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Thema: Liebe gefunden.. und verloren

  1. #1
    Thegan
    Gast

    Standard Liebe gefunden.. und verloren

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und weiß einfach mit nichts mehr weiter. Die Geschichte ist etwas länger und ich hoffe, dass sie sich jemand durchliest.

    Alles begann vor vier Jahren, da hab ich meine Freundin (Ex-Freundin) übers Internet kennengelernt. Ich war damals 6 Monate von meiner damaligen Frau getrennt, mit der ich auch einen Sohn habe.

    Ich hatte also im Internet jemanden kennengelernt und nach 3 Wochen haben wir uns getroffen.
    Und es war Liebe auf den ersten Blick. Es war wie der berühmte Blitz, auf den ich immer gewartet habe und nie gedacht habe, dass es das tatsächlich geben könnte. Auf beiden Seiten.

    Und es war perfekt. Wir sind beide ... anders... haben den gleichen Humor, lieben die gleichen verrückten Dinge und es gab nichts, was uns nicht verbunden hätte. In allem perfekt.

    Sie war aber auch zu Beginn an schon so gepolt, dass sie ungeheure Verlustängste hatte, ALLES in die Beziehung geworfen hat, mit ihren beiden Kindern und sich total aufgegeben hat, in allem. Und irre eifersüchtig war, dachte, ich wolle wieder zu meiner Frau zurück und hat immer Panik bekommen, wenn ich mal da war usw.

    Was für mich aber selbstverständlich war, schließlich haben wir einen Sohn zusammen um den ich mich gleichermaßen kümmere und ich wollte da bestimmt kein böses Blut entfachen.

    Nun fing sie aber immer öfter an, nach Beweisen für meine Unaufrichtigkeit zu suchen, hat dann noch gesehen, dass ich mal im Internet wie tausend andere Menschen auch mal auf einer einschlägigen Seite war und hat dies auch als Vertrauensmissbrauch für sich gedeutet.

    Wenn wir zusammen waren war es perfekt aber es wurde immer deutlicher, dass sie mir zu verstehen gegeben hat, was ich alles falsch mache, dass ich ihre Kinder nicht mag, zu wenig mit ihnen rede etc.etc....

    Ich hab es nicht verstanden, bzw. immer mehr hinterfragt was ich denn alles falsch mache.

    Im Laufe der Jahre ist es immer öfter eskaliert, sie hat immer mehr Vorwürfe erhoben und dann kamen Momente, die ich nicht gesehen habe, nicht erkannt, wo ich zu wenig da war.
    Ich habe so viele Chancen ungenutzt gelassen, zu wenig Aufmerksamkeit, habe, als sie mit ihren Kindern in meine Stadt gezogen ist, sie 4 Tage alleine damit gelassen weil ich dachte, sie kommt 3 Tage nach dem Umzug auch zurecht, was sie auch gesagt hat.

    Zwei Fehlgeburten und ich war nicht rechtzeitig da, einmal hat sie abgetrieben und ich habe zu spät versucht ihr das auszureden.

    So viele Situationen die ich verpasst habe, so viele Situationen die sie falsch verstanden hat und es eskalierte immer extremer, bis sie mich ständig emotional fertig gemacht hat, immer öfter klein geschrien, beleidigt hat... Weil sie verletzt sei und aus Verletztheit Wut entstünde. Ich hab immer versucht mit ihr zu reden, immer und immer und immer wieder...Aber sie hat nicht aufgehört, immer weitergemacht...Ich hab überhaupt keinen Selbstwert mehr gesehen, hab nicht verstanden wieso so alles sein muss, hab mir nur noch Vorwürfe gemacht, gesehen wie schlecht ich war... und dann ist es tatsächlich passiert.
    Ich hab mit einer anderen Frau geschlafen. Nicht weil sie so unglaublich toll war oder ich ein notorischer Fremdgänger bin, sondern weil ich aus dieser Ohnmacht, dieser Raserei, diesem Fertigmachen und allem geflüchtet bin..

