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Thema: Von Westen in Osten ?

  1. #1
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    Standard Von Westen in Osten ?

    Moin,

    Ich bin 21 Jahre alt.Oktober 2018 werde ich 22.Ende Januar 2018 bin ich endlich mit meiner 3,5 Jahren Lehre im Metallhandwerk fertig.Ich denke schon seit längerem darüber nach ,was dann ?.An sich werde ich übernommen, einer der wenigen aus meiner Berufsschulklasse wir sind 16.Am Anfang waren wir 30 , was sich aber nach der Zeit verringert hat.

    Ich lebe im Ruhrgebiet .Das Gehalt 1800 € - 2K€ Netto nach der Lehre.Ich weiß , dafür geht man eigentlich nicht arbeiten ( Im Westen) aber ich sag mal besser was haben direkt nach der Lehre damit das Lebenslauf schön aussieht.Macht immer einen guten Eindruck wenn man übernommen wurde.

    Da ich aber kein Geselle bleiben möchte will ich meinen Hintern wieder in die Schule bringen.Was ich nicht wusste, ich konnte während meiner Lehre eigentlich nebenbei meinen Techniker machen O.o.Hätte uns der Berufsschullehrer das von Anfang an gesagt dann wäre ich jetzt schon viel weiter ...

    Ich denke und denke darüber nach , entweder meinen Handwerksmeister , Industriemeister Fachrichtung Metall zu machen , oder Techniker Fachrichtung Maschinenbautechnik oder Metalltechnik

    Handwerksmeister:
    + Werden in Betrieben wie Industriemeister anerkannt oder sogar besser behandelt
    + Als Angestellter kaum Unterschied vom Gehalt her( Techniker oder Industriemeister)
    + Als Selbstständiger lässt sich sehr viel verdienen , aber der Weg ist auch sehr riskant
    + Werden immer gesucht , entweder Stifte ausbilden oder Produktion überwachen( An sich wie Industriemeister)
    +Knapp die Hälfte lässt sich vom Geld absetzen(Mit 10.000 € zum Handwerksmeister kann man Rechnen , und knapp Hälfte absetzen ist an sich top.Dann noch andere Dinge lassen sich absetzen das man am Ende 75% oder auch mehr absetzen kann.
    +Habe schon Infomaterial von der HWK bekommen
    +5 Monate Vollzeit
    +Könnte ich sofort nach der Lehre machen , es gibt spezielle Institute die einen das Geld vorstrecken mit minimalen Zinsen

    - Kostet verdammt viel Geld auf dem ersten Blick
    - Man muss am Ball bleiben
    - In der Zeit kein Gehalt

    Industriemeister Metall :

    + Machbar in 5 Monaten Vollzeit
    +Kaum ein Unterschied vom Gehalt her

    -Kostet viel Geld , knapp 5000 €
    - Ich muss 1 Jahr Geselle sein
    - In der Zeit keinen Lohn
    -Man muss am Ball bleiben

    Techniker :

    + Man erhält die Fachhochschulreife , es wird eine Prüfung abgelegt
    + 2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre Teilzeit
    + Der Techniker ist dem Ing. fast <--- gleichgestellt
    + Man hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt , und das auch mehr als 2000 € Netto ( Die Lebenskosten im Westen sind verdammt hoch.Kriegst keine vernünftige Wohnung außerhalb des Ghettos für unter 800 € Kalt.
    + Der soll angeblich nicht schwer sein , einer aus meiner Klasse macht das und meinte er hat da Typen sitzen da fragt er sich wie die überhaupt durch die Hauptschule gekommen sind , und er hat mir Sachen gezeigt die nicht wirklich schwer sind(Hatten wir im 3 und 4 Lehrjahr in der Berufsschule)
    +Kostet nichts

    - Man muss über einer langen Zeit am Ball bleiben
    - Wenn ich den Techniker fertig habe bin ich alt,fast 26 Jahre(Teilzeit).Da ist der Zug abgefahren.Ich schaffe es fürs nächste Jahr nicht mehr , Anmeldeschluss 30.11.Ich habe mir überlegt 1 Jahr arbeiten , mich dann doch Vollzeit anzumelden um die bisschen Jahre zu sparen.

    Eine Anmeldung ist jederzeit möglich. Anmeldeschluss ist der 30.11. des Vorjahres. Beginn der Ausbildung ist der darauf folgende 01. Februar.


    Aber sagen wir mal ich hab den Techniker in der Tasche und bin nun fast 26 Jahre alt.An sich ist das Leben dann schon " vorbei " .Frau und Kind alles verpasst.Dafür aber tollen Abschluss.Ich entscheide mich dafür , in den Osten zu ziehen

    + Es ist viel billiger dort zu Leben wie im Westen
    + Dort gibt es wirklich einen Mangel an Fachkräften , nicht wie hier im Westen einfach versucht wird die Leute übern Tisch zu ziehen

    - Schwer Fuß zu fassen ( Man kennt niemanden, andere " Sprache " und Mentalität)
    - Weniger Gehalt ( Was ich nicht schlimm finde)
    - Ossis sollen Wessis nett ausgedrückt hassen(Was man so hört)

    Ich war schon mal im Osten.Nur mit dem Auto durchgefahren mit paar Stops.Ich habe gesehen die Leute dort sind viel netter und auch irgendwie sympatischer , ka warum.Ich habe nicht einmal wirklich mit denen ein Wort gewechselt aber ich habe mich da irgendwie wohl gefühlt.Hier im Ruhrgebiet und generell im Westen ist alles so Herzlos , Material und Geldgeil.Hier würde jeder den anderen ohne auch nur eine Sekunde zu zögern über die Klinge springen lassen wenn es einen Vorteil hätte.Im Osten sind die Autobahnen immer leer?.Morgens und Nachmittags durchgefahren und ohne Probleme 250 km/h , und ich bin ein absoluter Fan vom deutschen System.Keine Narren auf den Straßen die mir meine schöne Geschwindigkeit kaputt machen.Im Westen muss man aufpassen das man seine Karre wegen solchen Narren nicht zerstört.(Habe ein eigenes Auto)

    Nebenbei liebe ich die Natur , will nächstes Jahr meinen Jagdschein machen.2 Wochen dauert der und kostet 2580 €(Bezahle ich durch mein erspartes) .Im Osten da sieht man eigentlich nur Natur.Ich habe auf der Autobahn nur Freies Land gesehen, lässt sich auch sicher gut bejagen.In Westen gibt es kaum Natur , selbst wenn man danach sucht.Bisschen Wald und das wars.Zumindest in meiner Umgebung.Will ja nicht in die Alpen oder Westerwald.

    Die Menschen dort sollen nicht so verklemmt sein und Frauen sollen dort Anstand haben aber der Dialekt soll wohl grässlich sein (Zumindest in Sachsen, wo ich hinziehen möchte).Frauen im Westen sind streng gesehen Schl****n .Schauen alle nur aufs Geld, kaum dreht man sich um macht die schon mit dem nächsten rum.Frauen im Osten sollen Anstand haben , und wissen das Mann und Frau nicht gleich sind, oder nicht gleich sein können.Vielleicht vor dem Gesetz , aber mehr auch nicht(was ein Fehler ist wie man sieht).Im Osten haben es Menschen mit einer bestimmen Ideologie leichter , Polizei soll dort zu mind. 40% diese haben.

