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Thema: Nach dem Studium - Depressionen

  1. #1
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    Standard Nach dem Studium - Depressionen

    Hallo liebe Leute,

    ich nutzte dieses Forum um meinem Frust von meiner Seele zu schreiben. Bitte seid nicht nicht so hart zu mir.

    Ich habe gerade mein Bachelorstudium im Bereich der Informatik (Schwerpunkt: Wirtschaftsinformatik)
    fast abgeschlossen und mache jetzt mein Praxissemester. Ich werde voraussichtlich in Regelstudienzeit (3 Jahre)
    abschließen.

    Nun sitzte ich in meinem Praktikum und habe Angst das falsche studiert zu haben. Es ist für mich schwer 8 Std. am Tag am Computer zu sitzen. Es ist nicht dieses am PC sitzen, oder im Büro zu sitzen. Mir fehlt der Kontakt zu Menschen. Ich teile mein Büro mit einem Mann, der nicht besonders viel mit mir redet. Gestern bin ich heulend nach Hause gegangen. Auch fehlt mir die Abwechslung.
    Ich bin weiblich und gerade 24 geworden. Ich habe Angst, das die letzten Jahre verschwendete Jahre waren, das ich umsonst soviel Geld, Mühe und Zeit in das Studium investiert habe. Diese Angst sitzt mir tief im Nacken und verursacht bei mir Depressionen.
    Ich bin in die Entwicklungsabteilung eines kleines Unternehmens untergekommen und schaue mir den Quellcode an.

    Mein Freund meint, das ich mir nach dem Studium einen Job mit mehr Menschen Kontakt suchen kann, wie IT-Berater etc, oder eher in die Wirtschaft. Ich habe die Befürchtung das ich zu wenig BWL Kentnnise habe. Ich hoffe einen "Quereinstieg" in einer ähnlichen Branche machen zu können.
    Klar bin ich froh eine gute solide Ausbildung zu haben. Ich habe einfach Angst und gerade stürzt mich das in Depressionen.

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  3. #2
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    Standard AW: Nach dem Studium - Depressionen

    Hallo susi,

    so einen blöden Job hatte ich auch mal, da bin ich jeden Mittag freiwillig in den Supermarkt gefahren und habe Essen besorgt, damit ich wenigstens mal kurz menschlichen Kontakt hatte. Nach 2 Monaten habe ich aufgegeben, das war einfach zu unerträglich. Danach war mein Schwerpunkt nicht mehr Softwareentwicklung und das ist 1000mal besser für mich.

    Dir rate ich das Gleiche d.h. suche dir was besser zu dir passt. Hab keine Angst wegen deinem Studium und das die Jahre umsonst waren. Erstens ist das schon mal ein sehr gute Grundlage, zweitens kannst du damit verschiedene Bereiche ansteuern und drittens hat dir das sicher mal Spaß gemacht und jetzt passen nur die Rahmenbedingungen nicht. Als IT Mensch hast du derzeit eh gute Chancen am Markt, da musst du echt nicht gleich das erste nehmen.

    Ich würde an deiner Stelle zunächst mit dem Chef sprechen und ihn fragen, welche Alternativen im Betrieb in Frage kommen. Wenn da nichts Brauchbares dabei ist, würde ich mich auf dem Markt umsehen (und notfalls auch gleich kündigen falls du das gar nicht mehr ertragen kannst).

    Und dann machst du dich mal schlau, welche Bereiche bzw. Art von Tätigkeiten Freude in dir auslösen. Das ist theoretisch nicht immer so einfach, vielleicht machst du ein paar Praktikums. Und/oder du lässt dich mal von guten Leuten beruflich beraten, das geht u.U. sogar kostenfrei bei der Agentur für Arbeit (ja, vereinzelt haben die gute Leute). Probiere das doch einfach mal aus, im blödesten Fall war's halt Zeitverschwendung.

    Und macht dich selbst nicht so fertig, das ist NUR ein Job!

    Viel Erfolg!

  4. #3
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    Standard AW: Nach dem Studium - Depressionen

    Weshalb machst du dort ein Praktikum?
    Wie du selbst sagtest gibt es doch für dich speziell noch andere Möglichkeiten. Besonders IT-Beratung passt zu dir.
    Und gefühlte BWL-Defizite kann man auch nacharbeiten.
    Sehe es schwerer als BWLer IT-Kenntnisse anzueignen.

