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Thema: Bei Umstrukturierung - trotz bester Qualifikation und Empfehlung - übergangen

  1. #1
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    Standard Bei Umstrukturierung - trotz bester Qualifikation und Empfehlung - übergangen

    Hallo bin noch neu hier....und habe mal eine Frage.

    Ich bin seit nahezu 25 Jahren im öffentlichen Dienst tätig und habe mich über mein Engagement nach und nach "hoch gearbeitet" aber über die "normale Ausbildung" zum Verwaltungsfachangestellten hinaus, aus privaten Grunden leider keine Gelegenheit, weitere Fortbildungen z.B. AL II zu besuchen (immer kam genau dann etwas Schwerwiegendes dazwischen). Habe mir aber hervorragendes, aktuelles Fach (Rechts-)wissen angeeignet und dies auch über meine Stellenbeschreibung und insbesondere über ein entsprechendes Zwischenzeugnis bestätigt bekommen.

    Zuletzt war ich l dann trotzdem nur noch direkt dem Behördenleiter (Bgm.) unterstellt, wie eine Abteilungsleiterin (verdiene entsprechend) und zudem - anders wäre ich da gar nicht herangekommen - ein (sehr schwieriges) Aufgabengebiet im Bereich Baurecht übernommen/geleitet, das normalerweise locker zwei Vollzeitkräfte beschäftigen könnte. Leider war ich so dumm, mir dies nie schriftlich bestätigen zu lassen, auch im Organigramm wurde dies zuletzt dann nicht mehr angepasst.
    Ich bin immer davon ausgegangen, dass dies aber noch offiziell geregelt wird und ich dann auch noch eine Kraft dazu anfordern kann.
    Entsprechend waren auch die anderen Abteilungsleiter - wenn auch teis zähneknirschend - gehalten, mich entsprechend im Kreis der Verantwortlichen zu akzeptieren obwohl mir lange und oft immer wieder gesagt worden war, dass ich dies nie schaffen würde. Auch allgemein war damit aber durchaus eine hohe Akzeptanz verbunden.

    Nun haben wir aber einen neuen Behördenleiter bekommen, der dies so nicht sieht (alle Bereiche in Sachen Bau zusammengeworfen hat) und noch einen jungen Ing. (zunächst als Kollegen), der nach einem halben Jahr zum offiziellen gesamten Abteilungsleiter wurde (ohne jegliche Fachkenntnis insbesondere in meinem Rechtsgebiet); Nur weil er studiert hat. Er denkt doch glatt, dass sich für mich nichts geändert hat... dabei fallen gerade die interessanten Sachen doch jetzt weg, sowie der direkte Draht zum Chef, der streng nach Hierarchie geht und nicht nach Qualifikation.

    Ich bin jetzt wieder "nur noch Sachbearbeiterin", soll quasi die hoch verantwortlichen Tätigkeiten weiter machen aber ohne bei den wesentlichen Besprechungen dabei zu sein ohne richtig informiert zu werden, ohne so richtig was zu sagen zu haben und unter dem Gesichtspunkt, dass der "Leiter" natürlich jederzeit kommen kann, mir nach Belieben anschaffen kann oder sagen, dass er (!) dieses oder jenes Projekt nun leitet, präsentiert und ich habe nur noch einen rießen Haufen Arbeit, die ich ja deswegen übernommen habe, weil ich eben mit "vorne dabei sein wollte". ....-Ganz zu schweigen, was dies mit meinem Ansehen gemacht hat... wir habens Dir ja immer gesagt, jetzt siehste......Von wegen Anspruch auf vertragsgemäße Beschäftigung (ich verdien zwar weiter aber das ist für mich - weil ich es so gerne gemacht habe - zutiefst unbefriedigend... wie will man sich gegen sowas wehren, kanns ja schlecht einklagen, wenn ich dort noch an die zwanzig Jahre arbeiten will (wenn man das gesetzl. Rentenalter annimmt). Auch ist mir natürlich das dringend erhoffte Mitspracherecht, Gestaltung der Abteilung usw. dadurch entgangen.

