Anzeige
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 7

Thema: Depressiv durchs Studium

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Depressiv durchs Studium

    Guten Morgen zusammen!

    Ich reihe mich dann mal mit zu all denen ein, die Probleme mit ihrem Studium haben.
    Ich bin 22 und bald im 7. Semester BWL. Eigentlich keine Schande, 22 ist n Witz wenn ich mir angucke in welchem Alter andere Leute meine Probleme kriegen. Damit stehen mir alle Türen offen selbst wenn ich länger studieren sollte. Werd ich aber nicht, so oder so wird das 7. Semester mein letztes sein. Ohne Abschluss. Ich hab seit 2 Jahren keine nennenswerten Erfolge erzielt, ich sag mal ein Schein pro Semester. Und ich hab psychisch immer weiter abgebaut, bin mittlerweile in psychologischer Behandlung, weils mir alles zuviel wird, gerade in den vergangenen Wochen ist es aber schlimmer geworden. Ich schreib jetzt grade an der dritten Version dieses Threads, hab den Text jedes mal gelöscht weil er mir zu bescheuert vorkam, aber jetzt wo mir das klar wird -> ich bin schlicht und ergreifend depressiv.

    Ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll ohne wie n Freak dazustehen, aber ich habe soviel Zeit, Geld und Energie in etwas investiert, dass mich von A-Z anwidert. Ich hätte das vor 2 Jahren, als mir das klar geworden ist, beenden sollen anstatt zu denken dass ich das noch durchziehen könnte.
    Jetzt sitz ich hier, wohne mangels Geld und Job wieder zu Hause bei Mutti, kann mich nicht im Spiegel ansehen, habe nichts erreicht, nichts worauf ich stolz sein könnte oder was mir n Anhaltspunkt geben kann wie es weitergeht, woran ich den nächsten Schritt erkennen könnte. Ich bin meines Lebens einfach überdrüssig. Was nicht heißen soll dass ich mich umbringen will, ich will einfach nur das Leben nicht, dass ich gerade führe. Ich hab keinen Bock mehr nachts so lange wachzubleiben und mich mit irgendnem scheiß im Internet/Fernsehn zuzuballern bis ich hundemüde einschlafe, damit ich bloß nicht anfange über mein Leben nachzudenken. Ich hab kein Bock mehr von meiner Familie, die mich mehr aus Höflichkeit hier wohnen lässt, angeguckt zu werden als sei ich n Parasit. Ich hab kein Bock auf das Leben das mir bevorstehen würde, wenn ich das Studium abschließe.
    Immerhin ist schon ein Teilschritt gemacht. Ich bin mir sicher, dass ich BWL nicht weiterstudieren werde. Aber das nützt mir herzlich wenig wenn ich dann gar nix mache.

    Mir persönlich fehlt jetzt am Schluss des ganzen noch ne abschließendes Frage, was genau ich denn jetzt von euch will. Ich erbitte Meinungen, Ratschläge und Erfahrungen. Allein weiß ich nicht weiter -.-

  2. Anzeige

  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: Depressiv durchs Studium

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Guten Morgen zusammen!

    Ich reihe mich dann mal mit zu all denen ein, die Probleme mit ihrem Studium haben.
    Ich bin 22 und bald im 7. Semester BWL. Eigentlich keine Schande, 22 ist n Witz wenn ich mir angucke in welchem Alter andere Leute meine Probleme kriegen. Damit stehen mir alle Türen offen selbst wenn ich länger studieren sollte. Werd ich aber nicht, so oder so wird das 7. Semester mein letztes sein. Ohne Abschluss. Ich hab seit 2 Jahren keine nennenswerten Erfolge erzielt, ich sag mal ein Schein pro Semester. Und ich hab psychisch immer weiter abgebaut, bin mittlerweile in psychologischer Behandlung, weils mir alles zuviel wird, gerade in den vergangenen Wochen ist es aber schlimmer geworden. Ich schreib jetzt grade an der dritten Version dieses Threads, hab den Text jedes mal gelöscht weil er mir zu bescheuert vorkam, aber jetzt wo mir das klar wird -> ich bin schlicht und ergreifend depressiv.

    Ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll ohne wie n Freak dazustehen, aber ich habe soviel Zeit, Geld und Energie in etwas investiert, dass mich von A-Z anwidert. Ich hätte das vor 2 Jahren, als mir das klar geworden ist, beenden sollen anstatt zu denken dass ich das noch durchziehen könnte.
    Jetzt sitz ich hier, wohne mangels Geld und Job wieder zu Hause bei Mutti, kann mich nicht im Spiegel ansehen, habe nichts erreicht, nichts worauf ich stolz sein könnte oder was mir n Anhaltspunkt geben kann wie es weitergeht, woran ich den nächsten Schritt erkennen könnte. Ich bin meines Lebens einfach überdrüssig. Was nicht heißen soll dass ich mich umbringen will, ich will einfach nur das Leben nicht, dass ich gerade führe. Ich hab keinen Bock mehr nachts so lange wachzubleiben und mich mit irgendnem scheiß im Internet/Fernsehn zuzuballern bis ich hundemüde einschlafe, damit ich bloß nicht anfange über mein Leben nachzudenken. Ich hab kein Bock mehr von meiner Familie, die mich mehr aus Höflichkeit hier wohnen lässt, angeguckt zu werden als sei ich n Parasit. Ich hab kein Bock auf das Leben das mir bevorstehen würde, wenn ich das Studium abschließe.
    Immerhin ist schon ein Teilschritt gemacht. Ich bin mir sicher, dass ich BWL nicht weiterstudieren werde. Aber das nützt mir herzlich wenig wenn ich dann gar nix mache.

    Mir persönlich fehlt jetzt am Schluss des ganzen noch ne abschließendes Frage, was genau ich denn jetzt von euch will. Ich erbitte Meinungen, Ratschläge und Erfahrungen. Allein weiß ich nicht weiter -.-
    Ich kann dich verstehen, den BWL ist das widerlichste Fach (inhaltlich), das man studieren kann. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Aber wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat (man muss sich für ein interessantes Studium oder für ein berufsqualifizierendes Studium entscheiden, beides geht leider nicht) nimmt man halt auch mal BWL als Studium.

    Du musst dir die Frage stellen: Magst du das Fach nicht oder magst du das Studieren im Allgemeinen nicht? Wenn du das Studieren im Allgemeinen nicht magst, dann wäre ein neues Studium keine gute Idee.

    Oder liegt es an deiner Lebenssituation? Ich weiß selbst, wie es ist, wenn man Schulden im Studium anhäuft, die schnell in den hohen 4stelligen Eurobereich und im Master in den 5stelligen Eurobereich reingehen. Das ist eine Belastung, die eine Depression noch verstärkt und einen noch weiter runterzieht. Wenn das Studium am Finanziellen und der Wohnsituation scheitert, wäre es vielleicht eine Variante, erstmal eine Ausbildung zu machen um Geld zu verdienen.

  4. #3
    Registriert Avatar von vanDark
    Registriert seit
    30.07.2008
    Ort
    Deutsche Großstadt
    Beiträge
    647
    Danke gesagt
    201
    Dank erhalten:   367
    Blog-Einträge
    2

    Standard AW: Depressiv durchs Studium

    Hallo,

    ich weiß, es hört sich blöd an und du fühlst dich wahrscheinlich auch nicht danach...

    Aber sieh deine Situation als Chance.
    Du hast erkannt, dass du, würdest du dein Studium beenden, vielleicht für den Rest deines Lebens in etwas reinschlitterst, was eigentlich nichts für dich ist.
    Du bist ERST 22.
    Jung genug, um das zu tun, was du wirklich tun möchtest.
    Jung genug, um nochmal neu anzufangen.
    Das ist kein Weltuntergang.

    Setz dich hin und überleg dir genau, was du wirklich studieren willst, wo deine Stärken liegen, was dir jobmäßig danach gefallen würde.
    Wenn du das für dich "Richtige" studierst, wirst du bestimmt mit einer ganz anderen Motivation an das Studium rangehen, als bei einem Fach, das dir nicht gefällt.
    Es ist doch noch nichts verloren.
    Du kannst ein anderes Studium erfolgreich beenden und danach einen guten Job finden.
    Das kostet zwar alles Geld und Zeit, aber gemessen an deinem Alter und wieviele Jahrzehnte du noch bis zur Rente arbeiten musst, ist das doch durchaus vertretbar.

    Du brauchst dich deshalb nicht wie ein Loser zu fühlen. Du stehst erst am Anfang deiner beruflichen Laufbahn. Wieviele andere haben schon ein Studium geschmissen - da bist du nicht der Einizige.

    Weißt du, was schlimm ist:
    Zu wissen, dass einem BWL nicht liegt und es trotzdem auch noch mit guten Noten fertig zu studieren.
    Danach ein paar Jahre in einem Job arbeiten zu müssen, der einem nicht liegt, weil man ach so erfolgreich BWL studiert hat und prädestiniert ist für diese Laufbahn.
    Und dann mit fast dreissig Gott und der Welt erklären zu müssen, warum man nochmal was komplett anderes studieren will, nochmal bei Null anfängt, seinen gutbezahlten Job kündigen wird usw.
    Das ist mal Scheiße.
    Da stößt man auf viel mehr Kopfschütteln als nach einem abgebrochenen Studium.
    Da kommt man so leicht nicht mehr raus.
    Da sitzt man dann sozusagen in der BWL-Falle
    Glaubst du, das wäre besser?
    Was meinst du, wie oft ich mir gewünscht habe, dieses mistige BWL-Studium nicht weitergemacht zu haben, aber naja.
    Ein Zweitstudium kommt nicht so gut....
    Also siehst als Chance, es hätte schlimmer kommen können....

