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Thema: Orientierungslos, Verzweiflung, Hilfesuchend

  1. #1
    Dan93
    Gast

    Standard Orientierungslos, Verzweiflung, Hilfesuchend

    Guten Tag,

    ich habe ein Forum über Google gesucht in dem ich mich Bildlich gesehen "ausheulen" kann, da ich ansonsten irgendwie gerade nicht weiß was ich sonst tuen soll. Der Text wird sehr durcheinander, es gibt kein direktes Thema sondern 1000 verschiedene Baustellen über die ich schreiben werde. Ich verlange von niemanden sich diesen Text anzutuen, gleichzeitig würden mir Ratschläge allerdings gut tuen.

    Ich bin ein 18 Jähriger Fachabiturient, wohne in einer 30.000 Einwohner Stadt und lebe in normalen guten Verhältnissen.

    Zurzeit mache ich mein Fachabitur und beginne im September meine Ausbildung welche ich auch schon etwas länger habe. Ich interessiere mich für Sport, Musik (Spiele Klavier, Gitarre) und habe seit nun etwas mehr als 2 Jahren eine feste Freundin, welche 2 Jahre und 4 Monate Jünger ist als ich.

    Ich weiß garnicht genau wo ich Anfangen soll, ich fang einfach mal dort an wo mein Kopf gerade ist.
    Heute habe ich wieder begonnen mit meiner Freundin zu Streiten.. Angefangen hat der Tag damit das sie schlechte Laune hatte weil ihre Freundinnen wohl irgendetwas hintenrum erzählt haben, wie das bei Frauen nunmal sehr oft vorkommt. Ich habe versucht sie aufzumuntern, ihr gesagt das ich sie liebe, für sie da bin, und das alles wieder gut wird und sie schon keine Freundin alleine lassen wird. So war es dann auch - In der Schule haben die Mädels wohl alles geklärt (Ich gehe auf eine andere Schule, wir schreiben halt sms jeden Tag von morgens bis Abends immer wenn wir uns nicht sehen).
    Darauf hatte meine Freundin dann spitzen Laune und nach ein paar weiteren sms schrieb sie mir das ihre Freunde planen in dem Ferien nach ihrem Abschluss (10.Klasse Abschluss) gemeinsam wegzufahren - auch mit den Jungs.
    Ich habe sie daraufhin gefragt ob sie denn mit wolle, sie meinte "nein!". Mir war klar das sie natürlich nur nicht mit wollte weil in ihrem Freundkreis nunmal auch ein bestimmter Junge ist (Zu diesem nacher mehr), also um mir nicht weh zu tuen, verzichtet sie auf den Urlaub. Ich habe mir allerdings nichts anmerken lassen und ihr gesagt das sie doch gerne mitfahren kann, das ich ihr vertraue und sie ihren Spaß haben soll und durch mich nicht ihre Jugend verpassen soll. Sie behaarte dennoch auf ihrem "Nein" und sagte das sie es umgekehrt auch nicht wollen würde, das wir beide aber dennoch an unserer Eifersucht arbeiten müssten, was für mich natürlich wie ein Vorwurf rüberkam das ich ihr das nicht erlauben würde wegen meine Krankhaften Eifersucht.

    Ich schwenke nunmal rüber zu dem wie unsere Beziehung verlaufen ist, vllt. könnt ihr Leser (-falls es noch welche gibt) besser verstehen wie alles zugeht.

    Kennengelernt haben wir uns vor 2 Jahren, sie sieht toll aus und ich habe mich ins sie verliebt, sie sich auch schnell in mich und so wurden wir ein junges Paar (Sie war 1 Monat vor ihrem 14 Geburtstag und ich seit 3 Monaten 16 in etwa)
    Das erste Jahr verlief wunderbar, wir hatten erst genau am 1.Jährigen unser erstes mal, übernachtet habe ich bisher nur 1x bei ihr (Die Eltern erlauben es nunmal nicht, kann ich aber absolut verstehen.. Welcher Vater hat gerne einen 18 Jährigen bei seiner noch 15 Jährigen im Bett liegen, egal wielange die Beziehung schon steht.)

    Nachdem Jubiläum habe ich einen Fehler gemacht, ich habe mich mit meiner ehem. besten Freundin getroffen in welche ich VOR der Beziehung mit meiner Freundin auch verliebt war und ziemlich depremiert weil sie mich nicht wollte. Nun habe ich mich mit ihr getroffen, allerdings aus rein freundschaftlichen Aspekten um sie wieder neu kennenzulernen, immerhin war sie mal meine beste Freundin und diese fehlte mir irgendwo. Meiner Freundin habe ich dieses treffen aber verschwiegen, da ich genau wusste das sie dieses Mädchen aufgrund der tatsache das ich mal in sie verliebt war hasste.
    Da ich meine Beziehung nicht aufs Spiel setzten wollte habe ich nach dem Treffen mich nicht weiter bei ihr gemeldet da ich eingesehen habe das ich besser auf sie verzichten sollte als meine Beziehung zu gefährden. Wie Mächen nunmal sind hat sie dann meiner Freundin von diesem Treffen erzählt. Ich habe es zuerst verleugnet, konnte dem Kreuzverhör aber nicht lange standhalten und habe gebeichtet. Zusätzlich hat meine ehem. Beste Freundin auchnoch ein 2tes Treffen "erfunden". Meiner Freundin viel es natürlich extrem schwer mir zu glauben das es nur 1 Treffen war, aber ich bliebt dabei das es nur 1 war. (Was es auch war !)

    Es folgten einige Monate vom Streit, da ich auch öfters nicht nett zu meiner Freundin war - sie hingegen war und ist ein Engel.
    Ich habe mal mit einem Mädchen telefoniert, auch nur rein freundschaftlich, meine Freundin rief auf Festnetzt an und fragte warum Handy besetzt wäre. Ich habe gesagt "Sorry, ich telefoniere gerade mit xxxx, hab jetzt keine Zeit für dich" Darauf war sie natürlich meeeeega angepisst, doch mich hats nicht groß interessiert, habe mir gedacht "Die immer mit ihrer Scheiß Eifersucht".

    Dann habe ich mich versucht zusammenzureißen, entschuldigt für meine Taten habe ich mich aber nie wirklich überzeugend. Die Beziehung schien wieder in Ordnung, bis zur Weihnachtsfeier von dem Betrieb wo ich einen Nebenjob hatte..
    Ein Kollegin (1 Jahr älter) schmiss sich ziemlich an mich ran, ich war total betrunken. Sie lehnte ihren Kopf an meine Schulter, streichelte mich und hielt meine Hand. Ich habe mich nicht groß gehwehrt, im gegenteil.. Die Bestätigung habe ich eher genoßen. Bis sie mich dann auf einmal küsste. Ich war so Perplex das ich erst nicht wusste was ich machen sollte, nach diesem einen kurzen Kuss habe ich mich von ihr wegbewegt und bin kurze Zeit später nach Hause gefahren.

    Meiner Freundin habe ich 2 Tage später davon erzählt, eine riesen Heulerei ihrerseits folgte und ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte.. und meine Kollegin erzählte ihr das ich SIE geküsst hätte, und dies mehrmals. Also wieder eine Situation in der 2 Parteien was anderes sagen.. Ich wusste nicht damit umzugehen, blieb dabei das es nur 1 Kuss war, ihrerseits. Musste aber eingestehen das ich sie zuerst an mich rangelassen habe, also Kopf auf Schulter legen usw.

    Da war die Beziehung für meine Freundin also am absoluten Nullpunkt. Dennoch verließ sie mich nicht, 2-3 Tage lang habe ich mich aufrichtig bei ihr entschuldigt und geschworen alles besser zu machen. Doch wirklich den Arsch aufgerissen habe ich mir danach nichtmehr.

