+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 9

Thema: petition für bedarfsgerechte psychotherapie

  1. #1
    Registriert Avatar von grisou
    Registriert seit
    04.03.2015
    Beiträge
    1.795
    Aktuelle Stimmung
    none
    Danke gesagt
    2.610
    Dank erhalten:   2.209

    Standard petition für bedarfsgerechte psychotherapie

    ich habe heute diese seite gefunden.

    es gibt da eine petition, es geht um den kampf für eine angemessene therapie. vielleicht interessiert das jemand.


    Initiative Phoenix
    das größte problem der kommunikation ist wenn wir nicht zuhören um zu verstehen sondern um zu antworten.

  2. Für den Beitrag danken: Amnesia, Blume_im_Wind







  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: petition für bedarfsgerechte psychotherapie

    Zitat Zitat von Nicclas Beitrag anzeigen
    ich habe heute diese seite gefunden.

    es gibt da eine petition, es geht um den kampf für eine angemessene therapie. vielleicht interessiert das jemand.


    Initiative Phoenix
    Find ich schwierig.
    Es ist ja nicht so, dass Traumapatienten keine Therapie erhalten.
    Sie haben die gleichen Rechte, wie alle anderen Patienten auch.
    Aber eben nicht mehr.
    Diese Petition läuft ja darauf hinaus, dass Traumapatienten mehr bekommen wollen, als alle anderen.
    (Hat vielleicht auch etwas mit dem Störungsbild zu tun, in dem es ja bei vielen Betroffenen auch um Wiedergutmachungs- und Versorgungswünsche geht.)

    Das ganze läuft doch, wenn man mal die Tatsachen betrachtet, darauf hinaus, das gefordert wird, dass den Betroffenen länger als allen anderen, oft viele viele Jahre, bei Bedarf auch Jahrzehnte Therapie gezahlt wird.
    Dieser Wunsch ist sicherlich verständlich.

    Aber ich gebe zu bedenken, dass nun mal jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann und die Gesellschaft nur eine endliche Menge an Geld zur Verfügung hat.
    Sprich: jeder Euro, der mehr Therapie für einen Traumapatienten ermöglicht, fehlt für die Therapie aller anderen Patienten

    Wer soll entscheiden, wer mehr Bedarf hat und wer weniger?





  4. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: petition für bedarfsgerechte psychotherapie

    Hallo,

    spannend, dass da gleich "Konkurrenz" aufgemacht wird. Es steht ja nirgends, dass nicht auch andere "PatientInnen"-Gruppen und ihre BehandlerInnen einen Anspruch auf bedarfsgerechte Behandlung haben. Heißt das jetzt, wenn jemand öfter als 100x Insulin braucht, darf es das auch nicht geben, wenn zeitgleich jemand anders chronisch Herzmedikamente benötigt? Hm.

    Dass Andere auch Behandlungsbedarf haben, finde ich einen fragwürdigen Grund, sich nicht für etwas einzusetzen, dass verbesserungsbedürftig ist.

    Und zum "Wiedergutmachungs- und Versorgungswunsch": Pauschalisierungen sind nicht so wirklich fair, nur weil sich jemand nicht mit Psychodrogen und Sozialhilfe zufrieden geben, sondern für stabile Therapiegrundlagen zur Verbesserung von Teilhabechancen einsetzt

    Viele Grüße
    Johanna





  5. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: petition für bedarfsgerechte psychotherapie

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen

    spannend, dass da gleich "Konkurrenz" aufgemacht wird. Es steht ja nirgends, dass nicht auch andere "PatientInnen"-Gruppen und ihre BehandlerInnen einen Anspruch auf bedarfsgerechte Behandlung haben. Heißt das jetzt, wenn jemand öfter als 100x Insulin braucht, darf es das auch nicht geben, wenn zeitgleich jemand anders chronisch Herzmedikamente benötigt? Hm.

    Dass nur eine begrenzte Menge Geld zur Verfügung steht ist leider eine Tatsache.
    Dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann, auch.

    Wenn einer mehr vom Kuchen, der nun mal eine bestimmte Größe hat, bekommt dann bekommen andere automatisch weniger.


    Dessen sollten sich alle bewusst sein, die fordern, einer solle eine "bedarfsgerechte" Therapie (in diesem Fall heißt das ja "mehr als andere Psychotherapiepatienten") bekommen.





  6. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: petition für bedarfsgerechte psychotherapie

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Heißt das jetzt, wenn jemand öfter als 100x Insulin braucht, darf es das auch nicht geben, wenn zeitgleich jemand anders chronisch Herzmedikamente benötigt? Hm.

    Dass Andere auch Behandlungsbedarf haben, finde ich einen fragwürdigen Grund, sich nicht für etwas einzusetzen, dass verbesserungsbedürftig ist.

    Ein weniger hinkendes Beispiel wäre zB die Frage, ob sich die Gesellschaft für jeden Krebspatienten neue Krebsmedikamente, die pro Tag zehntausend Euro kosten , das Überleben aber nur um einige Monate verlängern, oder andere extrem teure Behandlungen in anderen Bereichen leisten will.

    Auch das würde bedeuten, dass andere medizinische Therapien für andere Patienten nicht mehr bezahlt werden können.

    Zum Beispiel könnte es dann vielleicht für Psychotherapie nicht mehr genug Geld geben. Schon gar nicht für die geforderte bedarfsgerechte Psychotherapie.

    Wer wollte entscheiden.





+ Antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)



Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •