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Thema: Wie/Wann spreche ich meinen Makel an?

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Wie/Wann spreche ich meinen Makel an?

    Hey,

    habe vor kurzem meinen Job verloren und muss mich nun neu bewerben.

    In meiner Branche ist es meist so, dass ein Vorstellungsgespräch an ein Probearbeitstag geknüpft ist.
    D. h. man bekommt eine Einladung zu (z. B.) morgens um 8 Uhr. Man stellt sich kurz vor. Dann wird einem kurz der Betrieb gezeigt. Plaudert dabei ein wenig. Und dann "arbeitet" man halt nen Tag mit.
    Am Ende des Tages heißt es dann meist: "Wir melden uns in den nächsten Tagen."

    Jetzt zu meinem Problem. Durch blöde Umstände (Mobbing, geringes Selbstbewusstsein, Perfektionismus) habe ich in den letzten Jahren die Macke entwickelt, dass ich, wenn mir fremde Personen, die für mich Autoritätspersonen sind, auf die Finger gucken EXTREM anfange zu zittern. Mit der Zeit - wenn ich Vertrauen zu den Menschen gefasst habe - legt sich das Zittern und ich kann die Aufgaben auch alle normal erledigen.
    Kann es aber eben nicht bei z. B. Bewerbungsgesprächen/Probearbeitstagen beeinflussen.

    Habe jetzt viel über solche Ängste (ich nenne es lieber Macken) gelesen und immer wieder wird gesagt, dass man sich seinen Ängsten stellen muss.
    Das möchte ich ja auch im Prinzip.
    Aber: Wann/Wie sage ich meinem potentiellen neuen Chef, dass das nur eine Macke ist und sich mit der Zeit legt.

    Möchte halt nicht, dass sie den Eindruck gewinnen, ich wäre total das Nervenbündel oder irgendwie besonders ungeschickt.
    Kann es auch nicht einfach verschweigen, bis es zu der Situation kommt, denn dann werden mit Sicherheit auch Kunden anwesend sein. Da kann ich ja schlecht beim Probearbeitstag dann anfangen, zu erklären.
    Außerdem setzt mich das noch mehr unter Druck, so dass ich die ganze Zeit drauf warte, wann sie meine Macke "enttarnen".

    Soll ich einfach direkt - bevor der erste Kunde kommt - sagen: "ich muss da noch etwas erklären,....! Nicht dass Sie denken, dass....!"

    Wie gehe ich da vor?
    Möchte das irgendwie vorher ansprechen, weil mir das schon eine gehörige Portion der Anspannung nimmt.
    Habe irgendwie auch schon drüber nachgedacht, es irgendwie geschickt in das Anschreiben zu verpacken. In dem Teil, wo ich über meine Eigenschaften schreibe.
    Weiß aber auch nicht wie.

    Danke, Ann-M.

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  3. #2
    Registriert Avatar von PadraigOfGlencoe
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    Standard AW: Wie/Wann spreche ich meinen Makel an?

    Diese Anspannung kenne ich . . . bei mir bleibt´s aber bei "innerem Zittern" (in Situationen grosser emotionaler Erregung).

    Zu Deiner Frage: weiss nich ob sich das im Anschreiben gut macht. Und an dem Morgen, wo es losgeht, isses vielleicht etwas spät. Habt ihr denn vorher kein Gespräch mehr? Falls doch, würde ich das dann da anbringen, und es einfach möglichst undramatisch erklären ("Was ich noch sagen wollte - in Situationen, die für mich neu sind, kann es vorkommen, dass meine Hände zittern, aber das hat weiter nichts zu bedeuten und legt sich wieder, wenn ich mich eingewöhnt habe!" . . . so was in der Art . . .).

    LG, P.O.G.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    We don’t know nothing
    We don’t know much
    Just an aching and a longing
    To be loved . . .

