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Thema: Muss man sich unzureichend fühlen wenn man einen "normalen" Job hat?

  1. #1
    Roman81
    Gast

    Standard Muss man sich unzureichend fühlen wenn man einen "normalen" Job hat?

    Guten Tag an alle im Forum.

    Ihr seht ja schon was mit der Überschrift gemeint ist.

    Früher habe ich mir über sowas gar keine Gedanken gemacht, heute ist es aber überwiegend so, dass ich häufig - egal wo - von Menschen auf meinen Beruf angesprochen werde. Nun ich bin kaufm. Sachbearbeiter.

    So wie es auf mich wirkt hätte ich wohl besser studieren sollen um überhaupt von solchen akzeptiert zu werden, denn es kommen häufig Fragen wie "warum fährst du "nur" Golf, oder "warum gehst du nicht in die besten Hotels" , "warum verdienst du nur so wenig" etc...

    Wie gesagt früher hab ich mich darum nicht geschert was andere sind oder machen, doch ich sehe mich zunehmend einem Druck ausgesetzt den ich mir selber mache, von wegen ich müsste mit Gewalt versuche irgendwas besseres zu sein bzw. zu erreichen.

    Dabei frage ich mich: kann jeder ein Unternehmen führen, Profifußballer sein, Filmstar sein, bzw. bekannt und finanziell unabhängig sein?

    Ich denke man sieht eher solche, die es irgendwie geschafft haben und vergisst welche denen es noch viel schlechter geht ?

    Wie seht ihr das?
    Ich komme mir irgendwie unter all den Leuten wie ein nutzloser "Standard" vor.
    Ist heute nur noch zeitlebens höher, schneller ,weiter angesagt ?

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  3. #2
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    Standard AW: Muss man sich unzureichend fühlen wenn man einen "normalen" Job hat?

    Hallo,

    Ich sehe zwei Seiten. Einerseits: Klar, das "Schneller-Höher-Weiter"-Prinzip ist sehr präsent in der Gesellschaft. Daran wird sich auch sicher nichts ändern. Andererseits: Die Menschen mit den ganz normalen Berufen machen den größten Teil überhaupt aus. Die so genannte Mittelschicht ist quasi die tragfähige Basis der Gesellschaft. Natürlich kann nicht jeder Firmenchef, Sportprofi oder A-Promi sein. Soll er auch nicht - und ich meine sogar, dass nur wenige Leute das wirklich wollen.

    Die Frage ist ja: Wie zufrieden bist DU mit deinem Leben? Hast Du selber das Gefühl, eigentlich mehr erreichen zu wollen? Wenn Du schreibst, dass der Vergleich mit Anderen früher kein Thema für dich war, ist ja die Frage: warum tangiert dich das jetzt so? Kratzen die Bemerkungen an etwas, das dich insgeheim selber wurmt?

    Ich denke, es steht außer Frage, dass es bei der persönlichen Weiterentwicklung nicht wirklich um die Frage, welches Auto man fährt oder in welchem Hotel man nächtigt, geht. Ich kenne mehrere Leute, die nicht unbedingt knapp bei Geld sind, aber gar keine Lust auf ein Protzauto haben. Das Geld legen sie als Pölsterchen lieber an und freuen sich. Leute, die deinen "Wert" an so etwas festmachen, solltest du meiner Meinung nach meiden. Das sind Hohlköpfe, ganz simpel.

    Eine andere Sache ist natürlich die Frage, ob man sich nicht vielleicht doch irgendwann langweilt, wenn man beruflich auf der Stelle tritt. Vielleicht fehlen dann doch mal die inhaltlichen Reize, der gesunde Ehrgeiz, sich weiterzuentwickeln...aber das musst Du für dich entscheiden. Auf jeden Fall sollte man nicht wegen des größeren Autos Karriere machen wollen, sondern weil man es selbst möchte, Ziele hat und Spaß daran, sie umzusetzen.

  4. #3
    Roman81
    Gast

    Standard AW: Muss man sich unzureichend fühlen wenn man einen "normalen" Job hat?

    Hallo Selah, sehr schöne Antwort, danke.