    Finde für dich das passende Studium und denke nicht mehr an die Vergangenheit - und wenn, dann am besten mit dem Gedanken, das Richtige getan zu haben, etwas nicht weiterzumachen, was nichts für einen ist.

    LG,
    vanDark

  5. #4
    Registriert
    Registriert seit
    18.08.2009
    Beiträge
    2.047
    Danke gesagt
    61
    Dank erhalten:   900

    Standard AW: Depressiv durchs Studium

    Hm...mal so spontan meine Gedanken: Dein großes Plus ist deine Jugend. Mit 22 noch zu Hause wohnen ist keine Schande. Mit 22 einen anderen beruflichen Weg zu wählen, auch nicht - zumal du ja innerlich komplett mit BWL abgeschlossen zu haben scheinst.

    Das Problem: Du brauchst einen Plan, eine Alternative. Nichts machen ist die schlechteste Variante - grad für jemanden, der sich depressiv fühlt.

    Wenn man so sicher weiß und fühlt, dass etwas (bei Dir BWL) das absolut Falsche ist .... dann gaukelt einem oft auch was im Kopf herum, womit man sich wohler fühlen würde. Nix mit Zahlen, Bilanzen, Statistiken vermutlich. Vielleicht was Soziales? Was Mediales? Was Künstlerisches? Was mit Natur? Es gibt was...du musst es aber irgendwie "ausgraben" aus deinem über die Jahre im ungeliebten Studium angesammelten Pessimismus, der Lethargie, der Traurigkeit. Versuch mal, zu "graben"...zu überlegen, womit du dich wohlfühlen könntest. Und dann guck, welche Studiengänge es da gibt, wo man das Studieren könnte, was man damit anfangen kann.

    Ich versteh übrigens diese "Alterspanik". Ich war auch so drauf und versessen drauf, mein Diplom mit 23 in der Tasche zu haben. Ob mich das am Ende glücklicher gemacht hat? Ich glaubs nicht. Ich hab zwar meistens recht gerne studiert und mag auch meine Arbeit heute....trotzdem hätte mir vielleicht ein bisschen weniger Tempo gut getan. Deswegen der Tipp: Sieh die 22 als Chance, nicht als Hemmschuh.

  6. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: Depressiv durchs Studium

    Hallo an alle!

    Und gleich mal vielen, vielen Dank für eure Antworten!
    Ich war in den letzten Tagen recht beschäftigt, daher hat's ne Weile gedauert. Allerdings hat mich das auch wieder n bisschen aufgemuntert, Ich überlege jetzt, ob ich den Studiengang wechsel, auf einen BWL-Ingenieur-Hybriden. da wären meine BWL-Vorlesungen nicht umsonst gewesen. Aber ist bislang nur eine Theorie. Des Weiteren werd ich das Arbeitsamt in Angriff nehmen und gucken/hören was für Ausbildungsmöglichkeiten sich mir bieten.

    Ich danke euch für euer Verständnis und vor allem dafür dass ihr mir bewusst gemacht habt wie jung ich eigentlich noch bin, bzw Verständnis dafür hattet dass ich so ne Alterspanik hatte. Ich hatte wirklich das Gefühl mir zieht da grad mein Leben an mir vorbei!

    Was mein Privatleben betrifft, da läufts auch nicht sooooo berauschend, aber das sind Herausforderungen denen ich mich mittlerweile gut stellen kann. Ich bin vor nem halben Jahr in n ziemlich tiefes Loch gefallen als ich rausgefunden hab das meine (mittlerweile Ex-)Freundin mich nach 3 Jahren Beziehung mehrfach eiskalt betrogen hat. Ist vielleicht hart formuliert, aber es fühlte sich noch härter an...
    So langsam komm ich da aber wieder auf nen grünen Zweig, auch wenn ich immernoch n Problem bei dem Gedanken an ne neue Beziehung habe... da kann ich wirklich nur abwarten und Tee trinken!

    Liebe Grüße
    ... öööhm... meinen Namen spar ich mir :P

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.10.2015, 12:56
  2. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 20.07.2012, 10:18
  3. Ausgebrannt durchs Studium
    Von DanteNero im Forum Beruf
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 09.07.2011, 15:46
  4. stress, einsamkeit, ... alles durchs studium
    Von der micha im Forum Studium
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 20.04.2009, 15:11

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige