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Thema: Ich möchte nicht mehr Arbeiten gehen

  1. #1
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    Standard Ich möchte nicht mehr Arbeiten gehen

    Hallo liebe Community.

    Gleich vorweg möchte ich eines sagen: dies ist kein sogenannter Trollpost oder Trollthread, alles was ich euch erzähle ist die Wahrheit und meine wirklichen Empfindungen. Mich kostet es ungemeine Kraft mich zu überwinden und meine Lage, mein Problem, wie man es auch nennen mag, aufzuschreiben bzw. es mitzuteilen.

    Ich bin jetzt 20 Jahre jung, mache seit gut einem Jahr eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker und möchte, wie schon im Titel genannt, nicht mehr Arbeiten.
    Das ist schon meine 2. Ausbildung, die erste habe ich mit 18 Jahren angefangen, welche ich aber nach 4 Monaten abgebrochen habe, aufgrund vieler Faktoren.
    Danach war ich gut 1 1/2 Jahre Arbeitslos, habe 2x auf 400 Euro Basis gejobt, die aber auch nach kurzer Zeit (den 1. nach 2 Monaten, den 2. nach 3 Monaten) geschmissen. In dieser Zeit ging es mir gut, ich fühlte mich gut.
    Ich denke ich fühlte mich in der Zeit so wohl und gut, weil ich mich meinem Hobby, bzw. meiner derzeit einzigen Freizeitaktivität, vollkommen hingeben konnte: meinem PC; allgemein Spiele, Filme, Serien und Musik (Musik ist ein großer Teil in meinem Leben, aber dazu komme ich bestimmt noch).

    [Derzeitiger Gedanke: ich muss mich gerade echt bemühen, mich nicht selbst zu belügen. Irgendwie kann ich es mir nicht richtig von der Seele schreiben, ich denke gerade einfach zuviel nach und sitze bis jetzt bestimmt schon 15min an diesem Text...]

    Wenn ich an Arbeit denke, bzw. wenn ich Arbeite, fühle ich mich scheiße. Wirklich, ich hasse es! Das war wohl auch der Grund, warum ich meine 1. Ausbildung abgebrochen habe. Was ich wohl noch erwähnen muss: Ich bin ständig krank. Dank meiner ausgeprägten Allergieliste, ist mein Immunsystem eigentlich kaum noch vorhanden, besser gesagt total im Eimer. Habe das erst vor kurzem durch einen Bluttest erfahren. Auch das ist ein Grund, warum ich ungern Arbeite. Ich falle meinem Arbeitgeber und auch meinen Kollegen damit zur Last. Ich war jetzt in diesem einen Jahr bestimmt schon 2 Monate aufgrund von Krankheiten Zuhause. Sowas ist von keinem Betrieb tragbar, und durch dieses Fehlen, entgeht mir ziemlich viel. Ich werde mittlerweile auch schon deswegen aufgezogen und ge'mobbt'. Als obs mich juckt, was die denken...
    Aber gerade da liegt einer der Gründe, die ich nicht verstehe: ich empfinde rein garnichts meinen Kollegen gegenüber. Nicht nur meinen Kollegen, eigentlich jedem. Ich melde mich bei meinen Freunden kaum, ich würde sie mittlerweile kaum noch als Freunde bezeichnen, eher Bekannte. Das gleiche gilt dem '2. Teil' meiner Familie, meine Familie Väterlicherseits. Mich juckt es einfach nicht, ich interessiere mich nicht für sie.
    <Mein Dad hat mich vor kurzem Angerufen und hat mir erzählt, 2 Verwandte von Ihm in einem kurzen Zeitraum von 3 Wochen verstorben seien. Das tat mir schon Leid, aber ich habe das Interesse daran mehr geheuchelt als wirklich empfunden.>
    Die einzigen Menschen für die ich mich wirklich interessiere, sind meine Mutter, mein Onkel und mein bester Freund. Achja, und natürlich für mich. Nur weiß ich, dass sie mich niemals verstehen würden.
    Ich hab das Gefühl, mich versteht kein Mensch auf diesem gottlosen Planeten.

    Ich möchte meine Gefühle eigentlich nicht Teilen, und Konversation führe ich im Angesicht anderer auch sehr ungern. Ich rede kaum, außer online im Teamspeak, und auch da nur über oberflächlichen Bullshit, ab und zu vielleicht mal ein wenig deeperes Zeugs, aber das ist eher selten der Fall.
    Ich bin einfach am liebsten alleine.
    Was ich selber nicht ganz verstehe ist aber der Drang mich selbst ausdrücken zu können: und zwar durch Musik. Wie schon erwähnt, ist Musik ein großer Teil in meinem Leben.

    Musik, oh ja die Musik. Ich selber bin semi-professioneller DJ, das ist wohl meine 2. große Liebe im Leben nach den bereits genannten Medien. Das was ich neben dem Zocken noch gerne mache, ist meine Musik aufzulegen. Ich produziere nicht selber, habe auch nur mäßig Lust mich darein zu fuchsen. Ich mixe nur, lege Musik auf.
    Auflegen ist für mich auch so gesehen die einzige Option, rechtlich Geld zu verdienen. So zumindest denke ich, da ich Arbeiten nicht möchte. Klaro, ist auflegen auch Arbeit, aber da stehe ich zu 10000% hinter, ich fühles es einfach. Wenn ich Musik höre, ist mir einfach alles andere egal. Gerne würde ich damit Geld verdienen, richtig auflegen in Clubs, nur ist die Musik die ich höre hierzulande nicht wirklich 'anerkannt' und wird wenig gehört. Deswegen ist es auch so schwer in der Szene Fuß zu fassen.

    Sonst gibt es zu sagen: Ich zocke gerne. Scheiße, ich liebe es! Ich rede jetzt nicht von Spielhallen, sondern von Computerspielen. Ich kann garnicht sagen warum, nur das ich ununterbrochen ans Spielen denke. Ich sitze in der Schule und denke dort bereits "Wenn ich nach Hause komme zocke ich nurnoch oder gucke mir Serie X oder Y an".
    Das mache ich dann auch, und im Laufe des Abends dann merke ich, wie mich dieses unwohlsein wieder einholt, weil ich weiß, ich muss gleich schlafen gehen und danach zur Arbeit oder zur Schule. Und dieser Gedanke, dieses Gefühl, dass die Arbeit einfach der Mittelpunkt in meinem Leben sein soll, kapier ich einfach nicht. Jeder Mensch der Welt arbeitet, sonst funktioniert das ganze System ja nicht. Aber ich will es nicht. Fuck, ich will es einfach nicht. Ich hasse es so abgöttisch in einen Betrieb zu fahren, meinem Chef in den Arsch zu kriechen, von anderen Gesellen verarscht zu werden und von anderen Azubis komisch angeguckt zu werden, weil ich anders bin. Anders, ja ich bin anders. Aber jeder Mensch ist ja auf seine Art und Weise anders.

    Was ich vielleicht noch anmerken sollte ist die Tatsache, dass ich auch ab und zu über Suizid nachdenke. Ich denke darüber nach, ich würde mich glaub ich nich trauen, mich selbst umzubringen. Gerade, da das Leben, wenn man es nach seinem Belieben lebt, ja echt schön sein kann. Nur ist das Leben nicht schön in meinen Augen, wenn ich 80% der Woche nicht das mache, was ich machen möchte. Arbeitskollegen klagen über kaputte Rücken, kaputte Kniee und sowas. Da denk ich mir doch "was zum Henker, die Arbeiten sich kaputt für nichts und wieder nichts".

    [Mittlerweile gehts von ganz allein, es fällt mir gerade sehr leicht zu schreiben.]

    Nun stelle ich Fragen an euch, alleine das von der Seele schreiben hilft mir ja nicht weiter.
    Was soll ich nur machen? Arbeite ich, fühl ich mich Scheiße. Denk ich an Arbeit, fühl ich mich Scheiße. Ich weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt, ich denke mal 90% der Leute, die das Lesen werden, sind Arbeiter, vielleicht sogar Chefs oder sonstwas. Kommentare wie "Werd erwachsen, so kann das nicht weitergehen" helfen mir nicht. Weil man kann seine Grundstimmung nicht ändern. Eigentlich will ich sie auch nicht ändern, ich will einfach nur so Leben wie es mir beliebt: und das ist Zuhause vorm PC, zum Großteil zumindest. 1 1/2 Jahre lang hab ich mich gut gefühlt, weil ich genau das gemacht habe, wozu ich Bock und Lust hatte. Nach dieser Zeit fing die Ausbildung an und ich fühlte mich schlagartig beschissen, ausgelaugt und einfach schlecht. Ich denke oft nach, wie man eine Arbeitsunfähigkeit bekommt. Wie man Arbeitsunfähig wird, einfach, naja, ich denke ihr wisst warum. Ob sogar alleine meine Lage reicht, als Arbeitsunfähig zu gelten.

