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Thema: Emotionale Abhängigkeit

  1. #36
    thi
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    Standard AW: Emotionale Abhängigkeit

    hallo. hoffe, du hast die sternen gefunden. noch immer in dieser situation? lg

  2. #37
    Gast
    Gast

    Standard AW: Emotionale Abhängigkeit

    Hallo Ihr,

    Ich (m, 37) habe gerade aehnliches hinter mir.
    Mittlerweile habe ich durch diverse Buecher und Therapiestunden erfahren, dass ich in einer sehr unvorteilhaften Beziehungsstruktur gelebt habe.
    Ich bin emotional abhaengig und habe ein Helfersyndrom. Trotz dem, dass ich erfolgreich ein eigenes Geschaeft leite, fuehle ich mich gerade wertlos.

    Meine Exfreundin hat sich vor ca. 3 monaten von mir getrennt. Wir haben 1 Jahr unserer Beziehung getrennt gewohnt und das war ingesamt die schoenste Zeit. Irgendwann hat Sie mich erpresst zusammen zu ziehen. Ich wollte, dass dies auch irgendwie klappt, aber innerhalb von wenigen Wochen wurde Sie immer depressiver bzw. Der harte Kern, den Sie immer nach aussen verkoerperte und die Selbsticherheit loeste sich immer mehr auf.

    Ich wollte Ihr umso mehr Hilfe in Gespraechen leisten und Sie staerken....ich verstand damals nicht, wie Sie aus diesen Situationen heraus immer wieder Streit provozierte.
    Ich verstand die Welt nicht mehr und gab mir immer mehr selbst die Schuld.

    Wir tranken beide abends regelmaessig Alkohol, was eigentlich ueberhaupt nicht meinem Naturell entspricht....fuer Sie war es normalr....fuer mich wurde es normal.

    Nach nun 3 Jahren war mein Gefuehl von eigener innerer Leere so gross, dass ich mit Ihr vereinbarte, dass wir wieder getrennt leben, um unsere Beziehung besser werden zu lassen und uns respektvoller miteinander zu verhalten und wieder mehr zusammen zu unternehmen.
    Dem stimmte Sie zu und fand auch gefallen an dem Gedanken.

    Die ersten 2 Monate verliefen sehr gut, weil wir uns besser verstanden, als jemals zuvor.

    Irgendwann stritten wir wieder...fuer mich voellig grundlos und sehr heftig....ich war sauer und verzweifelt, weil es aus meiner Sicht gar keinen Grund gab, sich streiten zu muessen.

    Sie verlies mich vor 2 Monaten auf eine sehr heftige Weise: ich kaempfte darum die Beziehung zu retten und nahm meinen Mut zusammen, Ihr mein Herz komplett zu oeffnen und Ihr zu sagen, dass wir ein Leben miteinander fuehren moechten.
    Sie entgegnete am gleichen Abend, dass Sie mich noch immer liebt und meine Worte sie beruehren....2 tage spaeter sprachen wir uns das naechste Mal und Sie sagte genau das Gegenteil....zwischenzeitlich war keinerlei Kontakt.

    Ich verstand dies nicht und bin bis zum Suizidversuch gelangt.

    Zwischenzeitlich habe ich dank eines sehr guten Buches und mit Hilfe eines Psychologen erfahren, dass mit eindeutiger Sicherheit eine narzisstische Persoenlichkeitsstoerung bei meiner Ex diagnostizieren laesst.

    Das Schlimme daran ist, dass solche Menschen eine Fassade bauen, diese natuerlich in Beziehungen nicht aufrecht halten koennen und jeden anfangen zu hassen, der diese Fassade zum broeckeln bringt.
    Deshalb funktionieren solche Beziehungen auch nur max 5 Jahre und die Partner werden in der Regel mit schweren Neurosen hinterlassen.

    Das Schlimme daran ist eben nur, dass ich in der Haerte und Unbarmherzigkeit dieser Frau genau die Eigenschaften sehe, die mir einfach deutlich fehlen.
    Da der Mensch immer einen Hang zur Vervollstaendigung hat, sehe ich das ganze Glueck meiner Welt in dieser Frau.

    Ich selber bin extrem verloren gegangen und ich weiss gar nicht mehr, wie man etwas fuer sich selber macht.

    Ein Spruch hilft mir wenigstens, Selbstvorwuerfe noch weiter zu treiben....
    Schuld ist nur dann, wenn vorsaetzlich und mit Absicht etwas getan wurde, angebracht

    Das habe ich nie....ich bin nur zu sehr fuer Sie da gewesen bzw. Wollte ihr helfen.