    Erfahrungen von Wessis im Osten ?.Oder Meinungen von Ossis über die Wessis ?.Ist mit 26 der Zug abgefahren? .Oder doch lieber Industriemeister?.Das würde mich 1,5 Jahre kosten( 1 Jahr Geselle) und keine 5 Jahre(1 Jahr Wartezeit wegen zu später Bewerbung für Techniker).Aber vom Gehalt her wäre es kein Unterschied.Der einzige Unterschied wäre , dass ich nicht mit einem Hemd im Büro sitze sondern die Leute in der Werkshalle anleite und mir selber die Finger dreckig mache.Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen im Westen zu Leben.Seitdem ich durch den Osten gefahren bin will ich wieder zurück.Es zieht einen irgendwie an,egal ob man dann schlechter verdient Hauptsache man fühlt sich wohl.Diese Natur und frische Luft.Die kannte ich gar nicht , ich hab zum ersten mal in meinem Leben noch nie Luft so gut wahrgenommen.

    Ich stelle mir fürs alt werden vor :

    Eigenes Haus auf dem Land , eigenes Jagdrevier , Frau und Kind.Mehr brauch ich nicht.Dieses Leben hier im Westen(Ruhrgebiet) ist einfach nur noch schlimm.Damals bis 18 da war es noch top.Aber je älter ich werd umso mehr nervt es mich einfach.Überall Menschen die nicht bemerken das es noch andere Menschen auf dieser Welt gibt , und die nicht nur aufs Geld aus sind.In meinem Umfeld geht es mittlerweile auch den Bach unter.Alle werden nur noch Materialgeil , verballern alles was man hat nur um ein dickes Auto zu fahren.Aber nehmen es dann in Kauf den ganzen Monat Dosenfutter zu essen.Mir reicht ein Auto mit 300-500 PS und 400-600 NM.Solche Fahrzeuge bekommt man ohne Probleme für 15-25.000€ mit wenig km.Wenn ich sehe wie alle AMGs auf Pump kaufen , bzw. leasen und am Ende wie Hunde Leben nur um dem Umfeld zu zeigen das man ein dickes Auto hat ist traurig.Da der Osten " Heruntergewirtschaftet " ist hat man solch eine Materialgeilheit weniger , aber ist auch vorhanden.Lieber bin ich unter " Armen" Menschen ,anstatt unter "Reichen" Menschen.

    Hat hier jemand Erfahrung der vom Westen in den Osten ist?.Wie wurde man aufgenommen von den Ossis , wie war es so weit weg von der " Heimat " ?.Würde man anderen Leuten es abraten?.

    Ich kann mich einfach nicht entscheiden.Am liebsten würde ich den Techniker machen.Aber mit 26 fertig sein...Dann doch lieber Vollzeit dann bin ich früher fertig.Da der Techniker nichts kostet und ich zuhause bei meinen Eltern lebe kann ich mein Jahresgehalt gut aufteilen für die 2 Jahre , und mich nebenbei mich auf den Techniker und Hobby konzentrieren.

    Versicherung für 2 Jahre : Knapp 2650 € läuft über Vater.Über mich wäre es nicht bezahlbar.
    KFZ Steuer für 2 Jahre : iwas mit 800 €
    Diesel : 100 - 150 € im Monat ( Das müsste sich eigentlich absetzen lassen , werde mich da mal genauer informieren)

    Kaputt kann nichts gehen , da alles wichtige schon gewechselt.Bremsen,AGR Ventil komplett getauscht , neue Sommer und Winterreifen.Das einzige was vielleicht kommt ist Kupplung , Schwungrad und paar kleine Teile aber das lässt sich auch alles machen.Ich gehe nicht feiern , weil ich immer gearbeitet habe und nie Zeit hatte.Morgens aufstehen und Abend nachhause(Daran sind so gut wie alle Freundschaften zerbrochen weil man sich irgendwann nicht mehr gesehen hat).Alkohol nur auf Weihnachtsfeier und dann richtig.Einmal im Jahr wegschießen .Jagd an sich nicht teuer.Klar , Büchse , Kurzwaffe Munition und andere Sachen sind auch gut 3000-4500€ weg dann noch Versicherung die man braucht.Aber müsste alles mit dem Jahresgehalt zu schaffen sein, und die 3000-4500€ sind auch nur Anschaffung.Wenn man Gesellschaftsjagd macht 40 € Startgebühr und schieß was freigegeben ist.Und es kann sogar sein das meine Eltern die Kosten für mein Auto übernehmen , da die beide genug verdienen.Getan haben die es oft , und wenn ich Techniker werden will und es auch wirklich mache sind die sicher auch sehr stolz und bezahlen komplett alle Kosten die mit dem Auto anfallen.Ausgenommen Bußgelder , die habe ich bislang immer selber bezahlt .Das Jahr 2017 hat mich gut 500 € gekostet an Bußgeldern .Als Stift gehts ins Geld.Quasi 1 Monat umsonst gearbeitet.

