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  1. #6
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    Standard AW: Berufliches Aus?

    Update:

    Meine Freundin ist nun raus aus der Klinik, aber noch mehrmals wöchentlich in ambulanter Therapie. Sie hat es nach wie vor nicht leicht. Der Arzt in der Klinik hat ihr (und dem Jobcenter) bescheinigt, dass sie maximal 4 Stunden am Tag arbeiten darf – Außerdem steht nun im Raum, inwieweit sie Erwerbsminderungsrente beantragen darf. Damit fällt ihre Ausbildungssuche (vorerst) ins Wasser. Außerdem hat sie nun einen Schwerbehindertenausweis bekommen – Sie könnte sogar einen Verschlimmerungsantrag stellen, da nicht alle Leiden berücksichtigt wurden.

    Immer, wenn ich mich nach ihr erkundige, sagt sie, dass es ihr mäßig geht. Das hinterlässt natürlich einen bitteren Nachgeschmack. Aber ich versuche, für sie da zu sein.
    "Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben."
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  3. #7
    Lavender C.
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    Standard AW: Berufliches Aus?

    Deine Freundin ist ja noch sehr jung. Selbst wenn sie jetzt eine (Teil)Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt, muss das nicht heißen, dass es immer so bleibt. Vielleicht dauert es in ihrem Fall einige Jahre, bis sie sich gesundheitlich stabilisiert hat. Dann kann sie immer noch eine geeignete, nicht überfordernde Ausbildung machen. Jens887 hat mit seinem Beitrag vollkommen recht.

    Ein Studium würde ich einem gesundheitlich derart labilen Menschen allerdings ebenso wenig anraten wie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin. So, wie du sie schilderst, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dem gewachsen wäre. Und wenn sie erwerbsunfähig bleiben sollte, dann ist es halt Schicksal, aber eines, das in Deutschland noch halbwegs erträglich ist, zumal man sozial ja bis zu einem gewissen Grad abgesichert ist. Ganz wichtig ist vor allem, dass sie nicht sozial völlig isoliert lebt. Aber da sie in dir eine gute, verständnisvolle Freundin gefunden hat (vielleicht gibt es ja auch noch andere Menschen, die sie nicht fallen lassen), ist das ja auch nicht zu befürchten.
    Geändert von Lavender C. (01.11.2018 um 08:38 Uhr)

  4. #8
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    Standard AW: Berufliches Aus?

    Zitat Zitat von Lavender C. Beitrag anzeigen
    Deine Freundin ist ja noch sehr jung. Selbst wenn sie jetzt eine (Teil)Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt, muss das nicht heißen, dass es immer so bleibt. Vielleicht dauert es in ihrem Fall einige Jahre, bis sie sich gesundheitlich stabilisiert hat. Dann kann sie immer noch eine geeignete, nicht überfordernde Ausbildung machen. Jens887 hat mit seinem Beitrag vollkommen recht.

    Ein Studium würde ich einem gesundheitlich derart labilen Menschen allerdings ebenso wenig anraten wie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin. So, wie du sie schilderst, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dem gewachsen wäre. Und wenn sie erwerbsunfähig bleiben sollte, dann ist es halt Schicksal, aber eines, das in Deutschland noch halbwegs erträglich ist, zumal man sozial ja bis zu einem gewissen Grad abgesichert ist. Ganz wichtig ist vor allem, dass sie nicht sozial völlig isoliert lebt. Aber da sie in dir eine gute, verständnisvolle Freundin gefunden hat (vielleicht gibt es ja auch noch andere Menschen, die sie nicht fallen lassen), ist das ja auch nicht zu befürchten.

    Hallo,

    ja, das ist sie. Ich bin mir auch sicher dass ihre Erwerbsfähigkeit nach einer Zeit wieder geprüft wird. Leider kenne ich mich damit aber nicht so genau aus.

    Das mit dem Pflegestudium hat sich ohnehin erledigt. Sie bräuchte dafür wohl erst eine Ausbildung als Pflegerin - die sie ja nicht machen darf. Eine andere Option wäre noch ein Musikstudium, da sie mehrere Instrumente beherrscht und auch Chorerfahrung hat. Aber da bin ich ehrlich gesagt auch skeptisch, vor allen Dingen wegen den Möglichkeiten.

    Traurigerweise ist sie ab heute wieder in die Klinik gegangen - Depressionen, akute Suizidgedanken. Ich mache mir schon Sorgen. Das Problem ist leider, dass sie sich selbst auch von vielem isoliert. Manchmal verlässt sie tagelang nicht die Wohnung, schläft schlecht, hat teilweise sogar Erinnerungslücken. Eines Nachts hat sie einige Poster ihrer Lieblingsband an die Wände gehangen, konnte sich am Morgen aber nicht mehr daran erinnern.

    Ich möchte nicht, dass sie isoliert lebt. Aber ich weiß auch nicht, was ich groß tun könnte, außer ihr anzubieten, mich zu besuchen, bzw. sie zu besuchen oder etwas zusammen zu unternehmen...
    Eine andere Freundin hat größere Probleme mit ihrem Verhalten, aber sie versteht auch nicht, was Depressionen wirklich bedeuten.
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  5. #9
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    Standard AW: Berufliches Aus?

    hallo bloodangel,

    auch von meiner seite mein mitgefuehl fuer deine freundin und meine hochachtung vor dir. wie die anderen in ihren posts schon angedeutet haben, kann die ausbildungs- und berufsfrage fuer deine freundin im moment vielleicht nicht die erste prioritaet haben. dennoch ist die aussicht auf eine ausbildung und die moeglichkeit, einen beruf ausueben zu koennen, auch ein wichtiger motivationsgeber. dazu zwei anmerkungen:
    1.) es gibt auch die moeglichkeit, ausbildungen in teilzeit zu machen
    2.) es gibt ein neues gesetz zur teilhabe am gesellschaftlichen leben oder so aehnlich, welches menschen mit behinderungen noch einmal neues moeglichkeiten einraeumt. vielleicht gibt es in der klinik, in der deine freundin sich jetzt befindet, einen faehigen sozialdienst, der sie beraten kann?
    und noch eine dritte anmerkung: ich habe eine anfrage im forum gestellt, weil mir auch aus psychischen gruenden die berentung droht. man hat mir geraten, mich vom vdk beraten zu lassen. vielleicht waere auch das eine moeglichkeit?

    liebe gruesse und alles gute fuer euch beide!

  6. #10
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    Standard AW: Berufliches Aus?

    Wie sehen die Chancen von jemandem mit diesem Hintergrund aus, beruflich Fuß zu fassen?
    Offen gesagt glaube ich nicht mal, dass ihr die Schwerbehinderung und Erwerbsminderung auf Dauer
    genehmigt bekommt.
    Ich kann nur aus Erfahrung sagen. Wer heute einen solchen Nachweis in dem Alter bekommt, muss schon den Kopf unterm Arm tragen.
    Ich denke eher, das Amt wird versuchen deine Freundin in die Reha zu bringen, um sie wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. 22 ist definitiv noch sehr jung.

    Die Jüngste, die Erwerbsminderungsrente hatund die ich kenne ist 35 und hat schwere Psychosen.

    Realistisch gesehen eine Teilzeitausbildung zu machen sehe ich schwierig. Klar theoretisch sollte das gehen, aber praktisch wird es nicht einfach einen Praxisbetrieb zu finden.

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