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Thema: Die erste Arbeitsstelle nach der Promotion gefällt mir absolut nicht mehr!

  1. #1
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    Standard Die erste Arbeitsstelle nach der Promotion gefällt mir absolut nicht mehr!

    Hallo zusammen,

    mich quält schon seit einigen Wochen eine gewichtige Sache. Kurz zu den Hintergründen:

    Nachdem ich mein naturwissenschaftliches Studium und die Dissertation mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen habe, konnte ich relativ zügig in einem mittelständischem Unternehmen Fuss fassen. Dort arbeite ich seit nunmehr 10 Monaten, d. h. ich wurde nach 3 Monaten Probezeit ohne Schwierigkeiten übernommen.

    Nun zeigt sich aber in mir immer mehr ein Bauchgefühl, das sich nicht mehr unterdrücken lässt: die Arbeit in dieser Firma gefällt mir absolut nicht mehr. Das liegt an mehrern Dingen:

    1. Die Firma und auch mein Wohnort liegen in einer SEHR ländlichen Gegend, ich bin aber das Leben in der Stadt mit allen Annehmlichkeiten gewöhnt und möchte hier wieder weg.

    2. Der Chef, ein sehr autoritärer Typ der für ein wahrhaft angespanntes Klima in der Firma sorgt, hat mich schon einige so dermaßen blöd angemault, in verschieden Zusammenhängen. Das kann man sich ein oder zweimal gefallen lassen, es kommt aber des öfteren vor. D. h. ich möchte auch dadurch hier weg.

    3. Die Arbeit, die ich mache, ist auch nicht so sehr mein Ding, es wurde mir im Vorstellungsgespräch alles etwas anders dargestellt. Auch dadurch möcht ich von hier weg.

    Summa summarum sagt mir mein Bauchgefühl, dass ich mir eine andere Arbeit suchen sollte. Es interessiert mich dabei aber, ob es überhaupt vernünftig ist, nach so (relativ) kurzer Zeit schon zu wechseln? Beworben habe ich mich bisher nur sehr sporadisch und dadurch auch noch keine Angebote...

    Was noch wichtig ist: aufgrund meiner nicht besonders schönen Kindheit mit einer sehr bestrafenden und strengen Mutter ist mein Selbstbewusstsein und meine Selbsteinschätzung nicht besonders objektiv. Das macht mir die Entscheidung in einer solchen Sache und erst recht meine Bewerbung nicht besonders leicht. Ich habe sogar Angst davor, wenn ich dann mal meinem Chef kündigen werde.

    Ich bin wieder einmal in meinem Leben an einem Punkt, wo ich sagen muss: ICH WEIß NICHT WEITER!

    Deshalb bin ich sehr an Eurer Meinung interessiert.

    Danke bereits im Voraus!

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  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: Die erste Arbeitsstelle nach der Promotion gefällt mir absolut nicht mehr!

    Hallo,
    ich würde Dir raten mach was Dir Dein Bauchgefühl sagt. Du wirst dort nicht glücklich. Geh hin bewerbe Dich in Betrieben Dir Dir zusagen könnten. Und sobald du eine Zusage von einer Firma hast in der es Dir gefallen könnte.
    Hau Deinem jetzigen Chef die Kündigung um die Ohren. Sprich je nachdem wie die Kündigungsvereinbarungen in Ihrem Vertrag sind u.vielleicht haben Sie ja auch noch Urlaub zu bekommen. Können Sie doch auch schriftlich kündigen (sollte man sowieso ) und auf den Resturlaub bestehen. Vielleicht müssen Sie dann ja nicht mehr in die Firma, wenn Sie solche Angst vor Ihrem Chef haben. als Kündigungsgrund können Sie angeben: Das die Arbeit nicht dem entspricht was bei der Einstellung abgesprochen wurde, des weiteren das Verhalten ihres Chefs, Ihnen gegenüber...... oder einfach nur das Sie sich beruflich verändern möchten......
    Ich habe schon ein paar jährlichen auf dem Buckel u. kann sagen mein Bauchgefühl hat sich fast nie geirrt.
    Wünsche Ihnen ganz viel Selbstvertrauen.

  4. #3
    muddle
    Gast

    Standard AW: Die erste Arbeitsstelle nach der Promotion gefällt mir absolut nicht mehr!

    Hallo,

    grundsätzlich würde ich dir auch raten, auf dein Bauchgefühl zu hören. Es sind ja schon einige Dinge, die dir nicht gefallen. Meine Frage: Gibt es auch etwas, was positiv ist?

    Wenn es dir wirklich nicht gefällt, dann fange an dich konkret umzusehen. Kündigen solltest du sowieso erst, wenn du eine neue Stelle hast.

    Ich kann jetzt nicht so ganz rauslesen, was dich davon abhält? Sind es die Bedenken im Lebenslauf schon nach kurzer Zeit einen Wechsel zu haben? So klingt das zumindest für mich...Darum würde ich mir keinen Kopf machen. So viele Leute haben heute Lücken, Wechsel, Abbrüche, etc. Ich weiß ja nicht, wie es bislang bei dir aussieht, aber ein Wechsel nach ca. einem Jahr ist wahrlich nichts Schlimmes. Du kannst es schließlich auch plausibel erklären. Obwohl ich entgegen meinem Vorredner nicht erwähnen würde, dass du Probleme mit der Umgangsweise deines Chefs hast. Sowas kommt nie gut, über den altern Arbeitgeber herzuziehen ist nciht die feine Art. Aber du kannst ganz einfach sagen, dass die Arbeitsaufgabe dort nicht deinen Vorstellungen entspricht und im gleichen Atemzug dabei gleich begründen, warum du in das Unternehmen möchtest, bei dem du dich beworben hast.

    Schreib doch ruhig nochmal, was genau dir Kopfzerbrechen bereitet.

  5. #4
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    Standard AW: Die erste Arbeitsstelle nach der Promotion gefällt mir absolut nicht mehr!

    Positiv in meiner Arbeitsstelle ist schonmal die Bezahlung, vor allen Dingen nachdem ich im Studium und Promotion sowieso kaum was verdienen konnte. Des Weiteren weiß ich, dass ich den Erfordernissen, die meine naturwissenschaftliche Arbeit mit sich bringt, sehr gut erfüllen kann. Somit weiß ich, dass es nicht an mir liegt.

    Meine Bedenken haben tatsächlich hauptsächlich mit dem Lebenslauf zu tun. Eine Firma, bei der ich mich bewerben werde, wird mich evtl. für unstet halten. Ich weiß aber, daß ich das erst durch Bewerbungen testen muss, da ich erst drei (recht) Schlechte geschrieben habe. Es kann ja sein, dass ich die Probezeit nicht schaffe ...

    Ich habe eigentlich kaum negative Punkte in meinem Lebenslauf. Lediglich während meiner Promotion habe ich einmal die Arbeitsgruppe gewechselt, wodurch sich diese etwas in die Länge zog. Das habe ich aber schon wettgemacht, da ich mit sehr gut promoviert wurde.

    Eine weitere Sorge von mir, die rein psychologischer Natur ist: wenn ich kündige, weiß ich, daß die Firma einen wichtigen Angestellten verliert, da ich in einer Schlüsselposition sitze.

    Grundsätzlich hat meine Persönlichkeit oft Angst und Skrupel davor, andere zu verletzen, wenn ich auf mich achte. Soll heißen, ich achte viel zu sehr darauf, wie denken und fühlen andere durch mein Handeln. Dieses psychologisch nicht gesunde Phänomen spielt auch in dieser Sache die dominante Tonart! Andere würden gar nicht an so etwas denken ... Wie ich in meinem ersten Post erwähnte, hat das mit den Anfängen meiner Kindheit zu tun.

    Es macht für mich den Eindruck, wie wenn das eine erneute Prüfung des Lebens ist, offensichtlich sollte ich es nun lernen, auf mich zu achten, und nur das zu machen, was mein Innerstes will. Sonst geht es mir absolut nicht gut.

    Ich hoffe ich konnte nun einige Unklarheiten beseitigen. Gerne gebe ich aber noch mehr Details ...

    Bis denne!

  6. #5
    muddle
    Gast

    Standard AW: Die erste Arbeitsstelle nach der Promotion gefällt mir absolut nicht mehr!

    Dass was du so zu deiner Persönlichkeit sagst, kann ich sehr sehr gut nachempfinden, weil es mir selbst genauso geht. Hauptsache den anderen geht es gut... Ich weiß, es ist nicht einfach diese Gedanken abzustellen und ich habe auch leider keinen Tipp, wie du das schaffen kannst, aber trotzdem ist es notwendig. Wenn nicht heute, dann morgen. Auf Dauer macht dich das nur kaputt. Als ich bei meiner Arbeit gekündigt habe, habe ich mir sogar Gedanken um meine Kunden (!!!) gemacht, die sehr gerne bei mir waren und ich habe mir vorgestellt, wie sie wohl danach behandelt und verar*** werden (ich habe in einer Bank gearbeitet). Letztendlich endete bei mir alles in einer Depression. Natürlich spielten da auch andere Faktoren rein, aber es ständig allen recht machen zu wollen, strengt auf Dauer einfach zu sehr an. Wie du schon schriebst, es ist eine erneute Prüfung für dich.

    Die Bedenken bezüglich der Bezahlung und dass du möglicherweise bei einem anderen Unternehmen die Probezeit nicht überstehst, kann ich gut nachvollziehen, aber das ist das Risiko, dass dir immer wieder begegnen wird. Man weiß vorher leider nie, ob der nächste Schritt der richtige ist.

    Denk doch einfach mal darüber nach: Wie würde es dir gehen, wenn du weiterhin dort bleibst? Ein Jahr? Zwei Jahre? Drei Jahre? Würde dich das glücklich machen? Du wärst doch immer irgendwie "auf der Suche" oder meinst du nicht?

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