    Das Ende:

    -Sind hier Wessis die in den Osten gezogen sind und können ihre Lebenssituation schildern ?
    -Sind hier Ossis die Erfahrung haben mit Wessis ?
    -Was haltet ihr von meinen Zukunftsplänen ?
    -Bin Bio Deutsch .Ossis sollen wohl nur ihres gleiches mögen ( Hab ich so gehört)
    -Will nach Sachsen , auch wenn es blöd klingt und einige meinen Sachsen liegt im tiefsten Osten und sollte gemieden werden wie alte Arbeitskollegen von mir sagen
    -Am liebsten Techniker Vollzeit.Ab Februar bin ich Geselle.Dann Anmelden für das Jahr 2019, in der zwischenzeit Geld verdienen und ab 01.02.2019 von dem Geld dann meinen Techniker Vollzeit machen.

    Wünsch euch ein frohes neues Jahr ! .

  2. Für den Beitrag dankt: Hajooo

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  4. #2
    Moderator Avatar von weidebirke
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    Standard AW: Von Westen in Osten ?

    Ich finde es toll, dass Du Pläne hast.

    Der Rest.
    Naja.

    Ich hab mich ein bisschen am Kaffee verschluckt.

    Danke für die Einblicke in die Denke mancher Leute.

    Also ganz sachlich. Der Osten ist genauso bebaut wie der Westen und hat eine ähnliche Bevölkerungsdichte. Es gibt genauso viel Verkehr auf den Autobahnen. Die Frauen erfüllen im Mittel die gleichen Kriterien. Die Ostdeutschen sind nicht alle rechtsradikal. Ob Du "biodeutsch" bist, interessiert im Osten der gleiche Schlag Leute wie im Westen. Was ist die Definition von "tiefster Osten"? Wenn das den geografischen Mittelpunkt meint, der liegt in Brandenburg. Wobei auf den wohl einige Deiner Punkte zutreffen könnten. https://www.youtube.com/watch?v=uellmynA34U Also vor etwas über zehn Jahren. Vielleicht hat sich ja da etwas getan. Ja, am sächsischen Dialekt scheiden sich die Geister. Wie am bayerischen.

    Du kommst aus dem Ruhrgebiet. Das ist ein dicht besiedeltes Ballungsgebiet. Viele Deiner Kriterien beziehen sich auf Ballungsgebiete vs. ländliche Gebiete. Wobei die Bevölkerungsdichte in Ostdeutschland deutlich geringer ist, was mich jetzt auch überrascht. https://upload.wikimedia.org/wikiped...Landkreise.PNG

    Also, ich finde es gut, dass Du Fragen stellst.

    Und schockiert, was es so für Überzeugungen von Leuten gibt.
    Wer die Welt verändern will, gehe zuerst durchs eigene Haus.

  5. Für den Beitrag danken: Rainer-JGS, Trampelzwerg, ~scum~, °°°abendtau°°°

  6. #3
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    Standard AW: Von Westen in Osten ?

    Hallo raser,

    erst einmal kurz zu mir: Vor vier Jahren war ich für einen Bundesfreiwilligendienst für 10 Monate nach Brandenburg (Königs Wusterhausen und Lausitz) und für zwei Monate nach Sachsen-Anhalt (Salzwedel) gezogen und war etwa gleichaltrig wie Du.