    Ich hatte zu dem Zeitpunkt seit etwas mehr als 1.Jahr trainiert, also aktiv in einem Fitnesstudio.. Mein Körper veränderte sich und dementsprechend auch meine Arroganz. Ende Januar folgte der größe Fehler meines Lebens.
    Ich habe mich von ihr getrennt, aus einem bescheuerten Grund.
    Sie schrieb mir das sie und ihre Mädels Karneval als heiße Polizistinen gehen wollten, mit Hotpants usw. Ich reagierte bisher (und tue dies immernoch) extrem stark auf Ausschnit usw. und habe sie an dem Abend verlassen weil ich Angst hatte. Angst davor das mir jemmand wehtuen könnte.
    Ich habe sie verlassen ohne dabei eine träne fließen zu lassen als sie vor mir zusammenbrach und geheult hat.
    Ihre Freundinnen kümmerten sich richtig gut um sie und gingen mit ihr feiern, sie zog sich natürlich knappe Kleider an und versucht alles um sich abzulenken. Bis sie schließlich eines Abends mit einem aus ihrer Klasse bei Freunden im haus gekuschelt hat. Ab diesem Tag wollte ich sie zurück, es tat unendlich weh sie an einen anderen zu verlieren. Erst dann wurde mir bewusst das ich sie verlassen habe, das es vorbei ist.. Ich habe es erst gemerkt als sie mir die kalte Schulter gezeigt hat und sich woanders orientiert hat. Sie nahm mich nicht zurück, dennoch gab sie mir die Chance zu treffen an denen ich ALLES getan habe um sie rumzukriegen. Einmal hatten wir sogar wieder Sex, indem sie aber sagte "Der Sex dient nur meiner Befriedigung, hat nichts damit zu tuen das ich dich zurücknehme oder nicht". Natürlich ließ ich mich drauf ein, weil die Hoffnung ist natürlich da. Abends sagte sie mir auch das sie noch etwas nachdenken muss, aber sich für 80% für mich entscheidet.

    Später erklärte sie mir dann das sie erst noch den anderen Jungen küssen muss um es zu wissen, das passierte dann sogar wirklich und sie küssten sich eines Abends bei Freunden (ich war nicht dabei, habe es dadurch erfahren das ich sie nachts immer angerufen habe um zu wissen was geschah, sie erzählte mir alles)


    Von diesem Augenblick an war sie sich nichtmehr sicher, spielte förmlich mit mir und sagte das sie auch ihn irgendwo liebt, mich zwar mehr, aber mich noch nicht zurück will.. ein weiterer Abend an dem ich Abends sogar zufällig den Typen getroffen habe und mich vor ihren Augen mit ihm geschlagen habe, allerdings dann von ihrem Vater zurückgezogen wurde, folgte sogar ein gemeinsamer Tag bei ihr mit DVD usw. (Es blieb beim Knutschen! Nur beim DVD schauen haben sie sich wohl etwas befummelt, er einmal kurz ihre Brust und sie einmal kurz in seine Hose aber seinen penis nicht angefasst sondern nur mit den Fingerspitzen gestreift.)

    Nach diesem Tag rief sie mich an und sagte "Lädst du mich Freitag zum essen ein? Ich möchte dich zurück.."
    Ich viel aus allen Wolken und ab diesem Freitag waren wir auch wieder zusammen. Ich bemühte mich wirklich, bis heute kämpfe ich um sie - habe aus meinen Fehlern gelernt. Allerdings sind wir BEIDE verdammt Eifersüchtig.

    Ich habe mit der Sache mit dem Typen nicht abgeschlossen, außerdem fängt sie nun langsam an zu feiern (wird 16 und Abschluss halt) und möchte nun halt ihren Spaß haben. Ich bin da das totale Gegenteil, gehe nie feiern, habe auch irgendwie keine Freunde - wo sie allerdings meiner Meinung nach nicht ganz dran unschuldig ist, schließlich bekomm ich fast immer Ärger wenn ich mit irgendwem was unternehme.

    Sie trägt gerne hübsche Sachen, High-Heels und tanz gerne mit ihren Mädels. Nun weiß ich genau das Jungs total auf Blondinen mit perfekten Körper stehen und sie sowieso schon angaffen. Nun sind die Jungs aus ihrem direkt Freundeskreis allerdings so drauf das sie ihr gerne auf den Arsch klatschen, oder betrunken ihre Brüste streifen. Das pisst mich halt richtig an.

    Sie kann für all diese Dinge natürlich nicht direkt was für, dennoch bombadiere ich sie mit unsinnigen Vorwürfen.. Sie mich jedoch mit richtig viel Eifersucht, lässt oft ihre Laune an mir aus (was ich umgekehrt nicht darf) und steht auf "Kanacken" also baungebrannte trainierte typen mit V-Ausschnit.
    Ich bin da irgendwie etwas anders, Braune haare, helle haut, normaler gepflegter JacknJones Style gern mit Hemd.