    Es war ein fürchterlicher Fehler und ich hab sie weinend angerufen und sie hat geweint und ich werde diesen Moment nicht vergessen, wo ich sie an unserem Lieblingsort hab stehen lassen..

    Und jetzt hat sie sich 1,5 Jahre in blankem Hass ergeben, und so lange auf mich eingeschrien bis der Hass sich irgendwann verwandelt hat.

    Sie braucht Zeit für sich, hat sie mir gesagt und dass sie im Moment keine Energie im Moment hat und sich nicht mehr auf mich einlassen kann.

    Es war wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, ich hab ihr vor 3 Jahren schon gesagt, dass es schlimm enden würde, wenn sie nicht aufhört mit den Vorwürfen, sie gebeten mit mir zu reden..

    Es ist so schlimm, es fühlt sich an wie der Tod, ich kann alles Schöne nicht vergessen, mir selbst nicht vergeben. Ich möchte ihr beweisen wie und wer ich bin aber sie ist eiskalt und abweisend und will nur ihre Ruhe.

    Ich hab das Gefühl ich hab alles weggeworfen. Sie war doch da und ich hab alles falsch gemacht. Sie hat sogar hier gewohnt und ist wieder weggezogen weil ich es nicht hinbekommen habe.

    Mein Leben ist total am Ende und ich `weiß dass ich nie wieder so jemanden kennenlernen werde.

    Es hört sich alles schlimm an aber ich hatte mit ihr die schönsten Momente meines Lebens, es war alles perfekt und ich hab zu wenig aus allem gemacht.

    Wenn es wirklich alles zuende ist und es nicht nur eine Auszeit ist, dann weiß ich nicht was ich machen soll.

    Wenn ich meinen Sohn nicht hätte .

    Ich geb zu, ich hab schon suizidale Gedanken, hab `leider ohnehin schon Depressionen und eine bipolare Störung, ein geringes Selbstwertgefühl und habe und hatte den Gedanken, dass ich nichts in meinem Leben auf die Reihe bekomme. Und nun hab ich die Liebe meines Lebens gefunden und wieder verloren. Weil ich es gemacht habe und ich kann mir nicht verzeihen. Es geht nicht. Ich seh sie jeden Tag vor mir, in tausend Momenten und die Erinnerungen fressen mich auf.

    Kann mich auf nichts konzentrieren, mich nicht ablenken, will ich auch gar nicht. Manchmal einfach nur sterben.
    Wir hatten so viele Träume zusammen und alles ist zerstört...


    Sie ist da deutlich impulsiver als ich und ich bin einfach langsamer.







  2. #2
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    Standard AW: Liebe gefunden.. und verloren

    Wenn Du es realistisch siehst war eben nicht alles perfekt und Du brauchst Dir nicht die ganze Schuld dafür geben.

    Wenn man mit der Eifersucht und den damit verbundenen Eifersuchstanfällen wieder und wieder in die Enge getrieben wird, dann endet das immer böse und eskaliert.

    Schon alleine deshalb weil man sich versucht Luft zu verschaffen und freizustrampeln und auch irgendwo abstumpft.

    Dann wird der andere noch eifersüchtiger und es eskaliert noch mehr.

    Am Ende kommt es wie es kommen muss - die Beziehung zerbricht auf die eine oder andere Art.

    Es mag sein , dass Du auch einen Teil dazu beigetragen hast, aber alleine bist Du sicher nicht Schuld daran und das Ende war vorprogrammiert oder ewiges Leiden.





  3. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: Liebe gefunden.. und verloren

    Abhaken und beim nächsten Mal besser machen.