    Das nur einmal als Vorabinformation.

    Zitat Zitat von Raser21 Beitrag anzeigen
    Aber sagen wir mal ich hab den Techniker in der Tasche und bin nun fast 26 Jahre alt.An sich ist das Leben dann schon " vorbei " .Frau und Kind alles verpasst.Dafür aber tollen Abschluss.Ich entscheide mich dafür , in den Osten zu ziehen

    + Es ist viel billiger dort zu Leben wie im Westen
    In der Tat: Die Lebenshaltungskosten (Miete, Grundstück, ÖPNV) sind deutlich geringer als im Westen. Das hängt natürlich mit der niedrigeren Kaufkraft zu tun.
    Allerdings gibt es auch regionale Unterschied. Zum Beispiel im "Berliner Speckgürtel" sollen die Mieten- und Immobilienpreise immer mehr steigen, weil eine "Landflucht" aus Berlin eingesetzt hat.



    - Schwer Fuß zu fassen ( Man kennt niemanden, andere " Sprache " und Mentalität)
    Das stimmt schon. Wobei ich aus meiner Erfahrungen sagen kann: Es kommt erst einmal auf Dich selber an. Wenn Du den Klischee-Wessi dort markierst, bekommst Du direkt gesagt und gezeigt, was die Einheimischen von Dir halten.
    Die Mentalität ist gewöhnungsbedürftig. Es hängt von Dir selber ab, wie Du drauf bist und bereit bist, Dich zu integrieren. Aber ich finde die Sicht- und Lebensweise der "Ossis" keinesfalls per se schlecht. Im Gegenteil: Oftmals sogar besser und vernünftiger als "unsere".

    Nebenbei liebe ich die Natur
    Ich auch! Und dort im "Osten" findest Du noch viel unberührte Natur. Wobei das auch regionalabhängig ist. Jedenfalls ist die Besiedlung auf dem Land dort nicht so stark wie hier. D.h. Man kann dort richtig entspannt durch den Wald laufen, ohne jemanden grüßen zu müssen...

    oder Westerwald.
    Halt Dich bloß aus dem Lästerwald fern. Die Menschen dort sind grauenhaft und insbesondere die Frauen eine Katastrophe. Ich habe selten einen solchen niederen Menschenschlag gesehen wie dort.

    Die Menschen dort sollen nicht so verklemmt sein und Frauen sollen dort Anstand haben aber der Dialekt soll wohl grässlich sein
    Viele Menschen dort sind noch hilfsbereit, auch wenn sie ein mürrisches Gesicht haben. Das war für mich damals gewöhnungsbedürftig. Aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und kann diesem Gesichtsausdruck mehr gewinnen, als dieses heuchleriche Lächeln hier im Westen. Ich muss mich beim Einkaufen immer zurückhalten, wenn die Verkäuferin einen auf nett tut, obwohl sie ihren Job hasst.

    Die Frauen dort sind schon noch anders, als im Westen. Einfach femininer und "klarer im Kopf". Allerdings kommt es auch immer auf dem Einzelfall an. Und gerade die jüngere Generation (unseres Alter) ähnelt immer mehr den Wessis.

    Zum Dialekt: Den Brandenburger-Berliner Dialekt empfande ich nicht als schlimm. Er war in Ordnung gewesen.

    Schauen alle nur aufs Geld, kaum dreht man sich um macht die schon mit dem nächsten rum.
    Bin ich auch voll bei Dir. Es ist eine Katastrophe hier. Wobei es, zum Glück, auch noch (wenige) Ausnahmen gibt.

    Erfahrungen von Wessis im Osten ?Ist mit 26 der Zug abgefahren?
    Mit der Generation im unseren Alter bin ich gut zurecht gekommen. Viele waren direkt aufgeschlossen und teilweise verwundert, was ein "Wessi" bei denen macht. Bei der Generation 30 - 50 Jahre kam es stark darauf an, wie man sich verhalten hat. Mit korrekten Verhalten konnte man sich beweisen. Allerdings dauert es seine Zeit. Fremde werden generell erst einmal kritisch beäugt.
    Und bei der Generation 50 + habe ich viel Ablehnung und Mobbing erfuhren. Die "heilige Kuh DDR" war immer allgegenwärtig. Von solchen Leuten würde ich mich fernhalten. Und als "Wessi" hatte man von Anfang an einen schwierigen Stand.