    Martyn Joseph

    Ich übe mich in der Kunst der kleinen Schritte. Manchmal gelingt das, und manchmal sind selbst diese kleinen Schritte noch zu gross . . . dann mache ich eben noch kleinere, denn die Hauptsache ist, dass ich nicht stehen bleibe!

    (ich)

  4. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: Wie/Wann spreche ich meinen Makel an?

    Hey P.O.G.,

    danke für Deine schnelle Antwort. Die Formulierung finde ich schonmal nicht schlecht.
    ja - was würde ich dafür geben, wenn mein Zittern im Inneren bleiben würde....

    Leider gibts vorher kein wirkliches Gespräch. Ist halt dann höchstens das Telefonat um einen Termin zu vereinbaren.
    Aber da ist´s auch meist schlecht und manchmal hat man auch nur ne Sekretärin am Tel, die das ja eher weniger interessiert.

    Was mir auch ein wenig zu schaffen macht: Wenn die Person, die mich dann beobachtet besonders dominant wirkt, dann kann dieses Zittern auch schon mal ne ganze Weile anhalten.
    In meiner letzten Stelle gab es eine Person, in deren Anwesenheit ich auch noch nach einem halben Jahr gezittert habe. Weil sie mir auch nicht sooo sympathisch war. Sie war halt sehr resolut. Und da fühle ich mich immer so minderwertig.

    Bin für weitere Vorschläge dankbar.
    Danke, Ann-M.

  5. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Wie/Wann spreche ich meinen Makel an?

    Hey,

    würde das gerne nochmal "hochschieben".
    Weiß noch nicht so recht, wie ich mich richtig verhalten kann.
    Habe hier aber jetzt eine Bewerbung, die ich gerne abschicken würde
    und bei dem Betrieb sehe ich zumindest ganz gute Chancen wenigstens
    eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu bekommen.

    Habe nur Angst, dass ich dann alles vermassel, weil ich eben hypernervös wirke
    durch da Zittern.
    Würde diese Stelle aber gerne bekommen, wenn sich der gute Ruf des Betriebes
    bestätigt.

    Lg Ann-M.

  6. #5
    Registriert Avatar von kiablue
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    Standard AW: Wie/Wann spreche ich meinen Makel an?

    Ich denke, im Anschreiben hat diese "Schwäche" nichts zu suchen. Um Dir dann aber den Druck am Arbeitstag zu nehmen, würde ich am Beginn des Tages sagen, dass Du sehr aufgeregt bist und das sicher auch zu sehen ist. Sag es locker, wenn die Hände zittern und sag auch locker und nebenbei, dass es wieder vorbei geht, wenn nicht mehr alles so furchtbar neu ist.

    Je nachdem wie die Situation ist, kannst Du natürlich auch sagen, dass Du Mobbing erlebt hast und Dein Körper ein bisschen "spinnt". Versuch, es locker rüber zu bringen, auch wenn Dir wirklich nicht danach ist. Ein bisschen Galgenhumor könnte entspannend auf Dich und auch auf die Umgebung wirken. Nervös sind aber sicher ohnehin viele in so einer Situation.

    Mach nur einfach kein so großes Drama draus. Nicht für Dich und nicht für andere. Entweder sie nehmen Dich, wie Du bist oder Du wirst ohnehin nicht glücklich da. Nimm es als Versuch und Training. Und die beste Zugabe wäre, wenn es dann eben auch mit dem Job klappt. Setz Dich nicht mehr unter Druck, als ohnehin schon auf Dir lastet. Sie nehmen Dich entweder mit dieser Schwäche, wenn Du sie nicht verbergen kannst oder aber es kann auch später noch zu Problemen kommen, weil Du unter Druck stehst und dann fängst Du wieder von vorn an. Versuch es einfach, lass es auf Dich zukommt und sag Dir, darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist.

    LG und viel Erfolg, kiablue

  7. Für den Beitrag dankt: PadraigOfGlencoe

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