    Training habe ich seit der 1 Trennung fast komplett aufgegeben, muss mir nur Vorwürfe diesbezüglich anhören. Gleichzeitig beschwert sie sich aber darüber das ich wieder immer dünner werde (Spitzenzeit lag bei 73kg auf 180cm, ja sehr wenig aber für mich verdamt viel, liege wieder bei 67kg, als wir zusammenkamen wog ich knappe 60kg)

    Ich lebe nun nurnoch für dieses Mädchen, wir treffen uns fast jeden Tag, ansonsten schreiben/Telefonieren wir rund um die Uhr. Ich weiß selbst das meine Eifersucht, die Vorwürfe und all die sms und das wir uns jeden Tag sehen (Kommt aber genauso auch von ihr aus !) die Beziehung irgendwie nochmehr kaputt machen, aber wir kommen davon nicht los. Darüber reden fällt auch schwer.. Wenn ich sagen würde "Jeden Tag treffen ist doch etwas zuviel" ist sie direkt verletzt.. umgekehrt wäre das aber auch so..
    Wir reden uns gegenseitig ein das wir uns ja nur füreinander interessieren und anderen Frauen/Männern niemals auf den Popo schauen würden usw.

    Mal realisitisch gesehen. Das ist normal, ich weiß das sie das auch tut dennoch würde ich es nicht hören wollen. Wir lügen uns also gegenseitig an, einfach ehrlich sein kann man aber auch nicht.. Man möchte also irgendwo die gesamte Wahrheit hören, lügt sich aber dennoch an.. Ach irgendwie komisch.. vllt. versteht einer was ich meine.

    Ich gehe jetzt mal etwas weg von meiner Beziehung und gehe mal etwas mehr zu mir.

    Ich selbst bin ein normaler typ, sehe durchschnittlich aus und falle auch nirgendwo in ein Register nachdem man gemobbt werden müsste.

    Allerdings wurde ich das immer und immer wieder, einfach weil ich mich selbst in diese Position begebe. 5-7 Schuljahr Gymnasium wurde ich richtig krass gemobbt als Stinkendes Opfer, obwohl ich gepflegt normal aussahe, weder dick noch verpickelt. Aber irgendwie konnte ich mich nicht wehren. Dann der wechsel auf der Realschule, auch dort Empfingen mich "ranghöhere klassenmitglieder" erst richtig freundlich, doch irgendwie freundete ich mich nicht mit ihnen an, sondern mit den Opfern aus der Klasse.. ich bahnte mir also selber den weg zu den OPfern, keine Ahnung wieso. Daraufhin folgte meine "zockerkarriere". Ich fand im Internet Freunde, Counterstrike in Ligen mit regelmäßigen Training.. Ich war ca. 15 Jahre als dies seinen Höhenpunkt fand. Mir war alles Scheißegal, Schule freundete ich mich nichteinmal mehr weiter mit den Opfern an, ich war einfach nur da und alles war mir egal (Leistungen dementsprechend auch). hauptsache ich konnte Abends meine Runde zocken, fand im Internet wiegesagt auch Menschen wie mich, die normal Aussahen und auch ich sage mal "Rankhöher" in den klassen waren, also keine Typischen dicken, verpickelten Nerds. Doch die Gruppe löste sich nach einem Jahr (Wir haben uns auch im echten leben getroffen) auf. Daraufhin war ich wieder komplett alleine, ging zur Schule war aber auch irgendwie nicht anwesend. Nur meine beste freundin war für mich da.. Allerdings liebte ich sie, nur sie mich nicht.. sondern immer jemmand anderen.

    Dann trennten sich meine Eltern als ich gerade 16 wurde, ich hatte niemanden weil meine beste Freundin sich auch von mir verabschiedet hatte für andere Jungs weil ich zu anstrengend mit meiner Eifersucht wurde.
    Ich viel in ein Loch.. Was ich damals gemacht habe weiß ich garnicht mehr.
    Ich habe mich immer anders gesehen als alle anderen, ging nie feiern und wenn ich feiern ging nur um mir selber einzureden das ich doch "normal" bin. Bis heute habe ich keinen Spaß am feiern gehen.

