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Thema: Studium beendet, Berufswunsch geht in eine andere Richtung und Familie macht Druck

  1. #1
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    Standard Studium beendet, Berufswunsch geht in eine andere Richtung und Familie macht Druck

    Hallo ihr Lieben,

    ich (30) weiß nicht mehr weiter. Ich habe nach der Schule eine Ausbildung beendet, die nicht absolut nicht meins war. Hatte keine Idee, was ich werden wollte, Eltern sagten, was kaufmännisches ist gut, ich habe die Ausbildung gemacht. Wurde nach Beendigung nicht übernommen und habe ein Lehramtsstudium auf Deutsch und Englisch begonnen und jetzt abgeschlossen.

    Nun ist es so, dass die Chancen eine Stelle zu kriegen in NRW gerade in den Fächern sehr schlecht aussehen und ich im Laufe des Studium gemerkt habe, dass ich nicht der geborene Lehrer bin. Habe mich bei einer privaten Einrichtung im sozialen Bereich beworben, hatte ein Vorstellungsgespräch, 2 Tage auf Probe gearbeitet und warte nun ab, ob die in der Personalplanung Platz für mich haben. Mitte Januar bekomme ich Bescheid.
    Das Arbeiten hat mir Spaß gemacht und es wäre auch in der Nähe.

    Zu Hause treffe ich auf kein Verständnis. Meine Eltern (dessen Meinung mir egal sein sollte - alt genug bin ich) stehen absolut nicht hinter mir. Sagen, ich hätte mein Studium mittendrin abgebrochen, was nicht stimmt. Ich habe es beendet, will nur nicht ins Referendariat. Besonders heftig fand ich die Aussage, dass sie nicht verstehen, wie ich mich so billig und unter Wert verkaufen kann, weil ich als Lehrer ja das doppelte als Gehalt hätte und verbeamtet würde.

    Aber ich weiß nicht, ob ich direkt nach dem Referendariat eine Stelle finde oder überhaupt. Wenn ich Glück habe, kann ich mich mit Vertretungsstellen über Wasser halten. Immer nur auf die Zeit zwischen den Ferien befristet. Sprich, ich arbeite nie ein Jahr durch, habe dann in den Ferien kein Anspruch auf Arbeitslosengeld und rutsche in Hartz4.

    Klar weiß ich nicht, ob ich diesen Job im Januar kriege, aber wenn, kündige ich doch nicht zu November, wenn ich ins Referendariat könnte.
    Meine Eltern machen mich aber fertig. Ich würde da so schlecht verdienen, wäre nicht abgesichert, würde mich unter Wert verkaufen, dafür habe ich doch nicht studiert.
    Ich bin fertig mit der Welt. Ich habe während meines ganzen Studium 4 Nebenjobs gehabt. Ich bin nervlich am Ende. Ich will einen festen Job und nach der Arbeit fertig sein, nicht noch korrigieren etc. Warum stehen sie nicht hinter mir und wie denkt ihr über das alles? Eine neutrale Einschätzung würde mir sehr helfen.

    Dank!!
    Tänzerin

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  3. #2
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    Standard AW: Studium beendet, Berufswunsch geht in eine andere Richtung und Familie macht Druc

    Hi,


    kann es möglich sein, dass Deine Eltern einfach die falschen Vorstellungen haben und für sie Kohle und Status mehr zählen als das Glück ihrer Tochter? Bist Du evtl. Einzelkind und musst in irgendeiner Richtung als Repräsentationsobjekt herhalten, oder sind Deine Eltern besonders ehrgeizige Menschen? Ich frage mich - ist es nicht viel wertvoller, auf die Persönlichkeit seines Kindes stolz sein zu können, anstatt auf solche oberflächlichen Dinge?


    Ich kann Dir nur den Rat geben, dass man, sofern man sich in der Lage befindet, wählen zu können, den Job machen sollte, der einem persönlich zusagt. Alles Andere wird einen früher oder später ziemlich unglücklich machen. Falls es nicht absolut unterbezahlt sein sollte und man sich somit noch Sorgen aufhalsen sollte, wie man sich sein alltägliches Leben leisten kann, spielt das Gehalt nur eine untergeordnete Rolle.