    Und mit dem Behördenleiter reden, dessen Liebling der Abteilungsleiter ist....? -der vom Personalchef (der von nichts mehr was weiß) abhängig ist weil er sich nicht auskennt, teils vermutlich auch falsch informiert und zudem auch noch ziemlich stur ist
    Der Personalrat kann den Mund nicht halten (besteht überwiegend aus ungelernten Kräften). Die Kollegen helfen einem ohnehin nicht...

    Wenn ich aber nun doch ein Gespräch mit dem obersten Chef führen würde - unter dem Gesichtspunkt dass er vielleicht nie vollständig oder ganz richtig informiert wurde - wie könnte man sowas angehen..Weiß dazu jemand Rat ?
    Gehen möchte ich nämlich auch nicht aber so ist das total unbefriedigend- Ich habe jetzt auch versucht das über mehrere Monate zu akzeptieren und mich daran zu gewöhnen aber diese Konstellation und dass ich plötzlich wieder unten mit rumwurschtle, das macht mich echt hin.... weil ja immer der Abteilungsleiter "dazwischen hängt".

    Mir ist auch klar, nicht jeder muss das verstehen und so mancher wird sich denken... so was nimmt man halt hin... kann ich aber nicht, nicht nachdem ich so lange darum geklämpft habe und mir nun im le. Moment ganau dieser Job (damit meine ich außer der reinen Tätigkeit eher die Position und die damit verbundenen Rechte) wieder genommen wurde.

    Vielleicht fällt ja jemandem was dazu ein.... eher in Richtung Gesprächsgrundlage, weniger der Weg der Konfronation. Andererseits soll es ja auch nicht nach "betteln" ausstehen.

    Irgendwie gehe ich das - glaube ich - komplett falsch an, weiß jemand wie man über so was verhandelt ??

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  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: Bei Umstrukturierung - trotz bester Qualifikation und Empfehlung - übergangen

    ich kann verstehen, dass die situation sehr unbefriedigend für dich ist. leider hast du es verschlafen dich zu qualifizieren bzw dir deine qualifikation zertifizieren zu lassen. du hattest bisher halt glück, aber die fetten jahre scheinen nun vorbei zu sein. ''nur zu studieren'' heißt übrigens jahrelang auf einkommen zu verzichten, sich auf den hosenboden zu setzen und oft auch sich zu verschulden.
    willkommen in der neuen welt, vielleicht kannst du jetzt erahnen wie es hunderttausenden von jungen menschen in diesem land geht, die in enormen wettbewerb zueinander stehen und lohndumping erfahren müssen. hört sich jetzt vielleicht etwas hart an, aber schlussendlich hast du geerntet was du gesät hast. andere haben sich weitergebildet und investiert, du hingegen hattest eine prestigereiche stelle obwohl du all die jahre unterqualifiziert warst. immerhin hast du noch einen sicheren job im ÖD, also jammerst du im endeffekt einfach nur auf hohem niveau. schlussendlich hört sich deine karriere auch ein wenig nach vetternwirtschaft an, sprich du warst dem alten chef wahrscheinlich einfach sympathisch. ich kenne viele leute die vom titel her qualifizierter sind als du und die bisher auch fachlich kompetent waren. diese sind aber arbeitslos und würden selbst deinen jetzigen job mit handkuss annehmen. vielleicht solltest du mal darüber nachdenken...mach doch einfach ein studium oder bilde dich weiter, scheint ja laut deiner aussage keine große sache zu sein...

  4. #3
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    Standard AW: Bei Umstrukturierung - trotz bester Qualifikation und Empfehlung - übergangen

    Hallo, Isabella,
    soweit ich Deine Ausführungen verstanden habe, hast Du Dein Gehalt behalten und Deine Kompetenzen (Mitspracherecht, Gestaltungsmöglichkeiten) eingebüßt. Das Einbüßen der Kompetenzen ärgert Dich.

    Aus meiner Sicht würde ich nirgendwo vorsprechen. Das Umgehen der nächsten Vorgesetzten wird Dir vermutlich negativ ausgelegt, wobei eine Änderung eher unwahrscheinlich ist, weil jeder seine Abteilung so regelt, wie er es für richtig hält. Eine Änderung könnte jedoch eintreten, wenn der junge Abt. Leiter Fehler macht und man daraufhin die Position neu ausschreibt.

    Eine Alternative wäre es, wenn Du Dich woanders hin bewirbst. Oder?