    Ich habe mich, und tue es immernoch, immer selbst ausgeschlossen. Ich finde das ich nicht das selbe kann wie andere, bin keine persönlichkeit sondern ein wackliges Gerüst. Ich möchte garnicht erst auffallen. Das einzige mal an dem ich dachte "Hey, du kannst was" war als wir auf ner Klassenfahrt ein Klavier unten im raum hatten. Niemand wusste das ich Klavier spiele (gut inzwischen nichtmehr, allerdings damals 8 Jahre lang), ich spiele irgendwelche klassischen Lieder und die echt bestaussehensten Mädchen und die beliebtesten Jungen aus der Klasse setzten sich dazu und hören MIR zu. Niemand lästerte über das was ich tat. Es hieß nur "Jetzt wissen wir was du den ganzen Tag tust, wir dachten immer du zockst" Auch rein Optisch bin ich kein Klavierspieler. Habe eher damals Schucks und tiefhängende Jeans getragen, hörte mal Metal, mal House usw. Und wirklich viel Klavier geübt habe ich auch nie und für 8 jahre konnte ich verdammt wenig, dennoch war das das einzige "Gesellschaftliche Erfolgserlebnis" das ich jemals hatte, mit dem zu punkten was andere nicht konnten, nicht mit Dingen zu Punkten die mich selbst in wirklichkeit garnicht wiedergeben sondern die ich nur tue um mir selbst gerecht zu werden und mich nicht irgendwie anders zu fühlen.

    Dann lernte ich meine jetzige Freundin kennen. Jung (also kein Mädchen das nur säuft, feiert usw.) und hatte von da an ein wenig mehr Motivation im Leben, mein Notendurschnitt (Realschule 3,6) steigerte sich in nur einem Jahr beim Fachabitur auf 2,1. Weil ich ihr etwas bieten wollte und zeigen wollte, deswegen habe ich auch jetzt eine sehr gute Ausbildungsstelle.

    Ich bringe Leistung wenn es kurz vor 12 ist. In der Schule, bei meiner Freundin, bei meinem Körper.

    Es drohte nichts aus mir zu werden, ich änderte mich Schlagartig.
    Meine Freundin habe ich verloren, kämpfte besser als Edward oder andere Kinohelden um meine Liebe
    Wurde Magersüchtig, nahm Muskeln zu und sah gut aus.

    Aber sobald ich dies alles erreicht habe, sinken die Erfolge wieder.. Ich lasse nach, mich juckt es nicht. Auch wenn ich mir immer über alles im vollem bewusstsein bin. Ich weiß z.B. jetzt gerade ich wieder was essen müsste, regelmäßig trainieren müsste. Tue es aber nicht.

    Ich weiß das meine Freundin gerade sauer auf mich ist, mich seit 3 stunden ignoriert.. Ich ändere aber nichts dran weil ich nicht weiß was ich tuen soll.

    Schule läuft einigermaßen, meiner Meinung aber nur weil mein erster Eindruck nach der Realschule dort halt perfekt war, und ich auf dieser Welle nun bald meinen Abschluss bekomme.

    Ich weiß wer ich sein möchte, ich weiß wie ich leben möchte, ich weiß sogar teilweise was ich dafür tuen müsste. Dennoch bekomme ich es nicht hin es zu tuen. Ich stehe mir selbst im weg, teilweise vor Angst.

    Wie schaffe ich es diese Gedanken in mir wegzubekommen? Ich denke immer nach, sehe mich automatisch immer anders als andere obwohl ich es teilweise garnicht bin. Stelle mich selbst in Außenseiterpositionen obwohl ich dort nicht hingehöre. Mache mir selbst Probleme wo keine sind. Ich stelle mich selbst Schachmatt.

    Ich habe immernoch das Gefühl nicht alles niedergeschrieben zu haben, ich finde nur für viele Dinge keine Worte. Keine Worte zu beschreiben wie es ist eine beliebte Freundin zu haben, die einen auch liebt.. Man selbst aber keine wirklichen Freunde hat und sich dadurch wieder selbst Druck macht und auch selbst dafür sorgt das die Dinge wahr werden.

    Diesen Text hat sich wahrscheinlich keiner angetan, sorry für diesen ewig langen und unsortieren Text. Groß & Kleinschreibung usw. liegt mir auch nicht so wirklich.

    Es tat nur irgendwie gerade gut das alles mal zu schreiben, auch eine Sache die ich schon ewig machen wollte aber bis zum "Es-geht-nichtmehr" hinausgezögert habe. Ich scheitere an mir selbst.

    Liebste Grüße,
    Daniel

  2. #2
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    Standard AW: Orientierungslos, Verzweiflung, Hilfesuchend

    Hallo Daniel,

    hab mir Deinen Text (Roman) angetan und ich kann Dir nur einen Rat geben:

    Willkommen im Leben!!!
    Wo Licht ist, ist auch Schatten! Ist nunmal so!

    Glaube mir, Du bist nicht der Einzige dem es so geht!
    Ein jeder hat mit sich zu kämpfen und das ein Leben lang!

    "Bedenke, dass Du die grösste Schlacht jeden Tag gegen Dich selbst führen musst"
    (F.Nietzsche)

    Ein kleiner Tipp noch zum Schluss:
    such Dein Glück nicht bei anderen Menschen! Du trägst es in Deinem Herzen!
    Wer nichts erwartet, kann nicht enttäuscht werden!
    Gib was Du von Herzen geben willst, aber erwarte dafür nichts!
    Sonst wirst Du immer wieder enttäuscht!

    Ach, nochwas:
    Es gibt nur 2 Wesen in Deinem Leben, die Dich bedingungslos lieben!
    Das ist Deine Mutter und Gott!
    Alle Anderen erwarten etwas dafür!

    Liebe Grüße an Dich, pass auf Dich auf und bleib sauber!
    Alles wird gut!

  3. #3
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    Standard AW: Orientierungslos, Verzweiflung, Hilfesuchend

    Hallo Daniel,

    das hört sich alles ziemlich schrecklich an. Kann mir gut vorstellen, dass du sehr leidest. Ich hab zwar gestern alles gelesen, aber sicher schon etliches vergessen ... Du bist sicher etwas frustriert, dass sich bis jetzt fast niemand gemeldet hat, und ehrlich gesagt, ich hab nicht die Kraft, mich hier sehr reinzuhängen, ich möchte dir nur ein paar Anregungen geben.

    Was mir zentral zu sein scheint, ist, dass du dich als "wackliges Gerüst" empfindest. Wenn du die Kraft hättest, du selbst zu sein, dann hättest du eine andere Ausstrahlung (auch bezüglich Frauen), könntest tun, was du eigentlich willst, wärst vermutlich sehr viel weniger eifersüchtig, und dein inneres Zentrum wärst du selbst und deine inneren Entwicklungsmöglichkeiten, Wünsche und Energien. Und nicht ein Mädchen oder sonst jemand. Warum du diese Kraft nicht oder zu wenig hast, weiß ich natürlich nicht. Eine der wichtigsten Fragen dürfte daher sein: Was hemmt meine Energie? Welche Gedanken, Erfahrungen, körperlichen Anspannungen etc.? Ich weiß nicht, ob du das allein schaffst oder eine Therapie brauchst. Ich würde dir vor allem raten: Lesen, lesen, lesen! Da du so lang geschrieben hast, geh ich mal davon aus, dass du mit Büchern auch kein Problem hast ... Ich würde dir auch raten, zu einer Psychologin/Psychologen zu gehen, eigentlich am besten zu mehreren, um abzuchecken, ob dein Problem schon eine Krankheit ist und einen Namen hat oder nicht. Guck mal nach, was in wikipedia über die unsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung steht. Oder was ähnliches? Es gibt ja mehrere Krankheitsbilder, die für mich ähnlich aussehen. Ob das passt oder nicht, kann vermutlich nur jemand mit professionellem Hintergrund feststellen. Und wie gesagt, lieber zu mehreren Leuten gehen.
    Zu deiner Beziehung kann ich dir kaum was sagen, es scheint so, dass ihr beide eure inneren Dramen habt u. beide nicht stabil seid. Kann es sein, dass sie mittlerweile die Stärkere ist und du zunehmend einsteckst? Es ist nie eine gute Idee, ALLES für jemand anderen zu tun, damit er bleibt, denn dann wird die Achtung des anderen immer kleiner und die Gefühle schwinden. Es ist natürlich sehr schwer, nein zu sagen, wenn man verliebt ist und der andere immer wieder auf dem Sprung zu sein scheint ...