    Überall Menschen die nicht bemerken das es noch andere Menschen auf dieser Welt gibt , und die nicht nur aufs Geld aus sind.In meinem Umfeld geht es mittlerweile auch den Bach unter.Alle werden nur noch Materialgeil , verballern alles was man hat nur um ein dickes Auto zu fahren.Aber nehmen es dann in Kauf den ganzen Monat Dosenfutter zu essen.Mir reicht ein Auto mit 300-500 PS und 400-600 NM.Solche Fahrzeuge bekommt man ohne Probleme für 15-25.000€ mit wenig km.Wenn ich sehe wie alle AMGs auf Pump kaufen , bzw. leasen und am Ende wie Hunde Leben nur um dem Umfeld zu zeigen das man ein dickes Auto hat ist traurig.Da der Osten " Heruntergewirtschaftet " ist hat man solch eine Materialgeilheit weniger , aber ist auch vorhanden.Lieber bin ich unter " Armen" Menschen ,anstatt unter "Reichen" Menschen.
    Ich habe mich nicht umsonst aus dieser Gesellschaft, weitesgehend, ausgeklingt und gehe meinen eigenen Weg. In den neuen Bundesländern dürftest Du es mit Deiner Einstellung leichter haben. Allerdings gibt es auch dort Menschen, die konsumorientiert sind. Je nach dem, wo man sich dort bewegt, auch nicht wenige.

    Hat hier jemand Erfahrung der vom Westen in den Osten ist?.Wie wurde man aufgenommen von den Ossis , wie war es so weit weg von der " Heimat " ?.Würde man anderen Leuten es abraten?.
    Zu den Erfahrungen habe ich bereits etwas geschrieben. Ich habe meine "Heimat" überhaupt nicht vermisst. Du scheinst die richtige Einstellung und Kenntnisse (Handwerk wird im "Osten" auch noch mehr geschätzt als im Westen) mitzubringen. Gehe ruhig diesen Schritt, aber sei auch nicht zu naiv!

    Von der Landschaft und den Frauen her, kann ich Dir die Lausitz bzw. Cottbus empfehlen. Allerdings sind die Menschen dort noch einen Tick "reservierter" und konservativer.

  7. #4
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    Standard AW: Von Westen in Osten ?

    Es ist schon erstaunlich, was noch für Vorurteile herrschen Es ist aber gut, dass du fragst, so können Vorurteile abgebaut werden
    Ich bin selbst im Osten geboren und lebe auch noch hier. Kenne aber auch den Westen ganz gut, weil Verwandte von mir dort leben und ich sie regelmäßig besuche. Für mich persönlich gibt es auch kein Ost und West mehr. Viele junge Leute machen hier keine unterschiede mehr. Wenn, dann sind es eher die älteren, die noch eine Mauer im Kopf haben Und das gilt für Ost- wie auch Westdeutsche.

    + Es ist viel billiger dort zu Leben wie im Westen

    Das trifft aber nur auf die Mieten, Grundstückspreise oder Häuserkauf zu. Allerdings sind auch hier die Preise langsam am steigen. Gerade in Ballungszentren wie Dresden.
    Wenn die polnische oder tschechische Grenze nicht weit ist, kann man auch noch am Benzin sparen. Alles andere ist aber genau so teuer wie im Westen.

    + Dort gibt es wirklich einen Mangel an Fachkräften , nicht wie hier im Westen einfach versucht wird die Leute übern Tisch zu ziehen
    Kommt darauf an, was für Fachkräfte gesucht werden.