    Ich weiß nicht, wie ich das weiterhin schaffen soll. Geld für eine professionelle Hilfe habe ich nicht, und sich Einweisen lassen würde mir im Traum nich einfallen. Ich kann mein Leben so einfach nicht mehr weiterleben, ich will nicht mehr unglücklich sein.

    Ich denke, ich werd den Text hier schlagartig beenden. Ich möchte mich für meine gelegentliche Ausdrucksweise entschuldigen, ich hab meine Gedanken einfach 1:1 aufgetippt, und da kamen nunmal ein paar Wörter drin vor, die man vielleicht hätte anders formulieren können.

    Um den Anfang nochmal zu wiederholen: Ich möchte euch nicht verarschen, dass alles war 1 zu 1 das, was ich fühle und wie es mir geht.

    Danke.

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  3. #2
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    Standard AW: Ich möchte nicht mehr Arbeiten gehen

    Danke für deine Antwort.
    Aber das ist nicht wirklich der Kern meiner Aussage gewesen, und ähnliches hab ich da auch schon von meiner Ärztin gehört. Also mit der Spritzentherapie.
    Freut mich, dass es dir besser geht, vielleicht werd ich das mal in Erwägung ziehen um mein Immunsystem auf trapp zu bringen.

  4. #3
    Sonnenwind
    Gast

    Standard AW: Ich möchte nicht mehr Arbeiten gehen

    Arbeit .... nicht mehr wollen .....

    Arbeit ist ein Begriff, der in den Köpfen und in den Herzen der unterschiedlichsten Menschen sehr unterschiedliche Reaktionen hervorruft ..... doch letztlich ist es nur ein Begriff, der den Umstand beschreibt, wie unter einem gewissen Kraftaufwand ein Weg zurückgelegt wird. Arbeit ist schlichtweg "Kraft mal Weg".

    Die Frage für Dich wäre vielleicht: "Für welchen Weg will ich meine Kraft einsetzen?"

    Denn wenn Du den Willen für einen Weg aufbringst, dann erscheint Dir die Kraft, die Du für Deinen Weg aufwendest nicht mehr als "Arbeit", sondern einfach nur als "Dein Leben".

  5. Für den Beitrag dankt:

  6. #4
    ChrisBW
    Gast

    Standard AW: Ich möchte nicht mehr Arbeiten gehen

    @Baldo

    Was meinst Du, wie Du Dich in 20 Jahren fühlen wirst, wenn alle arbeiten, nur Du nicht?

    Wenn alle eine Familie haben nur Du nicht, weil Du sie nicht ernähren kannst?

    Wenn alle im Urlaub waren nur Du nicht, weil Du es Dir nicht leisten kannst?

    Wenn alle anderen die Wohnung haben die sie wollen und Du die Wohnung hast, die das Amt Dir bezahlt?

    Was glaubst Du wieviele Dingw Du tun kannst auf die Du Bock hast, ohne Ausbildung und dann auch ohne das nötige Kleingeld?

    Was denkst Du wie frei Du Dich fühlen wirst, wenn Dir das Amt die Richtlinie vorgibt, nach der Du zu leben hast?

    Denk mal dadrüber nach.

  7. #5
    Registriert Avatar von -sofia-
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    Standard AW: Ich möchte nicht mehr Arbeiten gehen

    Na, schreiben kannst du jedenfalls gut.

    Da du auf deiner Ausbildungsstelle ständig durch Abwesenheit glänzt, ist vorauszusehen dass du deine Ausbildung nicht durchziehst. Also steht der der 2. Abbruch bevor. Wegen deiner Allergieliste wirst du bestimmt nicht als Erwebsunfähig eingestuft. Das kannst du knicken.
    Wenn du nur vor deinem PC herumzockst, ist klar das du emotional abgestumpft bist. Viel auf die Beine gestellt, hast du bisher nicht. Als DJ scheinst du auch nicht der Burner zu sein, wenn du Musik auflegst, die keiner hören will. Deine Zockerei hat krankhafte Ausmaße angenommen.
    Wenn du daraus willst, würde ich an deiner Stelle therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.
    Sprich mit deinem Hausarzt darüber und lass dir eine Überweisung zum Therapeuten ausstellen. Willst du etwas bis zum Rentenalter vor deinem PC hocken oder darauf warten als DJ Karriere zu machen?

  8. Für den Beitrag danken:

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