  5. #4
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    Standard AW: Nach dem Studium - Depressionen

    Zitat Zitat von susi112 Beitrag anzeigen
    Nun sitzte ich in meinem Praktikum und habe Angst das falsche studiert zu haben. Es ist für mich schwer 8 Std. am Tag am Computer zu sitzen. Es ist nicht dieses am PC sitzen, oder im Büro zu sitzen. Mir fehlt der Kontakt zu Menschen. Ich teile mein Büro mit einem Mann, der nicht besonders viel mit mir redet. Gestern bin ich heulend nach Hause gegangen. Auch fehlt mir die Abwechslung.
    Ich bin weiblich und gerade 24 geworden. Ich habe Angst, das die letzten Jahre verschwendete Jahre waren, das ich umsonst soviel Geld, Mühe und Zeit in das Studium investiert habe. Diese Angst sitzt mir tief im Nacken und verursacht bei mir Depressionen.
    Das lange vor dem Pc sitzen bei der Arbeit (+ die Zeit, die man nach der Arbeit vor dem PC verbringt) und fehlender Kontakt (kommuniziert wurde viel, aber nur fachlich) zu anderen haben mich auch dazu bewegt, nach meinem Informatikstudium mit etwas anderem anzufangen (Ausbildung in der Pflege). Ich war zu Beginn der Ausbildung besorgt über meinen bisherigen Lebensweg gewesen, ob ich nicht die Zeit verschwendet hätte, ob ich die Schulden je abbezahlen könnte (Bafög + Kredit), ob ich nicht zu alt wäre (26) usw. Je weiter meine Ausbildung jedoch voranschreitet, desto mehr Möglichkeiten eröffnen und erschließen sich mir, was ich nach der Ausbildung alles machen kann, auch in Verbindung mit der Informatik. Das Studium wird im großen und ganzen sehr geschätzt (angefangen von der Personalverwaltung bishin zu meinen meist sehr herzlichen und kommunikativen KollegInnen). Demnach haben sich die anfänglichen Sorgen alle als unberechtigt herausgestellt. Und durch die Pflege fange ich jetzt erst an zu verstehen, was Informatik eigentlich wirklich bedeutet (nichts Abstraktes mit Computern, sondern Konkretes bspw. wie Pflegeprozesse und Arbeitsabläufe zum Nutzen aller optimiert, wie mit einer großen Anzahl von Patientendaten umzugehen ist und wie man sie am besten verfügbar und nutzbar macht, welche Art von Information für den Patienten relevant sind, wie Automatisierung und Digitalisierung das Verhältnis zu einem Menschen ändern kann...)

    Ich finde es toll, dass du dich nun nach anderen Wegen umschaust. Auch die IT-Branche bietet wie Querdenker schon erwähnte deinen Wünschen entsprechende Stellen. Ich weiß aber von Freunden, die in der IT geblieben sind, dass sich einem sogenannten "guten Chancen im Markt" nur anbieten, wenn man flexibel und mobil ist. Ein ehemaliger Studienkollege war nach dem Studium erstmal eine zeitlang arbeitslos, dann fand er einen Job nahe Düsseldorf, die Arbeitskollegen und der Chef waren unmöglich, wechselte dann nach Berlin, jetzt hat er eine Stelle in Köln. Das alles in eineinhalb Jahren. Das hört sich abwechslungsreich an, man lernt in kurzer Zeit viele neue Menschen kennen und zieht in neue Städte, die Neugierde wird befriedigt. Aber ich denke man muss ich mit der Gefahr abfinden, dass dies zu einem dauerhaften Zustand werden könnte.

  6. #5
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    Standard AW: Nach dem Studium - Depressionen

    Das ist genau das was passiert, wenn man Frauen einredet sie müssen unbedingt IT Studieren und einfach komplett ignoriert, dass Männer und Frauen sich in der Hinsicht oft unterscheiden. Also ich freue mich über jede Kollegin, die gerne programmiert und dabei Spaß hat, aber ich erlebe es immer wieder, wie Frauen dazu getrieben werden IT zu studieren und dann komplett unglücklich damit sind.

    Aber keine Sorge du hast mit Wirtschaftsinformatik eine gute Ausbildung und findest garantiert ein Stelle in Richtung Projektmanagment oder Consulting. Auch möglich Scrum-Master oder etwas in der Richtung machen.

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