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Thema: Ich habe es langsam satt, für einen Hungerlohn arbeiten zu gehen!

  1. #1
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    Standard Ich habe es langsam satt, für einen Hungerlohn arbeiten zu gehen!

    Hallo zusammen,

    ich weiß nicht, ob ihr meine Situation nachvollziehen könnt. Bis vor 6 Monaten war ich in Vollzeit bei der Hauptvertretung einer Versicherung als Vertriebsassistentin beschäftigt und wurde da schon verhältnismäßig schlecht bezahlt (netto ca. 1.200). Inzwischen wurde meine Stelle auf Teilzeit reduziert, weil es nicht genügend Arbeit gibt und ich arbeite nun seit einem halben Jahr nur noch zwischen 16 und 18 Stunden. Mein Nettogehalt beträgt nichtmal 700 Euro, was natürlich vorne und hinten nicht reicht. Ich bekomme ja auch nur läppische 12 Euro auf die Stunde und das in Baden-Württemberg..

    Da ich mir schon lange kein Auto mehr leisten kann, muss ich jeden Tag mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren und bin im Grunde länger unterwegs zur Arbeit bzw. mittags wieder heim, als dass ich effektiv Zeit in der Versicherungsagentur verbringe. Meine Fahrkarte kostet knapp 100 Euro und wird natürlich von meinem AG auch nicht bezuschusst. Es gibt kein 13. Gehalt, keine Sonderzahlungen, keine Provision, nix.

    Dann habe ich natürlich noch Mietkosten, muss meine Versicherungen zahlen (und habe selbst da nur noch das Nötigste) und dann bleibt mir am Ende vom Monat nahezu nichts mehr. Essen muss ich ja auch noch irgendwas und da schaue ich schon extrem auf die Preise und gehe nur beim Aldi einkaufen.

    So langsam habe ich wirklich keine Lust mehr, für so einen lächerlichen Hungerlohn überhaupt aufzustehen morgens.
    Keine Ahnung ob ihr das nachvollziehen könnt, aber es macht mich echt fertig. Ich bewerbe mich wie blöde auf Vollzeitstellen und auch auf 450 €-Jobs - zweiteres, damit ich wenigstens noch was dazuverdienen kann, aber es kommt kaum Resonanz. Bei den Minijobs ist es leider auch so, dass erwartet wird, dass man sehr flexibel ist.

    Da ich aber in meinem Teilzeitjob mal Vor- und mal Nachmittags arbeiten muss, ist diese Flexibilität so gut wie gar nicht gegeben und somit bin ich dann auch für Jobs wie z.B. Regale einräumen im Supermarkt auch nicht mehr interessant, da dies immer um dieselbe Uhrzeit erfolgt (abends, wenn ich noch von der Arbeit auf dem Nachhauseweg bin).

    Ich bin wirklich verzweifelt und weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Bürokräfte wie mich gibt es leider wie Sand am Meer und ich bin auch nicht mehr die Jüngste (37), sodass ich sagen könnte "Dann geh ich halt noch studieren!" oder ähnliches.

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  3. #2
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    Standard AW: Ich habe es langsam satt, für einen Hungerlohn arbeiten zu gehen!

    also es gibt sachen davon wusste ich noch gar nicht
    von einer vollenstelle auf teilzeit ist natürlich richtig scheiße.
    nun gut, ich würde versuchen da zumindest es einzugrenzen.
    als sie dich runterstuften muss doch in deinem vertrag festgelegt werden wann du auf jedenfall anwesend sein musst.
    also bei 18/20 std mo-fr. ab 9-13 oder mo-mi volle tage
    solltest du schon versuchen zu klären, kann ja nicht sein, dass du da der springer bist, wie soll man dann da den überblick haben.

    das mit dem 13. gehalt ist leider keine pflicht oder hattest du das noch bei der festenstelle?
    das müsstest du das auch bei der teilzeitstelle bekommen.

    wenn du das geklärt hast, wann deine arbeitszeiten sind, kannst du auch einfach nach einem nebenjob zur überbrückung schauen.
    umziehen wäre auch eine option?

  4. #3
    Registriert Avatar von Bierdeckel111
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    Standard AW: Ich habe es langsam satt, für einen Hungerlohn arbeiten zu gehen!

    Manchmal ist es klüger "nichts" zu tun als Vollzeit zu arbeiten. Rechne dir mal aus wieviel du mit Hartz 4 und den diversen Zuschüssen und Befreiungen bekommen würdest. Ich denke sicher mehr als die 1,2k Euro netto im Monat. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten als Hartz 4 und unterbezahlte Arbeit. Falls du weiblich bist suche dir einen Mann der gut verdient und mache für diesen den Haushalt. Damit lebst du auch besser und sorgenfreier. Ansonsten versuche dir eine Krankheit feststellen zu lassen dann hast du auch mehr Vorteile.

    Was mir noch einfällt sich selbständig machen wenn du dich im kaufmännischen Bereich gut auskennst und was ich so heraus las kommst du ja auch aus diesem Bereich. Andere Möglichkeit wäre noch wo anders hinzuziehen wo es dir besser geht wenn dich hier nichts mehr hält sei es im Ausland oder gehe zurück zu deinen Eltern wenn die Eltern ein Haus haben und noch genug Platz da ist um dort kostenfrei zu leben und sich wieder zu sammeln und eine neue besser bezahlte Arbeit zu finden.

  5. Für den Beitrag dankt: Kerstin1976

  6. #4
    Moderator Avatar von Darknessgirl
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    Standard AW: Ich habe es langsam satt, für einen Hungerlohn arbeiten zu gehen!

    Zitat Zitat von Bierdeckel111 Beitrag anzeigen
    Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten als Hartz 4 und unterbezahlte Arbeit.
    Ja, zum Beispiel eine gut bezahlte Arbeit zu finden.

    Als Erstes bist du nicht zu alt zur Weiterbildung, vielleicht für ein Studium, aber es gibt auch gute IHK-Weiterbildungen (z.B. Fachwirt/Betriebswirt), die sich auch jetzt noch lohnen. Da solltest du dich mal informieren, um dein Profil zu verbessern. Sprichst du eine Fremdsprache (Englisch etc.?) Was hast du denn vorher gemacht, wenn du 37 bist oder warst du schon immer in dieser Agentur beschäftigt?

    Evtl. haben potentielle AG Sorge, dass du im Vollzeitjob wieder auf Teilzeit springst, also mache deutlich in der Bewerbung, dass du wirklich dauerhaft Vollzeit arbeiten möchtest und nur vorübergehend Teilzeit arbeitest. Eventuell lass auch die Bewerbung mal professionell durchchecken. Wenn du gar kein Feedback bekommst, ist da vielleicht noch etwas zu verbessern. Oder wirst du auch eingeladen? Auf welche Art von Jobs bewirbst du dich genau?

    Du musst dich einfach abgrenzen von den anderen Bürokräften durch Weiterbildung, Sprachkenntnisse, gute Unterlagen, gutes Auftreten, etc..
    "Eine kluge Frau wird manches übersehen, aber vieles überschauen." [Lil Dagover]

  7. Für den Beitrag dankt: Kerstin1976

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