    - Schwer Fuß zu fassen ( Man kennt niemanden, andere " Sprache " und Mentalität)
    Ich denke, es ist in jedem Bundesland gleich schwer und auch die Mentalität ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Das hat nicht zwingend was mit Ost und West zu tun. Auch Dialekte hast du in jedem Bundesland andere und auch innerhalb eines Bundeslandes können sich diese noch unterscheiden. Zudem spricht nicht jeder einen Dialekt. Auch in Sachsen, wo du gerne hin möchtest, spricht nicht jeder sächsisch. Einzig an das „nu“ (heißt „ja“) oder „och“ (das „o“ wird hier langgezogen und heißt „auch“) wirst du dich gewöhnen müssen. Denn diese Wörter verwendet fast jeder Sachse, auch, wenn dieser sonst recht dialektfrei spricht.

    - Ossis sollen Wessis nett ausgedrückt hassen(Was man so hört)

    Ich möchte nicht ausschließen, dass es solche Menschen gibt, aber die Regel ist das sicher nicht

    @weidebirke
    Es gibt genauso viel Verkehr auf den Autobahnen.
    Der Verkehr ist meiner Erfahrung nach im Süden und Westen Deutschlands schon deutlich dichter. Auch die Straßen- und Autobahnbeschaffenheit nicht selten wesentlich schlechter. Auch in den Städten selbst fährt es sich in ostdeutschen Städten angenehmer und entspannter - von den Großstädten mal abgesehen (gerade Dresden ist der Horror).

  8. #5
    Moderator Avatar von Yannick
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    Standard AW: Von Westen in Osten ?

    Hallo,

    ich habe mich damals für den Handwerksmeister und gegen den Techniker entschieden, weil man damit flexibler war und als Rückfallebene die Möglichkeit eines eigenen Betriebes gegeben ist. Grundsätzlich ist man mit den Handwerksmeister näher am Kunden und die Ausbildung von jungen Menschen ist eine wirklich interessante Aufgabe. Vielleicht ist es eine gute Idee, zunächst ein paar Jahre im erlernten Beruf weiterzuarbeiten und mindestens auch noch einen anderen Betrieb, als den Ausbildungsbetrieb kennenzulernen. Ich bin diesen Weg gegangen.

    Der Techniker schien mir etwas zu trocken, man ist ziemlich an den Arbeitgeber gebunden und die Wahl des Wohnortes richtet sich eben auch nach dem Angebot auf dem Arbeitsmarkt.

    Als Handwerksmeister finden sich auch Jobs in der der Industrie und wenn Du dein "Handwerk" verstehst, passt irgendwann auch das Gehalt. Ich denke, anfangs ist der Techniker gehaltsmäßig besser dran. Das ändert sich aber, wenn Du Dich Richtung Abteilungsleiter, Projektleiter, etc weiterentwickelst und bereit bist Verantwortung zu tragen.

    "Mir reicht ein Auto mit 300-500 PS und 400-600 NM." Brauchst Du den jetzt wirklich oder kann das noch ein paar Jahre warten? Auch mit 120 PS kann man heute locker über 200 km/h fahren, wenn man will bzw darf.

    Ich bin Wessi und habe schon an vielen Orten gearbeitet. Für den guten Kontakt zu den Mitmenschen ist es sicher hilfreich, wenn man den lokalen Dialekt versteht. In den Großstädten ist das allerdings nicht so von Bedeutung, da die Bevölkerung dort eher durchmischt ist und selbst hier im Rheinland werden die lokalen Dialekte, wie sie noch von den Eltern gesprochen werden, von den jüngeren oft gar nicht mehr verstanden. Das ist bald auch in Sachsen der Fall. In Bayern kann das anders sein, aber die haben eh ein Problem mit den Preußen wenn sie länger, als 6 Wochen bleiben.

    Ich mag sächsisch und schön ist es da auch.

    Nur Mut...
    Der Sinn des Wanderns ist es, unterwegs zu sein.

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