    Ich weiss nicht, wie lange es dauert bzw. Wie ich zurueck zu meinem Leben finde....ich glaube es gibt jetzt schon mini-fortschritte....aber so lange ich daran denke, dass genau diese Frau und nicht ich selber mich retten musss, ist es ein langer Weg.

    Sollte Euch aehnliches wiederfahren sein, lege ich Euch folgende Lektuere ans Herz, um die Situation wenigstens zu verstehen und mit Eurem Kopf Klarheit zu bekommen

    "Wege aus der Abhaengigkeit.....Destruktive Beziehungen ueberwinden" von Heinz-Peter Roehr

    Ich wuensche Euch allen viel Kraft!

    Uwe

  3. #38
    Gast
    Gast

    Standard AW: Emotionale Abhängigkeit

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    hallo an alle,
    ich hab auch ein RIESIGES problem. und zwar geht es um meine beste freundin. sie hat neben mir noch eine andere beste freundin, die sie schon länger kennt als mich und mit der sie aber jetzt lange zeit streit hatte. nun sind sie aber wieder auf dem besten wege sich wieder zu vertragen und ich komm einfach nicht damit klar. ich habe soo große angst sie jetzt zu verlieren und ich weiß gar nicht mehr was ich tun soll..sie verletzt mich andauernd, in dem sie mich nur noch kritisiert und mir sagt wie wichtig ihr die andere freundin ist. bei mir ist es auch schon so schlimm, dass ich die ganze zeit heule und nicht mehr aufhören kann. mir geht es so beschissen, aber sie fühlt sich nur eingeengt von mir und sagt, wenn ich so weiter mach dann bricht sie den kontakt ganz ab. aber das ist ja gerade das, wovor ich sooooo sehr angst habe, denn ich will sie nicht verlieren, sie ist mir so verdammt wichtig und ich kann nicht mehr ohne sie. aber ich weiß dass durch mein verhalten alles nur noch schlimmer wird und durch meine angst fang ich an zu klammern.. kann mir jemand von euch helfen?? ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll, ich brauche dringend hilfe, weil sonst wird die freundschaft zerbrechen und das würd ich nicht aushalten.

    Ich empfehle dir und den anderen Usern die Bücher emotionale Erpressung und Aussöhnung mit dem inneren Kind. Wenn ihr diese Bücher nicht nur liest, sondern auch mit ihnen arbeitet, dann werdet ihr es schaffen Eure Probleme zu beheben und Euer volles Potential ausschöpfen.

