundheit" ist natürlich mies. Damit will der AG auf deine langen Krankheitstage hinweisen, so nach dem Motto "Vorsicht! Da wird dir jemand auf der Tasche liegen".




    Also insgesamt würde ich das Zeugnis so bei 2-3 ansiedeln.
    Ich finde, für ein Praktikumszeugnis ist es schon ziemlich durchschnittlich, es steht auch nichts Aussagekräftiges drin.
    Kommt drauf an, wie lange du dein Praktikum gemacht hast.

    Also, entweder hatte die Person nicht viel Erfahrung mit Zeugnissen und hat sich einfach nur ungünstig ausgedrückt oder die haben das wirklich so gemeint.
    Geändert von earlywinter (09.01.2019 um 13:36 Uhr)

  8. Für den Beitrag dankt: SofieBlume

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