    In jedem Fall ist zu vermeiden, dass Du Dich ärgerst und diesen Ärger in Dich hineinfrisst. Das macht eher krank.
    Die Frage stellt sich: Was macht die Situation mit Dir - oder was machst Du mit der Situation?
    Wenn die Situation etwas mit Dir macht, dann eher wohl Ärger mit der möglichen Folge des Krankwerdens.
    Also rate ich Dir: Überlege, was sich für Dich gebessert hast bzw. was Du gut und schön finden willst.
    Eine Besserung könnte sein, dass Du zwar kein Mitspracherecht mehr hast - aber auch keine Mitsprachepflichten.

    Du verstehst hoffentlich, worauf ich hinauswill. Es ist Dein Fokus von dem es abhängt, ob Du trotz allem zufrieden arbeiten kannst - oder nicht.

    Ich an Deiner Stelle würde versuchen, ein gutes oder zumindest emotional neutrales Verhältnis zu dem jungen Abt. Leiter herzustellen. Er kann nichts dafür und er wird sicher ab und an mal unsicher sein. Wenn Du ihn merken lässt, dass Du Dich ärgerst und irgendwie sauer bist, wirst Du damit Euer Arbeitsklima negativ belasten. Also mein Rat: Versuche Deinen Fokus auf das zu richten, was Dir Freude macht und hake ab, was Du aus eigener Kraft nicht verändern bzw. verbessern kannst. Die Entscheidung, ob Du mit Freude zur Arbeit gehst oder mit Bauchschmerzen, liegt nur bei Dir.

    Alles Gute,
    Nordrheiner

  5. Für den Beitrag dankt: Isabella9876

  6. #4
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    Standard AW: Bei Umstrukturierung - trotz bester Qualifikation und Empfehlung - übergangen

    Da du ja Beamtin bist würde ich dir empfehlen einfach eine Auszeit zu nehmen und das auf Staatskosten . Sie haben dir ein Ei gelegt, jetzt legst du eines nach dem Motto "Wie du mir so ich dir". Geh einfach lange in Krankenstand oder wenn du gerne Kinder willst dann geh in Karenz. Das sind schonmal mind. 18 Monate die du genießen kannst. Danach hast du zwar immer noch den selben Job aber wer weiß wie dann die Lage in deinem Institut ausschaut. Vielleicht gibts den Studenten nicht mehr oder so.

  7. #5
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    Standard AW: Bei Umstrukturierung - trotz bester Qualifikation und Empfehlung - übergangen

    Ich bin in meiner Meinung für eine Mischung zwischen den ersten beiden Antworten vom Gast und Nordrheiner.

    Für mich klingt das so, als hättest du die ersten Jahre einfach Glück gehabt. Du standest in der Gunst des Chefs und nun ist der Spieß halt umgedreht und es ist jemand anders. Das an sich begründet noch keinen Anspruch für dich.

    Du hast daraus sicher gelernt, neue Stellenbeschreibungen immer in den Arbeitsvertrag integrieren zu lassen, was du natürlich hättest tun müssen, wenn es denn ohne die erforderliche Qualifikation überhaupt gegangen wäre.

    Ich würde mir auch gut überlegen, es anzusprechen im Hinblick auf die Gefahr, dass du es dir völlig verscherzt.

    An deiner Stelle wäre jetzt die Überlegung für mich, die erforderlichen Qualifikationen endlich nachzuholen, damit du auf einer Ebene mit dem Abteilungsleiter stehst. Wenn dieser dann wirklich so inkompetent ist, wie du schreibst (obwohl er natürlich erstmal Einarbeitungszeit benötigt), wird der neue Behördenleiter dieses auch irgendwann merken. Und dann ist es gut, wenn du die nötigen Urkunden vorweisen kannst und nicht wieder so dastehst wie jetzt. Dann könntest du dich als Nachfolge anbieten und hättest gleichzeitig die nötige Akzeptanz der anderen Führungskräfte..

    Die dünne Argumentationslage spricht nicht gerade für dich, denn ich wüsste jetzt auch nicht, wie du den neuen Behördenleiter überzeugen solltest.
    "Eine kluge Frau wird manches übersehen, aber vieles überschauen." [Lil Dagover]

  8. Für den Beitrag dankt: Isabella9876

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