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Thema: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht krank

  1. #71
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    Standard AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

    Zitat Zitat von Starlight Milkyway Beitrag anzeigen

    Generell wird der ganze Materialismus und der "Zwang" erfolgreich zu sein (was auch immer das sein mag) überbewertet. Ich möchte nicht wissen, wieviele Seelen dieser Zwang schon zerstört hat.
    Und für was? Damit ich mein Geld im stundenlangen Anstehen vor dem Applestore für ein Handy made in China verpulvern kann? Oder für ein Auto, das ich nach 10 Jahren eh wieder zum Schrottplatz fahre?
    Diese eingetrichterte Gier nach Erfolg und Status ist eine Seuche.
    Ich habe mich davon frei gemacht und mir geht es seither viel besser.

    Arbeit ist zum Bestreiten meines Lebensunterhalts da, wenn es dann noch Spaß macht und viel Geld mit sich bringt, dann sage ich nicht "nein", aber beruflichen Erfolg und den damit verbundenen Statuszwang lasse ich mir nicht aufzwingen.
    Ich wünschte das könnte ich auch so sehen.

    Bestes Beispiel vergangenes Wochenende. Wie ich ja schon geschrieben habe, mache weder ich noch meine Partnerin "Karriere", bzw. ich habe ja schon einiges probiert, es aber zu "nichts" gebracht. Ihre Eltern sind ebenfalls "normal" - beide kaufm. Angestellte, kommen einigermaßen üder die Runden und "normale" Autos.

    Onkel und Tante allerdings sind was "Besseres", er Abteilungsleiter bei pompöser Firma, Sie selbständig. Für unsere Terrasse wollten Sie uns jetzt einen Brunnen schenken, den wir am Samstag abgeholt haben, Smalltalk inklusive.

    Die Themen waren: sein aktuelles Projekt X, der kommende Urlaub auf den Seychellen, das Stipendium im Ausland Ihres so hochbegabten Sprösslings, Ihr neues BMW-Cabrio, der Stadion-Besuch am Nachmittag mit VIP-Bereich, die teure Statue im Garten.... insgesamt wird da so drüber geredet, als wäre es völlig normal, bzw. es wird sich dann darüber gewundert wenn andere nicht "mitreden" können. Die Wände zieren lauter Bilder von 5-Sterne Urlauben rund um den Globus.

    Tja, alles Dinge die wir uns eben nicht mal locker flockig leisten können, und als unser alter Golf beim Einladen ins Blickfeld rückte, konnte man anhand der Blicke schon erahnen was denen durch den Kopf ging.

    Und was mache ich: wieder das ganze Wochenende Frust schieben und darüber grübeln, was bei mir falsch, und bei den anderen so viel besser gelaufen ist. Daher passt für mich das Wort "Seuche" und kaputte Seele 1A , denn für mich wirkt das wie eine Narbe im Gesicht, wie ein Makel den ich zeitlebens nicht mehr loswerde.

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  3. #72
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    Standard AW: Lohnt es sich dem "Erfolg" ein Leben lang hinterherzujagen? Berufswelt macht kran

    Zitat Zitat von Flo12 Beitrag anzeigen
    Bestes Beispiel vergangenes Wochenende. Wie ich ja schon geschrieben habe, mache weder ich noch meine Partnerin "Karriere", bzw. ich habe ja schon einiges probiert, es aber zu "nichts" gebracht.
    Schön wieder von Dir zu hören. Ich hatte ja mal ein paar Fragen in den Raum gestellt. Hast Du Dich mal damit beschäftigt? Für Dich? Ich kann nach wie vor bescheinigen dass Einkommen ein Nebenprodukt von Erfolg ist. Wenn man mit dem was man tut erfolgreich ist und ggf. sogar aus einer Masse heraus sticht lässt das Geld nicht lange auf sich warten.

    Zitat Zitat von Flo12 Beitrag anzeigen
    Onkel und Tante allerdings sind was "Besseres", er Abteilungsleiter bei pompöser Firma, Sie selbständig. Für unsere Terrasse wollten Sie uns jetzt einen Brunnen schenken, den wir am Samstag abgeholt haben, Smalltalk inklusive.

