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Thema: Kann kein Vertrauen zu meiner Freundin aufbauen

  1. #1
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    Standard Kann kein Vertrauen zu meiner Freundin aufbauen

    Hallo zusammen,
    ich würde gerne mal eure Meinung zu meinem Problem hören und wäre für eine Einschätzung dankbar, ob jemand meine Gedanken nachvollziehen kann oder ich manche Sachen einfach viel zu eng sehe. Zuerst jedoch vorab unsere Geschichte, die ich leider nicht kürzer halten kann, weil dafür die Sache zu komplex ist. Nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass mich im Moment so viele Dinge belasten, wie z.B. die Suizidversuche meiner Mutter, unser Geschäft etc…:

    Ich habe meine Freundin (ich 24, sie 20) letztes Jahr kurz nach Weihnachten in einer Bar/Disco kennen gelernt. Dabei hat wohlgemerkt sie den ersten Schritt gemacht und mich angesprochen. Wir haben Nummern ausgetauscht und uns mehrmals zum Kaffeetrinken verabredet etc… Der Anfang der Beziehung lief sehr gut (mit den bekannten Spielchen „Hin-und-Her“), beide waren neugierig und wir haben uns sehr sehr gut verstanden. Kurzum, wir waren auf einer Wellenlänge und es hat einfach perfekt gepasst.
    Eine Sache machte mich jedoch stutzig, als sie mir gleich am ersten Abend sagte, dass sie vor gut 2 Wochen mit ihrem Freund (2 Jahre Beziehung) Schluss gemacht hatte. Beim Kaffeetrinken habe ich das Thema nochmals kurz angerissen, nachdem sie mir sagte, dass das an ihrem 20. Geburtstag war. Ich habe sie dann aus Spaß gefragt, ob „denn das Geburtstagsgeschenk so schlecht gewesen wäre“, woraufhin sie antwortete, „nein, aber das möchtest du gar nicht wissen, sonst würdest du nur denken, dass ich voll scheiße bin“. Das habe ich so stehen lassen und dem eigentlich keine weitere Bedeutung beigemessen. Dazu aber später mehr.
    Die Beziehung hat sich langsam entwickelt. Wir haben beide nichts überstürzt, uns immer mehr getroffen, sie hat dann auch mal bei mir übernachtet, mich bei ihren Eltern vorgestellt etc… Es kamen von meiner Seite immer mehr Gefühle auf und dann hat es mich auch richtig erwischt. Nach ein paar Wochen habe ich sie dann mal gefragt, „was das denn jetzt wäre“ und so kamen wir eben zusammen. Es hat dann nicht mehr lang gedauert und wir haben miteinander geschlafen. Ein Wahnsinns-Gefühl, wenn man einem Menschen so nahe steht, für den man soviel empfindet! Das habe ich so noch nicht erlebt.
    Ich denke, sie hat die Beziehung am Anfang recht locker gesehen, vermutlich war es mir wesentlich ernster gewesen als das bei ihr der Fall war. Relativ am Anfang ist sie dann mal nach Berlin geflogen, um ihre beste Freundin zu begleiten. Ich habe ihr dann vor dem Abflug gesagt, dass sie sich kurz melden soll, wenn sie gut angekommen ist. Nicht mehr und nicht weniger. Es kam dann nach 2 Tagen irgendwann ne SMS, dass es ihr gut geht und sie heut Abend auf die Piste geht, soweit ja kein Problem. Komisch fand ich dann aber, dass sie sich nicht gemeldet hat, als sie wieder daheim war. Nach 2 Tagen hat sie mich dann mal angerufen. Das kam mir spanisch vor. Ich gehe da einfach von mir aus. Ich hätte sie, gleich nachdem ich daheim angekommen wäre, sofort angerufen. Gut, auch das möchte ich einfach mal so stehen lassen. Dazu später auch mehr…

    Ich habe dann durch Zufall etwas mehr über ihre Ex-Beziehung erfahren. Übrigens ihre erste und einzige Beziehung. Sie war wohl der dominierende Part in der Beziehung, hatte also keinen „gleichwertigen Partner“, konnte sich mit ihm nicht streiten, er hat ihr alles gemacht. Kurzum, sie konnte machen was sie wollte und ist vermutlich in allem bestätigt worden, was sie sich so herausgenommen hatte. Und so kam es, dass sie eben an ihrem 20. Geburtstag fremdgegangen ist. Wie weit sie gegangen ist, kann ich nicht sagen. Dazu weiß ich nichts, bin mir aber fast sicher, dass da nicht viel mehr als Rumknutschen war. Pervers an der Geschichte ist allerdings, dass ihr Freund selbst bei einem solchen Fall, ihr noch hinterher gesprungen ist. Dazu möchte ich jetzt lieber nichts sagen. Und dann hat sie eben mich kennen gelernt und die Sache war endgültig vom Tisch. Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht, um den Ex geht es hier in keinster Weise.

    Mit diesem Wissen bin ich dann aber hellhörig geworden, als sie mal mit ihren Freundinnen unterwegs war und am nächsten Tag dann Bilder von ihrer Freundin im Internet hochgeladen wurden, auf denen sie ziemlich offenherzig mit anderen Männern zu sehen ist. Mich hat das damals so hart getroffen, das kann sich kein Mensch vorstellen. An einem Abend mit 4 verschiedenen Typen zu sehen, teilweise Arm im Arm. Ich möchte ihr gar nicht unterstellen, dass da was gelaufen ist, wirklich nicht, aber in meinen Augen sind die Bilder für meinen Geschmack zu offenherzig, wenn man in einer Beziehung steckt. Das hat mich wirklich hart getroffen. Ich war so was von enttäuscht, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass sie genau weiß, dass ich die Bilder sehe und sie sich dabei nichts denkt. Mit dem Hintergrund, dass wir uns die Woche ein bisschen gestritten haben und ich mir dann dachte, prima, wie ernst sie es mit unserer Beziehung nimmt!
    Das Problem an dem Ganzen ist aber, dass ich es nicht sofort angesprochen habe. Ich hatte zu der Zeit zu viele Gefühle für sie, habe mir auch ehrlich gesagt selbst etwas vorgemacht und wollte mir in dem Moment einfach nicht die Blöße geben, das anzusprechen. Ich habe das über 5 Monate so stehen lassen und immer wieder vor mir her geschoben. Mein Magengeschwür ist immer größer geworden und ich bin dann ihr gegenüber auch teilweise komisch gewesen. Sie wusste aber nicht, was dahinter steckt und hat nur immer gemeint, dass es ihr so schwer fällt, mein Verhalten zu deuten. Das kann ich ihr ehrlich gesagt nicht verübeln.

    Dann gibt es da noch ein paar Sachen, die unsere Beziehung nicht gerade einfacher machen. Mein Vater ist meiner Mutter zweimal fremdgegangen. Mittlerweile läuft die Scheidung und den Kontakt zu meinem Vater habe ich damals erstmal komplett abgebrochen. Meiner Mum geht es jetzt seit 2 Jahren verdammt schlecht, hat mittlerweile 2 Suizidversuche (!!!) hinter sich und das sind halt Sachen, die mich wahnsinnig belasten. Dann kommt noch hinzu, dass mein Vater komplett aus seinem Leben als Unternehmer aussteigen möchte, die Geschäfte aber an meinen Bruder und mich übergeben möchte. Nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass das Geschäft das „Lebenswerk“ von meiner Mutter und meinem Vater ist und es auch der Wunsch von meiner Mutter ist, die Geschäfte weiterzuführen, habe ich seitdem wieder Kontakt zu meinem Vater. Mein Bruder und ich arbeiten mittlerweile fest in der Geschäftsleitung mit und ich bin dadurch täglich mehr als 12 Stunden im Einsatz. Um sich da mal eine Vorstellung zu machen, es ist eine Betriebsgröße von ca. 100 Mitarbeitern. Ganz nebenbei bin ich aber noch Student, der sein Diplom mittlerweile im „Fernstudium“ im „Vorbeigehen“ absolviert, d.h. ich gehe in keine Vorlesungen mehr und mache alles per Selbststudium. Und wäre das alles nicht genug, hat meine Mutter bei ihrem zweiten Suizidversuch gleich noch unser Haus mit angezündet. Da durfte ich bis jetzt erstmal 4 Monate in einem feuchten Keller auf einer Isomatte pennen…
    Was ich damit sagen will. Die Umstände sind nicht grad einfach. Manchmal frage ich mich, ob das manchmal nicht an der Grenze des Machbaren ist. Dadurch bedingt habe ich auch teilweise wenig Zeit für sie und auch versucht, sie von Anfang an aus diesen Problemen herauszuhalten. Das hat sie Sache aber auch nicht einfacher gemacht. Im Gegenteil, sie wollte verständlicherweise immer mehr wissen, konnte mit der Ungewissheit nicht umgehen. Wie gesagt, ich kann das absolut nachvollziehen und habe sie dann in das Nötigste eingeweiht. Das ist mir sicherlich nicht leicht gefallen.
    Sicher bin im Moment manchmal auch nicht ganz einfach zu haben, bin oft gereizt, manchmal auch sehr ruppig. Trotzdem versuche ich halt, das Beste aus der Situation zu machen. Ich rechne ihr hoch an, dass sie mich nicht hängen lässt, zu mir hält und mich auch unterstützt, soweit es ihr möglich ist in ihren jungen Jahren. Sie hilft mir im Haushalt, ist sogar extra nach ihrer Arbeit mal in meine Wohnung gefahren, um zu Waschen, die Wäsche aufhängen etc… Sie kocht für mich, gerade in der Klausurenzeit eine wahnsinnige Hilfe, backt etc… und ich kann mit ihr mittlerweile über meine echten Probleme reden. Da kann ich mich wirklich nicht beschweren!

    So langsam merke ich aber, dass mir die Luft ausgeht. Mein letzter Urlaub liegt 6 Jahre zurück und manchmal denke ich, dass die Umstände „too much“ sind. Es fällt mir nicht leicht, das einzugestehen. Wie soll ich das sagen? Ich möchte halt immer stark sein vor ihr. Und deswegen wollte ich auch unbedingt im Oktober in den Urlaub mit ihr fahren. Wir waren auch deswegen schon im Reisebüro und haben uns Kataloge besorgt.

    Das alles wollten wir nach meiner letzten Klausur genauer planen. Zudem war nach der letzten Klausur eine Motorradtour geplant. Und irgendwie habe ich es danach nicht mehr ausgehalten. Ich bin, nachdem der ganze Druck von mir abgefallen ist, in ein großes Loch gefallen, wie ich es selten erlebt habe. Ich habe mich einfach nur leer gefühlt. Schon lange hatte ich mir mal vorgenommen, ihr einen Brief zu schreiben, in dem ich mich einfach für alles bedanken wollte, für die Hilfe und die Unterstützung. Das war mir seit langem ein Bedürfnis und weil wir gerade eh unser Halbjähriges hatten, war das ein guter Anlass in meinen Augen…

    Das war an einem Dienstag. Wie gesagt, ich habe mich die ganze Woche über nicht gut gefühlt und mir viele Gedanken um unsere Beziehung gemacht. Und da ist auch wieder vieles hochgekommen, mit den Fotos, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich mich am Samstag mit ihr an einem neutralen Ort treffen möchte, was wir dann auch getan haben. Ich habe das endlich mit den Fotos angesprochen, bin mir aber schon gar nicht mehr sicher, ob das der richtige Weg war. Zum einen, weil das jetzt eben fast 5 Monate her ist und weil es vermutlich auch kein guter Zeitpunkt war (geplatzte Motorradtour, evtl. geplatzter Urlaub, viel Arbeit). Sie ist sprichwörtlich aus allen Wolken gefallen und hat gar nicht gewusst, was ich denn wirklich meine. Und hat mich dann gefragt, ob ich „die Bilder aus Berlin“ meine. Die waren aber nicht gemeint, weil ich die gar nicht kenne und auch nicht im Netz sind. Da bin ich erst recht misstrauisch geworden, deswegen auch die Geschichte oben. Das sagt mir einfach mein Bauchgefühl.
    Ich hab ihr halt einige Sachen an den Kopf geworfen und kann dann auch manchmal sehr direkt werden, für manche vermutlich verletzend, wie sie mir gestern am Telefon gesagt hat. Hauptsächlich ging es um die Bilder und dass eben das ganze Vertrauen weg ist. Das Gespräch habe ich dann beendet als wir uns dann irgendwann im Kreis gedreht haben. Die Situation war echt komisch. Jeder ging am Ende wortlos in seine Richtung. Und dann ist sie mir nach ein paar Minuten komischerweise hinterhergelaufen und wollte nochmals wissen, was jetzt los ist. Damit hätte ich nicht gerechnet! Sie packt das so nicht mehr, kann nicht mehr mit der Ungewissheit umgehen und möchte jetzt wissen was los ist. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich ihr bereits alles gesagt hätte und Zeit zum Nachdenken brauche. Dann bin ich wortlos gegangen…

    Sie ist dann, vermutlich aus lauter Trotz, zu ihren Eltern in den Urlaub nach Italien nachgefahren. Die ganze letzte Woche war sie weg und es gab keinerlei Kontakt, die ganze Woche über gar nix. Einen Tag nachdem sie wieder daheim war, hat sie mich angerufen, weil sie mit mir noch sprechen möchte, bevor sie nächste Woche wieder in den Urlaub fährt. Das möchte ich auch unbedingt und vor diesem Gespräch morgen stehe ich jetzt…

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter, wenn ich ehrlich bin. Ich mag sie wahnsinnig gerne. Traue mir zu, zu sagen, dass ich sie wirklich liebe und alles für sie tun würde (und das tue ich auch). Wir mögen uns beide sehr und genießen die Zeit wahnsinnig, die wir beisammen sind. Allerdings brauche ich in einer Beziehung das Gefühl, dass ich ihr hundertprozentig Vertrauen kann. Das kann sie mir leider nicht geben. Die Tatsache, dass sie schon fremdgegangen ist, macht die Sache auch nicht leichter. „Wer einmal fremdgeht, geht immer wieder fremd.“ Sie weiß auch gar nicht, dass ich das weiß. Und die Fotos geben mir den Rest, nicht zuletzt die Sache mit Berlin. Ich kann für meine Freundin nicht die Hand ins Feuer legen, dass ihr Herz vergeben ist und das macht mich mürbe. Mir fehlt auch zudem die Kraft, mich daran weiterhin aufzureiben.
    Ich komme mir mittlerweile auch schon so vor, dass ich mit nix zufrieden bin, nur noch am Nörgeln bin und immer das Haar in der Suppe suche. So bin ich nicht und so will ich auch nicht sein! Ich möchte niemanden einengen, brauche selbst meine Freiheiten und gebe die auch jedem. Solange ich das absolute Vertrauen habe. Ich bin ratlos, wie ich ihr das gegenüber klar machen kann, dass dieses Gefühl für mich das Wichtigste überhaupt in einer Beziehung ist.
    Geändert von innocent (24.12.2008 um 01:02 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Kann kein Vertrauen zu meiner Freundin aufbauen

    Hallo,

    also ich habe deinen Beitrag jetzt komplett durchgelesen (war ganz schön viel *g*).

    Hm... morgen müsste also der Tag sein an dem ihr redet?

    Ich kann dir nur raten Tatsachen auf den Tisch zu legen und klar mit ihr zu sprechen. kein großes hin und her und außenrum. Du redest viel und schreibst viel, wirst dich mit deinen Worten und auch Gedanken aber niederkämpfen.

    Sag ihr was Fakt ist. Sag ihr das pregnant und kurz! Sag ihr dass du sie liebst, und dass du nicht wolltest dass es jetzt so is wie es war mit dem Urlaub letzte Woche in Italien. Sag ihr, dass dir der Kontakt gefehlt hat. Frag sie bevor du weiter gehst dann wie es ihr ging.

    Dann sag ihr das mit dem Vertrauen und sprech die Bilder die du da gesehen hast ruhig nochmal an. Aber nicht vorwerfend sonden eher als Grund deiner Bedenken. Heb deinen Vater etwas hervor (also dass du Angst hast und Vertrauen für dich nicht so leicht ist), aber lass das nicht als Ausrede da stehen. - Sag ihr, dass du einfach nur Vertrauen willst, und dass du denkst dass du das auch kannst oder können musst weil sie so toll ist.

    Wenn sie dich will, wird sie das mit dir lösen wollen. - Und das scheint mir so.

    Der andere Punkt ist: Gab es seitdem, also es ist ja jetzt 5 Monate her, nochmal sowas mit Fotos oder so? Weil wenn nicht, kann es ja sein dass sie sich damals nciht so sicher war. Sagtest ja selbst, sie nahm das am Anfang locker. Kann gut und gerne sein, dass sie das jetzt ernster nimmt und das damals war. Und wenn du ihr jetzt Dinge von damals "vorwirfst", obwohl sie sich dahingehend schon geändert hat, kann das nach hinten los gehen. War ja schon der Fall.

    Besinne dich auf das was du hast mit ihr. Kläre die Dinge auf eine ehrliche, nicht vorwurfsvolle Art und Weise.

    Würd mich freuen wenn du dann hier berichten würdest

    Viele Grüße
    Supernova

  3. Für den Beitrag dankt: innocent

  4. #3
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    Standard AW: Kann kein Vertrauen zu meiner Freundin aufbauen

    Danke für deine Antwort. Das hat mir sehr geholfen! Ja, das Gespräch ist heute Abend… bange ist mir davor nicht, eher im Gegenteil. Ich bin froh, dass wir endlich miteinander reden.

    Ich denke, ein großes Problem an der ganzen Geschichte mit ihr ist die Tatsache, dass sie bis jetzt in ihrem Leben noch keinen gleichwertigen Partner hatte, mit dem sie sich auf Augenhöhe „duellieren“ konnte. Sie hatte bis jetzt nur eine Beziehung und aus sicheren Quellen weiß ich, dass sie tun und lassen konnte, was sie wollte und er ihr hinterher gesprungen ist, wenn sie auch nur mit dem Finger geschnippt hat. Das hat sie – wie wohl jeder Mensch tun würde, auch dementsprechend ausgenutzt, bis hin zum Fremdgehen. Da hat mein Vorgänger mir schon einiges „eingebrockt“! Und sie weiß auch, dass sie eine Frau ist, um das mal auf den Punkt zu bringen.

    Seit diesen 5 Monaten habe ich nichts mehr an anderen Bildern sehen können. Das muss ich zugeben. Allerdings sind es nicht die Bilder an sich, die mich stören, sondern eher, was auf den Bilder zu sehen ist. Und das macht mir Sorgen. Soll ich jetzt jedes Mal, wenn sie mit ihren Freundinnen unterwegs ist, was ohne Frage für mich überhaupt kein Problem darstellt, Angst haben, dass sie wieder mit irgendwelchen fremden Typen im Arm rumtanzt? Sehe ich das zu eng? Mit diesem Druck und diesen Gedanken kann und will ich nicht leben, schon gar keine Beziehung führen. Die Bilder sind nach wie vor im Internet und ich denke, sie wird auch keine Anstalten machen sie aus dem Netz zu nehmen, weil sie der Meinung ist, dass an den Bilder nichts Schlimmes ist.

    Ihr geht’s im Moment nicht wirklich gut. Ich habe am Sonntag mit ihr telefoniert und so weit kenne ich sie mittlerweile, dass ich das einschätzen kann. Gestern habe ich mir dann ein Herz gefasst, sie angerufen, und sie nur danach gefragt, wie es ihr gehen würde. Sie war sehr überrascht und hat sich wahnsinnig gefreut. Am Abend habe ich eine SMS bekommen, die ich so nicht erwartet hätte.

    Was meinst du mit Tatsachen auf den Tisch? Z.B. das mit dem Fremdgehen ansprechen? Ich bin mir selbst nicht schlüssig, welchen Weg ich einschlagen soll. Viel wird da auch davon abhängen, wie sie heut Abend agiert bzw. reagiert. Sie hat schon am Telefon gesagt, dass sie mir einiges zu sagen hat. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich hin und her gerissen. Auf der einen Seite sage ich mir, dass die Bilder jetzt Vergangenheit sind und ich es dabei belassen soll, auf der anderen Seite würden mich die Bilder aus Berlin doch interessieren. Die Chance habe ich natürlich nur jetzt, komplett reinen Tisch zu machen, in 2 Monaten brauche ich da nicht mehr daherkommen. Das ist mir schon klar.
    Aber was bringt es ewig in der Vergangenheit nachzubohren? Sie hat mir in unserem riesigen Streitgespräch versichert, dass sie nie über „ihre Grenzen“ gegangen ist, wir über „diese Grenzen“ aber noch nie gesprochen hätten. Von daher wäre das ein Anfang hinsichtlich des Vertrauens und alles Weitere wird sich dann schon im Laufe der Zukunft zeigen. Ihr sollte spätestens nach diesem Gespräch klar sein, dass sie mit mir solche Spielchen nicht abziehen sollte, denn dann bin ich ganz schnell weg.

    Es macht die Sache auch nicht einfacher, dass sie nur sehr schwer über Gefühle reden kann. Das hatte ich am Anfang meine allergrößten Probleme, habe gedacht, dass das alles nur ein Spiel ist und ich war mir nie sicher, ob sie es denn wirklich ernst meint. Das hat sich aber definitiv gebessert, für ihre Verhältnisse sehr gebessert. Aber an einem Punkt, wo sie mir sagen könnte „ich liebe dich“, ist sie noch lange nicht.
    Mir ist aber auch klar, dass ich einiges an mir ändern muss. Sie bekommt von mir des Öfteren die harte Schale gezeigt, weiß aber auch, dass ich einen weichen Kern habe. Ich werde versuchen, mich ihr ein bisschen weiter öffnen und mal sehen, was passiert und wie sie darauf reagiert. Vielleicht begebe ich mich da auf Glatteis, aber nur bekomme ich endlich Klarheit. Das wäre mein Weg, wenn das Gespräch heute positiv verläuft.

  5. #4
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    Standard AW: Kann kein Vertrauen zu meiner Freundin aufbauen

    Hallo Innocent,

    entschuldige meine Direktheit: ich finde du übertreibst und stellst übermenschliche Anforderungen an deine Freundin.
    Das einzige was du hast, sind Fotos einer lebenslustigen, ausgelassenen jungen Frau. Da war eure Beziehung ja auch noch am Anfang und noch nicht so gefestigt. Warum hätte sie nicht flirten dürfen? Ob mehr war, weißt du ja nicht.

    In den Monaten danach hat deine Freundin dir bewiesen, dass du auf sie bauen kannst und war immer für dich da.
    Was willst du denn noch? Deine eigene schwierige Vergangenheit und deine Negativerfahrung mit deinen Eltern kann sie nicht ungeschehen machen. ABSOLUTES Vertrauen in einen anderen Menschen zu setzen ist übertrieben und unrealistisch. Du kannst ja noch nicht einmal für dich selbst die Hand ins Feuer legen, weil jeder Mensch ist zu fast allem fähig, wenn die richtigen Umstände eintreten. Wie also einem anderen blind vertrauen?
    Natürlich gehst du mit jeder Beziehung das Risiko ein, entäuscht und verletzt zu werden. Aber was ist die Alternative: alleine bleiben, auf die perfekte Traumfrau warten.....?

    Sie scheint ein patentes Mädel zu sein und obwohl du in letzter Zeit "schwierig" warst, hat sie nicht gleich die Segel gestrichen. Ich würde vermuten, du hast da einen Glücksgriff getan. Also vergiß die dämlich Fotos, entschuldige dich bei ihr und freu dich an dem, was du hast!
    Viel Glück euch beiden!

  6. Für den Beitrag dankt: Soul

  7. #5
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    Standard AW: Kann kein Vertrauen zu meiner Freundin aufbauen

    Darum gehts doch gar nicht. Sie kann doch tun und lassen, was sie möchte. Das habe ich doch schon gesagt. Ich bin ja froh, dass sie so ein aufgeschlossenes Mädl ist. Und es geht mir auch nicht um die Negativerfahrung meiner Eltern, sondern darum, dass sie ihren Ex schon betrogen hat. Das macht die Sache in meinen Augen nicht einfacher.

    Wie gesagt, sie bekommt von mir alle Freiheiten, die sie braucht. Nur brauche ich dann das Gefühl, dass ihr absolut Vertrauen kann (nicht blind!) und das Gefühl gibt sie mir leider nicht. Das würde ich ihr gerne sagen, nur fällt mir dazu keine gute Formulierung ein, wie ich ihr das ohne Vorwurf näher bringen kann.

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