  4. #39
    Gast
    Gast

    Standard AW: Emotionale Abhängigkeit

    Hallo ihr,
    ich habe ein Problem, dass wohl so ähnlich ist wie eure, aber irgendwie doch nicht ganz...
    Und zwar ist meine Freundin extrem emotional abhängig von mir. Wir sind fast ein Jahr zusammen und führen eine sehr enge Beziehung. In letzter Zeit wird es jedoch immer schlimmer, sie ist total schlecht drauf wenn wir uns ein paar Tage nicht sehen können oder ist oft auch schon beleidigt und fühlt sich verletzt, wenn ich nur einen Tag mal keine Zeit für sie habe.
    Normalerweise studiere ich in einer anderen Stadt (60 km zu meiner Freundin, die noch Schülerin ist, heuer Abi) und bin übers Wochenende immer zu Hause (5 km zu meiner Freundin), da momentan Semesterferien sind, bin ich aber durchgängig daheim, mache aber Ferienarbeit und arbeite jeden Tag 9 Stunden. Trotzdem haben wir es die letzten Wochen geschafft uns fast immer zu sehen (bzw letzte Woche jeden Tag). Vorgestern musste ich aber nach der Arbeit daheim noch einiges erledigen und es hätte sich einfach nicht mehr rentiert was mit meiner Freundin zu machen. Wir haben an dem Tag auch nichts ausgemacht gehabt oder überhaupt darüber geschrieben, abends hat sie mir dann aber geschrieben, ob ich nicht doch noch zu ihr kommen mag, was aber sinnlos gewesen wäre, da ich immer sehr früh ins bett gehe, weil ich früh aufstehen muss und deswegen hätte ich maximal eine Stunde bei ihr sein können.
    Danach war sie anscheinend irgendwie sauer auf mich, was ich aber gar nicht so mitbekommen habe, da sie mir nicht mehr geschrieben hat, ich aber davon ausgegangen bin, dass sie etwas mit Freunden von uns unternimmt und mir das deswegen nicht komisch vorkam. Am nächsten Tag hat sie mir auch nicht geschrieben und erst als ich ein paar mal nachgefragt hab, was denn los ist, hat sie mir geschrieben.
    Dass sie nicht mehr weis, wie es mit uns weitergehen soll, dass sie das alles nicht mehr erträgt. Ich hab ihr dann geschrieben, dass ich zu ihr komm, sobald ich aus der Arbeit daheim bin und wir das dann alles bereden. Das wollte sie aber nicht, weil sie sagt, dass es nichts bringt, weil das wieder nur daraus rausläuft, dass ich dann weine und sie mich trösten will und wir nicht zu ende reden (so enden in der Tat die meisten von unseren Streits...). Dann hab ich gesagt, dass ich sie wenigstens trösten will und ihr helfen will, dass es ihr dann besser geht und sie meinte, dass geht nicht, weil ich ja das Problem sei.
    Sie hat dann gesagt, dass sie Zeit braucht für sich und ich war dann auch bereit ihr die zu geben und hab gesagt, dass ich ihr jetzt nicht mehr schreibe und sie so viel zeit bekommt, wie sie will. Wenn sie aber irgendwann dann mit mir reden will, dann soll sie mir einfach schreiben/mich anrufen und dann komm ich zu ihr.
    Ich hab mir dann schon gedacht, dass es wohl darum geht, dass sie erkannt hat, dass es nicht gut für sie ist, so von mir abhängig zu sein und dass ich deswegen einfach nicht gut für sie bin. Wir haben da vor ein paar Wochen schon ein paar mal drüber geredet, dass sie zu abhängig ist von mir und ich hab ihr gesagt, dass sie das irgendwie ändern muss, weil nur sie diejenige ist, die das ändern kann, ich ihr aber so guts geht dabei helfen werde und sie irgendwie unterstützen werde. Aber sie wollte das immer nicht wirklich wahrhaben und wollte es nicht hören. Und gestern wurde ihr das wohl klar und ich habe dann daheim beschlossen, dass ich ihr das nicht noch schwerer machen werde und es akzeptieren werde, wenn sie schluss macht, damit sie wieder unabhängig von mir werden kann (bzw, ich wollte ihr vorschlagen, eine Art Pause einzulegen, wegen mir auch ein paar Monate, so lange sie eben braucht, bis sie wieder auf eigenen Beinen stehen kann). Irgendwann Abends hat sie mir dann geschrieben ob ich noch kommen könnte, ich bin natürlich sofort zu ihr gefahren.
    Sie wollte dann wirklich Schluss machen und genau aus dem Grund, dass sie erkannt hat, dass ich nicht gut für sie bin. Ich hab ihr dann den Vorschlag mit der Pause gemacht, aber sie meinte dass das nicht funktionieren wird und hat das Weinen angefangen ich wollte sie dann trösten und hab dann auch das Weinen angefangen und irgendwann lagen wir zusammen auf dem Bett und haben geweint und sie hat gesagt, sie will nicht schluss machen, dass es aber das beste wäre und ich hab ihr eigentlich nur zugestimmt.
    Wir haben dann trotzdem nicht Schluss gemacht, sondern wir sind noch zusammen, aber sie hat mir Versprochen, dass sie versuchen wird, daran zu Arbeiten und viel mit anderen Freunden machen wird und sich vielleicht auch noch irgendein Hobby sucht.
    Ich bin natürlich einerseits ziemlich froh, dass ich immer noch mit ihr zusammen bin, andrerseits find ichs scheiße von mir, dass ich immer noch mit ihr zusammen bin, wenn es ihr dabei so schlecht geht.
    Habt ihr Tips für mich/uns, wie wir, bzw sie da wieder rauskommen kann? Wie ich mit ihr umgehen soll?
    Unsere situation unterscheidet sich glaube ich von euren Situationen schon ein bisschen, weil ich sie nie (zumindest nicht absichtlich) verletzt habe, höchstens mal mit irgendeinem unbedachten Satz, den sie dann falsch verstanden hat oder so. Kleinere Streitereien...
    Sie hat auch teilweise Dysmorphophobie, glaube ich, sie ist extrem unsicher mit sich und ihrem Körper, findet sich selbst hässlich. Oft glaubt sie, cih wäre nur aus Mitleid mit ihr zusammen. Einmal wollte sie (wir schlafen oft nackt) sich nicht ausziehen und hatte einen Pulli zum schlafen an, kurz vor dem Einschlafen hat sie mich dann gefragt, ob sie den ausziehen könne. Sie hatte den Pulli in dem Fall hauptsächlich an, weil sie glaubte ich würde sie nicht nackt sehen wollen und fände das eklig...
    Mittlerweile haben wir das einigermaßen in den Griff bekommen und ihre Probleme mit ihrem Körper sind in einem normalen Maß, glaub ich...
    Ich will ihr wirklich helfen, aber ich glaube nicht, dass ich mit ihr schluss machen könnte, auch wenn es das beste für sie wäre...

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