  4. #4
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    Standard AW: Liebe gefunden.. und verloren

    Mit dem Ende jeder (ernsthaften) Beziehung stirbt auch immer ein Stück Zukunft. Die Tragik ist zu glauben, dass die Zukunft, die man nun erwartet, zwangsläufig schlechter sein muss, als die, die man verloren hat. Dahinter steckt viel projizierte Reue, Idealisierung und Wunschdenken. Weder die Zukunft, die man sich ausmalt, noch die alternative Zukunft, die man verloren hat, sind real. Du magst dich jetzt gerade, in diesem Augenblick, elend fühlen und es ist einfach dieses Gefühl in eine hypothetische Zukunft zu extrapolieren. Wahr ist jedoch, dass du nicht wissen kannst, wie du dich in einem Jahr fühlen wirst. Du kannst nicht einmal wissen, wie du dich nächste Woche fühlst.

    Möglicherweise wirst du dich auch künftig schlecht fühlen, aber es ist nicht mehr der Schmerz über den Verlust eurer Beziehung, sondern das Festhalten am Schmerz das Schmerzen verursacht.

    Ihr habt eine sehr intensive Beziehung geführt. Ein Merkmal solcher Beziehungen ist, dass sie von intensiven Gefühlen bestimmt werden, ganz gleich ob positiv oder negativ. Du fühlst dich schuldig und idealisierst die positiven Gefühle, die du während der Beziehung empfandest. Durch das immerwährende ins Gedächnis rufen, erlebst du diese Gefühle erneut und gleichsam tun sie weh, da sie begleitet werden durch das Gefühl der Reue und der Schuld und dem vermeintlichen Wissen, diese Gefühle nie wieder ohne diesen Beigeschmack zu empfinden.
    Solch intensiven Emotionen hinterlassen oft ein Gefühl der Leere, das schwer auszuhalten ist. Vielleicht klammert man auch deshalb so sehr an dem Schmerz. Alles ist besser als das Nichts.

    Fakt ist jedoch, dass eure Beziehung, zumindestens so wie du sie beschreibst, alles andere als ideal war. Und ja, du hast einen Fehler gemacht, das bedeutet aber nicht, dass alles, was anschließend passiert ist deine Schuld sein muss und vorallem gibt es deiner (Ex-)Freundin keine rückwirkende Absolution. Ihr Verhalten war emotional erpresserisch und ausbeutend. Die Tatsache, dass du daraufhin etwas getan hast, was - in deinen Augen - eine größere Verfehlung darstellt, macht es nicht ungeschehen.

    Ich glaube, dass du dir dessen, zumindestens rational, bewusst bist, nur ändert es nichts an deiner emotionalen Verfassung und an der gedanklichen Dynamik, der du anheim gefallen zu sein scheinst. Vielleicht fühlst du dich ohnmächtig, aber ich versichere dir, dass du es in der Hand hast, dich wieder besser zu fühlen, aber möglicherweise brauchst du professionelle Unterstützung, insbesondere da du von Suizidgedanken sprichst.

    Falls du nicht schon einen Therapeuten hast, würde ich mir einen suchen. Alternativ tut es vielleicht auch eine Person, die in der Lage ist, dein Selbstwert, den dir diese destruktive Beziehung genommen hat, wieder herzustellen.

    Ich wünsche dir alles Gute,
    Suavi

  5. Für den Beitrag danken: kasiopaja, Zitronentorte





  6. #5
    Thegan
    Gast

    Standard AW: Liebe gefunden.. und verloren

    Hallo Kasjopaja...

    ich weiß dass es von außen so aussehen muss und wahrscheinlich ist es ja auch so.
    Ich merke dass ich mittlerweile total abhängig von ihr bin.

    Ich weiß nicht wie oft sie schon Schluss gemacht hat mit mir in den letzten zwei Jahren, vielleicht 10 Mal?

    Dass ich gestorben bin für sie, dass ich ihr größter Fehler war, hat mich immer wieder weggedrückt um dann wieder anzurufen, wieder weggedrückt, mich blockiert, nicht auf Nachrichten geantwortet.

    So als hätte sie zwei Gesichter. Auf der einen alles gegeben, nett und lieb und die schönste und witzigste Frau, auf der anderen Seite emotional manipulativ, kalt, herrisch, klein machend.

    Ich frag mich oft, ob da nicht auch Borderline mit im Spiel ist...





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