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Thema: Ab wann ist es ok zum "Verräter" zu werden?

  1. #1
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    Standard Ab wann ist es ok zum "Verräter" zu werden?

    Ich arbeite in einer Firma die man einfach nur als kriminell bezeichnen kann. Die Firma und die knapp 15 Subunternehmen weisen schon mafiöse Strukturen auf, "wir" schaden nicht nur dem Staat durch diverse nicht wirklich legale Aktionen, wir betrügen und schaden auch Einzelpersonen, und das alles unter einer super seriösen Fassade.

    Ich bin seit einem halben Jahr in dieser Firma tätig, verdiene sehr gut und kann mich was das Betriebsklima und alles andere angeht absolut nicht beschweren... nur (melodramatisch formuliert) schreit mein Gewissen jeden Morgen auf wenn ich zur Arbeit gehe. Ich hätte alle Informationen und Beweise um zur Polizei zu gehen und dieses "Krebsgeschwür der Gesellschaft" ein für alle mal dicht zu machen, wäre da nicht so ein kleines Probelm: Ich kenne viele der Mitarbeiter, die meisten sind anständige Menschen und wissen schlicht und einfach nichts von den kriminellen Aktivitäten der Firma, oder haben sich aus Alternativlosigkeit damit arrangiert, viele haben Familie...

    Wenn ich zur Polizei gehe ruiniere ich vermutlich die Existenz von 84 Mitarbeitern und deren Familien... wenn ich nicht zur Polizei gehe weiß ich, dass die Firma immer so weiter machen wird und weiterhin der Gesellschaft schaden wird.

    Scheiß Gewissen...

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  3. #2
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    Standard AW: Ab wann ist es ok zum "Verräter" zu werden?

    Das ist alles nicht mehr für Dich zu ertragen.?

    LG
    Landkaffee
    "Denken ist eine der schwierigsten Aufgaben der Menschheit. Darum unterlassen es die meisten." soll Henry Ford gesagt haben.

  4. #3
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    Standard AW: Ab wann ist es ok zum "Verräter" zu werden?

    Wenn ich in einem mafiös organisiertem Unternehmen arbeiten und über Insiderwissen verfügen würde, wäre dies so mit das Letzte was ich tun würde:
    In einem relativ überschaubaren Forum äußern, dass ich mit dem Gedanken spiele, den Laden hochgehen zu lassen.
    Sooo ein krimineller Betrieb wird es also nicht sein.
    Du kannst dir eine andere Arbeit suchen. Man muss kein "Verräter" werden, kann aber ein solches Unternehmen verlassen.

  5. #4
    Registriert Avatar von Kylar
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    Standard AW: Ab wann ist es ok zum "Verräter" zu werden?

    Ich würde es total okay finden, wenn du zur Polizei gehst.
    "Ich bin nicht verrückt. Ich habe mich testen lassen"
    modifiziertes Zitat von Sheldon Cooper

  6. Für den Beitrag danken: Miria6, pecky-sue, Rose, Silan, TomTurbo

  7. #5
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    Standard AW: Ab wann ist es ok zum "Verräter" zu werden?

    @Landkaffee

    Ich bin nicht als Unbeteiligter zufällig über etwas gestolpert... meine (durchaus gut bezahlte) Arbeit trägt aktiv zu den illegalen Aktivitäten bei, ich bin quasi ein Mittäter geworden.

    Ob es ertragbar ist? Keine Ahnung, aber alles in mir sagt, dass man nicht für Geld seine Prinzipien wegwerfen darf.

    Würde es nur um meinen Job gehen, wäre ich morgen bei der Polizei, ich bin hoch qualifiziert und habe bisher immer innerhalb von wenigen Wochen einen neuen Job gefunden. Mein Problem sind die ganzen Lagerarbeiter, Auszubildenden, Fahrer... viele von denen waren lange, lange arbeitslos bevor die dort angefangen haben, für viele war der Job die erste Chance seit langem. Da sind viele Ausländer dabei die kaum deutsch sprechen, und vermutlich relativ schnell in Hartz IV abrutschen würden wäre der Job weg.

    Klar könnte ich jetzt sagen, dass das nicht meine Sorge ist... aber jede Handlung hat Konsequenzen, für die man verantwortlich ist.

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