    Also ich bin eigentlich ein Mensch der sich an kleinen Dingen erfreuen kann, der Freundschaften, Hilfsbereitschaft und innere Werte sehr schätzt. Ich kann in den Weinbergen spatzieren gehen und glücklich sein und brauche auch nicht unbedingt Porsche fahren - gut jetzt kann man sich wieder drüber streiten ob Geld den Charakter verdirbt wenn man es denn hätte...naja wieviel Millionen verdient ein Fußballer im Jahr

    Sicherlich habe ich schonmal drüber nachgedacht wie es wäre Manager, Promi etc.. zu sein, aber ich glaube selber dass ich hierzu gar nicht der Typ wäre. Bin eher ein Mensch der auf ein geregeltes Leben, Partnerschaft, Freunde etc.. viel Wert legt. Ein so hoher Posten bringt eben sicherlich auch ein Minimum an Freizeit mit sich, und wie schnell istd as Leben vorbei? Eine Zusatzqualifikation könnte ich mir jedoch ohne weiteres vorstellen.

    Ich glaube dass ich auf diese Gedanken durch mein Umfeld gekommen bin, wo zu einem Großteil das sogenannte "Schicki-Micki" Getue und materielle Dinge eben wichtig sind.

    Im Endeffekt sehe ich es wie du - nicht jeder kann ein gesalzenes Gehalt haben, aber man sieht bei dem ganzen Dschungel von Studierten, die sich eben auch häufig für etwas Besseres halten, nicht mehr dass viele andere eben vielleicht mühsamer ihr Geld verdienen und nicht so viel am Monatsende übriggbleibt (wenn überhaupt).

    Mir ist halt aufgefallen, dass man häufig als normal arbeitender fast schon etwas abwertend behandelt wird, wie kann ich nur normaler Angestellter sein....

    Kennt hier vielleicht noch jemand dieses Problem, bzw. wie entgegnet ihr solchen Leuten - komplett abkupfern kann ich mich halt nicht, sonst sitze ich alleine da.

  5. #4
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    Standard AW: Muss man sich unzureichend fühlen wenn man einen "normalen" Job hat?

    So wie es auf mich wirkt hätte ich wohl besser studieren sollen um überhaupt von solchen akzeptiert zu werden, denn es kommen häufig Fragen wie "warum fährst du "nur" Golf, oder "warum gehst du nicht in die besten Hotels" , "warum verdienst du nur so wenig" etc...
    schonmal daran gedacht den Bekanntenkreis zu wechseln?, als kaufm. Sachbearbeiter gehört man denk ich nicht zur "unteren" Schicht der Gesellschaft, aber mit den Snobs kann man natürlich nicht mithalten; dass in einem normalen Umfeld jemand daran Anstoß nimmt Golf zu fahren kann ich mir nicht vorstellen...oder was sind das für Leute die sowas sagen?

  6. Für den Beitrag dankt: bonita

  7. #5
    Tomoko
    Gast

    Standard AW: Muss man sich unzureichend fühlen wenn man einen "normalen" Job hat?

    Hallo


    Welche Menschen fragen Dich denn so was? Mir erst wenige komisch gekommen, dabei leben wir auch echt bescheiden...
    Sind das vermeintliche Freunde? Oder einfach nur Leute, die Dein Leben klein reden um sich selbst größer zu fühlen.
    Die meisten, die meinen Lebensstandard komisch finden, sind irgendwie etwas zivilisationsgeschädigt, finde ich.


    Vielleicht bist Du hier nur Mittelstand, aber auf der weltweiten Skala steht fast jeder Deutsche am oberen Ende - eigentlich geht es uns verdammt gut!


    Wenn Dir Dein Job Spaß macht, behalte ihn!
    Du bist nicht dafür auf der Welt, Dich den anderen anzupassen.


    Und noch was: betrachte es mal ökologisch: je mehr Luxus einer hat, um so mehr Umweltverschmutzung nimmt er dafür in Kauf - weniger ist nachhaltiger.


    LG
    Tomoko

  8. Für den Beitrag dankt: salsa

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