    Ich bin überzeugt davon, dass eine Beziehung umso besser ist, je mehr jeder er selbst sein kann - natürlich braucht es auch Kompromisse, aber um die Bildung eines guten Selbstwertgefühls kommt man nicht drumherum.
    Ich würde also vorschlagen, dein Problem so genau wie möglich "einzukreisen" und zu benennen, eben auch von Fachleuten, aber nicht nur. Dann über Bücher und/oder psycholgische Beratung feststellen, was fehlt, ob etwas nachgeholt werden muss etc. Dann geht es sicher auch drum, den "inneren Richter" mal dranzunehmen - was an seinen Urteilen ist wirklich sachlich richtig, wo übertreibt er maßlos (das tun sehr viele "innere Richter" am Anfang!), was will er nicht sehen, etc.

    Eine Vorstellung, die ich sehr gut finde, ist die der inneren Personenkonferenz. Es gibt eine Sachbuch-Reihe in drei Bänden, "Miteinander reden" von Friedemann Schulz von Thun, das ist ein Klassiker der Kommunikationspsychologie. Im dritten Band wird diese Konferenz vorgestellt ("Das innere Team"), und durch die Beschäftigung mit den unterschiedlichen inneren Stimmen kommt man allmählich zu angemessenen Haltungen und Handlungsmöglichkeiten. Anfangs ist es oft so, dass der "innere Kritiker" alles niederbrüllt: "Du bist zu hässlich, zu langweilig, zu energielos ...dich will niemand ..." etc. Es gibt aber immer auch Stimmen, die das ganz anders sehen und gute Argumente dagegen haben, nur sind wir oft nicht gewohnt, diese anfangs dünnen Stimmchen auch wahrzunehmen. Die sagen dann vielleicht: "Ich bin immerhin hübscher als x, y und z!" Oder "Ich bin eigentlich überhaupt nicht langweilig, nur traue ich mich nicht, mich für den Kurs Sowieso anzumelden. Der würde mich sehr interessieren!" Es gibt z. B. auch den "Nüchternen Beobachter", der sagt: "Alle werden mich nie mögen, weil jeder Mensch andere Prioritäten, Interessen und einen anderen Geschmack hat. Das Ziel kann daher nur sein, die Dinge zu verfolgen, die mir Spaß machen, das macht zufrieden. Und dann werden einige Leute auf mich aufmerksam werden, weil ich oft Zufriedenheit und Ruhe oder Begeisterung ausstrahle."

    Das sind nur ein paar Anregungen. Vielleicht helfen sie dir ein Stück weiter.
    Und vielleicht schreibt noch jemand anders mehr über eure Beziehung.

    Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft und Durchhaltevermögen!
    Kaela

  4. #4
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    Standard AW: Orientierungslos, Verzweiflung, Hilfesuchend

    Nochwas: Solltest du jemals von professioneller Seite eine Diagnose bekommen, in der von "genetischer Veranlagung" o. ä. die Rede ist, dann ist das immer noch nicht Ende der Fahnenstange! Erstens verstehe ich psychische Krankheiten so, dass es vermutlich immer eine genetische Disposition gibt, aber ob und wie sehr sich die auswirkt, ist immer auch von der sozialen Umwelt, also Eltern, Gleichaltrige u. a. abhängig. Meines Erachtens kann man die Situation in jedem Fall durch Änderung der Prioritäten und inneren Haltungen, andere innere Dialoge, eine Änderung des Verhaltens etc. verbessern. Und selbst wenn sich durch normale Therapien (analytische und behavioristische Therapien, die die Kassen zahlen) wenig zu ändern scheint, dann muss man die Hoffnung nicht aufgeben. Denn es ist auch möglich, dass die Probleme durch negative Einflüsse in der Schwangerschaft oder durch die Geburt entstanden sind, und um diese alten Traumata zu aktivieren und endgültig aufzulösen, gibt es immer noch Therapien, die die Kasse nicht zahlt, z. B. Körpertherapien (etwa Biodynamische Therapie nach Gerda Boyesen oder Holotropes Atmen).

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