Ich bin mit einer eigentlich wundervollen Frau (40) seit 9 Jahren zusammen die ich seit über 20 Jahren gut kenne. Inzwischen habe ich die volle Akzeptanz ihrer Familie und ihrer Tochter (13) erlangt und wir waren glücklich. Bevor wir zusammen kamen, waren wir beide schon einmal verheiratet. Vor zwei Jahren haben wir uns entschieden einen gemeinsamen Haushalt zu gründen und waren über Monate auf Wohnungssuche. Sie fand ein kleines Grundstück auf dem ich gemeinsam mit ihrem Vater ein kleines Haus baue. Insbesondere die finanziellen Angelegenheiten haben wir zuvor eingehend besprochen. Ihr Ex- Mann wird zu Recht den Unterhalt zum 01.09.08 einstellen, da ich nun für sie und ihr Kind eintreten möchte. Zwischenzeitlich habe ich meine Wohnung aufgelöst und bin für ein Jahr zu ihr gezogen. Doch im Zuge dieser Unterhaltsregelungen hat sie sich von mir und ihrer Familie Stück für Stück entfernt und ich erkenne sie nicht mehr wieder. Sie konzentriert sich nur noch auf ihren Beruf und ihre Tochter. Alltägliche Dinge oder persönliche Dinge besprechen wir nicht mehr. Meine Versuche einen Zugang zu ihr zu finden, um „unser Thema“ zu besprechen scheiterten monatelang bereits im Ansatz. Die Gespräche wurden recht oft mit sehr verletzenden Worten ihrerseits, wie „Du reizt mich nicht mehr oder ich empfinde derzeit nichts für Dich, was für eine Beziehung reicht“ beendet. Alle anderen Themen, wie Schule oder Arbeit besprechen wir stundenlang. Sexualität ist für sie seit 7 Monaten kein Thema mehr und ich kann nicht sagen, wann ich sie das letzte Mal geküsst habe oder sie meine Hand genommen hat. Ein Fehlverhalten wirft sie mir nicht vor und meine Frage nach einem anderen Mann verneint sie glaubhaft. Sie spricht lediglich von fehlenden Gefühlen und Wellenbewegungen und das sie dafür auch keine Erklärung hat. Auf der Baustelle sehe ich sie seit Anfang des Jahres nur noch einmal in der Woche. Ihr Arrangement ist weg. Nun lebe ich bereits seit etwa 6 Wochen in diesem Haus / Baustelle und mir ist aufgefallen, dass sie sich mit dem Thema Wechseljahre beschäftigt. Sie sieht abgemagert und übermüdet aus, zudem schläft sie oft spontan ein und fordert Freiraum, so dass wir uns bis zu sechs Tage nicht sehen oder telefonieren. Ihr Gesundheitszustand ist bedenklich. Vor einiger Zeit habe ich ihr mehrfach deutlich gemacht, dass sie unter diesen Bedingungen nicht in dieses Haus einziehen wird, da ich bis heute keinerlei Tendenzen in meine Richtung erkenne. Das Bild einer intakten Beziehung hält sie ansonsten jedoch gegenüber jedermann aufrecht, auch gegenüber ihrem Kind, ihrer Familie und unseren neuen Nachbarn zu denen sich ein wirklich gutes Verhältnis entwickelt hat. Vor kurzem habe ich ihr den Vorschlag gemacht, dass sie ihre Wohnung noch eine zeitlang behalten soll und wir gemeinsam an uns arbeiten, um die Probleme miteinander aufzubereiten. Auch eine Paarberatung habe ich ihr vorgeschlagen, da mir sehr viel an ihr liegt und ich nicht alles leichtfertig hinwerfen möchte. Inzwischen hört sie mir zumindest zu und reagiert nicht mehr aggressiv. Antworten erhalte ich dennoch nicht. Einen Einzug habe ich ihr dann für Anfang 2009 vorgeschlagen. Gestern fragte sie mich, wann sie ihre Wohnung kündigen soll und ob ich sie mit 600,- Euro/ mtl. unterstütze, damit sie ihre Miete bis zum Einzug in das Haus bezahlen kann, spricht aber gleichzeitig davon, dass sie sie unsere Beziehung bereits Anfang des aufgelöst hat, dennoch hat sie das Verfahren zur Einstellung des Unterhaltes von ihrem Ex- Mann nicht gestoppt. Dazu hätte sie durchaus die Möglichkeit gehabt und wäre wie bisher finanziell absolut unabhängig gewesen. Partnerschaftlich kann sie für die Zukunft derzeit keinerlei Aussagen treffen, auch nicht wie unser Zusammenleben unter diesen Bedingungen aussehen soll.
Das ist die Kurzversion – was ist nur los?



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