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Alt 06.05.2005, 09:08   #6
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Standard AW: Ich kann nicht weinen

Hi du,

also erstmal lass dir gesagt sein, dass es nicht schlimm ist zu weinen. (Was du bereits weiß) Jeder Mensch kann weinen. Ich glaube, eher gesagt ich vermute, dass du irgendein Problem in dir ist und nicht mehr raus kommt, deshalb kommt diese "Ich hab kein Bock auf gar nix" Phase. Würde es dir helfen, wenn du mit jemanden mal über alles redest, z.B. mit deinen Eltern oder Freunden?

Wenn die Phase nicht mehr vorbei geht, gebe ich dir den Rat professionelle Hilfe zu suchen, damit dieses Problem in dir, was ich vermute, nicht grösser wird.

Leider kann ich dir nicht genau helfen :-(

Gruß cien
__________________
"Die Welt wird sehen, was sie davon hat."
Napoleon
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Alt 06.05.2005, 11:03   #7
Lara17
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Standard AW: Ich kann nicht weinen

Danke,für die Antworten.

Ich werde dann wohl mal mit meinen Eltern darüber sprechen,auch wenn ich mir sicher bin das,dass nicht viel bringt,aber ich versuchs.
Vielleicht ist mein Problem ja,dass ich wenn ich alleine bin Gesellschaft haben will und wenn ich Gesellschaft habe alleine sein will,ist irgendwie total unlogisch.

Ich danke euch allen.

Lara.
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Alt 06.05.2005, 12:52   #8
registriert!Micky
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Beiträge: n/a
Standard AW: Ich kann nicht weinen

Das Verlusterlebnis Deiner Oma könnte Auslöser einer Schutzhaltung des Unterbewußtsein sein.
Wenn man so enorme Trauer fühlen würde---daß es den Körper überfordert...schaltet der auf "SCHUTZSCHALTUNG"..und schließt den Schmerz weg und das ECHTE NACHDENKEN über den Verlust.
Kann Jahre andauern.Hängt vom Selbstheilungsvermögen des Körpers ab.Zwing Dich nicht zu "angemessener Trauer" o.Emotionen.
Ich denke,es ist eine Art Schockzustand.
Habe gehört von Leuten,die erst 10Jahre nach dem Tod des Ehemannes zu weinen anfingen.Vorher wären sie zerbrochen dran.
Sei Deinem Körper dankbar.Das macht schon Sinn.
Die Beurteilung von Fremden ist egal...nicht der "ordentlich Trauernde" ist ein guter Mensch. Es ist nicht steuerbar.
Irgendwann brechen die Schleusen und Du wirst wieder Tränen haben.

Gruß und Umarmung von der
Micky
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Alt 27.04.2008, 19:04   #9
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Standard AW: Ich kann nicht weinen

Zitat:
Zitat von Lara17 Beitrag anzeigen
Danke,für die Antworten.

Ich werde dann wohl mal mit meinen Eltern darüber sprechen,auch wenn ich mir sicher bin das,dass nicht viel bringt,aber ich versuchs.
Vielleicht ist mein Problem ja,dass ich wenn ich alleine bin Gesellschaft haben will und wenn ich Gesellschaft habe alleine sein will,ist irgendwie total unlogisch.

Ich danke euch allen.

Lara.

Hi Lara,

ich erkenne mich so sehr wieder in dem was du schreibst. Ich bin 27 und habe diese Gleichgültigkeit seit Jahren (zumindest meiner Familie - also Eltern, Geschwister - gegenüber). Ich habe es selbst auch lange Zeit nicht verstanden wie ich so gefühlskalt sein konnte, wo ich doch beim richtigen Lied oder Film extrem nah am Wasser gebaut bin... Mittlerweile habe ich verstanden was in mir vorgeht: ich bin schlichtweg so einsam, so sehr in mich gekehrt, dass ich keinen Platz mehr in meinem kleinen Universum habe für meine Familie. Und obwohl diese Einsamkeit nicht aus dem Tod eines geliebten Menschen resultiert sondern einfach nur daraus, dass ich seit jahren ohne Partnerin bin, so glaube ich dennoch aus deinen Erzählungen lesen zu können, dass du schlagartig vereinsamt bist. Dein emotionaler Ansprechpartner ist nun unwiederbringlich verloren und du fühlst dich vielleicht völlig verlassen in dieser kalten, zynischen Welt.

Ich habe leider kein Mittel dagegen, nur soviel: nimm dir die Zeit, den Verlust richtig zu verarbeiten. Spiele niemandem etwas vor, es ist schließlich etwas gutes, einem geliebten Menschen nachzutrauern. Wichtig ist: gib der Welt die Chance, dir irgendwann auch wieder andere Seiten des Lebens zeigen zu dürfen. Schließe dich nicht ein, sondern kuriere dich aus. Spiele deiner Familie keine Anteilnahme vor, sondern zeige ihnen einfach nur, dass du ihre Sorgen zwar respektierst, aber selbst emotional zu sehr gefangen bist, um so zu reagieren, wie sie sich das vorstellen.

Oh mann, so viel Text... *weia* Sorry, falls das zu viel Gelaber war, ich kann's nicht besser formulieren...

Alles Gute für Dich!
VLG, Ich
__________________
"Ich habe heute zwei SMS von meiner Freundin bekommen. In der ersten teilte sie mir mit, dass alles aus ist. In der zweiten, dass sie sich mit dem Adressaten vertan hat. Scheiß Leben." (www.viedemerde.fr)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie gehasst und nie geliebt.
ParalyzedByFeelings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2010, 01:10   #10
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Beiträge: n/a
Standard AW: Ich kann nicht weinen

hey leute.
ich hab ein ähnliches problem...
vor nicht ganz 3 monaten starb meine mutter... und das auch von heute auf morgen...
am anfang (ich bekam den anruf von meiner schulleitung, da ich im praktikum war) konnte ich die ersten minuten nicht weinen, da es für mich wie ein schock war...
ich dachte auch "die verarscht mich grad".....
aber als mir bewusst wurde, dass meine schulleitung das ernst meinte und sagte, ich solle mich bei meinen geschwistern melden, ging bei mir die große heulerei los...
ich hab fast den ganzen tag durchgeweint (ausser nachmittags beim bestatter hab ich mich zusammen gerissen).
nachts konnt ich dann nicht mehr, mir ist die decke auf den kopf gefallen und somit bin ich nach draussen gegangen um spazieren zu gehen... und nachzudenken... und um zu weinen....

die nächsten tage verliefen ähnlich.. die tränen kamen meist gegen abend bzw. in der nacht, als ich alleine war (ich musste mich tagsüber auch um alles kümmern zwecks abmelden und ummelden von alllen versicherungen und so)

meine mum starb dienstags.. und freitags war dann direkt beerdigung...
vor und während der beerdigung hab ich auch geweint bzw. weinen können


ABER...mein "toller" kumpel hat immer gemeint ich soll nicht so viel über den tod meiner mutter nachdenken, soll mich ablenken, soll mich nicht so gehen lassen und soll stark sein.....
jetzt ging das so lange, das ich auch nicht mehr weinen kann....nicht um meine mutter....
ich fühle mich auch so eiskalt und gefühlslos...es fühlt sich immer so an, als wäre mir der tod meiner mutter egal =( aber das kann doch nicht sein, oder??

ich hoffe ihr könnt mir da auch ein bisschen weiterhelfen... ich hab nämlich auch grad niemanden an den ich mich wenden könnte...

danke und gruß
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