    Die Themen waren: sein aktuelles Projekt X, der kommende Urlaub auf den Seychellen, das Stipendium im Ausland Ihres so hochbegabten Sprösslings, Ihr neues BMW-Cabrio, der Stadion-Besuch am Nachmittag mit VIP-Bereich, die teure Statue im Garten.... insgesamt wird da so drüber geredet, als wäre es völlig normal, bzw. es wird sich dann darüber gewundert wenn andere nicht "mitreden" können. Die Wände zieren lauter Bilder von 5-Sterne Urlauben rund um den Globus.
    Also als was "Besseres" würde ich nie jemanden bezeichnen. Zudem höre ich aus den Smalltalk Themen heraus, dass wenn jemand über nichts anderes zu Reden weiß als "Mein Haus, mein Auto, mein Boot", dann sind dies i.d.R. wenig gereifte Persönlichkeiten an denen ich mich persönlich nicht orientieren will. Darüber hinaus habe ich auch schon erlebt wie schnell so eine scheinbar "heile" Welt von einem Tag auf den anderen zusammenbricht. Die Auftragslage in der Selbstständigkeit kann einbrechen und als Abteilungsleiter ist man vom Jobverlust auch nicht gefeit. Man kann sich bei einem spekulativen Investment verzocken und ebenfalls viel verlieren. Dann gibt es noch die Überlegung wie eng die familiäre Verbundenheit zwischen Dir und Deinem Onkel/Tante ist. Wenn ihr euch vielleicht nur ein Mal alle zwei Jahre seht, worüber sollte man sich dann groß unterhalten nach der Frage "wie gehts Deinen Eltern?"? Und wenn die zwei wirklich so in ihrer Arbeit drin hängen, wie oft hört der Sprößling am End sätze wie "wir haben jetzt keine Zeit für Dich, wir arbeiten"? Willst Du so sein? Ich kenne übrigens einen Multimillionär der ebenfalls schon in der "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" Mentalität lebte und in seinem Leben herbe Rückschläge durch diesen Lifestyle hinnehmen musste. Nur so als Tipp... Reichtum schützt vor Scheidung nicht. Einem gebrochenen Herzen ist Dein Kontostand scheißegal. Heute ist er finanziell noch erfolgreicher und fährt einen alten Käfer. Warum? Weil er ihn geil findet? Darum geht's.

    Zitat Zitat von Flo12 Beitrag anzeigen
    Tja, alles Dinge die wir uns eben nicht mal locker flockig leisten können, und als unser alter Golf beim Einladen ins Blickfeld rückte, konnte man anhand der Blicke schon erahnen was denen durch den Kopf ging.

    Und was mache ich: wieder das ganze Wochenende Frust schieben und darüber grübeln, was bei mir falsch, und bei den anderen so viel besser gelaufen ist.
    Nun, Du interpretierst ihre Blicke. Ob sie das was Du glaubst was sie dachten auch wirklich gedacht haben kannst Du gar nicht wissen. Aus diesem Grund muss man es auch nicht als gegebene Tatsache annehmen. Aber nehmen wir ruhig an es wäre so. Die Meinungen anderer sind die Meinungen ANDERER. Was wir selbst über uns denken ist doch die Richtschnur in unserem Leben. Von daher ist es nicht der Blick Deiner Verwandten der Dich grübeln lässt. Da Dich diese angebliche Meinung über Dich so beschäftigt, kann es dann sein dass es Deine eigene Meinung über Dich selbst ist? Könntest Du diese nicht beeinflussen? Man ist erst dann ein Superheld wenn man sich selbst für super hält. Setz Dich doch mal mit DIR auseinander. Andere Menschen werden Dich nicht glücklich machen. Das ist nicht mal Aufgabe Deiner Partnerin. Dafür bist Du selbst verantwortlich. Und die intimste Beziehung führst Du mit Dir selbst. Du kannst Dich nicht verlassen. Du kannst Dich selbst nicht in ruhe lassen. Du musst mit Dir selbst klar kommen. Jeden Tag den ganzen Tag. Drum hör doch mal auf Dich. Tue das was Du tun willst und was Dich glücklich macht. Man kann natürlich eine Menge Zeit damit zubringen sich stets die falschen Fragen zu stellen. Oder aber man beginnt sich die richtigen Fragen zu stellen. Diese zu unterscheiden ist ganz leicht. Man fragt sich im Vorfeld einfach "welchen Effekt hat die Antwort auf meine Zukunft". Ist die Antwort "keinen", dann pfeif drauf. Wenn Du Dich fragst was Dein Onkel und Deine Tante anders machen, wirst Du vielleicht viele Antworten erhalten die Du nicht auf Dich beziehen kannst und sie Dir folglich nichts bringen. Fragst Du Dich allerdings wie kann ich von deren Erfolg profitieren, wäre eine mögliche Antwort: Ruf an, fahr wieder hin und unterhalte Dich mit ihnen. Frag sie aus. Am End kommen da Wertvolle Tipps zusammen. Vielleicht kommt auch nix dabei rum. Dann weißst Du aber wenigstens dass Du von denen nichts lernen kannst und Dich auch nicht mit ihnen Messen musst. Der nächste Blick wird Dir egal sein.

    Beschäftige Dich mit Themen die Dich weiter bringen. Das kann Persönlichkeitsentwicklung sein, Vermögensaufbau, Softskills, Hardskills etc. Unterhalte Dich mit erfolgreichen Menschen. Mit denen denen Du nachstrebst. Tobias Beck hat als Flugbegleiter gearbeitet und die Leute in der ersten Klasse ausgefragt. Vergleiche die Antworten und Du wirst Parallelen finden. Wenn Du glaubst Du würdest auf der Stelle treten dann ist es wohl Zeit für eine Veränderung, oder? Wenn man immer das gleiche tut kann man doch keine neuen Ergebnisse erwarten. Die Dinge die Du tatest haben es "nicht gebracht". Was hatten die denn alle gemeinsam? Wenn Du das raus hast weist Du schon mal was nicht funktioniert und kannst Deinen Kurs entsprechend anpassen.

    Auch wenn man in seinem Tun erfolgreich ist und einen netten Cashflow vorweisen kann, ist dies aber auch kein Garant für finanziellen Erfolg. Hier spielen weitere Regeln wie das parkinsonsche Gesetz, das Gesetz der Anziehung, Investmentstrategien, wie man profitieren kann von der Inflation uvm. eine Rolle.

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