    Im Übrigen solltest Du Dir bewusst sein, dass es in Deinem Alter auch Deine alleinige Entscheidung sein sollte, was Du mit Deinem Leben anfängst. Dabei würde ich auf die Befindlichkeiten der Eltern keine Rücksicht nehmen. Die kriegen sich schon wieder ein, oder werden anderenfalls damit leben müssen…

  4. #3
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    Standard AW: Studium beendet, Berufswunsch geht in eine andere Richtung und Familie macht Druc

    Hallo ihr beiden,


    danke für die schnelle Antwort. Dann werde ich mal eure Fragen beantworten.
    Ich bin Einzelkind. Ja. Ich glaube nicht, dass ich representieren, bzw. ich hoffe es nicht. Angeblich will man nur das Beste für mich. Sie wollen, dass ich einen gesicherten Job habe, der mir auch im Alter was bringt. Also, dass ich später auch eine gute Rente bekomme. Das glaube ich auch, dass das der Hintergrund ist.

    Aber es spielt auch eine Rolle, dass ich das Gefühl habe, dass sie wollen, dass ich genau das mache, was vor Jahren mal mein Ziel war und was sich auch nett anhört. Die setzten mich derart unter Druck, dass ich beginne an allem zu zweifeln. Es kommen Dinge wie: du musst verstehen, dass wir enttäuscht sind, deine Tante versteht das auch nicht, bisher warst du immer vernüpftig, wie kannst du dich so unter Wert verkaufen, etc..

    Ich habe schon damit gedroht den Kontakt abzubrechen, sobald ich einen Job habe. Ich kann nicht mehr.
    Leider musste ich während des Studiums zu Hause wohnen bleiben. War zwar nie viel hier, aber dadurch wird man spät selbstständig. Eine Wohung konnte ich mir nicht leisten, und das erarbeitete Geld ging in Versicherungen, Krankenkasse, Studium.

    Meine Eltern sind jetzt keine ehrgeizigen Personen. Einfacher Angestellter und Hausfrau. Ich will sie auch nicht schlecht reden und mag sie sehr. Kann mir schon vorstellen, dass sie sich Sorgen machen.
    Für sie ist Verbeamtung = sicheres Leben.

    Mein Nick "Tänzerin" hat keine besondere Bedeutung. Ist kein Hobby oder Lebenseinstellung. Wollte nur keinen nehmen, der bekannt ist.

  5. #4
    bluemoonrising
    Gast

    Standard AW: Studium beendet, Berufswunsch geht in eine andere Richtung und Familie macht Druc

    Was heißt hier Du verkaufst Dich unter Wert? Hört sich eher an als wenn sie Dich verkaufen wollten.
    Wenn Du denkst unterrichten ist nichts für Dich, tja, dann ist das halt so. Und wenn Du nen Job bekommst den Du gern machen möchtest, ist doch super.
    Nicht jeder Lehrer wird verbeamtet oder bekommt überhaupt ne Stelle, das ist Deinen Eltern wohl nicht klar.
    Wohnst Du denn noch zu Haus? Wenn Du vier Nebenjobs hattest doch eher nicht, oder? Mit 30 bist Du auch echt alt genug selbst zu entscheiden. Wozu der Druck?! Na und, dann stehn sie halt nicht zu Dir, hauptsache Du stehst zu Dir. Ist doch Dein Leben. Lehrer sein ist ja mehr als nur unterrichten, so leicht ist das auch nicht und wenn Dir das andere eher liegt.
    Ich würde einen sicheren Job nicht für etwas unsicheres aufgeben, wenn Du ihn denn bekommst.

  6. #5
    Registriert
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    Standard AW: Studium beendet, Berufswunsch geht in eine andere Richtung und Familie macht Druc

    Doch, ich wohne noch zu Hause, weil die 4 Nbenjobs immer ungewisses Geld gegeben haben. Zwei in der Marktforschung, dann Putzen und Nachhilfe. Neben dem Studium war das der reinste Horror. Ich war nur am Ackern. Entweder für die Uni und war ich da fertig, dann in einem der Jobs. Ich bin nervlich am Ende.

    Meinen Eltern ist es nicht klar, das man als Lehrer möglicherweise keinen Job findet und weil die lieben Kinder der Freunde auch Lehrer mit angeblich sofortiger Verbeamtung geworden sind, wird es die eigene Tochter ja auch schaffen. Die sind naiv, beratungsresistenz und informieren sich nicht.

    Ich weiß, dass mir das mit meinen Eltern nicht so nahe gehen sollte. Aber irgndwie habe ich Angst sie zu verlieren oder alleine dazustehen, wenn ich mich deswegen mit ihnen verkrache.
    Dennoch werde ich den Job annehmen, wenn ich ihn bekomme. Das MUSS klappen. Da liegt meine ganze Hoffung.

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