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Thema: Abbruch und Neuanfang = Trauer/Hoffnungslosigkeit/Enttäuschung

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    Standard Abbruch und Neuanfang = Trauer/Hoffnungslosigkeit/Enttäuschung

    Ihr Lieben!

    Ich habe mein Problem bereits vor geraumer Zeit geschildert und es wird leider nicht besser bzw. verfolgt mich immer wieder und es kommt mir so vor, als hätte ich in meinem Leben einen sehr schwerwiegenden Fehler gemacht, den ich hätte zu verhindern wissen müssen.
    In meinem Leben macht sich mit 25 eine dauerhafte berufliche Unzufriedenheit breit, die mich die ganze Zeit in einem Spannungszustand lässt und immer wieder in Zweifel wirft, ob die Dinge so wirklich richtig sind... weil sie stets von Sorgen und Zukunftsängsten überschattet werden... und ich jedes Mal in diesen Strudel gerate und am Boden bin.

    Ich habe bereits ein Studium absolviert und aufgrund fehlender beruflicher Möglichkeiten im Sept. 15 eine Ausbildung in der Verwaltung begonnen, bei der ich zu Beginn schon ein wenig Bauchschmerzen hatte und mein Umfeld teilweise mit Unverständnis reagierte. Geld und Sicherheit haben mich in den ÖD gelockt – und irgendwie passt dies auch zu mir, da ich ein geraden und sicheren Lebensweg verfolge... eben etwas Berechenbares möchte. Die Ausbildung entsprach jedoch wenig meinen Vorstellungen, geschweige denn den Ansprüchen an mich selbst. Ich hatte oft das Gefühl, künstlich klein gehalten zu werden und auf der Stelle zu treten. Ständig habe ich mich mit meinen Freunden verglichen aber auch den Azubis um mich... Ein Fehler, denn es ist mein Leben, aber dennoch begehrt man schnell auf oder grenzt sich ab von dem, was man nicht möchte... Nach vielen schweren Monaten habe ich dann im Sept. 16 meine Ausbildung freiwillig beendet und den ÖD verlassen und wie lange geplant ein zweites Studium der Sozialpädagogik begonnen, weil ich einen fordernden Job brauchte, in dem ich mich mit Menschen auseinandersetzen kann.

    Die Ausbildung ließ mir den Bürojob sehr trocken, wenig abwechslungsreich und kaum fordernd wirken... Oft kamen mir auch die Angestellten so vor, als würden sie die Zeit tot schlagen, weil diese sich zäh wie Kaugummi zieht... Sollte ich dies so verkannt haben?! Ich wollte keine 40 Jahre nur vor dem PC auf diese Weise verbringen müssen. Und so hab ich mich wohl in dem Gedanken verloren, etwas neues zu beginnen.

    Zumindest glaubte ich das... nach kurzer Zeit überkamen mich jede Menge Zweifel, ob der Ausbildungsabgang wirklich der richtige Weg war und nicht doch nur eine Flucht heraus aus der Unterdrückung. Oft werfe ich mir nun vor, hätte ich doch durchgehalten, dann wäre alles besser geworden und ich wäre evtl. nachher im Jugend- oder Sozialamt oder Jobcenter gelandet, wo man auch mit Menschen arbeiten kann, aber selbst auch ein sicheres Arbeitsverhältnis hat. Stattdessen habe ich mich hoffnungslos in der Finanzverwaltung oder sonst wo untergehen und tot unglücklich werden gesehen. Dennoch quält mich immer wieder der Wunsch, die Zeit zurückzudrehen, durchzuhalten und sowohl an die äußeren Umstände als auch mich selbst zu glauben. Ich habe, und dies hat mich sehr viel Überwindung gekostet, den Ausbilder mehrfach um eine Rückkehr gebeten. Dies wurde stets verneint, und aus betrieblicher Sicht kann ich es auch verstehen. Andererseits bin ich dennoch enttäuscht, wütend usw... von dem Ausbilder, aber besonders natürlich von mir und es lastet nun bereits so ewig auf mir. In bestimmten Zeiten mehr, in anderen weniger.

    Was kann ich tun, um mit mir den Frieden zu finden? Mir ist, als wäre meine einst große Chance für immer abhanden gekommen... fühlte ich doch damals, das wäre eine Befreiung von drohendem Unheil. Ich weiß es jetzt selbst nicht mehr, wie ich so naiv sein konnte und ob ich mich nicht hätte zusammenreißen müssen... Ich habe das Gefühl, dass mich diese generelle Haltung, im Arbeitsleben zufrieden zu sein, immer begleiten wird, daher aber oft schnell Unbehagen herrscht und ich dementsprechend Ausflüchte suche...
    Ich kann mich nicht damit abfinden, offenbar einen Fehler begangen zu haben, an dem ich auch noch Schuld bin...

    Mein Traum war lange, auch während dem 1 Jahr Ausbildung, in einem Jobcenter zu arbeiten - viele raten davon ab, aber mir gefiel der Rahmen an sich. Ich war der Meinung, hier besser als Sozialarbeiter aggieren zu können... aber nun ist mir erst bewusst geworden, wie sehr ich die Möglichkeit auf eine späteren Anstellung über meinen Neuanfang doch realistisch gesehen vollkommen in den Sand gesetzt habe.

    Kann mir jemand raten, wie ich mit der Vergangenheit klarkomme bzw. ein Buch empfehlen, das hier Tipps gibt o.ä.?
    Geändert von lumineux (14.11.2017 um 16:15 Uhr)

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    Standard AW: Abbruch und Neuanfang = Trauer/Hoffnungslosigkeit/Enttäuschung

    Mit einem Sozialpädagogik Studium kannst du auch später im Jugendamt, Arbeitsamt oder Jobcenter arbeiten und eine sichere Stelle bekommen.

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